landwirtschaftliche nischen

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kellerano 13-02-2011 11:51 - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen
hi zusammen,

ich überlege seit einiger Zeit, wie (oder ob) man den Einstieg in die Landwirtschaft schaffen kann. Mal angenommen es ist Kapital vorhanden und man möchte in irgendeiner Weise in der Landwirtschaft Fuss fassen, um das dann langsam auszubauen-wie würdet ihr sowas angehen? Jeder Lohnunternehmer hat mal klein angefangen denke ich. Dass ein Hof nicht aus dem Nichts aufgebaut, sondern über Generationen hinaus vererbt und ausgebaut wird, ist mir klar! Und dass die meisten Landwirte ihre eigenen Geräte haben und meist nur solche Dienstleistungen in Anspruch nehmen, die teuere Spezialgeräte benötigen auch. Doch muss es doch noch irgendeine Möglichkeit geben um das, zunächst natürlich im kleinen Stil zu betreiben. Oder denkt ihr, in die Landwirtschaft einsteigen zu wollen, ist völlig unmöglich? Ich denke auch nicht nur an den Dienstleistungsbereich, sondern bin für alle möglichen Vorschläge/Meinungen dankbar.
Gruss aus Bayern



miwe antwortet um 13-02-2011 11:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hi Was würdest den gerne machen


miwe antwortet um 13-02-2011 11:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen
Unmöglich ist es in der Landwirtschaft nicht aber mann muss genau wissen was man machen möchte. Leicht hat mann es zur zeit nicht in der Landwirtschaft. den die relation von den Ausgaben zu den Einnahmen passen nicht mehr zusammen


kellerano antwortet um 13-02-2011 12:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wie gesagt festlegen möchte ich mich nicht, sondern bin für jegliche Vorschläge offen. Nur soll es Hand und Fuss haben und so weit wie möglich finanziell abgesichert sein. Optimal wäre, Pressen für den Maschinenring oder Bodenbearbeitung oder irgendwas im Dienstleistungsbereich. Doch wie angehen? Hab auch an Forstarbeiten gedacht, oder Land pachten und Heu-oder Silageballen verkaufen. An eigenes Vieh hab ich auch schon gedacht, denn nen Stall hätte ich zuhause und Platz genug, jedoch denke ich nicht, dass sich sowas im Kleinen Stil rechnet...wie auch immer, wsa ich damit sagen will ist, dass ich mir gerne erstmal alles mögliche anhöre.:-)


miwe antwortet um 13-02-2011 13:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hast du einen Betrieb zuhause oder stehen dir Flächen zur verfühgung wie sieht es mit Maschienen aus hast du irgend was. Wie viel geld hast du zur verfühgung


hanserhof antwortet um 13-02-2011 14:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja wenn du einen Stall und Fläche hast, wo ist das Problem?
10 Milchkühe
10 Mutterkühe
10 Maststiere
10 Schweine
100 Hühner
10 Schafe

So solltest du durchkommen, wenn das so langsam startest und schaust das dass Zeug Direkt an den Mann bringst! Und natürlich so gut als möglich alles selber anbauen! (anbauen lassen)!

mfg


kellerano antwortet um 13-02-2011 14:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Stall wäre da, nur Flächen wurden alle verpachtet oder vor jahren an verwandte, mit bauernhof "verschenkt". Maschinen sind vorhanden, jedoch nur alte und kleine: fendt mit 50ps, ackerpflug, egge, grubber, schwader, kipper und ein holzwagen(umgebautes güllefass). Die Überlegung ist noch (kommt jetzt darauf an wies weiter geht) dieses Jahre nen neuen schlepper zu kaufen. Kapital ca.60.000€ Aber wie gesagt, das risiko sollte so niedrig wie möglich sein. Meine erste Überlegung war Schlepper plus Anbaugerät per Finanzierung und wenn es schief gehen sollte, wird das Zeug nach ein zwei jahren mit dem Wertverlust als Einbuße wieder verkauft. Denke mit 20.000€ Mieße muss man wenn alles schief geht rechnen...das wäre noch verkraftbar! Fakt ist, es ist ein Kindheitstraum von mir, den ich versuche zu verwirklichen und deshalb bin ich auch bereit etwas dafür zu "opfern". Aber welches Anbaugerät ist in diesem Budgetrahmen drin, dass nicht jeder Landwirt schon selbst hat? Das mit den Kühen wäre ne Möglichkeit...Problem sind nur die Flächen, die rings um unser Wohngebiet alle schon von Bauern genutzt werden und die eigenen wurden vor Jahren verpachtet oder eben "verschenkt"


miwe antwortet um 13-02-2011 14:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich weis ja nicht wie es bei euch so mit dem ausfahren aussieht , aber jen du nix hast vergiss es gleich den ein Traktor mit 80 pf kommt dir auf 60000 Euro und dann brauchst die geräte auch noch ausserdem gibt es schon überall Lohnunternehmer und mit denen komst alls kleiner net mit. besser du arbeitest mit ihnen.
Aber wenn du einen stall zur verfühgung hast geh doch in die Direktvermarktung und Verarbeite Fleisch.
Ich mach das bei uns auch und Mit der Direktvermarktung kannst a mit einer kleinen Landwirtschaft leben


woody87 antwortet um 13-02-2011 14:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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hallo,
die pachtverträge kannst du normalerweise jederzeit wegen eigengebrauch kündigen, so stehen dir deine flächen auch wieder zur verfügung...
wennst nen stall hast, würd ich in richtung mutterkuhhaltung gehen, da brauchst dann net so viel reinstecken... fütterung würde ich auf grünland setzen, dann sparst dir die ganzen ackermaschienen, bei diesem aufwand kannst du dich ziemlich gut mit gebrauchten maschienen ausrüsten, dann würdest auch ohne weiteres mit deinen 60.000 auskommen.

mfg woddy


mfj antwortet um 13-02-2011 14:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Michael, vergiss deinen „Bubentraum“.

Wenn du ein landw. Hobby brauchst – kannst in deinem Vorgarten – Salat, Gurken, und Tomaten züchten. Wenn du im ersten Stock wohnst – bleiben immer noch Kübel- Balkonpflanzen übrig.
Hast ein kleines Grundstück – halte dir ein paar Hühner oder Gänse oder zwölf Schildkröten...

Alles andere kannste vergessen...

Wenn du allerdings Geld hast, dass du landwirtschaftlich investieren willst – übrigens die beste Langzeitanlage , aus meiner Sicht – dann kauf dich in einer landw. Gesellschaftervereinigung ein. Dort kannst du mitarbeiten – je nach Fähigkeiten und Zeit, bekommst vernünftige Produktion hautnah mit...und hast auch noch eine Rendite.
Allerdings beträgt da eine Mindesteinlage so ca. € 300.000,- um mal ganz nieder zu greifen...

...das würdeste aber auch mit so einer Bambi-Version – ausgeben !!





miwe antwortet um 13-02-2011 14:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen
Ich hab keine Hobby Landwirtschaft.
Jeder muss wissen was er und für seinen betreib das beste ist.
Für mich ist es die direktvermarktung.


kellerano antwortet um 13-02-2011 15:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen
Finds jetzt irgendwie etwas fragwürdig ne Antwort über Salatbeete und Balkonpflanzen zu bekommen, wenn die Frage nach Landwirtschaftlichen Nischen und Einstiegsmöglichkeiten ist, aber wird schon seinen Sinn haben der Post! Danke trotzdem!

Ehrlich gesagt, hört es sich schon fast unmöglich an, aber das war auch meine Einschätzung. Lohnunternehmer gibt es schon genug und nen ordentlichen Hof aufzubauen, ist ohne Fläche oder/und Hunderttausenden von Euros auf der Bank auch mehr als schwierig. Schade finde ich diese Entwicklung trotzdem irgendwie, da ich denke dass das "Kulturgut" Familienbetrieb somit über kurz oder lang ausstirbt. Traditionsbewusste und Landwirtschaftsbegeisterte wie ich, werden wohl damit leben müssen. Danke schonmal für die bisherigen Posts.

Mfg





miwe antwortet um 13-02-2011 15:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ich finde es auch schade das die kleinen Familien betreibe keine Chance mehr haben. ich halte von den Ganzne Großbetrieben überhaupt nichts.



179781 antwortet um 13-02-2011 15:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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In deiner Situation, wenn du von fast null anfangen willst, solltest du etwas machen wo anständige Arbeit und wenig Kapital einzusetzen ist. Die ganzen Sachen in der klassischen Landwirtschaft wie Viehhaltung, Ackerbau, Maschineneinsatz bringen in der Regel keine Entlohnung für das eingesetzte Kapital man bekommt bestenfalls einen ordentlichen Arbeitslohn heraus.

Ein Schulkollege von mir hat die Viehhaltung aufgegeben, weil da größere Investitionen angestanden wären. Der macht jetzt "Grünraumpflege". Er hat eine VW-Bus und einen großen Anhänger und rückt mit Motormäher, Heckenschere, Schaufel, Gabel, Rechen usw. an und erledigt alles mögliche wie Bäume in Gärten umschneiden, Heckenschneiden, Böschungen mähen, Pflanzungen aller Art (mit Verkauf von Pflanzmaterial) inklusive Auräumen hinterher. Das Brennholz, das anfällt wird fertig geschnitten und trocken verkauft usw. Der gute Mann kann sich vor Aufträgen gar nicht retten.

Gottfried


Hirschfarm antwortet um 13-02-2011 15:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen
Such dir in einem Umkreis von 20 km um deine Hofstelle alle Bauern raus die über 50 sind und keine Nachfolger haben. Mach mit einem nach dem anderen einen Termin aus und frag ganz höflich ob Sie schon jemanden haben der ihren Hof weiterführt. Ein paar werden dich mit der Mistgabel vom Hof verjagen aber wenn du Glück hast findest du ein sympathisches Altbauernehepaar die genau so jemanden wie dich suchen.
Ansonsten Nischen: Christbäume direktvermarkten, Bioschweine, Schaf und Ziegenmilch,Kamelmilch, Wachteleier, Kobe- Rinder, Speise- und Zierkürbisse, Kiwis, Tee,Ziermais und Popcornmais mit Direktvermarktung, Topinambur etc.etc.etc.
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Du mußt dich nur danach bücken.
mfg


50plus antwortet um 13-02-2011 15:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen
@kellerano

Du hast sehr wenig von dir selber geschrieben, daher ist es schwer dir zu raten. Bist du allein, wie alt bist du? Hast du landw. Ausbildung? Bzw. Wissen u. Können?

Du hast ja schon viele gute Antworten bekommen: Rückpacht der Flächen, Direktvermarktung,
Grünraumpflege....
Im Prinzip hat aber Hirschfarm sehr recht. Man muß einmal wissen, was einem Spaß machen tät, welche Interessen man hat. Und dann muß man dazu auch die volle Portion Ausdauer haben.
An deiner Stelle würde ich mal was probieren, wovon ich glaube, dass ich das kann und mag, ohne mich bis über beide Ohren in die Schulden zu stürzen. Wenn es funktioniert, kannst dich ja weiter perfektionieren und die Nische weiterausbauen!

Viel Spaß, Ausdauer und Erfolg dabei!

lg
50plus


mf410 antwortet um 13-02-2011 16:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen
warum neue geräte???
von wie viel ha redest du da 10, 20,30,... ?
arbeitest du zur zeit ?
willst du das als hobby machn?
wenn ich so eine möglichkeit hätte, würden mir ca.20ha genügen!
würd mit den alten geräten weiter machn! weil pflug, egge,... hast du ja! brauchst nur noch einen kd-streuer ne spritze und nen alten drescher consul, merkator oder so!
bei bio würdst dir die spritze + kd-streuer ersparn!
ausgaben meiner meinung max. 20.000 t !
weiter arbeiten und als hobby machn!



rotfeder antwortet um 13-02-2011 16:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo!
Meiner Meinung sollte jemand, wenn er wirklich in der Landwirtschaft arbeiten will, auch in der Landwirtschaft arbeiten. Chancen gibt es immer. Aber es ist schwer , jemanden zu raten, wenn man die Umstände nicht kennt. Lohnarbeiten mit Presse ec. ist glaube ich nicht die Lösung, da ist nichts zu verdienen. Bist du ortsgebunden? Wenn nicht gibt es auch als Verwalter einen Posten, landw. Ausbildung ist da aber schon meist Voraussetzung.
Auch einen Betrieb pachten ist eine Möglichkeit. Eine Einheirat wird heute oft verpöhnt, hat sich aber auch schon oft als vorteilhaft erwiesen. Und nicht zuletzt, ich kenne in meiner Umgebung zwei Fälle, die sich mit fast nichts hochgewirtschaftet haben. Einer hat mit 2ha Eigengrund angefangen, und ist jetzt durch zukauf und Pacht auf Durschnittsbetriebsgröße, und Vollerwerb. Einer hats von null auf 10ha Pacht mit Pferdewirtschaft und Mutterkuhe geschafft, ist im Nebenerwerb. Ein dritter fällt mir noch ein, das war überhaupt der schlauere. Durch das System der Flächenprämien hat der große Summen an Fördergelder lukriert. Der stammt aus der Stadt, hat keine Maschinen und Gebäude, aber er hat mit einer Art Wanderschäferei große Flächen bewirschaftet oft ohne Pacht. Meist in Gebieten, wo die bewirtschaftung aufgegeben wurde, waren die Besitzer über die Pflege dankbar. Der hat die meisten ha auf seinem MFA unter Vertrag im ganzen Bezirk. Es ist im aber auch nichts zu schlecht, nasse saure Wiesen sind für ihn kein Problem.


kellerano antwortet um 13-02-2011 17:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen
Genial wäre es natürlich mein Hobby zum Beruf zu machen, jedoch möchte ich als erstes mal erreichen, dass sich das Ganze von alleine deckt. Die Arbeit die investiert wird, würde ich als Hobby sehen und als Ziel haben, dass ich meine Ausgaben wieder herein arbeite. Ich bin Maschinenbautechniker und 24 Jahre alt. Lanwirtschaftliche Erfahrung habe ich nur von früher und da war ich noch so jung, dass man nicht wirklich von Erfahrung sprechen kann. Ich habe zwar mehr Erfahrung als der Durchschnitt aber zu wenig um mich als Landwirt bezeichnen zu können. Jedoch ist das ein Ziel für das ich einiges bereit bin zu tun und ich denke, es gibt genügende Kurse und auch Leute in der Verwandtschaft, mit denen ich mir dieses Wissen aneignen kann. Eine zu bewirtschaftende Fläche von 20h würden mir sehr genügen! Jedoch sind die verpachteten Flächen lauter kleine Äcker von insgesamt ca.5h. Was meint ihr, ab welcher Fläche lässt sich sowas denn vernünftig betreiben, als Hobby und trotzdem selbstdecken. Hab nicht vor dadurch reich zu werden oder meine Brötchen damit zu verdienen(noch nicht:-))


ah1 antwortet um 13-02-2011 18:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@kellerano:

wie 50plus schon geschrieben hat, brauchts genauere angaben. hast eine fachliche ausbildung?

willst du hauptberuflich davon leben, oder solls nur hobby sein?
was willst du eigentlich genau, hauptsache irgendetwas mit landwirtschaft??
entweder lohnunternehmer oder tierhaltung?? das hört sich für mich leider alles nach bilderbuchvorstellung an! das sind doch alles spezialgebiete, bei denen man extremes know-how benötigt!
alleine der unterschied zw wirtschaftlicher schweine- und milchproduktion ist doch fast so wie zw. tischler und kfz-mechaniker!!

du musst einmal wissen was du selbst kannst, dann musst den markt kennen und einschätzen können.


50plus antwortet um 13-02-2011 18:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen
@kellerano

Deine Einstellung gefällt mir, trau dich einfach, hast ja nix zu verlieren.

Mit 5 ha lauter kleinere Flächen (Ackerland?) , da würden sich ev. Spezialkulturen eignen - kommt auf den Standort an! Frag nach bei der Kammer, bei Verwandten, etc...mach Kurse, probier was aus.....

Ich denke, du schaffst etwas!

lg
50plus


rbrb131235 antwortet um 13-02-2011 19:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen
@kellerano
Auch mir gefällt deine Einstellung und ich würde sie,wäre ich noch so jung wie du, auch verfolgen.
Bei uns gab es nur Kleinbauern, die beginnend in den 70er, alles aufgegeben haben.
Kühe weg, Schweine weg, Hühner weg,Küchengarten weg, zahlt sich ja alles nicht aus.
Heute jammern mehrköpfige Familie darüber, dass sie monatlich € 1000.- zu Billa zu Spar zu Zielpunkt usw. tragen. Mehr Geld als die " Alte" die inzwischen putzen geht, im Monat verdient.
Von den einwandfreien Produkten die man selber erzeugt, gar nicht zu reden.

Viele haben inzwischen auch den Stall abgerissen, der einen Neuanfang nun viel schwieriger macht.

Halte deine Idee im Auge, ich glaube die Zukunft wird dir recht geben.

Grüsse rbrb13


kellerano antwortet um 13-02-2011 20:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen
Dankeschön für die positiven Beiträge! ;-) Ich werde auf jedenfall am Ball bleiben!

@ah1

ja da gebe ich dir recht, dass es sich nach Bilderbuchvorstellung anhört! Dennoch weiss ich, wieviel Erfahrung und Arbeit ein Landwirt mitbringen muss! Ich bin keineswegs der Meinung, dass Bauern nur blöd aufn Feld rumfahren und nix im Kopf haben müssen! Dennoch denke ich, dass es möglich ist auch von (fast) null etwas in der Richtung auf die Beine stellen zu können, wenn man es will und überlegt angeht!

Mfg


ah1 antwortet um 13-02-2011 20:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen
@kellerano:

deinen vorletzten beitrag hats bei mir komischerweise vorher noch nicht angezeigt:

also fachliche ausbildung brauchst auf alle fälle. es gibt zb abendkurse für den facharbeiter.

als maschinenbautechniker bringst ja hoffentlich technisches verständnis mit ;) . bietet sich bei maschinen für lohnarbeiten natürlich an.

folgende schwierigkeiten sehe ich:
bist im derzeitigen beruf flexibel um dir nebenbei etwas aufzubauen?
du brauchst auf alle fälle erfahrung mit modernen produkionsmethoden. am besten holst du dir die als mitarbeiter bei lohnunternehmen oder landw. betrieben.
das wichtigste ist erfahrungsaustausch mit erfolgreichen kollegen und weiterbildung


50plus antwortet um 13-02-2011 21:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@tria

Nicht jeder Mensch will seine gesamte Freizeit damit verbringen, um sich für den nächsten Triathlon in Form zu bringen. Wie lauten da die Durchhalteparolen?
Ich kenn einen jungen Familienvater, der braucht wöchentlich ...zig Stunden für das Training. Solange seine junge Frau das aushält, ist ja nichts einzuwenden.....

...so hat halt jeder seinen Vogel (Hobby)!

Mir persönlich gefällt das Hobby vom kellerano besser. Vielleicht macht er es sogar einmal zu seinem Beruf, mit seinen 24 Jahren hat er ja das Leben praktisch noch vor sich.

lg
50plus


gdo antwortet um 13-02-2011 21:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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kellerano ...

du bist noch jung, und hast damit noch viele Jahre vor dir - in denen Du was aufbauen kannst, und daher auch ruhig klein anfangen kannst - in 10 Jahren sieht alles vielleicht schon ganz anders aus.

60.000 € ist nicht viel, und im allgemeinen schon recht wenig .. aber manchmal ist die Idee viel mehr wert, wie das Kapital ... und für manche Ideen braucht man auch nicht allzu viel Kapital ...

Wesentlich ist auch wieviel Zeit Du hast ... wirst du Dein Hobby nebenbei machen müssen?
Dann hast nämlich auch noch ein Zeit-Problem. Weil vieles braucht länger, als man so aus der Ferne vermutet. Mit anderen Worten - wenn Du's nebenberuflich machst - darf es nicht allzu zeitintensiv sein ...

Die Idee mit dem VW-Bus find ich toll .. da kann man sich die Zeit einigermaßen einteilen und im Laufe der Zeit sollte sich damit eine Stammkundschaft aufbauen lassen ... hab letztens 3 Tujen umschneiden lassen, weil die schon etwas stärker waren und ich keine stärkere Säge im Haus hatte - 60 euro für 5 Minuten Arbeit. Oder 2 größere Bäume uim Garten umschneiden lassen (gut da war schon ein Traktor im Spiel), die haben zu zweit ca 3 Stunden gebraucht inkl. "Entsorgung" ... 1200 Euro.
Und egal mit welchem Gärtner du redest - die sind immer alle voll beschäftigt.
Und mit der Ostöffnung kommt möglicherweise noch billiges Personal dazu ...
Jedenfalls eine Überlegung wert.

Eine andere Idee: mit anderen Leuten, Gleichgesinnten sich zusammen tun - wennst noch einen oder zwei Deiner Art findest sinds schon 120000 oder 180000 - da kann man schon mehr bewegen - sowohl von der verfügbaren Zeit und Arbeitskraft wie auch vom Kapital ...
bei 4 sind es 240.000 und 4 Arbeitskräfte (wie bei eine kleinen Familie) ... und letztlich zählen ja die Menschen mit denen du zu tun hast, die Wahlverwandschaften ...

Karotte ist ja auch jemand in einer ähnlichen Situation - und ich schätze dass es eine ganze Menge Leute gibt, die ähnliche Wurzeln haben wie du und die wieder zurück wollen and auch wissen, dass das nicht nur ein Honigschlecken ist ... ja die Imkerei könnte z.B. eine Sache sein, ein Teil eines größeren, oder Fischzucht oder ... oder ...

In welcher Gegend von Österreich mit welcher größeren Stadt in Deiner Nähe bist Du zuhause?

Wie schon ein Vorredner gesagt hast - es hängt stark davon ab, ob du in der Nähe einer Großstadt bist oder nicht?
Oder in welcher Region Du bist - im wärmeren Süden Österreichs - oder im kälteren Norden?
Oder Grenznah wegen der billigeren Arbeitskräfte - oder nicht.
Oder Bergbauernlage oder Tallage ...
Auch ob du die verpachteten Flächen wirklich freibekommst oder nicht ...

Grundsätzlich vermute ich dass Tierhaltung in der Regel kosten-, arbeits- und risiko-intensiver ist wie Pflanzen anbauen. Obst- oder Gemüseanbau auf der anderen Seite im kleinen bringt es wohl auch nicht - zumindest nicht so dass Du davon leben und Deine Ausgaben bestreiten kannst ... wie Du sagst, man muss klein beginnen und das dann aus- und aufbauen. Honig, Gartenpflege, Wachteleier - was auch immer.

Ich werd wahrscheinlich in Laufe des nächsten Jahres auch eine Kleinlandwirtschaft kaufen und vielleicht sollten wir uns ein eigenes Blog einrichten wo Gleichgesinnte mit ähnlichen Wünschen und Zielen mit einander reden können ...
auch das ist eine Nische ...

kellerano, karotte, .... wer stekct noch in einer ähnlichen Situation?
Oder war in einer ähnlichen Situation - und kann uns heute dazu raten oder davon abraten?

lg gdo


50plus antwortet um 13-02-2011 21:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen
@gdo

Themaabweichung: Gold ist gefallen, wie du geschrieben hast, inzwischen steigt es wieder, wie rasch und wie hoch? Und was wird dann - wann fällt es wieder?


lg
50plus


gdo antwortet um 13-02-2011 21:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen
50plus ... ja es ist gefallen wie ich geschrieben hab und steigt wieder wie ich geschrieben hab ... es (und besonders auch Silber) steigt vermutlich gegen Ende Februar oder auch in den März hinein ... und dann vermutlich in den Juni hinein, wo wir ein zyklisches Hoch in allen möglichen Märkten sehen könnten.
Hab aber noch nicht sicher rausgefunden - ob das finale hoch Juni/Juli sein wird (vermutlich für Silber) oder ob das finale Hoch (vermutlich für Gold und Öl) Ende 2011/Anfang 2012 sein wird.
Danach werd ich wahrscheinlich das erste Mal in vielen Jahren verkaufen.
Weil 2012 und 2013 wirds wieder ziemlich grauslig werden.
Voraussichtlich - weil was weiß ich schon.



50plus antwortet um 13-02-2011 21:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen
Danke!

lg
50plus


kellerano antwortet um 14-02-2011 08:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen
@gdo

In Österreich wohne ich gar nicht, sondern in Deutschland. Um genau zu sein in der Nähe von Nürnberg. Der Hof liegt genau zwischen zwei "Städten" mit jeweils ca. 8000 Einwohnern.

Ich denke auch, dass ich mit dem Anbau von Nutzpflanzen besser dran bin, als mit der Viehhaltung! Gerade wenn es anfangs als Hobby betrieben werden soll, denke ich, dass das die bessere Alternative ist. Werde mich mal wegen möglichen zu pachtenten Flächen umhören und auch mal zum benachbarten LU fahren, um evtl diese Saison bei der Ernte helfen zu können. Denke, das wäre für den Einstieg schonmal gut und so könnte ich etwas Erfahrung sammeln. Auch die Idee mit Gleichgesinnten ist schonmal nicht schlecht, solange man sich die richtigen heraussucht.:-) Achso und das mit dem Blog klingt ebenfalls sehr interessant!

@tria

Ja dass die Landwirtschaft nichts für Sozialromantiker ist, ist mir sehr wohl bewusst! Ich denke aber, dass die Landwirtschaft-als traditionell geführter Familienbetrieb- ohne solche "Sozialromantiker" wie mich nicht mehr lange existieren wird! Würde jeder so denken und auch die Nachkömmlinge ansässiger Landwirte sich lieber an Salat oder Bohnen erfreuen, als den Betrieb weiter zu führen, gäbe es das alles in diesem Stil nicht mehr lange! Ich möchte mir jedenfalls kein ländlich gelegenes Dorf ohne traditionellen Hof vorstellen! Auch wenn es nicht diese Superwirtschaftlichen Riesenbetriebe sind!
Andere Forumsmitglieder sofort als Pharisäer darzustellen, weil sie sich die Mühe machen um auf meine Fragen Antworten zu finden, kann ich auch nicht nachvollziehen! Ich verstehe deinen Einwand und es gibt auch bestimmt einige dieser "Sozialromantiker", die bei dem Wort Landwirtschaft nen Picknickkorb auf ner Wiese im Sommer im Kopf haben-jedoch zähle ich da nicht dazu!
Aber trotzdem schonmal Danke für die Warnung, auch wenn sie etwas angriffslustig war! :-)


50plus antwortet um 14-02-2011 15:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen
@tria

Freut mich, dass du mir (fast immer) recht gibst. ;-))

Keine Sorge, ich verbringe, außer für routinemäßige Vorsorgeuntersuchungen, relativ wenig Zeit in Warteräumen von Ärzten. Ich bin Gott sei Dank halbwegs gesund und lauf auch nicht wegen jedem Schmarren zum Arzt.
Ich versuche mich gesund zu ernähren und meine Trainingseinheiten absovliere ich in Haus, Hof, Garten und Stall.

Kellerano wollte Rat und er hat viele gute Tips bekommen. Seine eigenen Beiträge wirken vernünftig, man sollte ihm seine Träume nicht zerstören, er ist jung und wird auch fähig sein, etwas auf die Beine zu stellen.

lg
50plus


ErwinBergbauer antwortet um 15-02-2011 00:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen
@kellerano

Servus,
Deine Einstellung , die finde ich super, das möcht ich zum voraus schon mal schreiben.
Was Du machst auf deinem Hof ist Deine sache, Du musst das machen was Dir Freude macht , das ist schon mal das Wichtigste.
Ich kann Dir ,und auch den anderen erzählen wie es bei mir etwa gewesen ist und wies jetzt ausschaut.
Meine Eltern hatten einen Hof (Bergbauernhof) ich wusste schon als Kind ,dass der Hof später von meinem älteren Bruder weitergeführt wird. Ich lernte trotzdem Landwirt.
Nach der Ausbildung war ich als Betriebshelfer unterwegs und im Sommer als Hirte auf einer Kuhalm.
Im Jahre 2000 lernte ich meine zukünftige Frau kennen. Im Februar 2001 war ein Stall mit 4.5 ha Land ausgeschrieben zum Pachten( ebenfalls in der gleichen Gemeinde wie ich aufgewachsen bin) meine Frau (damals noch Freundin) und ich pachteten den Stall und das Land, wir konnten noch 5 hektaren dazu Pachten ,von verschiedenen Besitzern. So hatten wir knapp zehn ha Land (alles steiles bis sehr steiles Land) wir kauften die nötigsten Maschinen ,Bergtransporter , Motormäher , alles alte Maschinen, sowie 2-3 Heurechen und zwei Sensen.
Dann kauften wir noch 6 Kühe . Wir machten Kälbermast und im Sommer gingen die Kühe auf die Alm . Den Almkäse verkauften wir Direkt an private Kundschaft. Alles was wir investierten konnten wir aus dem wenigen Ersparten zahlen ,das wir hatten (mit 20 + 24 Jahren hat man ja noch nicht ein grosses Kapital auf der Seite).
Im Winter arbeitete ich einem Schiigebiet und im Sommer war nur die landwirtschaft.
Wir mussten sehr sparsam mit dem Geld umgehn.
4 Jahre später, also im 2005 konnten wir einen anderen Hof kaufen, mit 4.5 ha , mit Haus (mit 2 Wohnungen ) und Stall. Wir bauten den stall um so dass wir die Tierschutz und Gewässerschutz - Vorschriften einhalten konnten.
Inzwischen war die Fläche auf 15 ha angewachsen.
Die eine Wohnung vermieteten wir nun als Urlaubswohnung, und die andere bewohnen wir mit unseren 2 Kindern.
Im 2007 bauten wir zwei Kellerräume um zu einer Hofkäserei. Wir gingen langsam von der Kälbermast über in die Milchverarbeitung auf dem Hof. Langsam kamen einige Kunden zusammen (Private, Hotels und Läden). Und das in einem Bergtal wo Direktvermarktung sowieso nie laufen würde, so sagten uns wenigstens die, die uns gute Ratschläge gaben.
Jetzt im 2011 ,haben wir schon 10 Jahre unsere Landwirtschaft, und sind immer noch zufrieden mit dem was wir angefangen haben.
Jetzt bewirtschaften wir 22 ha Wiesland , verarbeiten 40,000 kg Milch zu Käse ,Joghurt, pasteurisierte Milch und weitere Milchprodukte.
Wir würden es nochmals wagen ,obschon es nicht immer einfach war.
Ich hoffe ich konnte Euch zeigen dass es auch gehen kann, ohne den fertigen Hof mit allem drum und dran, vom Vater übernehmen.
Man muss ein Ziel haben ,Durchhaltewillen und nicht das Gefühl haben man müsse mit dem grössten Traktor oder Transporter den andern zeigen wie gut man ist.


mfj antwortet um 15-02-2011 09:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen


Ja, entschuldige erst mal Michael Weber – meine Antwort war für Kellerano gedacht...
Bei der Aussage bleibe ich aber trotzdem.

Kellerano - Almächd na, i mou song, da im Forum bei uns red mä scho tacheles.
Au wenn´s zerst Leit undähald, versouch i scho Worheit zschreibn...

Eine Stadtnähe bedeutet überhaupt nichts. Das Nahrungsangebot ist gerade in Ballungszentren unheimlich vielseitig abgedeckt. Hier noch von einer Nische zu sprechen...ist schon wagemutig - bzw. naiv.

Schau einfach mal was die umliegenden Landwirte machen. Es sind nicht alles Idioten, Zukunftsverweigerer oder Ideenignoranten.
Wenn´s so einfach wäre, würde jeder einen Hofladen betreiben und Bambilandwirtschaft dazu.
Versuch mal Kontakt zu knüpfen, um die Lage abzuchecken.


...dann –


halte Dich weit fern – von solchen Aussagen wie sie der „gdo“ trifft.
Solche Leute sind Spekulanten.
Die hocken auf ihrem „wertlosen Gold und Silber“ und hoffen dass dieser Blödsinn noch lange weiter geht.

Dabei wird privater Edelmetall-Besitz in der zukünftigen weltweiten Wirtschafts- und Sozialreform annulliert. Das hatten wir alles schon...es wird wiederkommen !!!
Es sind heute schon Fachgruppen tätig - die solche Szenarien ausarbeiten....


Auch Besitz wird bluten müssen – darum ist nur „erzeugender Besitz“ sinnvoll.


...und –


es wird immer solche Menschen geben wie der „Erwin Bergbauern“.
Die opfern ihr Leben für eine Sache. Ich finde das nicht schlecht, aber es ist Typabhängig. Wer nicht so ein Stehauf-Männchen-Typ ist...wird irgendwann das Handtuch werfen....und dann stehst vor und hinter verlorenen Jahren !!!





josefderzweite antwortet um 15-02-2011 10:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen
Ich habe jetzt absolut nicht den ganzen Text gelesen, aber wie ist es mit Milchziegen oder Milchschafhaltung mit eigener Käserei und Fleischerei?
Hier sind absolute Gewinne zu erwarten und man benötigte eine geringe Flächen-, Maschinen- und Stallausstattung


traktorensteff antwortet um 15-02-2011 12:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen
@ MichaelWeber
Ich finde es toll, dass du dich so für die Landwirtschaft interessierst! Wenn du sogar Maschinen und etwas Grund hast, brauchst du auch gar nicht von 0 aus anfangen. Die Frage ist schon, warum Flächen "verschenkt" wurden. Es ist sehr sehr schwer, einen "gut" laufenden Vollerwerbshof aufzubauen. Es braucht sicher Durchhaltevermögen, Glück und die richtige Idee. Deine 5 ha, die du zurückbekommen kannst, reichen sicher, um einem Hobby nachzugehen. Kommt drauf an, was du gelernt hast, wenn du einen normalen Arbeitsplatz hast, den du nicht unbedingt aufgeben willst, wäre das eine Möglichkeit, halt etwas herumzuwerkeln auf den 5 ha, ohne finanzielles Risiko. Wenn du mehr willst, brauchst du eben Ideen: Veredelung, Schnaps, Ziegen/Schafe + Verarbeitung oder Leindotteröl (da war mal ein Beitrag im Fernsehen, der lebt von 4 ha (?) und Leindotteröl, ich glaube Vollerwerb. Also, es geht schon, aber schwer. Du solltest dir aber finanziell einen Grundstock schaffen, nebenbei vielleicht auf Höfen mithelfen, damit du lernst, wie es läuft. Und dich umhören, ob in der Gegend Höfe aufgegeben werden. Wobei ich nicht weiß, aus welchem Teil Bayerns du bist. Bei Ackerpreisen von 4 Euro/m² wird einem schwindelig. Du könntest auch überlegen, nach Ostdeutschland zu gehen, vielleicht in die Nähe einer Stadt, um in die Direktvermarktung einzusteigen. Trotz allem sind die Grundpreise in Ostdeutschland noch leistbar. Bei dem oben genannten Preis kommst du wohl nie in die Gewinnzone.

@ ErwinBergbauer
Eine sehr schöne Geschichte! Das ist wirklich toll, wie du das hinbekommen hast! Da kommt es dir wahrscheinlich zu Gute, dass du in der Schweiz etwas abgelegen wohnst? In so manchen österreichischen Tälern wäre das leider nicht denkbar, da reißen sich alle um den Grund bzw. sind die Preise einfach unerschwinglich, ebenso für alte Bauernhäuser.

@ mfj
Keine sehr hilfreichen Antworten, wieder mal...
Du kannst es wohl nicht wirklich verstehen, dass Leute auch mit vollem Herzen in der Landwirtschaft tätig sind. Vom "Leben opfern" und "verlorenen Jahren" zu reden ist doch recht steil! Wenn man sich von früh bis spät krumm macht und glücklich dabei ist, ist es besser, als früh bis spät im Büro zu sitzen und unglücklich zu sein. Wenn man dann noch eine Frau findet, wie der ErwinBergbauer, die das ebenfalls gerne macht, was gibt es Schöneres?
Und in manchen Gegenden ist das Arbeitsplatzangebot sehr dürftig! Was liegt da näher, als wenn man mit Hang zur Landwirtschaft in diesem Bereich etwas aufbaut.


Fallkerbe antwortet um 15-02-2011 13:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen

Oftmals sind diese "Idealisten" die immer vom tradizion und Berufung sprechen, und Geld sei ja nicht das wichtigste, die Jammern hinterher, das mit ihrer Musikantenstadelwirtschaft nichts zu verdienen sei.
Sie halten sich dann hinterher für Märtyrer, die ja von der gesellschaft gar so schlimm ausgenutzt werden. Dabei ernten sie nur die Folgen ihrer früheren Fehlentscheidungen.

Aber vorher wollte man die Wirtschaftlichen Tatsachen nicht zur kenntniss nehmen.
Die 60.000,-- sind so schnell "verinvestiert" dass du kaum mit schauen hinterher kommst.





Und jetzt noch im Positiven sinne:

Wenn du eine Niesche suchen willst, dann muss die kernfrage lauten:
WAS LÄSST SICH HIER GEWINNBRINGEND ANBIETEN. WAS FÜR BEDÜRFNISSE HABEN DIE KUNDEN.
Denn was du gerne machen würdest usw. ist dem Markt erstmal wurscht.

SUCHE BEDÜRFNISSE UND ERFÜLLE SIE!!!

Wenn du aus dieser angriffsrichtung einen Zugang zu einer Niesche findest, hast du eine Chance.





MF7600 antwortet um 15-02-2011 13:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@erwinbergbauer
alle achtung- eine erfolgsgeschichte und du hast vollkommen recht!!
@kellerano
egal was du machen willst, mach es gescheit und es muss dir echte freude bereiten dann wirst du erfog haben!
es ist auch in der landwirtschaft relativ leicht erfolgreich zu sein und du kannst auch gutes geld damit verdienen, du darfst es halt nur nicht so machen wie es die anderen schon immer gemacht haben!




MF7600 antwortet um 15-02-2011 13:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@fallkerbe
100% richtig!!!!


mfj antwortet um 16-02-2011 09:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
landwirtschaftliche nischen


Lieber Traktorensteff,

ich mag ja gerne Diskussionen – vor allem wenn sie „Substantiv“ sind.
Andere Meinungen lege ich mal in meinen Speicher – und überprüfe sie zu aller erst auf Daten und Fakten, Gesellschafts- und Medienmeinung, Mode- und Trend-Screening ...und dann durchlaufen sie meinen persönlichen „Viren-Scanner“.


Darum, sind deine Reaktionen auf meine Beiträge wenig konstruktiv, oder schon fast religiös ablehnend...belege mir doch das Gegenteil ?

Landwirtschaft hat viel mit „Opferbereitschaft“ zu tun. Da steh ich wohl näher am Geschehen als Du – sonst hättest es schon lange merken müssen.
Es ist eines der großen „Sünden“ der bäuerlichen Landwirtschaft – zu buckeln, zu werkeln, zu verzichten und doch zu nix kommen.
Das sind auch die paar Beispiele, wo es geschafft haben zu wenig.

In Punkto Lebensqualität – hat die Landwirtschaft massiv aufzuholen, auch wenn der „Arbeitsplatz Bauernhof“ attraktiv, kinderfreundlich und gesund ist.

Die fehlende Bildung auf unseren Bauernhöfen rundet das „blutende Herz“ noch ab.
Betriebswirtschaftlich wird gewurschtelt, Arbeitsmäßig ist es meistens nur mit 3 Generationen zu schaffen, Persönlich wird oft die Partnerschaft und Kinderwunsch dem Betrieb angepasst (höchste Kinderzahl von allen Berufsgruppen...?)

..und auf die Grabsteine könnte man schreiben: ...es war ein arbeitsreiches Pferdeleben !!

Die Gewinnzone, lieber Traktorensteff - von der du schreibst - liegt höchstens in der Wahrnehmungszone von Fuss- und Fersenrücken.
Hier heiß oder kalt aufzuschlüsseln ist ...makaber - die Betriebsaufzeichnungen sagen da deutlich was anderes. Aber da muss wohl macher, erst seinen "Bauchplatscher" noch machen....;-))






Gruenfelder antwortet um 28-03-2011 22:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ja, man kann das schaffen. Ich hab es gemacht. Ich rate Dir aber nur dazu, wenn Du einen finanziellen langen Atem und einen Job hast. Ich bin aus der Stadt gezogen und musste alles kaufen. Das rentiert sich nicht, war aber für mich trotzdem das richtige. Ein gut bezahlter Job mit 20h/Woche hält mich finanziell über Wasser, mein Herz gehört der Landwirtschaft, die einen Bruchteil meines Einkommens abwirft.


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