Nomaden versus Seßhafte

Antworten: 7
JuergenKremser 09-02-2011 09:01 - E-Mail an User
Nomaden versus Seßhafte
09.02.2011

Der Mentalitätsunterschied zwischen dem Nomaden und dem Seßhaften ist, daß der Seßhafte das Land pflegt, um es langfristig nutzen zu können, der Nomade pflegt das Land nicht, weil er es nur kurzfristig ausbeuten will, um anschließend weiterzuziehen.

Was wird aus dem Planenten, wenn überall nur noch Nomaden und Nomadengenossen das Sagen haben???

Unter den verschiedenen Nomadenstämmen besteht gegenseitig brüderliche Sympathie.

Einer der Nomadenstämme sind die Zigeuner.

Ein Teil der Nomaden sind im Sinne Münteferings Heuschrecken, wie KKR.

Seßhafte aller Länder vereinigt Euch!!!

Die Pythia in Delphi hat ihre Zeitgenossen durch ihre Orakel fasziniert, die Pfarrerstochter aus der Uckermark bisher noch nicht.

Die internationale Wirtschaftskrise wird sich in dem Augenblick verstärken, wenn der Masse der Arbeitsleistenden weltweit dämmert,daß sie jenseits des Existenznotwendigen für Schulden (= Papiergeld) arbeitet, die uneinbringlich sind.

Aus: http://gruenguertel.kremser.info/?page_id=2148




rotfeder antwortet um 09-02-2011 17:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nomaden versus Seßhafte
Hallo!
Die Frage ist, soll man sesshaft bleiben, oder selbst Nomade werden. Den am modernen Heuschreckentum beteiligen sich ja auch der großteil der Bevölkerung in Form von Investmentfonds, Pensionsvorsorge, usw.Wenn dann alle Nomaden sind und kaum mehr Sesshafte, dann schlägt das Pendel sowieso wieder in die andere Richtung aus. In der Geschichte gabs nicht nur immer eine Richtung, wenn der Bogen überspannt war, dann kam ein zusammenbruch und ein Systemwechsel.


Restaurator antwortet um 09-02-2011 18:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nomaden versus Seßhafte
@juergenkremser:
der vergleich hinkt, echte nomaden pflegen das land sehr wohl, sie ziehen auf fest vorgelegten routen. und das hauptsächlich aus dem grund, weil das land zu karg ist um ganzjährig etwas abzuwerfen. umso wertschätzender gehen nomaden mit ihrem land um.
nomaden sind in der regel hirtenvölker.



179781 antwortet um 09-02-2011 18:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nomaden versus Seßhafte
Die nordamerikanischen Indianer waren großteils Nomaden und die hatten großen Respekt vor der Natur die sie umgab.
Unsere direkten Vorfahren waren sesshafte Bauernvölker und die haben bis in die heutige Zeit aus Unverstand und/oder Gier eine (Land-)Wirtschaftsform betrieben, die hauptsächlich auf Ausbeutung der vorgefundenen Lebensgrundlagen basiert.

Also stimmt der Text von restaurator überhaupt nicht. Der Umgang mit der Natur und den Menschen in der Umgebung hängt nicht primär von der Lebensform ab, sondern von der Einstellung einer Kultur/Religion dazu.

Gottfried


Restaurator antwortet um 09-02-2011 20:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nomaden versus Seßhafte
jaja, unsere bösen vorfahren. wo jahrtausende lang ohne traktor gepflügt wurde, teilweise (sogar bis in die 50er des letzten jahrhunderts in z.b. kärnten dokumentiert) die frauen die einscharigen pflüge gezogen haben, ohne kunstdünger und pestizid. bewirtschaftung mit dreifelderwirtschaft seit karl dem grossen, per gesetz um 800 verordnet, von demselben genau vorgeschrieben was jeder bauer produzieren und ansetzen soll ("Capitulare de villis vel curtis imperii").
so schaut richtige ausbeutung aus!
z'vül winnetou g'schaut?


RichardGier antwortet um 09-02-2011 21:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nomaden versus Seßhafte
Die Beispiele für eine wirklich nachhaltige Landnutzung in der Geschichte sind extrem rar gesät ; Was Nomadenvölker angeht ,ist mir kein einziges Beispiel ,historisch oder aktuell,bekannt; Historisch sind die Nomaden immer dann ,wenn ihr Weidegebiet übernutzt war und nicht mehr genug abwarf,über benachbarte sesshafte Bauern hergefallen.Aktuell sind die Widegebiete der Hirtenvölker durchwegs von Übernutzung und Verwüstung geprägt,egal ob Mongolei,Afghanistan,Sahel oder Andenhochland.

Und die Bauern ?Nur in Japan ist es über Jahrhunderte gelungen,die Erträge auf den gleichen ,begrenzten Flächen zu erhalten und die Bevölkerung ausreichend zu ernähren.Europa hat seine Bevölkerungsüberschüsse ,die es nicht ernähren konnte,exportiert(Kreuzzüge,Kolonialisierung Amerikas etc.)

Im Alpenraum wurde die Ertragskraft der landwirtsch. Flächen durch Ausplündern der Wälder(Waldweide,Streunutzung) gesichert ,bis Mineraldünger allgemein üblich wurden- also auch kein Paradebeispiel für Nachhaltigkeit.


helmar antwortet um 10-02-2011 08:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nomaden versus Seßhafte
Wo soll bei einer wachsenden Weltbevölkerung wirkliche Nachhaltigkeit funktionieren? Da ist es wurscht ob sesshaft oder nomadisierend, wenn sich die Bevölkerung verdoppelt hat. Das geht seit Jahrtausenden so.............vom jeweiligen "Gott" gewollt oder befohlen. Unsere Bibelkenner, Altes Testament, werden das sicher bestätigen können.
Mfg, Helga


theres antwortet um 10-02-2011 08:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Nomaden versus Seßhafte
Hallo Helmar,
der nachhaltige Umgang mit den Ressourcen scheint nicht in den Genen weitervererbt zu werden.
Über die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung haben sich wohl schon viele Gedanken gemacht.
Aber wirklich die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, das Land nicht zu übernutzen, Wälder stehen zu lassen, weil sie nicht nur Holzlieferanten sind, sondern auch Klimaschützer-
das scheint auch heute noch kein Thema zu sein.
Vor gut 100 Jahren hat ein amerikanischer Landbauprofessor ein Buch über seine Reise nach China, Japan und Korea geschrieben- ihn hat interessiert, wie es diese Völker geschafft haben- die Bodenfruchtbarkeit über 4.000 Jahre zu erhalten.
In der Geschichte der Menschheit gab es immer wieder ein auf- und ab- früher konnten noch Gebiete erobert werden- aber was ich in einigen Bücher immer wieder gelesen hab-
wenn die Wertschätzung für den Boden, die Ernährung sank- sank auch die davon lebende Hochkultur in die Bedeutungslosigkeit.
Vielleicht brauchen wir in Zukunft wieder mehr Wissen, wie diese Dinge zusammenhängen.
Heute können wir zum Glück alle Lesen und Schreiben- und es gibt viele gute Bücher darüber.
Jeder, der Land egal ob als Landwirt oder als seinen kleinen Garten sein eigen nennt- kann sich dann selbst ein Bild machen, welche Fruchtbarkeit möglich ist.



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