Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???

Antworten: 29
Milchvieh23 28-01-2011 20:03 - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
Was sind eure Meinungen ???



179781 antwortet um 28-01-2011 20:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
Getreide wird langftristig gesehen teuerer werden. Dann ist es nicht mehr so wirtschaftlich, Kühe v on Ackerflächen zu füttern und Dauergrünland wird wieder interessanter.

Ich selbst wäre z. B. stark an einer Zusammenarbeit mit einem Weide oder Almbetrieb interessiert, wo ich im Sommer trockenstehende Mutterkühe oder Kalbinnen auf die Weide stellen kann. Bis jetzt habe ich aber nur schlechte Erfahrungen gemacht. Der eine war die ganze Weidesaison nie bei den Tieren. Die waren dann im Herbst ziemlich verwildert. Andere wollen möglichst viele Tiere auf die Flächen stellen und die haben dann alle zu wenig Futter.

Gottfried


Indianerlandwirt antwortet um 28-01-2011 21:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
Hallo,
über mehrere Monate Schafe, Rinder, Lamas, (Wildtiere) zu versorgen mit minimalen Aufwand an Arbeit, Maschinen und Gebäude. Das soll keine Zukunft haben?
Die natürlichen Almen oberhalb der Baumgrenze haben schon Ötzi und sein Kollegen vor 5000 Jahren genutzt. Die waren Halbnomaden. Im Sommer trieben sie ihre Schafe auf die Almen und im Winter Richtung schneefreieen Süden. Da mussten sie nicht mal Heu machen. Das nenne ich einfach nur genial.

Indianerlandwirt


179781 antwortet um 28-01-2011 22:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
Hallo Indianerlandwirt

Archäolgen behaupten auch, dass es vielerlei Hinweise gibt, dass zu Ötzis Zeiten so eine Art Arbeitsteilung stattgefunden hat. Die sesshaften Bauern haben ihr Vieh im Frühling und Sommer nomadisierenden Sippen übergeben, die damit die Weideflächen abgegrast haben. Im Herbst sind die mit den Tieren von den abgegrasten Weiden zurückgekommen und haben die abgeernteten Felder übergrast (Unkrautbekämpfung und Düngung) und die Tiere dann in den Wäldern um die Siedlungen überwintern lassen. So haben die einen ihr Vieh durchgefüttert ohne viel dafür tun zu müssen und die anderen haben dafür einen Anteil an der Ernte bekommen, für die sie nicht arbeiten haben müssen.
Begriffe wie Konzentration auf das Kerngeschäft, Arbeiten auslagern, Aussenklimahaltung usw. sind also keine neue Erfindung, sondern schon lange üblich.

Und so manchen "modernen" Bauern täte es gut, in so einfachen Zusammenhängen wie die Leute in der Bronzezeit denken zu können.

Gottfried


sturmi antwortet um 28-01-2011 23:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
Ich könnte mir vorstellen das für so manchen nicht das finanzielle Interesse im Vordergrund steht, sondern man sich dem Herrgott verpflichtet fühlt dieses zugewiesene Fleckchen Erde zu bewirtschaften.
MfG Sturmi





Rocker45 antwortet um 29-01-2011 07:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
Billige Weide, kaum Arbeit, Optimale Tiergesundheit.... Warum sollte das keine Zukunft haben??


josefderzweite antwortet um 29-01-2011 07:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
vorallem in der Mutterkuhhaltung hat es meiner meinung eine gewaltige Zukunft.

frag mal einen amerikaner ob sich seine prärie auszahlt oder nicht. dort wäre es nicht mehr weg zu denken!!!


joholt antwortet um 29-01-2011 08:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
Es herscht halt wie in vielen bereichen immer noch das kliesche von der romantischen alm. Aber die realität ist meist anders kaum eine alm in unserer gegend wo nicht mehrmals im sommer die lkws mit kraftfutter und heu kommen. die kühe stehn meistens nicht weit vom stall weil sie wissen das sie dort genug bekommen geschweige man sieht einen alm bauern. der kommt kurz vor der melkzeit und ist dann wieder weg.
wenn man dazu noch einen melcher anstellen muß da frag ich mich schon ob es sich wirklich rentiert?
Und wegen tiergesundheit ...........?
mfg


RichardGier antwortet um 29-01-2011 08:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
Die Almwirtschaft steht und fällt mit den Subventionen und Förderungen. Der Aufwand ,der betrieben wird,steht in keinem Verhältnis zu den erzielbaren Einkünften;
Was passiert ,wenn nun die enorm hohen Zuschüsse ,was durchaus denkbar ist,deutlich zusammengestrichen werden? Im Bereich der Hochalmen oberhalb der echten Baumgrenze werden ein paar Idealisten ,"Almöhis", weitermachen ,sonst wird sich die Geschichte wg der kurzen Vegetationszeit für niemanden mehr mehr rechnen-es sei denn in ausgesprochenen Tourismusgebieten,wo sich die Hüttenwirte als Dekoration ein paar Butterhirschen leisten.
Jedenfalls wird sich der Unsinn mit der intensiven Alm-Milchwirtschaft ,bei der in großem Stil Material rauf-und runtergekarrt wird ,hoffentlich aufhören.
Im Bereich der Niederalmen könnte der Wald wieder seinen angestammten Platz einnehmen, am besten als ordentlicher Wirtschaftswald,was nicht unbedingt als negativ zu sehen ist- wir werden demnächst sowieso noch jeden Prügel Holz brauchen.


0815 antwortet um 29-01-2011 10:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
@richard gier
Genau so ist es! Einerseits wird einem erklärt, man muss rechnen, andererseits heißt es dann, man muss halt Idealsismus aufbringen. Früher war es schon notwendig alles auszunützen, was irgendwo an Futter ist, aber heute, alleine die Kosten für die Almwirtschaft sind schon recht hoch. Hatten wir nicht vor kurzem eine Diskussion wegen der Allradfahrzeuge für den Transport auf die Almen? Wo soll sich den das jemals rechnen? Und Holz wird zuwenig! Wo doch schon in jedem Dorf und Kleinstadt ein Biomasseheizwerk ist! Und die Hochwassergefahr würde auch gemindert durch Wald, allerdings für den Fremdenverkehr schaut es anders aus, aber auch da ist es so, bald kann eh keiner mehr auf eine Alm gehen, ohne fürchten zu müssen, dass ihm ein Rind über den Haufen rennt.


Peter06 antwortet um 29-01-2011 10:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
Ich bin selbstverständlich gegen diese Auswüchse einer Milchwirtschaft auf der Alm mit heraufgekarrtem Kraftfutter.
Abgesehen davon bringt die Almwirtschaft nur Vorteile, wie Gesundheit und Abhärtung der Jungtiere,(das Wort "gealpt" war ein durchaus verkaufsförderntes Atribut), als Futtergrundlage ein vielfältiger Pflanzenbestand mit hohem Kräuteranteil, wie es ihn so in Tallagen gar nicht gibt; es ist sozusagen der Idealzustand der "Low Input" Landwirtschaft.
Nicht hoch genug einzuschätzen ist der Wert der Almwirtschaft für die Allgemeinheit durch die Offenhaltung der Landschaft (Verhinderung der Verwaldung und der Verbuschung). Es kommt kein Tourist, um sich ausschliesslich im dichten Hochwald aufzuhalten, der Zauber der Landschaft kommt erst durch eine dementsprechende Aussicht zur Geltung. Auch ich leiste dazu meinen (bescheidenen) Beitrag, in dem ich mich jedes Jahr im Herbst beim sog. "Gschwentn", dem Beseitigen von Sträuchern und unerwünschten Pflanzen, beteilige, damit die Almwiesen weiter im vollen Umfang genutzt werden können.
Und glaubt es mir, es ist etwas wunderbares, nach anstrengender Wanderung, nach einem Gipfelsieg oder einer MTB-Tour in der Almhütte einzukehren... (Ausgenommen einige Tourismusauswüchse auf einigen Almen in Tirol, Vbg und Sbg)

Meint
Peter


Restaurator antwortet um 29-01-2011 12:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
@peter06
danke das du mir das schreiben abgenommen hast :)
"gschwentn": warum manuell, warum net mit ein paar ziegen - so wie früher? wenn ich meine ins gestrüpp lass kannst nach 8 wochen aufrecht durchgehen und nach 3 jahren hast a perfekte weide und brauchst nur noch a paar stangen wegräumen - und das auch nur wenn's dich optisch stört.
in der schweiz werden übrigens seit einigen jahren auch die kleinen almen mit staatlicher unterstützung wieder aufgebaut und dann von den landwirten in betrieb genommen. inklusive neuer gebäude für die verarbeitung von milch und fleisch.


casaodoardi antwortet um 29-01-2011 12:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
buon giorno

ich bin der meinung von "sturmi" , das man den nicht sooooo auf die foerderungen schauen sollte sondern auf das produkt
ich wohne in italien bei pescara hier haben wir ein regionales gericht das sich arrosticini nennt
das sind kleine schaffleisch spiesse die mittlerweile alle verkaufen ...aber nur wenn man in die berge faehrt und einen schaefer aufsucht der sein vieh nicht mit kraftfutter fuettert sondern auf der alm mit frischen kraeutern fuettert, hat man DIE RICHTIG ECHTEN weil es totale quallitaet ist




pamsti antwortet um 29-01-2011 13:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
In den meisten Alpinen Gebieten sind die Lebensmittel nur "Nebenprodukte". Was wirklich Geld bringt ist der Tourismus, deshalb wird man es sich einfach nicht leisten können die Almen verwalden zu lassen


schwoaga77 antwortet um 29-01-2011 19:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
Sicher hat das zukunft-nur ist es wie überall sonst auch,man soll s sinvoll betreiben.milchkühe auf der alm=almkäse,almbutter-wer s mal versucht hat merkt den unterschied-sicher das märchen von der gemütlichen alm gibts nicht und gabs nie.ist teilweise schon stressig,und wenn man mit den kühen noch ein paar touristen melken kann ;)


Fendt312V antwortet um 29-01-2011 20:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
Ja RichardGier@ genau so ist es. Bin ringsrum von Almen und Vorsäßen umgeben und auch selber auf einem Vorsäß droben. zumindest Kraftfutterzufuhr müsste verboten werden, bei Heu würde die Ausrede von Schneewetter etc. keine Regel erlauben. Es ist bei uns einfach ein viel zu hoher Kuhbesatz auf den Alpen oben. Viele Bauern haben daheim zu wenig Futterfläche und aus den Augen aus dem Sinn und dann noch Prämien bekommen das sind die Gründe dass jeder die Kühe auf die Alpen steckt. Durch das viele Vieh ist auf vielen Alpen auch die Weide in der Nähe der Hütte total verstapft was auch einheimische Wanderer berechtigt kritisieren. Kennt ihr den Unterschied von Alpe und Vorsäß?


179781 antwortet um 29-01-2011 20:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
Man muss nicht zwangsweise auf einer Alm Kühe melken, das ist ja wirklich mühsam und mit relativ hohem Aufwand verbunden.
Aber sehr viele Milchviehbetriebe sind mit Vieh überstellt und mit Arbeit überhäuft, da bietet sich z. B. eine Auslagerung der Jungviehaufzucht während der Weidesaison an. Es müsste nur jede Seite bemüht sein, auf die Bedürfnisse der anderen einzugehen.
Aber wenn so etwas ähnliches - wie ich am Anfang schon erwähnt habe - am Ende der Steinzeit schon praktiziert wurde, warum sollten wir das heute nicht mehr können?

Gottfried


RichardGier antwortet um 29-01-2011 21:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
Vielleicht noch ein paar Worte zum vielgelobten "Almschwenden":
1.In den Intensiv-Tourismusgebieten Westösterreichs gibt es ausreichend freie Flächen oberhalb der Baumgrenze für das Auge des deutschen Urlaubers.
2.Eine Menge Sommertouristen,vor allem aus südlichen Nachbarländern ,kommen gerade wegen des vielen Waldes( Pilze!).
3. Ein Großteil der Schwendtätigkeit findet im guten,oft maschinenbefahrbaren Gelände statt-außerhalb tut sich die Arbeit eh keiner mehr an.
4. Es ist einer der absurdesten Auswüchse unseres Fördersystems ,daß auf der einen Seite die Vernichtung von Gehölzen auf teilweise potenziell guten Waldstandorten gefördert wird(direkt und indirekt durch Flächenkürzung bei zu hoher Überschirmung) und andererseits auf besten Ackerböden subventionierte Energiegehölze die Nahrungsmittelproduktion verdrängen.
Ich schätze, daß 3Hektar Almboden auf 1500m SH ebenso viel Holzbiomasse produzieren könnten wie 1Hektar Energieholzacker mittlerer Bonität,der nicht mehr intensiv gedüngt wird.
Wäre doch einmal ein anderer Ansatz ?


Restaurator antwortet um 29-01-2011 23:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
einige hier erfüllen absolut das klischee, dass manche bauern net über den eigenen misthaufen (in dem fall wohl eher geldbörsel) hinaussehen.
der verlust der almen ist ein riesiger verlust für flora und fauna. bevor wer sagt, vor dem menschen hätt es das auch nicht gegeben: früher hat's immer wieder feuer gegeben die flächen in der grössenordnung österreichs bis mitteleuropa auf einmal vernichtet haben. dort war dann jahrelang platz genug für pflanzen und tiere.bis das zugewachsen ist waren bereits neue flächen durch brand entstanden.
die andere geschichte ist: was ist, wenn unser ganzes system kracht - siehe banken, inflation, etc.?
jedem fleckerl acker und wiese tät ma nachweinen - wie dumm muss man sein und vom prinzip der selbstversorgung abkommen? und als erstes jene flächen eliminieren auf denen zwar wenig, dafür aber höchste qualität erzeugt werden kann?
im übrigen wächst in österreich pro stunde ein ha wald dazu, wir haben bereits mehr als 50% waldfläche. insgesamt wachsen im jahr 30 000 000 fm, nutzen tun wir etwa 20 millionen, wir haben also jedes jahr 10 zusätzliche millionen festmeter die übrig bleiben.
das jährlich geerntete holz auf einen zug verladen heisst: die lok steht in salzburg, der letzte waggon in moskau.
insofern is die ganze energieholzgeschichte auf ackerflächen sowieso a perversität. das dient nur denen die keinen wald haben oder nur mehr mit traktor und irgendwelchen modifizierten dreschern möglichst viel verdienen wollen.
ich versteh schon, dass jeder schaut wie er zu seinem scherflein kommt. aber manche machen's wie die nutten: für die richtige entlohnung wird jede unappetitliche geschichte durchgezogen.


179781 antwortet um 30-01-2011 10:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
@ restaurator
das hast du gut geschrieben. Der Inhalt passt nicht nur zu diesem Thema, sondern ist in sehr vielen Bereichen unserer Wirtschaft zutreffend. Gerade der letzte Satz - ist zwar hart formuliert -
trifft aber auf die Einstellung vieler Schreiber hier im Forum zu.

Gottfried


Mick antwortet um 30-01-2011 10:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
@restaurator:

Volle Zustimmung zum letzten Satz (und auch zum Rest).

Kühe um viel geld aus Beton nachbauen und die dann mit Mais füttern halte ich für ähnlich "zukunftsträchtig" wie Holz auf bestem Ackerland.


rbrb131235 antwortet um 30-01-2011 10:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
@Restaurator In dem Fall hast du auch meine volle Zustimmung. Ich selbst habe zugewachsene Wiesen nach Jahrzehnten wieder rekultiviert.

Grüsse rbrb13


MF7600 antwortet um 30-01-2011 10:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
was ist pervers daran auf meinen flächen das zu produzieren wo ich den meisten gewinn erwirtschaften kann?!
wobei ich aber auch glaube dass es langfristig nicht wirtschaftlich ist auf guten ackerböden hackschnitzel zu erzeugen.


Fallkerbe antwortet um 30-01-2011 10:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???

Wenn man das Steuergeld von den Alpen weg nimmt bleiben nach 10 Jahren nicht mehr viele Alpen übrig. Das kann man beklage usw wie man will, es bleibt eine wirtschaftliche Tatsache.

Also hängt und fällt die Zukunft der Alpwirtschaft mit der bereitschaft der Steuerzahler, diese Alpwirtschaft maßiv mit Steuergeld zu unterstützen.



RichardGier antwortet um 30-01-2011 10:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
@restaurator :Großflächige Waldbrände hat es in Mitteleuropa vor dem Menschen nie gegeben- erstens wegen des Klimas und zweitens weil die einförmigen kieferreichen Nadelwälder Nord -und Osteuropas hier nicht der natürlichen Vegetation entsprechen.
Allenfalls haben Stürme hin und wieder für Freiflächen gesorgt ,aber die waren nicht so groß wie heutige Sturmflächen,weil die Wälder stufiger und gemischter waren.
Die meisten der heutigen Almen sind ein durch und durch künstliches System ,das nur mit viel Aufwand davon abgehalten werden kann,in den natürlichen Zustand-Wald-zurückzukehren.
Ich finde es absolut in Ordnung ,wenn jemand sich die eine oder andere Fläche offenhalten will, tu ich selber doch auch- aber gefördert müsste sowas nicht werden.



Rocker45 antwortet um 30-01-2011 19:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
@ Fallkerbe: Warum sollte es unwirtschaftlich sein, sein Vieh auf die Alm zu treiben? Ich hab mein Jungvieh von Mitte Mai bis Oktober auf der Alm und der Aufwand besteht daraus im Frühling Zwei Tage lang Die Zäune zu reparieren und im Sommer 1 mal die Woche die Tiere zu zählen... eine billigere Weide wird man wohl kaum finden!




Fallkerbe antwortet um 30-01-2011 19:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
@rocker,

kommt halt auf den aufwand an.
ich kenne es eher so, dan man viel Geld für Alppersonal, die Alpwegerhaltung und die Alpgebäude braucht.
Mit den Förderungen kann derzeit meist das Alppersonal bezahlt werden.
Fallen die Förderungen weg wirds schon recht schwirig.

Kleinere Milchkuhalpen um 30 bis 60 Kühe brauchen meist schon Jagdgeld, Holzgeld (und wenn möglich auch noch Liftgeld) um den ViehBetrieb dauerhaft aufrecht zu erhalten.
Von rentabel also schon meilenweit entfernt, denn das Jagdgeld und das Holzgeld sind aus meiner sicht schon Querfinanzierungen.






Rocker45 antwortet um 31-01-2011 08:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Almwirtschaft ??? hat das Zukunft???
@Fallkerbe: Ok du scheinst das andere Extrem zu kennen... Almmilch halte ich auch eher für sinnlos!

Ich bin froh, dass ich die Alm hab, da mein GVE Besazt ohnehin irgendwo bei 1,9 liegt=)

Ich brauche weder Alppersonal noch habe ich Alpgebäude insofern hab ich nur die Wegerhaltung.... und die wird auch eher sparsam durchgeführt=)



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