Schweiz bekommt 2014 neues Direktzahlungssystem

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Trulli 09-01-2011 23:54 - E-Mail an User
Schweiz bekommt 2014 neues Direktzahlungssystem



Der Schweizer Weg bei den Direktzahlungen ab 2014 lautet: Weg von Flächenzahlungen - hin zum Leistungsentgelt!


Die Schweizer Bauern müssen sich umstellen. Das neue Direktzahlungssystem soll weg von fixen Flächenzahlungen hin zu Leistungsabgeltungen gehen.

Das Schweizer Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat vor Kurzem das neue Direktzahlungssystem vorgestellt. Auch zukünftig sollen rund 2,8 Mrd. Franken (EUR 2,1 Mrd.) an die Landwirte fließen. Anstatt der bisherigen allgemeinen Direktzahlungen (Flächenbeiträge) soll es künftig für bestimmte definierte Leistungen Geld geben. Die Bauernverbände sind skeptisch. Sie rechnen mit einer geringeren Planungssicherheit.Außerdem vermissen sie in dem Papier auch Anreize für die unternehmerisch-produktive Landwirtschaft.

Allgemeine Flächenbeiträge verschwinden

Ein wichtiges Element der Weiterentwicklung der Direktzahlungen ist das Wegfallen der allgemeinen Flächenbeiträge, die jeder Landwirt bisher aufgrund der Größe der bewirtschafteten Fläche erhalten hat. An ihre Stelle sollen die sogenannten Anpassungsbeiträge treten und im Jahr 2014 rund 900 Mio. Franken ausmachen. Diese Gelder werden als einziges Beitragsinstrument personenbezogen überwiesen. Dazu werden die Zahlungen vor der Systemumstellung mit der neuen Situation eines Betriebes verglichen und die Differenz entsprechend ausbezahlt. Die Höhe dieser Direktzahlungen für einen Betrieb wird sich deshalb nicht unmittelbar nach dem Systemwechsel ändern.

Die Anpassungsbeiträge werden aber nach und nach auf leistungsbezogene Beitragsinstrumente umgelagert, je nachdem wie stark diese beansprucht werden. Im Jahr 2017 werden sich im Anpassungstopf nach Schätzungen des BLW nur noch 500 Mio. Franken befinden. Letztendlich wird also ein Betrieb weniger Geld erhalten, wenn er auf dem Status quo verharrt und nicht bei freiwilligen Programmen mitmacht.

Fünf grundsätzliche Ziele

Mit den verschiedenen Leistungsentgelten sollen fünf Ziele erreicht werden:


Versorgungssicherheit,
Einkommenssicherung,
Erhalt der Kulturlandschaft,
Tierwohl und
Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen.


Für jedes dieser Ziele werden Programme geschaffen und zweckgerichtete Beiträge definiert. Wie die Anpassungsbeiträge auf diese Instrumente verteilt werden, ist aber noch nicht festgelegt. Das System soll nämlich flexibel auf allfällige Änderungen wie ein WTO-Abkommen oder den Agrarfreihandel mit der EU reagieren können, indem zum Beispiel mehr Geld in die Versorgungssicherheitsbeiträge fließt, dafür weniger in Biodiversitätsbeiträge und andere ökologische Bereiche.

Instrumente des neuen Systems

Die Weiterentwicklung des Schweizer Direktzahlungssystems kennt sieben Instrumente, sechs davon sind leistungsbezogen: "Versorgungssicherheitsbeiträge " sollen die Produktionskapazitäten erhalten. Dabei sollen der Ackerbau und wichtige Einzelkulturen gefördert werden. "Kulturlandschaftsprämien " dienen der Offenhaltung von agrarisch genutzten Flächen. Darin sind Hang- und Sömmerungsbeiträge enthalten. Die Sömmerungsbeiträge werden massiv erhöht und sollen die Alpwirtschaft wieder attraktiver werden lassen. "Landschaftsqualitätsbeiträge " dienen der Erhaltung, Förderung und Weiterentwicklung der Vielfalt von Schweizer Landschaften. "Biodiversitätsprogramme " zielen auf die Förderung der Artenvielfalt ab. Dabei wird ein großes Augenmerk auf die Qualität der Maßnahmen gelegt.

"Produktionssystembeiträge " sollen die besonders naturnahe, umwelt- und tierfreundliche Erzeugung unterstützen. Auf der anderen Seite werden "Ressourceneffizienzbeiträge " gewährt, um die nachhaltigen Nutzung von natürlichen Rohstoffen zu forcieren. Schließlich sollen die Anpassungsbeiträge eine sozialverträgliche Entwicklung gewährleisten und die Einkommenssicherheit der Betriebe garantieren. Die Mittel dafür werden dann nach und nach auf die leistungsorientierten Instrumente umgelagert.

Keine Obergrenzen

Für alle leistungsbezogenen Beiträge wird es laut LID keinerlei Vermögens- oder Einkommensobergrenzen geben, weil aus Sicht des Bundesamtes die Qualität der Leistung zählt und diese unabhängig von der Betriebsgröße erbracht wird. Keinen Anspruch auf Direktzahlungen sollen Kleinstbetriebe in Talgebieten mehr haben: Die minimale Zahl der Standardarbeitskräfte wird von 0,25 auf 0,4 erhöht. Dadurch soll der administrative Aufwand für Kleinstbeträge minimiert werden.

Getreideanbau wird gestärkt - Verlierer sind die Rindermäster

Die Systemumstellung wird die einzelnen Betriebsarten verschieden stark betreffen. So geht das Bundesamt davon aus, dass die Getreideproduktion deutlich ansteigen wird, weil durch die Versorgungssicherheitsbeiträge der Ackerbau stärker unterstützt wird. Dem gegenüber wird beim Rindfleisch ein Rückgang erwartet, weil die Tierbeiträge gestrichen werden. Andere Bereiche wie die Schweine- oder Geflügelproduktion dürften kaum von den neuen Maßnahmen tangiert werden, weil sie bereits jetzt wenig von den Zahlungen profitieren konnten. Auch bei der Milchproduktion erwartet das BLW keine wesentlichen Änderungen.

Besseres Verständnis für Direktzahlungen erwartet

Das Bundesamt erhofft sich durch das neue System auch mehr Akzeptanz für die agrarischen Direktzahlungen in der Bevölkerung. Bisher sei es schwierig gewesen, jemandem zu erklären, wieso ein Landwirt Flächenbeiträge erhält.

Zeitplan

Das Konzept soll nun von den Betroffenen und in der Öffentlichkeit diskutiert werden, bevor es im zweiten Quartal 2011 in die Vernehmlassung (Stellungnahme der Interessengruppen und Parteien) geht. Bis Ende 2011 wird eine Botschaft dazu ausgearbeitet und anschließend vom Parlament behandelt. Läuft alles nach Plan, tritt das neue System 2014 in Kraft.




Mick antwortet um 10-01-2011 00:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das mit den Anpassungsbeiträgen ist dann aber auch nur wieder eine Art Fortführung des bisherigen Systems, ähnlich unserem Referenzzeitraum. Ein klarer Schnitt wäre vielleicht besser angebracht.

Auf der anderen Seite finde ich die Eintrittsschwelle von 0,4 Standard-AK gut und auch dass es keine Obergrenzen gibt, weil ja wie gesagt die Leistung die dahinter steckt die Gleiche ist, egal ob sie von einem 30ha oder einem 300ha Betrieb kommt.



Gerhardkep antwortet um 10-01-2011 08:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die 0,4 AK sind nicht wenig für Schweizer Betriebe bei uns würdest du das nicht durchbringen.
Das wären bei uns in reinen Ackerbau oft min. 15 ha notwendig. Da wären viele nicht drinnen diese Diskussion möchte ich hier im Forum od. in der Bauernschaft hören.



biolix antwortet um 10-01-2011 10:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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GM !

ja gerhard, ist ja aucht "nett" diese Diskussion, der "Große" soll bis zu 1000den ha voll entschädigt werden, aber der "Kleine" soll bis 15 ha vielleicht gar nichts bekommen, erbringt aber aud den 15 ha die selbe Leistung bzw. vielelcith noch eine viel bessere weil er Direktvermarktung, Handarbeit, Permakultur etc. macht.... also der Diskussion würde ich mich gerne stellen..auch vor dem Verfassungsgerichtshof, was den Gleichheitsgrundsatz betrifft..;-)

lg biolix


Gerhardkep antwortet um 10-01-2011 10:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Der "Grenzwert " wären 864 Std in auf Österreichische Verhältnisse gerechnet.
Direktvermarkter hätten hier kein Problem die würden diesen wert schnell erreichen aber eben reine Getreide Betriebe da im Ackerbau rund 25 Akh/Ha kalkuliert werden ohne Büro und Servicarbeiten.Ein Beisp. Burgenland hat 4584 Betriebe mit 30,6 ha Fläche und einen AK-Besatz von 1100 Akh/Betrieb.Hier würden viele rausfallen. Daten sind von der Arbeitszeitstudie 2008


mfj antwortet um 10-01-2011 10:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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...für Österreich würde das heißen: All jene - die nur zum Schein produzieren, Tiere und Flächen als Freizeitbeschäftigung oder Prämienfaktor halten...

...die sogenannte "Bambilandwirtschaft" - wo ein nicht unbeträchtlicher Teil der Biolandwirtschaft reinfällt, bzw. Biolix´sche Multi-Funktionärsbetriebe mit "Slow Input" und "Zero Output" fallen gerechterweise durch den Rahmen.

Die Schweiz macht es wieder mal vor, dass Betriebe von denen die Allgemeinheit nichts hat, nicht auch noch Steuergelder nachgeworfen werden sollte.

Die ökologische Komponente und Nachhaltigkeit - ist bei jeder normalen Erzeugung - eh - ein Nebenprodukt...






179781 antwortet um 10-01-2011 12:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das mit der Mindestgrenze von 0,4 AK finde ich auch nicht schlecht. Man kann ja solche Kleinstbetriebe im Gegenzug von der SVB freistellen, dann haben sie unter dem Strich oft mehr Geld als jetzt, und können - wenn sie das wollen - weiterwirtschaften.

Was ich an der Schweizer Variante besonders gut finde ist, dass es keinen Bezug mehr zu den ha gibt. Dann können einem die Verpächter (Sofabauern) niciht mehr vorrechnen, wieviel man je ha bekommt und wieviel mehr sie dafür kriegen müssen.

Gottfried


biolix antwortet um 10-01-2011 12:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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MZ !

ja gerhard, hast recht, aber eben dei Beispiel zeigt was dann passiert...

Hy mfj, bist nicht mehr vorm Pflug, jetzt schießt lieber auf "bambys",,, ;-(

Also nett: kein Output, Biomilch aus Gras 6000 lt die Kuh finde ich mehr output als 9000 kg mit Soja aus Übersee, komisch, wer mästet meine Jungrinder besser in der Zeit auf 250 kg als ich, ein konv. , wo bekomm ich mehr Prämie dabei, wo hat eine Konvie Betrieb mehr Output etc.etc. ?

In kcal wenn ich nicht so viel rein stecke bin ich wahrscheinlich der mit dem doppelt besseren output, das Beweisen die Low Input betrieb in der Milchviehaltung ja schon...

Wo kommt der "ökologische" Output von intensiven konv. Betrieben von selbst ? das haben wir in Holland alles schon mal beobachten können.. ;-((

Multifunktionär ? Wir alle wissen das du aus der Anonymidät schreibst, wir wissen nicht was für Funktionen du hast, oder wie hoch bezahlt du von der Chemielobby bist, also ich habe mich um keine Funktion gerissen, würde schon einer hinter mir stehen und um eine Funktion bitten und sich auch voll rein hauen, kann er sie haben.

Ein Satz gefällt mir noch, "Betriebe von denen die Allgemeinheit nichts hat", ja klar, von einem stickenden "Gentechsojavollspaltenschweinestall" hat die Allgemeinen im besonderen die Anwohner toll was.. ;-(

Aber bitte meinst du das ernst ? Und kennst du die Trinkwasseruntersuchungen in den intensiv LW Gebieten wo keine Industrie in der Nähe ist, und meinst das weiter, von Betrieben wo die Allgemeinheit vielleicht was umgekehrtes hat ?

WEr kann dich noch ernst nehmen, bzw. ab wann ist man ein nicht "Zero Output" Betrieb ?

aber eigentlich bist ja nur mehr zum belächeln, fahr lieber wieder in den Wald, weil da haben die Bios ja auch "Zero Output", weil da wachst ja auch nichts mehr, deiner Meinung nach..;-)))

lg biolix

geh tiroler , schreib deinen Freund mal ob er vielleicht arrogant ist..;-))


biolix antwortet um 10-01-2011 12:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schweiz bekommt 2014 neues Direktzahlungssystem
Ja Gottfried , das mit der SVB ist gut, da profitieren sie dann sogar vielleicht..;-))
Nur die SVB spielt da sicher nicht mit, wetten wir, denn gerade die wie schon erklärt, erhalten noch das System... ;-(

lg biolix


mfj antwortet um 10-01-2011 12:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hier geht´s erstmal um ein Fördersystem.

In der Schweiz hat die Gesellschaft erkannt, dass Versorgungssicherheit an erster Stelle steht.
Nicht allein die ökologische Leistung, nicht die „Heidi-Landwirtschaft“ und schon gar keine ideologische Variante nützt im Grunde einem Land etwas.
Diese ganzen bei uns „stilisierten Nebeneffekte“ läuft in dem Versicherungsangebot „Landwirtschaft“ sowieso mit, als Zusatzleistung – und zwar umsonst.

Landwirtschaft ist heute eine Versicherungsbranche. Sie liefert der Gesellschaft ein Produkt der Versorgungssicherheit mit vielen anderen Zusatzprodukten. Und eine eigene Nahrungsmittelversorgung ist das beste Versicherungsprodukt was es gibt.
Natürlich kosten Versicherungen Geld...

Dass die Schweiz vermehrt auf den Ackerbau setzt, zeigt auch die „einkehrende Vernunft“ sich nicht taten- und gedankenlos auf eine Weltweite Versorgung sich zu verlassen.

Ein Trinkwasserproblem hat die Schweiz nicht. Die ganzen nördlichen Alpenstaaten sind mit dieser Ressource ausreichend gesegnet.

Ob jetzt die Bio-Kuh oder die Leistungs-Kuh sicher besser rechnet, ist keine politische Aufgabe. Viel wichtiger ist, das Produktion nicht aufgrund von Prämien besteht und die Ertragsleistung untergeordnet ist.
Wie sich solche „instabile Konstellationen“ auswirken, wissen wir ja inzwischen.

Mein Gott Biolix – wie oft soll ich noch reinschreiben was ich mache, was ich vertrete und wofür ich bin....
Wo liegt denn da das Problem ?





ah1 antwortet um 10-01-2011 13:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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haben die schweizer kapiert, was in die meistn köpfe nicht hineinwill?

die qualität der erbrachten leistung ist unabhängig von der betriebsgröße!!!


Tyrolens antwortet um 10-01-2011 13:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ach Biolix, ich frag mich eher, wie du denn so etwas wie Subventionen einklagen willst und das gar in Bezug auf den Gleichheitssatz.
Im Übrigen gibt diese Regelung für die CH und dort gibt es keine Großbetriebe. Obwohl, wenn ich den Maßstab vom Felber anlege - der nennt dich ja auch Großbiobauer.




mfj antwortet um 10-01-2011 14:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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...ich gebe da Biolix schon recht !

Die ökologischen Betriebe orientieren sich (fast) ausschließlich an den Prämienleistungen. Mit diesen Zahlungen hängt und fällt die ganze Wirtschaftsweise.

Das ist im Grunde schon eine Sozialleistung...und wer will schon Sozialabbau betreiben, und den vielen Menschen das "Bambi-Syndrom" wegnehmen ?

Die "FIBL" wird in der Schweiz aber auch noch mitreden...








Biohias antwortet um 10-01-2011 14:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich orentiere mich kaum an prämienleistungen, es gibt viele die's so machen, egal ob bio oder konventionell. der markt regelt die nachfrage und somit den preis. genauso wie im konventionellen.
mfg


Gerhardkep antwortet um 10-01-2011 14:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Zu in der Schweiz gibt es keine Großbetriebe.
In der Milchhaltung sind sie doppelt so groß wie in Österreich(Milchmenge/Betrieb),ob es einzelne Großbetriebe gibt weis ich nicht.
In vielen bereichen sind sie ähnlich Strukturiert.


mfj antwortet um 10-01-2011 14:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Biohias


...in Deutschland gibts für Bioflächen auch auch keine gesonderte Prämie. Hier muss es das Produkt bringen. Ist auch richtig so.

Was glaubst wenn die Bio-Flächenprämien in Österreich wegfallen. Ich wette einen Rückgang auf 5 %.

BIO Austria wird zum "Behördlichen Froschteich-Sanierungs Unternehmen", der Biolix geht wieder zur ÖBB als Verdratungsjournalist, der Traktorensteff wird zum chlorierten Bademeister, und der Leo hat endlich Zeit für den Therapeuten... ;-)





Johannfranz antwortet um 10-01-2011 15:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@mfj

und welcher (Vollgas) Betrieb erzeugt "normal" ? -Ausser denen,welchen die Steuergelder "nachgeworfen" werden und von denen Deiner werten Ansicht nach die Allgemeinheit nichts hat ?
Oder ist es normal,Überschuss zu Produzieren ? Wenn Du diese Frage mit ja beantwortest,dann:

Ende der Diskusion !



Leo7 antwortet um 10-01-2011 15:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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mfj,
bist grenzgenverdrossen einsam?
du unheilbar subersiver kalokagath

deine lebensfreude scheint unauffindbar zu sein?!
komm, lass dich hinreißen und geh ma auf a guades achterl feinstem bio-wein!
glg
leo

p.s. du brauchst net wetten, mit den 5% geb i dir recht, vielleicht ist das noch um einiges zu hoch angesetzt.






biolix antwortet um 10-01-2011 17:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nabend !

also seit wann gibts in Deutschland keine Bio Flächenprämie, ich sage die gibts udn ist je nach Bundesland zwischen 150 und 200 Euro hoch..

Komisch mfj, warum sprichst nicht die anderen "Förderungen" an, brauch ma bei den konv. auch keine mehr, jetzt produziert doch endlich für den Markt.. ;-)

Komisch und seit wann geht es dir um regionale Versorgungssicherheit ?
Ist das der neue Überschmäh, mit dem "ihr" die Biolandwirtschaft meint zurück drängen zu können.. ;-)

Ich hoffe du bist da genauso streng bei Erdöl ud Erdgas und schaust auf "Versorgungssicherheit" im Innland, udn die Schweizer werden das auch sicher tun...;-)

Also ja Versorgungsicherheit, klingt ja schon fast wie "Kreislaufwirtschaft" oder "Ernährungssouveränidät", das klingt eigentlich auch gut für mich, gehen wir jetzt in die Richtung, und bitte auch in Ö..;-)

Irgend jemand meint weiter oben, das sit doch klar das jeder ha gleich viel Wert sein muss im Förderwesen, ja klar doch der 1. wie der 1000 ste, aber ich bin voll bei euch und bei Ciolos (siehe hier ) http://www.agrarheute.com/direktzahlungen
endlich einen Arbeitsplatzbezug bei den Förderhöhen einzuziehen und das wie schon öfters hier gefordert auch ein die Sozialversicherungspflicht zu binden, pro gemeldete AK die auch einzahlt.. ;-)

Und sonst mfj, hast du noch nicht erklärt was einen "Zero Output" Biobetrieb, von einem Zukunftsbetrieb, der ja hoffentlich auch bio sein kann, unterscheidet.. ;-)

lg biolix
p.s. bei den 5% bin ich mir nciht mehr so sicher, es werden immer mehr überzeugter, udn würden nicht mehr zurück umstellen...




Tyrolens antwortet um 10-01-2011 18:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Angesichts dieser unendlichen Diskussionen, bei weitem nicht nur in diesem Forum, sondern auch auf EU-Ebene, in den Mitgliedsstaaten, den WTO-Gremien, Behörden usw., kann man irgendwann nur mehr zum Schluss kommen, diesen ganzen Schwachsinn einfach ersatzlos zu streichen. Das ist nichts anderes als die Spielwiese der Politiker und Funktionäre.


mfj antwortet um 10-01-2011 19:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Johannfranz,

Nein - es macht keinen Sinn Überschuss zu produzieren. Aber die Lösung dafür ist genauso hart wie einfach. "Es müssen Bauern weg"....und zwar viele.

Österreich geht mit einer "Bambilösung" ins Gewühl. Jeder noch so kleine "unrentable Kleinbetrieb" wird bei seiner Investitionen gefördert, gepusht und beraten.

Längst weiss man dass viele LW.Betriebe auch einen großen Verwaltungsapperat bedürfen...so dumm sind die Beamten auch wieder nicht - sich selbst abzuschaffen !






biolix antwortet um 10-01-2011 19:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Der "Lustige" bezeichnet jemanden als Dumm ? :)))))))))))))))))))))

Und meint selbst " WEniger Bauern produzieren weniger Überschuss"..;-))))))))))))))


ach ja WTO, na ja, farm bill lässt grüßen.. ;-))

lg biolix


mfj antwortet um 10-01-2011 20:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Lieber Leo,

Du hast wenigstens Humor.
Es ist eine Tugend des Schreibens - an die Grenzen zu gehen...
Will man heute Menschen noch aufrüteln - zum nachdenken bewegen - hilft nur beißender Zynismus und eine gehörige Portion Fantasie.





lenkrad antwortet um 10-01-2011 20:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo mfj, hast du denn überhaupt eine Ahnung vom schweizerischer Direktzahlungssystem und dessen Reformen? Mit versorgungssicherheit wird da etwa gemeint die inlandproduktion möglichst hochzufahren sondern nur die Ackerflächen offen zu halten. Produktionsanreize sind seit jahren tabu, das Gegenteil wird angestrebt. Um überhaupt in genuss der Gelder zu kommen sind verschiedene Sachen zu erfüllen wie z. B. eine ausgeglichene Nährstoffbilanz, Ökoausgleichsflächen 7% der LN etc, nix mit vollgas...


mfj antwortet um 10-01-2011 21:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nun Biolix, für Regionalität war ich immer. Dass Du das nicht in meinen Beiträgen gelesen hast, zeigt höchstens von einer „gewissen Oberflächlichkeit“ in Deiner Begutachtungsweise ;-)

Bei der „Low Input und Zero Output“ Geschichte muss ich was korrigieren.
Das gilt nur für Tierhaltungs-Betriebe nicht für Marktfruchtbetriebe.

Die Sache ist eigentlich einfach. Wir werden uns in der Tierhaltung nicht mehr an der „ethischen und moralischen“ Diskussion vorbeischummeln können.

Das habt Ihr Grüne seinerzeit angezettelt, mittlerweile haben die Tierschutz- Bambi- und Umweltorganisationen diesen Part übernommen. Aber es ist auch gut so.
Die Menschheit wird auch diesen Evolutionsschritt schaffen.

Es gibt keine „artgerechte Tierhaltung“ wo Domestizierungen stattgefunden haben, darum werden wir die Diskussion darüber auch nicht beenden können.
Alleine einen Grund gibt es – was uns Menschen berechtigt - Haustiere zu halten.

Nämlich die Nahrungsmittelerzeugung !!

Dann gibt es noch ein paar Prozent für Tierhaltungen die zu Last- Arbeits- und Transportarbeiten bzw. medizinischen sowie therapeutischen Zwecken verwendet werden.

Alle anderen Tierhaltungen fallen unter die Rubrik Freizeitbeschäftigungen, Unterhaltung, -Werbung,Gefühls- und Spielbedarf usw. und die große landw. Sparte der Prämientiere...

Die Gruppen dieser „unnützen Tierhaltungen“ von Hunden, Wohnungskatzen, Mäuse- und Hasenartigen Wirbeltiere, die große Gruppe der Käfig-Vögel, Reptilien aller Art usw. aber auch die große Gruppe der Freizeit-Pferdehaltung und produktionslosen landw. Prämientiere ist fachlich gesehen eine Katastrophe.

Da mögen die Unterbringungen noch schön und liebevoll eingerichtet sein – der Mensch hat kein Recht darauf – Tiere aus Lust und Liebe gefangen zu halten !!

Nichts aber auch garnichts rechtfertigt uns, Tiere aus anderen Gründen zu domestizieren und wie auch immer zu halten und zu verwenden – als zur Nahrungsmittelproduktion, und die halt mal die Landwirtschaft in der Hand.

Dabei haben wir Landwirte darauf zu achten dass es eine „produktive und effektive Haltung“ ist, wo möglichst wenig Tiere benötigt werden.
Das „dümmliche Züchten“ in der Landwirtschaft von vierbeinigen Rasenmähern - die Ihren Lebensabend darin sehen, zwischen Büschen und Sträuchern "Fliegen abzuwehren" ist ethisch und moralisch nicht zu rechtfertigen.

Darum wird ein Betrieb der zuwenig Effizienz erwirtschaft, kein Zukunftsbetrieb sein, der die „tierschützende ethische Diskussion“ überlebt. Ob Bio-Betriebe diesen Effizienz-Katalog erreichen werden wir sehen.






mfj antwortet um 11-01-2011 10:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Lenkrad...

...lies mal den letzten Satz von meinem Beitrag von 10.01. um 14.00 Uhr

Ich habe wenig Lust, alles dreimal zu schreiben...


...im übrigen dürft Ihr den Mund wieder zumachen ;-))









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