"Gemeinschaft" ? Wie soll es funktionieren? Erfahrungen?!

Antworten: 16
Noro antwortet um 27-12-2010 09:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Gemeinschaft" ? Wie soll es funktionieren? Erfahrungen?!
"...außerdem verstehen wir uns gut, und er bräuchte sowieso Fläche zum pachten wenn er mehr Kühe im Stall sehen will... So wäre es für beide vereinfacht!"

Kommt so rüber, als wolle er indirekt fragen, ob du an ihn verpachtest. und das könntest du auch machen, verpachte dein land an ihn und lass dich "einstellen".



stallbub antwortet um 27-12-2010 09:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Gemeinschaft" ? Wie soll es funktionieren? Erfahrungen?!
Verpachte deinen nachbarn den landw. grund und wenn du bereits einen außerlandw. erwerb nachgehts mach es weiter.


Haggi antwortet um 27-12-2010 09:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Gemeinschaft" ? Wie soll es funktionieren? Erfahrungen?!
Also wenn beide gerne in der Landwirtschaft arbeiten, so ist das sierlich eine gewisse Entlastung und die führt sicherlich auch zu mehr Lebensqualität!
Denn ob beide in ihrem eingenen Stall melken, oder ob das einer im gemeinsamen Stall macht, ergibt schon einen Unterschied!

Wegen dem finanziellen werdet Ihr um eine "Gesellschafts-/Rechtsform" nicht herum kommen. Jeder bringt seine Anteile (Grund u Boden, Gebäude, Maschinen, Arbeitskraft,...) ein. Dadurch ergibt sich dann auch schon ein Aufteilungsschlüssel.

Nicht vergessen solltet Ihr aber auch den "Weg der Trennung" schriftlich zu fixieren (Schiedsgericht etc.). Nach gewissen Spielregeln streitet es sich einfacher, und wenn man diese Regeln nie braucht sind sie auf jeden Fall ein gutes Ruhekissen...


Viel Erfolg!
PS: Lasst uns das Ergebnis wissen!


sturmi antwortet um 27-12-2010 09:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Gemeinschaft" ? Wie soll es funktionieren? Erfahrungen?!
@lois22
Sogenannte "gute" Freunde könnten aber auch Hintergedanken haben...also aufpassen! Ich persönlich würde diese Wirtschaftsform niemals durchführen, zu groß ist die Gefahr das sich jemand benachteiligt fühlt. Was machst Du dann?!
60-70 Tsd-Euro investieren ist natürlich m.M ein wirtschaftlicher Wahnsinn für so einen kleinen Milchviehbetrieb! Aber man sieht ja bei Traktordiskussionen, da werden Unsummen verpulvert für´s Hobby! ;-))
MfG Sturmi


fgh antwortet um 27-12-2010 09:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Gemeinschaft" ? Wie soll es funktionieren? Erfahrungen?!
Ist ehrlich gesagt, eine ein wenig komplizierte Sache, wenn bei deinem Freund der Stall für deine Tiere schon steht.

Ideal wäre ein Start mit "null":
Gesellschaft mit Spielregeln für alle Fälle gründen. Flächen über Pacht einbringen, gemeinsamen Stall bauen, Maschinen einbringen.
Abrechnung nach geleisteten Arbeitsstunden, Gewinn der hoffentlich am Ende des Jahres überbleibt nach eingebrachter Fläche aufteilen (natürlich auf das unterschiedliche Ertragspotential achten).

Den Wald würde ich aber draußen lassen, maximal die Maschinen über die Gesellschaft kaufen, dann bezahlt halt jeder die Stunden, die er das Gerät braucht.


Jonn antwortet um 27-12-2010 10:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Gemeinschaft" ? Wie soll es funktionieren? Erfahrungen?!
Hallo, wir haben schon 10 Jahre eine Gemeinschaft in form von einer Ges .n B.R funktioniert bestens. Wir haben die vorhandenen Maschinen u. Gebäude vorher Schätzen lassen, und so jeder seinen Teil in die Gemeinschaft eingebracht. Wir haben ein Wirtschaftskonto und von dem wird Monatlich soart Lohn an beide Ausbezahlt. Der Vorteil, man hat mehr Freizeit und an jeden 2 Wochenend frei,da macht der andere die Stallarbeit usw.


mfj antwortet um 27-12-2010 11:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Gemeinschaft" ? Wie soll es funktionieren? Erfahrungen?!


Hallo Lois,

Um es mal oberflächlich zu sagen. Eine Kooperation zwischen Landwirten ist nur dann sinnvoll und auch machbar, wenn sich die Betriebe dadurch ergänzen und nicht noch mehr ins Gehege kommen.
Ich habe mich vor ca. 10 Jahren entschlossen in eine landw. GmbH einzusteigen, wo ich mit nichts anderem hafte, als mit meiner Einlage. Und die kann ich jederzeit verändern.

Dazu betreibe ich meine kleine elterliche Landwirtschaft selber. Ich würde nie mit Grund und Boden, baulichen und technischen Zeug´s in eine GbR einsteigen.
GbR wird oft als Gesellschaftsform „für kleine Leute, die sich gut verstehen“ schön geredet.
Die ganzen rechtlichen Absicherungen sind juristisch gesehen "Apfelmus"....

Bei jeder Kooperation gibts Du Entscheidungsrechte ab - und je nachdem auch Besitz - in andere Hände, sei es dadurch, daß man gleichberechtigt abstimmt oder dadurch, das man eine Kompromiss-Lösung findet.

Damit übergibt man das Recht, selber über seinen Besitz zu entscheiden. Und das macht den Leuten mehr Schwierigkeiten, als man letzten Endes denkt.
Wer Landwirtschaft von Grund auf gelernt, weiß selber am besten wie er mit seinen Tieren/Böden/Händlern/Plänen umgeht.

Wenn Gesellschaftsform – dann nur die „marktwirtschaftliche Form der GmbH“ wo Geschäftsführer verwalten und Anteilseigner regieren.

Der höchste Landwirtschaftliche Grundsatz, sollte es mal zu Differenzen kommen:
§ 1 ...Jeder macht sein's..... würde ich nie für einen „Apfel und ein Ei“ verschachern.....






joholt antwortet um 27-12-2010 12:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Gemeinschaft" ? Wie soll es funktionieren? Erfahrungen?!
Betriebsgemeinschaften vorallem solche mit Milchviehaltung kann nur dann funktionieren wenn sich 2 treffen wo einer zu faul ist in den stall zu gehn. wenn beide voll dabei sein wollen und das wie du schreibst mit etwa 40 milchkühn wie soll das bitte gehn da ist ja einer wenn es sich um einen neuen laufstall handelt schon nicht voll ausgelastet.
Ich würde da die finger davon lassen dann würde es wahrscheinlich besser sein du verpachtest ihm den betrieb und machst neben deiner arbeit noch den wald.
mfg


Hausruckviertler antwortet um 27-12-2010 19:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Gemeinschaft" ? Wie soll es funktionieren? Erfahrungen?!
Ich gratuliere allen, die mit einer Kooperration zufrieden sind. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen meinen Betrieb in eine solche einzubringen. Für mich ist es der erste Schritt zum Aufhören von zumindest einem Beteiligten. Die Arbeit mit Tieren und der Natur lässt sich nicht auf eine Vertragswerk reduzieren. Da muß auch besonderes persönliches Vertrauen da sein. Kann sein dass es funktioniert, wenn alle Beteiligten ziemlich das selbe Alter und von der Grundeinstellung die selbe Denkweise haben. Ich möchte nicht bestreiten, dass es für eine Generation funktionieren kann, eine weitere wird es wahrscheinlich nicht geben. Auch wenn jeder zu einem bestimmten Teil Besitzer ist, im Grunde ist er nur Beschäftigter, dem die Möglichkeit genommen wird seine Familie in den Betrieb einzubinden. Vielleicht noch seine Frau, aber nicht einmal die, weil eine Kooperation ja nur solche eingehen, die selber nicht aufhören wollen, aber die Familie nicht mitzieht. Von den Kindern ganz zu schweigen. Die haben überhaupt keinen Bezug mehr zur Landwirtschaft. Also wird eine Kooperation immer nur auf eine Generation beschränkt sein. Die Folge wird sein, dass solche Betriebe von irgendwelchen Geldgebern übernommen werden, die es sich leisten können, Arbeiter einzustellen.
Die Entscheidung mußt du selber für dich treffen. Lass dich nicht von solchen beirren die keine Erfahrung haben. (Mich eingeschlossen. Ich gebe hier nur so wie alle anderen auch, meine Meinung kund). Einen ehrlichen Rat geb ich dir allerdings. Schau dir mehrere Kooperationen an und red mit allen Beteiligten getrennt voneinander. Du kannst dich auch von der Bauernkammer beraten lassen, aber leg nicht allzuviel Gewicht auf diese Beratung. Sie wird ohnehin notwendig sein, wenn du dich dafür entschließt.


muk antwortet um 27-12-2010 20:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Gemeinschaft" ? Wie soll es funktionieren? Erfahrungen?!
@ Lois 22

Ihr müßt euch fragen wie ihr die verluste teilt.. ok. Von gewinn werdet ihr nicht viel sehen


helmar antwortet um 28-12-2010 14:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Gemeinschaft" ? Wie soll es funktionieren? Erfahrungen?!
Habt ihr schon mal überlegt ob nicht auch eine Partnerschaft ohne Betriebszusammenlegung möglich wäre? Also dass dein Nachbar deine Quote übernimmt und du das Jungvieh aufziehst? Da hätte jeder seinen eigenen Betrieb, und du vor allem könntest deinem Beruf nachgehen. Denn Milchwirtschaft ist da weitaus schwerer zu machen.
Mfg, Helga


Vierkanter antwortet um 28-12-2010 16:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
"Gemeinschaft" ? Wie soll es funktionieren? Erfahrungen?!
In meinen Augen macht eine Zusammen"arbeit" mehr Sinn als eine Zusammen"legung" (grob formuliert)


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