Entwicklung der Landwirtschaft

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franc 12-12-2010 15:43 - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Die Zukunftsprognosen für die Landwirtschaft
im Speziellen für die Tierhaltenden Betriebe
sind für die nächsten 20 bis 50 Jahre schlecht
Durch die zunehmende Monopolisierung durch
die Lebensmittelketten, die den Bauern das
Leben schwer machen ist es nicht möglich
Gewinne zu realisieren. Dadurch kommt es
zu einer finaziellen Ausblutung der Landwirte.
In den nächsten 10 Jahren werden wir nur
noch 50 % der Landwirte haben die von der
Landwirtschaft leben können.



Bauernprofi antwortet um 12-12-2010 17:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
In den nächsten 20 Jahren wird die europäischen, insbesondere die österreichische Landwirtschaft zu den Entwicklungsländern gehören. Verstärke Umwelt- und Rechtsauflagen, Bürokratismus (Agrargelderkürzung zu Lasten Beamtenlohnerhöhung), bisherige Förderungen für schon gescheiterte Projekte, bisheriger Aufbau von den Abhängigkeiten von Fördergelder dadurch fehlender Wettbewerbsaufbau, Politische Akzeptanz der Machtspiele von Lebensmitteldiscounter und Großverarbeiter zu Lasten der erzeugenden Bauern, Politische Akzeptanz, das Nicht- Bauern, wie Toyota, VW, Coca- Cola, Edeka ldw. Flächen und Höfe pachten und kaufen können (Wer zahlt - schafft an!).
Gerade für die tier- haltenden Betriebe werden die Zeiten immer härter: Städter ziehen wegen der Landschaft und dem billigen Baugrund aufs Land, brauchen ihr Fleisch im Hamburger und den vorgekauten Essen ... aber bitte keinen Stall in meiner Nähe!!!
Ein Stall mit mehr als 10 Tieren ist schon Massentierhaltung! (Die echte Massentierhaltung können wir in den Bussen und U- Bahnen in Wien sehen – Soviel Lebendgewicht auf einen m², dreckige Luft, fehlende Licht, ist bei der heutigen Tierhaltung nicht erlaubt!)
Uns ALLEN geht es noch zu gut, wir kriegen unser Essen beim Discounter, Wohnung wird vom Sozialamt gestellt, wir haben Rechtschutz und können mit den RA um jeden Blödsinn klagen, und wenn dem Hahn das morgendliche Krähen aufgestellt werden muss! Traurige Volks(rück)entwicklung!



regchr antwortet um 12-12-2010 17:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
sehr gut beschrieben, ist wirklich wahr,eine eins dafür!!!!!


rotfeder antwortet um 12-12-2010 17:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Hallo!
Ich poste, damit ihr mir nicht in Winterdepressionen verfällt´s. Also Landwirtschaft war früher auch schwierig und es haben auch welche abgewirtschaftet. Auch von 1960 bis heute sind die Betriebe massenhaft aufgegeben worden, obwohl doch alles so gut war. Es wird immer veränderungen geben, und tüchtige Leute werden diese bewältigen. Selbst wenn Investoren den Grund aufkaufen, müssen sie eine Perspektive sehen, denn das sind keine Caritasvereine. Außerdem muss auch wer verkaufen, und da sehe ich noch wenig bereitschaft. Also nach meiner Meinung wird es auch in 10 Jahren noch Bauern geben.


Vierkanter antwortet um 12-12-2010 18:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
hallo freunde!

ich bin der meinung, auch in zukunft gibt es landwirte und auch in jeder betriebsgröße und struktur. die zeiten für uns werden meiner meinung nach nicht schlechter, sondern nur um einiges schwieriger. motivierte bauern, die auch etwas für neues übrig haben und von veralteten (meist auch traditionellen) methoden wegkommen, haben sicherlich gute überlebenschancen. man muss mit der zeit gehen. heutzutage würde niemand mehr mit dem ochsen ackern und niemand würde in unserer gesellschaft nur für essen/trinken und eine geringe entlohnung arbeiten (zb früher knecht).

der bauer als reiner produzent wird in zukunft nur mehr in einer gewissen betriebsgröße überleben können. aufgrund von stark schwankenden erzeugerpreisen (angebot/nachfrage) und steigenden kosten für betriebsmittel muss man heutzutage gut kalkulieren können.

gewisse betriebswirtschaftliche vorraussetzungen für den landwirt sind mindestanforderungen!

ich finde, direktvermarktung gehört gefördert. darin würde unter anderem noch sehr viel potential stecken.

wenn viel bauern behaupten, dass der handel verdient, dann sollen sie die rolle des handelns übernehmen. ich bin selbst gerade dabei, diesen teil für mich zu gewinnen und meine erzeugnisse (auch durch veredelung) geschickter zu vermarkten.

somit möcht ich sagen, ihr sollt nicht in die winterdepression verfallen, sondern nach vorne blicken. die zukunft wendet sich nicht nur zum negativen ;)))

lG richard


Bauernprofi antwortet um 12-12-2010 18:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Warum der Bodenkauf für Nichtlandwirte immer interessante wird, liegt verstärkt daran, das somit Barwerte (Gewinne, Eigenkapital, Fremdkapital) in Sachwerte geparkt werden und einer drohenden überdurchschnittlichen Inflation (Geldentwertung) wesentlich besser übersteht und deren Vermögen nicht verkleinert sondern gleich, wenn nicht sogar im Gegenwert größer wird (So, wie derzeitig Gold und nun Silber stärker gekauft wird)
Das Bauern grundsätzlich nicht ihre Flächen verkaufen wollen verstehe ich, aber leider gibt es schon genügend Bauern, die bei ihren Lagerhäusern und Landesproduktenhändlern sowie bei ihren Hausbanken soweit in der Kreidestehen, das sie ihre Flächen verkaufen müssen oder in Insolvenz gehen ( www.edikte.justiz.gv.at). Die nächsten 4-5000 Bauern stehen leider mit der verspäteten AMA- Auszahlung und dem Landesangebot des Überbrückungskredits der Raiffeisenbank schon auf deren Zugriffsliste potentieller Flächenverkäufer! Traurig ... aber wahr! Verdanken darf man diese vorzufindenden Situationen bei unserer Kammer, Landes- und Bundespolitik!



Hirschfarm antwortet um 12-12-2010 18:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
@franc:
Deine aussage wonach in den nächsten 10 Jahren nur mehr die hälfte der Landwirte von der Landwirtschaft leben kann ist Blödsinn. Es kann jetzt schon nur mehr einer von vier Landwirten von der Landwirtschaft leben. Der Rest verbraucht die Substanz oder geht einer außerlandwirtschaftlichen Tätigkeit nach.


179781 antwortet um 12-12-2010 19:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
die nächsten 4-5000 Bauern stehen leider mit der verspäteten AMA- Auszahlung und dem Landesangebot des Überbrückungskredits der Raiffeisenbank schon auf deren Zugriffsliste potentieller Flächenverkäufer! Traurig ... aber wahr!

Wenn einer so marod ist, dass er wegen der verspäteten Auszahlung von Fördergeldern in wirtschaftliche Schwierigkeiten kommt, dann übersteht der die kommenen, schwierigeren Jahre sowieso nicht.

Ansonsten sehe ich die Zukunft trotz aller zu erwarteten Probleme durchaus positiv. Die Leute brauchen immer was zu essen und die landwirtschaftliche Produktion lässt sich halt nicht von der dazu notwendigen Fläche entkoppeln und dmit beliebig steigern.

Gottfried


teilchen antwortet um 12-12-2010 20:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft

@Bauernprofi

"Die echte Massentierhaltung können wir in den Bussen und U- Bahnen in Wien sehen..."

Ein Schulbus auf dem Land um die Mittagszeit ist ebenso oder noch mehr überfüllt als ein städtischer, also komm wieder auf den Boden.
Die Menschen in Wien leben ja nicht in der U-Bahn.

Wenn Du ein Rezept weißt, um den Menschen auf dem Land Arbeitsplätze zu bieten, sodass sie nicht in die Städte pendeln oder ziehen müssen, dann bitte um Vorschläge.
Die Landflucht ist ein Phänomen unserer Zeit, und zwar in allen Ländern der Welt.
Viele gehen nicht gern in die Städte.
Die Lebensqualität auf dem Land ist besser, das wissen wir alle, aber wovon leben, wenn es keine Arbeitsplätze gibt?



hpu6 antwortet um 12-12-2010 20:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Wenn man sieht was sich momentan tut ist es schon schön langsam schwierig sich zu motivieren.
Sage nur: Vermehrte Kontrollen
Verspätete Auszahlung von Fördergeldern
Erhöhung SVB
Erhöhung Betriebsmittelpreise
Kürzung der Ausgleichszahlungen usw.

In der Öffentlichkeit wird man sowieso schon fast als Sozialschmarotzer hingestellt der nur mehr von Steuergeldern lebt.
Bei Arbeitnehmern und Angestellten gibt es jedes Jahr Lohnerhöhungen, Sonderzahlungen,
Erschwerniszulagen, Urlaubs- bzw. Weihnachtsgeld,......

Mit einem gerechten Preis für unsere Produkte könnten wir auf diese ganzen Zahlungen verzichten und ein gerechtes Einkommen für unsere Arbeit erziehlen.
Die Sprüche wie z.b.: Gute und spezialisierte Betriebe werden es auch in Zukunft schaffen-
kann ich schön langsam nicht mehr hören.



harly antwortet um 12-12-2010 20:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
@hpu6

Aber dann hams die Bauern nimma so gut im Griff..


schoosi antwortet um 12-12-2010 20:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
@ teilchen,

wie solls denn anders sein oder gehen, wenn alle arbeitsplätze fast ausschließlich in ballungszentren geschaffen werden????

muß doch jede(r) ins loch, das eh schon fast zu ist


mosti antwortet um 12-12-2010 21:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
genau um das gehts!!! bauern stehen wir auf und lassen uns nicht bei jeder gelegenheit als schmarotzer deklarieren, oder wie leibeigene bei neuen berglandlieferverträgen.


tch antwortet um 12-12-2010 21:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Hallo Mosti

Werden die Milchlieferanten von der Berglandmilch gezwungen zu unterschreiben?

Es gibt alternative Milchabnehmer die angeblich besser bezahlen- die Milch unabhängig der Menge abholen....
Unterschreiben und darüber aufregen ist nicht unbedingt das gelbe vom Ei.

Du hast ein Lokal....schon mal eine Versammlung einberufen zu dem Thema: Bauern stehen wir auf?

Nicht getraut oder niemand gekommen?

tch



Woodster antwortet um 12-12-2010 21:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
@teilchen

"Wenn du ein Rezept weißt, um den Menschen auf dem Land Arbeitsplätze zu bieten...
Die Landflucht ist ein Phänomen unserer Zeit..."

Dazu aus volkswirtschaftlicher Sicht: Dieses Pnänomen Landflucht ist nichts anderes als durch ein politisches Steuersystem bezweckte Angelegenheit. Ich hab mir einmal die Mühe gemacht und nachgerechnet, wie sich das Steueraufkommen und die Verteilung verhält. Dabei ist rausgekommen, dass die "Provinz" mehr Steuern bezahlt als sie zurückerhält. Die Hauptstädte, vor allem Wien erhalten pro Kopf wesentlich mehr.

Dass heißt, wo Tauben sind fliegen Tauben zu. Die Provinz wird mittels Steuersystem permanent ausgehungert und die Städte können dank diesem Systems aus dem Vollem schöpfen. Wo investiert wird, entstehen Arbeitsplätze, Zuzug von Menschen, Wohnungen, mehr Steuern, etc., etc...

Die Gemeinden in Österreich erhalten von den eigehobenen Steuern jährlich "Ertragsanteile".
So ist ein Wiener bei den SteuerErtragsanteilen, die die Gemeinden erhalten rund dreimal mehr wert, als ein Steirer in der Gemeinde Aug Radisch...

Dabei haben Landgemeinden aufgrund vieler Vorschriften wesentlich höhere Ausgaben pro Kopf als Stadtgemeinden.
Wenn in Wien z.B. für ein Hochhaus mit 100 Wohnungen gebaut wird, sind es bis zum nächsten Kanalanschluss vielleicht 50 Meter. Wieviele Kilometer Kanal sind bei uns notwendig??

Man kann sich kaum vorstellen, was sich z.b. Wien alles auf Kosten der Allgemeinheit leistet.
So leisten sie sich jährlich um zig Millionen ein Donauinselfest. Das ist mehr, als zig Gemeinden bei uns an Ertragsanteilen erhalten....

Soviel zum "gerechten" Steuersystem in Österreich... und dem Phänomen Landflucht...
Mich wundert, dass unsere örtlichen politschen Vertreter in Wien keinen Mucks machen...


harly antwortet um 12-12-2010 21:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
hm

wenn a sau frisst is für Gewöhnlich ruhig........

Wenn du 3 Bauern unter einen Hut bringen willst must du 2 erschlagen....


lg
Sepp


Woodster antwortet um 12-12-2010 21:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Wenn ichs mir recht überlege, ist unser Steuer- und Fördersystem nix anderes als die neue Leibeigenschaft... oder??
...alles schon dagewesen...




teilchen antwortet um 12-12-2010 21:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft

@Woodster

Ich bin keine Kommunalpolitikerin und kann Deine Angaben nicht nachrechnen. Kann sie aber auch nicht nachvollziehen.

Natürlich ist es in Ballungsräumen leichter Infrastruktur zu schaffen, da sich ein km Schiene oder Kabel etc. immer mehr rechnet als ein km Schiene auf dem Land. In der Stadt können damit ungleich mehr Menschen transportiert oder versorgt werden.

Dein Kanalbeispiel hat nichts mit Vorschriften zu tun, sondern genau damit, dass Infrastruktur in dünner besiedelten Gebieten mehr kostet als in der Stadt. Eh klar, oder?

Ich denke jetzt an das Call-Center von Orange, das vor einigen Jahren im Bezirk Güssing errichtet worden ist. Es wäre viel kostengünstiger gewesen, es in einem Ballungszentrum zu errichten, wo die Infrastruktur bereits vorhanden ist. Es wurde von der EU gefördert, um den Menschen in der Region Arbeitsplätze anzubieten, ohne dass sie pendeln müssen.
Den Unternehmen muss es erst schmackhaft gemacht werden, sich in ländlichen Regionen anzusiedeln.
Ein politisch gelenktes Steuersystem zur gezielten Landflucht kann ich da nicht entdecken.

Dass Städte mehr öffentliches Geld zurückerhalten, als sie in den öffentlichen Haushalt einbezahlen, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Die meisten Unternehmen und Arbeitsplätze sind dort, daher fallen dort wohl auch die meisten Steuern an.



Woodster antwortet um 12-12-2010 21:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
@teilchen,

ja dann nix wie nachrechnen:
Man nehme aus der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung:
a)Gesamtes Steueraufkommen, Lohn- Einkommen, MWST, etc.
und rechne nach wer das inklusive der Transferzahlungen(Förderungen, Beihilfen, etc) bekommt.
Das Ganze ist z.B. auf Bezirksebene, denke auch auf Gemeindeebene verfügbar. Man dividiere die Ziffern durch die Einwohnerzahl und schwups ist sie da - die Erkenntnis.

Das kann man also nachrechnen. Keine Hexerei.
Ich frage daher nochmal: Warum ist ein Wiener Bürger bei der Ausschüttzung der SteuerErtragsanteile dreimal so viel wert wie ein Bürger einer kleinen Landgemeinde???
Nicht genug, dass die "Provinzler" pro Kopf wenige Geld erhalten, sie müssen pro Kopf auch wesentlich höhere Infrastrukturkosten berappen. Siehe Beispiel Kanal.
Da wäre uns mit einer Gleichberechtigung bei den SteuerErtragsanteilen schon sehr geholfen...

Denke schon, dass unsere Gottobersten wissen sollten, was sie mit dem bestehenden System bezwecken- oder?? Es ist wie seinerzeit - der Zehent den die Provinz zahlt... und die Stadt (früher Feudalherren) verputzt...


teilchen antwortet um 12-12-2010 22:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft

@Woodster

Das Donauinselfest ist übrigens ein höchst profitables Festival. Die Donauinsel als Freizeitareal ist ja ein Abfallprodukt des Entlastungsgerinnes, dass Wien vor Hochwassern bewahrt.
Das Jahrhunderthochwasser im Jahr 2002 überflutete sämtliche Städte an der Donau und hinterließ Bauschäden in zig Millionenhöhe. Man spricht von einem volkswirtschaftlichen Schaden von 3,1 Mrd. Euro. Wien ist bis auf ein paar Schrebergärten großteils schadlos geblieben. Nicht einmal die Donauuferautobahn musste geflutet werden.

Zum Donauinselfest. Da kommen rund 3 Mio Menschen an drei Tagen zusammen, was da an Gastronomie- und Unterhaltungsumsätzen gemacht wird, spielt fast 10x so viel herein, was es kostet. Ein Kosteneinsatz von rd. 5,5 Mio Euro stehen Einnahmen von rd. 40 Mio Euro gegenüber. Ich hab mal versucht, einen Sponsoring-Deal auf die Beine zu stellen... 3 Mio Menschen an drei Tagen zu erreichen kostet entsprechend viel.

...
Für Deine volkswirtschaftliche Rechnung, gibst Du mir da bitte Deine Quellen an?



Woodster antwortet um 12-12-2010 22:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
@teilchen,

defacto sind es 5,5 Mio Förderung für ein einziges Fest. Unwegrentabiltät hin oder her. Diese Argumente kommen immer dann, wenn das schlechte Gewissen drückt..
Was in Wien alles gefördert wird, davon kann die Provinz nur träumen... oder schäumen...

Die Quellen für die VGR und deren Berechnungen habe ich vom ÖStat bezogen, bzw. Finanzministerium.
Mittlerweile dürften sämtliche erforderliche Berechnungsgrundlagen über das ÖStat erhätlich sein.

HG



regchr antwortet um 12-12-2010 23:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
wenn so wie dieses jahr das einkommen um über 20%oder auch mehr gesunken ist und es noch so leitln gibt die sagen das alles ok ist dann muss ich sagen ob ihr noch alle tassen im schrank habt,und wenn einer mit landwirtschaft nix zu tun hat brauch er seinen senf schon gar nicht hier abbgeben,kann sich sein teil denken aber mehr nicht,


tch antwortet um 12-12-2010 23:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Hallo regchr
Gehts noch?

tch




biolix antwortet um 12-12-2010 23:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
woodster: wusste gar nicht das Kaiser Pröll echt so "dumm" ist das er sich das gefallen lässt..;-))

aber bitte bring uns die zahlen echt, ich weiß was im fakto 1 zu 1,3 bekommen die großen Städte mehr im Finazausgleich, aber sich nicht da 3 fache...
Und eines der besten und größten Feste Ö durch den Kakao zu ziehen, na ja, ich gebe teilchen recht, und was sind 5.5 Mio in einem Milliarden Budget von wien inkl. das es toll ist und auch zeigt das Multi Kulti in Wien nicht tot ist, sonst wäre das Fest ja nur chaotisch.. ;-)

lg biolix gn8


Woodster antwortet um 12-12-2010 23:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
@biolix,

a) bitte zuerst informieren... was den Finanzausgleich betrifft. (Quote pro Person)
b) hab nicht das Fest an sich durch den Kakao gezogen, das ist ja eh toll, aber wenn mann damit eh soviel Gewinn macht, wie teilchen sagt, frag ich mich schon warum man dann noch zig Millionen Euro Steuergeld rausschmeißt. Das ist ja kein Einzelfall, sondern nur ein Beispiel wie mit unseren Steuergeldern umgegangen wird. Und dann brauchen wir wieder ein Sparpaket - aber nur für den Bürger und neue Steuern... Aber du kannst denen ja gerne was spenden...



DJ111 antwortet um 13-12-2010 06:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Schön, dass es Leute gibt, die doch tatsächlich glauben die Zukunft auf 20 - 50 Jahre vorhersehen zu können ... ;-)
Ich und wahrscheinlich viele andere sind mit Vorhersagen über das nächste Jahr schon überfordert ...


teilchen antwortet um 13-12-2010 08:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft

@Woodster
.
Das Donauinselfest wird von der Stadt Wien finanziert, da kommt kein Geld vom Bund oder von anderen Bundesländern. Und der Gewinn fließt natürlich wieder in den Steuertopf hinein. Die Donauinsel darf nicht gewinnorientiert wie ein Unternehmen arbeiten, sondern gehört der Stadt Wien.
Wenn eine Veranstaltung 40 Mio Euro Umsatz macht, von denen mindestens die Hälfte die die Stadtkasse und an den Finanzminister wandert, sind 5,5 Mio Investition doch wohlinvestiertes Geld.

Bitte schau Dir einmal zum Vergleich die Seebühne am Wörthersee an, oder das Fußballstadion in Klagenfurt. Dann schau Dir die Ausgaben und Einnahmen an, und was da öffentlich gefördert wurd. Und dann sag bitte noch einmal, dass das Donauinselfest nicht rentabel ist.

Zu Deinen Berechnungen:
Statistik Austria heißt schon seit geraumer Zeit nicht mehr Östat.
Die Zahlen sind dort sicher erhältlich, nur bezweifle ich, dass Du durchblickst, wenn Du nicht Finanz- und Verwaltungsexperte bist.

Wien liefert ein Vielfaches der Steuern an den Bund ab, weil die meisten Betriebe und Arbeitnehmer in Wien sind. Also sollte klar sein, dass es für den Finanzausgleich auch einen größeren Anteil für Infrastrukturinvestitionen etc. gibt.
Wie Biolix schreibt, die anderen LHs würden sich das doch nicht gefallen lassen, wenn Wien sich von der Produktitität der anderen Bundesländer speisen liesse.

Der Finanzaugleich der Länder und Gemeinden ist komplex.
Z.b. wurden fehlende Umsätze der Getränkesteuer im Finanzausgleich der Gemeinden berücksichtigt. Und so ist es mit vielen anderen Ausgaben und Einnahmen, die die Allgemeinheit betreffen.
Wie ist es mit Bundesinstitutionen? Straßen- und Schienenbau? Schulen und Kindergärten? Infrastrukturprojekten?

Hast Du da einen Überblick? Ich nicht.
So einfach ist es mit dem Zusammenzählen und Durchdividieren nicht.
Freu mich auf Deine Zahlen.



Hirschfarm antwortet um 13-12-2010 08:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Tatsache ist das ein Gemeindebürger von Wien mehr Geld aus dem Steuertopf bekommt als ein Gemeindebürger einer kleinen Landgemeinde. Und das obwohl die kleine Landgemeinde höhere Infrastrukturkosten hat! Weiters ist es Tatsache daß die Zahlungsströme immer in die Hauptstädte gerichtet sind. Oder anders formuliert: Wer bei der Kassa sitzt wird sich selber meist nicht schlechter bedienen als die anderen.


__joe007 antwortet um 13-12-2010 08:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Cool, Wahrsager und Hellseher,..........(Ich bräuchte de Lottozahlen bitte, nur einmal)

Eines ist aber nu immer das wichtigste: Gsund und schuldenfrei bleim !!!

Thanxxs !!

mfg JoE


HauserKaibling antwortet um 13-12-2010 09:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Von Prognosen halte ich wenig insbesondere wen diese von so genannten Experten kommen.
Siehe Brüssel.
In 10 Jahren wird der Bauer mit 100Kühen alleine im Stall stehen, seine Frau (wenn er überhaupt eine hat) geht arbeiten in eine Firma damit sie sich den neuen Traktor leisten können und die restlichen 800000 Euro Schulden nicht mehr werden die vom Stallbau übrig
sind.


Oje so was, das ist ja schon heute !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Da sieht man wie die Zeit vergeht. :)

Für die Zukunft glaube ich ist es für die Landwirtschaft sehr wichtig keine oder nur sehr wenig Schulden zu haben .
Besitzlosen kann man nichts weg nehmen der Bauer hat da leider viel zu verlieren .




Hirschfarm antwortet um 13-12-2010 09:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Da braucht man nicht wahrsagen und Hellsehen. Einfach nur logisch denken und begonnene Entwicklungen weiterspinnen und zu Ende denken. Weil hier immer so Abfällig über Schulden gesprochen wird: Ohne SCHULDEN gäbe es kein GELD!!! Du kannst nur Geld haben weil sich irgendjemand dazu berteit erklärt hat einen Kredit aufzunehmen. Das man nur erwirtschaftbare Schulden haben sollte ist klar.
@teilchen: zur Schlechterstellung kleiner Gemeinden bei der Verteilung der Steueranteile ein Beispiel: Meine Heimatgemeinde: 591000€ Ertragsanteile aus Steuern bei 853 Bürgern ergibt 692€/Kopf. St.Pölten bekommt 51857000€ bei 51688 Bürgern das sind 1003€/Kopf. Ich habe mir auch die Zahlen einiger anderer Gemeinden angeschaut und die kleinen Gemeinden liegen immer zwischen 600 und 700€/Kopf und die Großen zwischen 900 und 1000€/Kopf. von Wien habe ich noch keine Zahlen gefunden aber ich bin mir sicher das die über 1000€/Kopf liegen.


mfj antwortet um 13-12-2010 09:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft



Es wird viele Wege geben, viele Verirrte, viele Gefallene und viele die in Rasthöfen ihren Frust absaufen ( ...damit ist nicht der Alkohol gemeint) werden...

Ich würde jedem aktiven Bauer und jeder Bäuerin raten, eine offensive Investitionspolitik zu betreiben. Sollte das auf dem eigenen Hof nicht möglich sein, würde ich mich nach „Gesellschaftsformen der landw. Produktion“ umsehen.
Es ist ungeheuer spannend, als Fachmann solch einen Betrieb mitzugestalten, mitzuarbeiten, und dabei eine hohe „Lebensqualität“ zu genießen...und Erfolg in Daten und Zahlen zu verfolgen.
Das dümmste was man machen kann, ist - in einen unrentablen Betrieb nochmals eine unrentable Investition zu tätigen, und den eigenen Lebensstandart und sein Substanz (Grund und Boden) zu belasten und damit zu entwerten.
Politik und Gesellschaft wird die „kleinbäuerliche Landwirtschaft“ nicht erhalten können und wollen.
Als Fröschlein in einem „ausgetrockneten Teich“ zu sitzen und quaken, und mag man noch so hübsch sein... ist zeitlich begrenzt.

....und lasst Euch nicht den Käse aufquatschen - von was Biolix und seine treuen Genossen träumen...


http://www.solidarische-oekonomie.de/index.php?option=com_content&task=view&id=96&Itemid=51





Woodster antwortet um 13-12-2010 09:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
@teilchen,

deine nicht fundierten Argumentationen könnten glatt von irgendeinem unserer Politiker stammen, so aus dem roten Lager etwa. Wirtschaften war sowieso nie deren Stärke, neue Steuern erfinden schon. Genau die belasten, die das Ganze System noch aufrechterhalten. Umverteilen, Abhänigkeiten und Bürokratie schaffen bis zum Bankrott.

Also nochmal: Wenn ein Fest derartig gewinnbringend ist, warum muss ich dann in den Steuertopf der Stadt greifen??
Warum sind die meisten Betriebe und Arbeitnehmer in Wien? Weils sich vielleicht ums viele
allgemeine Steuergeld leicht super Infrastuktur schaffen läßt?
Kontrollfrage: Wohin fliegen Tauben?

Wenn man die Grundregeln der Mathematik beherrscht, kann das jeder nachrechnen, vorausgesetzt man hat etwas Freude am Thema Volkswirtschaft. Hab das schon vor 20 Jahren gerechnet. Die Besteuerungsgrundlagen haben sich zwischenzeitlich nicht wesentlich geändert.

Übrigens, ja hast Recht. Östat heißt Statistik Austria. Nachdem ich aber schon lange mit dem Institut arbeite, möge man mir das verzeihen. Der alte Name ist jetzt quasi ein Vulgoname...
Übrigens im Google gibt es unter Östat in 0,15 Sekunden 13.700 Ergebnisse...





biolix antwortet um 13-12-2010 09:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Danke HF !

Hab ich schon öfter festgestellt hier, ohne neuen Schulden wie es Schüssel gesagt hatte, würde unser ganzes System sofort zusammen brechen... Bitte fangen wie nur mal beim Bankenrettungspaket, Eurofighter etc. an, dann hätte der Staat schon wieder Millairden gespart...

Zum Finanzausgleich : HF schreibt es schön, ich hoffe der Woodster kann sinnerfassend lesen, hier gehts nicht um das 3 fache, nicht mal um das doppelte und es betrifft auch nicht den Finazausgleich, sonder allgemein die Steuereinahmen einer Gemeinde, udn da gibt es Gemeinden die sehr viel GEwerbe haben udn die werden mehr Steuern einnehmen als andere...
Darum wollte ich von dir woodster die genauen zahlen wennst es du angeblich wo her hast, danke !
Inkl. meine ich, das von der Infrastruktur nicht die landgemeinden mehr Aufwand haben, sonder sehr wohl auf Grund z.b. des öffentlichen Verkehrs, des Durchzugsverkehrs ( sind ja meist Transitknotenpkte große Städte ) sehr wohl diese Aufteilung die ich kenne, bis 1,3 mal mehr zu den größeren Städte vom Land und Bund zurück fließt pro Einwohner,,,
Wenn es anders ist bitte her mti deinen zahlen aus der Statistik Woodster, danke !

lg biolix


biolix antwortet um 13-12-2010 10:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
mfj, kennst du die Immobilienblase, und irgendwem der gesagt hat, "das werden die Ruinen von morgen sein..".. ;-)

Ja ich hoffe für alle die nicht auf "Solidarische Ökonomie" aus sind, und auf Teufel komm raus Intensivieren und d.h. natürlich bei vielen auch Spezialisieren, das sie dann nicht diese
"Ruinen" einmal zu hause stehen haben.. ;-(

lg biolix

p.s. ich würde da mehr in die Diversifikation gehen, wie es auch Siemens gerade macht..;-)

http://www.welt.de/wirtschaft/article11443099/Technologiekonzern-Siemens-gruendet-eigene-Bank.html

Nicht umsonst wissen die das sie mit "Geld" und zinseszins die letzten Jahre fast mehr verdient haben als mit produktiver Arbeit ihre Mitarbeiter, was dür ein unglaubliches zukunftsfähiges System... ;-(




theres antwortet um 13-12-2010 10:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Wer wird in Zukunft die Ernährung sicherstellen?
Ob immer grössser und schneller uns helfen wird?
Mit dem so propagierten Strukturwandel geht unheimlich viel Wissen verloren.
Vielleicht wird irgendwann das "einfache Leben", die einfachen Erdäpfel, die unbehandelten Lebensmitteln wieder gefragt- wenn nicht- auch gut, dann geniess ich sie eben selbst.



biolix antwortet um 13-12-2010 10:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
So lieber Woodster, hab grad was in Wiki gefunden brauch nun aber deine Hilfe bitte !

da steht:

Horizontaler Finanzausgleich

Der horizontale Finanzausgleich regelt die Aufteilung der finanziellen Mittel zwischen den einzelnen, gleichrangigen Gebietskörperschaften.



Aufkommensprinzip: Die Steuereinnahmen fließen dem Land zu, dessen Finanzbehörde sie eingenommen hat.
Bedarfsprinzip: Die länderweise unterschiedlichen Aufkommensbedarfe werden zusätzlich angemessen berücksichtigt.
Volkszahl (=Wohnbevölkerung) Im Wesentlichen werden die Aufteilungen nach der (unveredelten) Volkszahl (§ 10(9) FAG 2001, § 9(9) FAG 2005) auf Landesebene und nach dem abgestuften Bevölkerungsschlüssel (auch als veredelte Volkszahl bezeichnet) auf Gemeindeebene durchgeführt.

Diese veredelte Volkszahl wird gebildet, indem die Einwohnerzahl laut Volkszählung mit einem Faktor multipliziert wird. Dieser beträgt (Stand 2005):

bei Gemeinden bis 10.000 Einwohner: 1 1/3
bei Gemeinden bis 20.000 Einwohner: 1 2/3
bei Gemeinden bis 50.000 Einwohner: 2
(ebenso für die Statutarstädte Rust, Eisenstadt und Waidhofen an der Ybbs)
bei Gemeinden über 50.000 Einwohner: 2 1/3



Nur das betrifft nun die Steuern die das Land einhebt, und nicht der Staat und an seine Gemeinden und Städte wieder vergibt, also kann sich da niemand aufregen, NÖ gibt da sicher nichts aus nach wien am.. vielleicht beim Vertikalen Finanzausgleich... bitte hilf mir und klär mich auf du Spezialist, wenn wir dich schon hier haben.. ;-)

lg biolix

p.s. und vielleicht ist auch wer da, der uns genau die Pkte aufzählen kann warum die "Städte auch am Land" umso viel mehr bekommen, ich nehme an weil sie auch mehr Einzahlen auf Grund ihres Steueraufkommens durch Betriebe und des angesprochenen wie auch in WIKI steht "Durch diese Berechnung wird berücksichtigt, dass größere Gemeinden auch überregionale Aufgaben wahrnehmen müssen"... danke !


__joe007 antwortet um 13-12-2010 10:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Sind wir jetzt ein wenig vom Thema abgekommen ? HA ?

(Entwicklung der Landwirtschaft )

Also a Themenverfehlung ist "Nicht genügend"

mfg


biolix antwortet um 13-12-2010 11:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Hallo Joe !

das Wort "Landwirtschaft" hat halt mal das Wort Land in sich, und wer hier behauptet das "Land" ist so benachteiligt, dann sollte man das kläreninkl. das ich schon wieder einges lerne hier ..;-)

aber du kannst ja gerne zum Thema auch was beitragen, wo ist deine zukunftsfähige Entwicklung der "Wirtschaft am Land" deiner Meiunng nach ? ;-)

lg biolx


Tyrolens antwortet um 13-12-2010 11:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Ah komm, du muss hier doch nicht öffentlich deine Kundschaft umgarnen.

Fest steht ja wohl, dass Wien schon seit Jahrhunderten der Wasserkopf Österreichs ist. Das liegt nicht so sehr daran, dass es eine Großstadt ist, sondern an der historischen Entwicklung und dieser grässlichen Weltstadt-Attitüde.

Wenn ich mit denke, wie Österreich ohne Wien da stünde. Keine Bundesministerien, kein Parlament, kein ORF, keine Kronen-Zeitung. Das wäre doch ohne Zweifel angenehm. :D


Neuer antwortet um 13-12-2010 12:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
@teilchen & Co:

Zu Donauinselfest und Wasserkopf Wien allgemein:

Veranstalter des Festes ist nicht die Stadt Wien, sondern die SPÖ Wien! Ich weiß, das wird gerne verwechselt, weil ja die handelnden Personen die gleichen sind und die SPÖ sich nicht nur bei dieser Gelegenheit schamlos der stadteigenen Betriebe, der MAs, der Polizei etc. bedient. (siehe auch "Informationskampagnen" der Wiener Stadtbetriebe während des Wahlkampfs!)

Dass Restösterreich den Wasserkopf Wien mitfinanziert, ist unbestritten. Irgendwer muss ja für die paradisischen Zustände im dortigen öffentlichen Dienst (6 Wochen Urlaub, eigene sündteure Pension- und Abfertigungsregelungen etc.) aufkommen.

Auch das tolle Freizeit- und Kulturangebot könnten sich die Wiener ohne unsere Unterstützung nicht leisten.




biolix antwortet um 13-12-2010 13:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Mahlzeit !

ist ja wirklich unglaublich, die SPÖ kann seit jahren das größte Fest Österreichs organisieren, wau, hät ich ihnen nicht zugetraut.. ;-)
WEiters siehe im Beitrag vom Standard sind es genau 1 mio Subventionen der Stadt Wien notwenig, der Rest kommt wieder herein..

http://derstandard.at/1242313755595/Donauinselfest-Das-optimierte-Fest-auf-der-Insel

Ja und der Wasserkopf, den haben sich die Politker WEltweit inkl. die Anhänger der "Finanzmetropolen" selbst geschaffen, nur grad auf Wien loszugehen, die in vielen Umfragen die lebenswerteste Stadt der Welt ist, finde ich nun mehr als überflüssig.. ;-)

lg biolix

p.s. trotzdem iwürde ich nicht mehr "runter" ziehen und liebe das land.. ;-)


grasi1 antwortet um 13-12-2010 19:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Wenn Du ein Rezept weißt, um den Menschen auf dem Land Arbeitsplätze zu bieten, sodass sie nicht in die Städte pendeln oder ziehen müssen, dann bitte um Vorschläge.
Die Landflucht ist ein Phänomen unserer Zeit, und zwar in allen Ländern der Welt.
Viele gehen nicht gern in die Städte.
Die Lebensqualität auf dem Land ist besser, das wissen wir alle, aber wovon leben, wenn es keine Arbeitsplätze gibt?

Teilchen, wenn sich die Bauern nicht so bevormunden ließen, gebe es in der Stadt um einiges an Arbeitsplätzen weniger, das kannst du glauben. (AMA usw.)
Facharbeitskräfte würden genug gebraucht, auch auf dem Land, aber es muß ja alles studieren, damit uns dann wieder Vorschriften auferlegt werden können, stimmst?
Gastronomiepersonal wird genug gebraucht, auch auf dem Land, aber dafür ist man sich ja zu schade, da verdient man zu wenig!
Studieren und warten bis die gebratenen Vögel alleine ins Maul springen wirts nicht spielen!
Den Beamten 110 MIO in den A.... schieben und den Landwirten 70 Mio wegnehmen, die halten dies ohnehin locker aus! Wie lange noch wenn die Einnahmen immer weiter sinken?


biolix antwortet um 13-12-2010 21:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Nanbend !

Grasi da gäbe es so viel, vor 20 jahren gabs Konzepte, aber man machte genau das umgekehrte... ja China ist nun so ein Beispiel, da wird das "schöne" Leben versprochen und dann gehen jährlich Millionen in die Städte..

Schade wo ist der woodster, ich dachte ich lerne heute dazu,,,
Aber hier ist es leider oft so, jemand stellt was in den Raum , aber wenns um die "Aufklärung" geht oder was auzudiskutieren sinds weg...

lg biolx


mosti antwortet um 13-12-2010 22:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
hallo tch; hab bei freier milch austria unterschrieben, denn es muß sich was ändern, der mit´m lokal ist´s mostilein


teilchen antwortet um 13-12-2010 22:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft

@Hirschfarm (um 08:17)

Ja, das ist wohl logisch, die Pro-Kopf-Steuern aus den Städten sind auch höher als die einer kleinen Landgemeinde.
Ihr habt ein seltsames Weltbild, was Steuergerechtigkeit betrifft. Es ist eben nicht effizient, eine Straßenbahn in einer Landgemeinde zu bauen, weil sie nicht ausgelastet werden kann. Daher ist es nachvollziehbar, warum die Investition einer Straßenbahn in die Städte fließt.
Außerdem fahren ja auch Schüler, Studenten und Pendler aus anderen Bundesländern mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Wien.

Ich hab mich schon einmal geärgert, dass in einer Landgemeinde, die ich kenne, auf einer Strecke eine Straßenbeleuchtung eingerichtet wurde, wo kein Mensch je zu Fuß unterwegs ist.
Im Dorf, das dichter besiedelt ist, ist sich dann keine Straßenbeleuchtung mehr ausgegangen.
Das ist für mich ineffizient eingesetztes Steuergeld, und irgendein Bürgermeister hat sich damit wohl ein Denkmal setzen wollen.

Mit Unternehmensansiedlungen ist es ebenso. Unternehmen müssen mit Geld motiviert werden, um sich auf dem Land anzusiedeln. Die Infrastrukturkosten sind höher, und es ist schwieriger, qualifizierte Arbeitskräfte dorthin zu bekommen.



biolix antwortet um 13-12-2010 22:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Ja teilchen, es ist dann immer schade wenn sie "aushauen" und es uns nciht erklären...
Ich wäre der erste bzw. zeige am Land wie regionales im ländlichen Raum möglich wäre und will das auch, aber an der allgemeinen Politk und grade die der Konservativen ist es vorbestimmt das Ballungszentren profitiern , immer wieder.. ;-(

Wie hat der Knoflacher schon vor 20 Jahren gesagt, baut die Straßen enger nicht breiter.. ;-)

lg biolix


teilchen antwortet um 13-12-2010 22:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft

@sthuber

Zum Donauinselfest: Du hast recht, es ist die SPÖ Wien. Umso deutlicher ist die Trennung des Budgets vom Steuertopf des Bundes.

Was die restlichen Bundesländer in Wien mitfinanzieren, sind maximal die Bundeseinrichtungen, wie z.B. Bundestheater, Bundesmuseen, Bundesschulen und -gymnasien, Universitäten, Bundessporteinrichtungen, Heereseinrichtungen, Polizei, Bundesverwaltung, Regierungseinrichtungen. Die Stadt Wien zahlt zu den Bundeseinrichtungen natürlich auch was dazu, nicht nur aus dem Bundesbudget, sondern auch aus dem Landesbudget, weil die Stadt ja auch davon profitiert, z.B. im Fremdenverkehr.
Für die Beamten in Wien kommt die Stadt Wien auf, die Beamten im Bund, ja die werden von den Bundesländern mitfinanziert, das hast Du recht.



Woodster antwortet um 13-12-2010 22:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
@biolix,

na da bin ich ja wieder. Hatte heute einiges zu tun, hab nen kleinen Bagger umgeschmissen, wieder aufstellen ohne mehr kaputtzumachen, usw.

Denke es hilft nicht sehr, wenn wir das komplizierte Steuersystem bis ins letzte Detail beleuchten und die Leute hier zu langweilen. Fakt ist, dass die Landflucht eine Folge des Steuersystems ist, das einfach die LandeshauptStädte und vor allem Wien bevorzugt. Es läppert sich halt in den Jahren, gemäß dem Ursachen- und Wirkungsprinzips..

Eine direkte Förderung mittels Steuergeld hat noch eine andere Auswirkung. Stichwort " Buchgeldfaktor". Will heissen: Wenn du 1000,- Euro bekommst, kannst du diese auf die Bank legen. Die Bank darf davon wieder ca. 850,-- Euro verlehen.
Natürlich können hier verschiede Leute das Geld inzwischen haben. Aber jedesmal wenn die Bank im Spiel ist, darf die Einlage wieder mit o.a Eingrenzung verliehen werden. So ergibt sich eine Einschleifregelung und ca. ein Buchgeldfaktor von sechs. Das heißt, aus diesen 1000,-- Euro Fördergeld werden rund 6000,-- Euro inklusive Buchgeld.

Diese fiskalische Dauerförderung wirkt letztlich mit dem Faktor sechs.
Der Provinz geht da natürlich mit dem gleichen Faktor ab....

Das Ganze ist zwecks besserer Übersicht jetzt wieder vereinfacht dargestellt.










grasi1 antwortet um 14-12-2010 00:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Zitat:
Ich hab mich schon einmal geärgert, dass in einer Landgemeinde, die ich kenne, auf einer Strecke eine Straßenbeleuchtung eingerichtet wurde, wo kein Mensch je zu Fuß unterwegs ist.
Im Dorf, das dichter besiedelt ist, ist sich dann keine Straßenbeleuchtung mehr ausgegangen.
Das ist für mich ineffizient eingesetztes Steuergeld, und irgendein Bürgermeister hat sich damit wohl ein Denkmal setzen wollen.

Teilchen, weißt du was ineffizient ist, das Österreich neun Bundesländer hat und einen aufgeblasenen Beamtenapparrat bis zum geht nicht mehr, so schauts aus, punkt.
Verwaltungsreform, du versprochene, wo bleibst du?


teilchen antwortet um 14-12-2010 07:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft

@grasi1

Die neun Bundesländer abzuschaffen, da bin ich sofort dabei. Und den Bundesrat bitte auch gleich dazu.
Dann die verschiedenen Krankenkassen- und Pensionsversicherungssysteme, die ORF-Landesstudios, und die Landesschulräte.
Mir fallen bestimmt noch mehr ein.



Hirschfarm antwortet um 14-12-2010 08:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
@teilchen: Du sagst es ist schwierig qualifizierte Arbeitskräfte in ländlichen Regionen zu finden. Da hast du recht! Und weißt du warum das so ist? Weil alle guten Arbeitskräfte nach Wien auspendeln weil dort bedingt durch die von mir aufgezeigte Steuerungleichbehandlung ein höheres Lohnniveau (bei geringerer Arbeitsanforderung) herrscht.

Oder einfach formuliert: Die guten Leute gehen in die Stadt weil Sie dort mit weniger Arbeit mehr verdienen! Oder wie sonst erklärst du dir die Frühmorgendlichen Staus im Norden und Süden von Wien?


teilchen antwortet um 14-12-2010 08:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft

@Hirschfarm

Ja Du hast recht, natürlich verdient man in der Stadt mehr.
Das Angebot bestimmt den Preis.
Deine Annahme dass das steuerlich begünstigt wird, ist allerdings ein Trugschluss.

Fuschl am See ist eine der wenigen Ausnahmen, wo ein kleiner Ort ein Milliardenimperium beherbergt (Red Bull). Da gehen auch hochqualifizierte Leute hin - aber auch nur, weil Salzburg in der Nähe ist.

Und sonst? Was sind die typischen Arbeitsplätze am Land? Für Frauen Handel, Pflege und Kosmetik/Friseur, für Männer typische Handwerksberufe. Höher qualifiziert dann LehrerIn, SekretärIn, SachbearbeiterIn.
Fertig. Alles andere sind Einzelfälle, die in der Masse nicht zählen.

Auf den Land gibt es für viele Unternehmen zu wenige Kunden, die bereit sind Geld für ein Produkt oder eine Dienstleistung auszugeben.
Zu wenig Umsatz, daher auch wenig Arbeitsplätze.
Unternehmen in den Städten können höhere Umsätze zu machen, und können daher auch höhere Gehälter zahlen.
Ohne steuerliche Lenkung, sondern weil sie bestimmte Qualifikationen brauchen.



Tyrolens antwortet um 14-12-2010 09:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Nicht nur Fuschl am See... Plansee in Reutte, Sandoz in Kundl, Rauch in Rankweil.


biolix antwortet um 14-12-2010 09:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
GM !

das ist nur Angebot und Nachfreg lieber HF und immer bessere Straßen bevorzugen die Ballungsräume ist schon zig fach in Studien bewiesen... hat wenig mit Steuern zu tun,.. jedoch ökologischer vom Energieverbrauch lebt man z.b. in städtischen Autofreien, halbwegs Energieautarken Niedrigenergiesiedlungen...

ja woodsrter, hoffe du hast den bagger wieder halbwegs schadensfrei aufgestellt..;-)
Was hast gebaggert, bei uns bei -8 Grad wäre nciht viel zu baggern gewesen..

Ja alels ist kompliziert, aber ich habs dir ja versucht zu entschlüsslen auch den HF, man findet dann aber keine "Klarstellung " von Euch wenn ihr mit falschen Daten hier hreum werft, bzw. falschen Schlüssen daraus, obwohl du ja ÖSTAT spezialist bist.. also nicths für ungut, ich will hier etwas daraus lernen und neues mitbekommen, und keien falsch Aussagen..;-)

Zur Entwicklung der LW, ich habe das schon oft hier gefragt, wo werden die Arbeitsplätze sein wenn weiter 100.000 LW Beriebe zusperren, weil es heisst unter 70 ha wirds keine Chance geben ?

lg biolix

p.s. ja woodster, was die Banken betrifft gebe ich dir recht, aber das hat auch wenig mit Förderungen zu tun, sondern mit der EZB z.b. erst letztens wurden wieder 600 Mrden ins System gepumpt. Ausgabezinssatz 1 Prozent, daraus werden mit Krediten wie du schreibst wieder die 5-6 fache Summer gemacht, ist mir von mehreren banker shcon bestätigt worden, also drum läuft der Konsum auch wieder wie geschmiert, aber das Ende der Fahnenstange kiommt wieder, wenn des Geld "ausgegeben" worden ist, da ja zinseszins und die 2 stelligen Zinsgewinne bei vielen Geschäften weider das meiste "absaugt"... und so geht das immer weiter wie beim Monopoly, bis es einmal kracht.. ;-(




grasi1 antwortet um 14-12-2010 10:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
teilchen, du bist mir Symatisch, mir fallen bestimmt auch noch so manche Sachen ein die wir uns zur Gänze ersparen können, in Zukunft sparen müssen!
Wie gemas an, das ma den Aparat übern Haufen werfen?
Die Wirksamste Lösung wäre, einfach möglichst viele Bankkunden von Raiffeisen wegzubringen ok!
Du kannst schon mal Werbung machen!


ALADIN antwortet um 14-12-2010 11:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Ich kann teilchen diesmal nur zustimmen. Besonders trifft das für das Bgld zu.


Hirschfarm antwortet um 14-12-2010 22:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Nochmal in Einfacher Version:

Ertragsanteile aus Steuereinnahmen / Kopf: Kleine Landgemeinde: 600€
Stadt mit 50000 EW :1000€
Das heißt: Der Städter bekommt um 66% mehr Förderung! = Steuerliche Ungleichbehandlung!
Nix wischi Waschi sondern für jeden des Lesens mächtigen homo sapiens sinnergreifend zu erfassen!
mfg


biolix antwortet um 15-12-2010 00:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Halllo HF !

erhlärs mir bitte nochmal echt sinnerfassend.. ;-))

Ich habe oban ja schon aus wiki heraus geschrieben das sie sogar das doppelte bekommen und mehr. sihst ja oben den SChlüssel, das hat aber wenig mit des Steuereinnahmen zu tun, bzw. das Land, Land belibt siehe NÖ mit St. Pölten, und da braucht man nicht auf Wien "schimpfen" weil wien ist land und stadt genauso...

Also warum macht das der LH Pröll ? Erklärs mri sinnerfassend und ob nicht wie teilchen schreibt die Steuereinahmen aus großen Gemeinden, Städten eben nicth auch weit größer sind je Einwohner., danke !

lg biolix

p.s. aber es ist auch nicth das 3 Fache wie es der woodster behauptet hat... ;-)


teilchen antwortet um 15-12-2010 08:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft

@Hirschfarm

Die Steuerleistung pro Kopf ist in Städten auch ein Mehrfaches von einer kleinen Landgemeinde.
Es wäre eine grobe Steuerungleichbehandlung wenn die Pro-Kopf-Verteilung in der Folge für Landgemeinden und Städte gleich wäre.


Ich will zur Landflucht und zur Konzentration in Städten noch etwas sagen. Das passiert ja nicht erst jetzt, sondern seit tausenden von Jahren, dass sich Menschen zu Siedlungen zusammenfanden, die immer größer wurden. Meist ist es an einem Fluss, an dem sich dann Handel durch die Schiffahrt entwickelte. Oder es war ein spirituelles Zentrum, ganz früher ein keltischer Kultplatz, aus dem dann eine christliche Kirche wurde. Oder ein Kloster - siehe Klosterneuburg, Kremsmünster, Salzburg...

Weißt Du, was der Ursprung von Städten ist? Die Sesshaftwerdung durch Ackerbau und Viehzucht.
Solange es nur Nomaden gab, die nirgends sesshaft waren, gab es auch keine Dörfer, Märkte oder Städte.
Der Ursprung jeder Stadt war irgendwann einmal ein Bauernhof.



Woodster antwortet um 15-12-2010 20:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
@teilchen,

es ist mühsam volkswirtschaftliche Angelegenheiten immer nur in Teilbereichen zu diskutieren.
Der wesentlichste Teil davon ist eben das Steuersystem - die Umverteilung. Mit diesem System werden Regionen monetär gefördert oder eben benachteiligt.
Dazu gehören auch zwei Arten von Menschen:
a) Die die gescheit genug sind, sichs zu richten, und
b) jene die sich das auf Dauer gefallen lassen und das auch noch als Gottgegeben hinnehmen...

Warum sollen denn die reichen Städte nicht auch der ärmeren "Provinz" unter die Arme greifen?
Warum muß man denen, die wenig haben, mehr wegnehmen, als jenen die es im Überfluss haben?

Ich habe nie behauptet, dass die Landgemeinden gleich viel bekommen sollten, wie die Städte.
Aber sie sollten nicht "Nettozahler" im Steuersystem sein. D.h. dass die wesentlich mehr Steuern abliefern, als sie zurückbekommen. Der Unterschied bei den Ertragsanteilen ist noch eklatanter, als ich geschrieben hab.

Ich hab auf die Schnelle nochmal nachgeschaut, welche Beträge die Gemeinden 2008 aus den Ertragsanteilen erhalten haben.
Den höchsten Anteil hat Wien mit 2.541,- Euro pro Einwohner.
Den geringsten die Gemeinde Raabau mit 580,- Euro.

D.h. Wien erhält aus dem Steuertopf um ca. 4,4 mal mehr pro Einwohner, als die kleine Gemeinde Raabau - wenn die Zahlen des FinanzMinisteriums stimmen. Wird ja immer dreister! Werde nächste Woche mal telefonieren und checken...

HG



Hirschfarm antwortet um 15-12-2010 21:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Entwicklung der Landwirtschaft
Und ich habe immer geglaubt Steuern sind dazu da um nach unten umzuverteilen! Dabei rinnt der Steuerstrom in die falsche Richtung! Das mit der höheren Steuerleistung in Staedten ist vollkommen egal. Gerecht waere wenn jeder Bürger dem Staat gleich viel wert ist! Jetzt weis ich auch warum der Haeupl soviele Migranten braucht! Zur Stadtkassensanierung!
Wien mit 2500€/Kopf ist ja der Hammer! Dafür is oba eh lebenswerteste Stadt der Welt. Derf ma scho stoiz drauf sein!


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