EU unterwandert Demokratie

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eva 07-12-2010 00:35 - E-Mail an User
EU unterwandert Demokratie
Heute zu lesen in der Krone. EU und LW- Minister mischen sich in dinge ein, für die sie nicht zuständig sind wie z.b. die Milchquotenregelung. Durch Fleiß und harte Arbeit haben wir Bauern uns dieses Lieferrecht erworben, und ich kann mich nicht erinnern, das es irgentwann eine Abstimmung gegeben hat,die unser demokratisches Recht wäre. Wir Bauern haben ALLE sehr viel zuverlieren, denn der Wert der Quote bei einem Durchnittspreis von 50 Cent bei einer Nationalen Quote von 2,8 Mill. t wären 1,4 Millarden EURO. Das nächste ist dieTatsache, das es, wie die Schweiz uns zeigt, ohne Quotenregelung nicht funktioniert. Eine Nachvolgeregelung wäre eine Molkereiquote, was bedeuten würde, das die Milch nur mehr in den Gunstlagen erzeugt würde, während entlegene Gebiete aussterben. Deshalb müssen wir M- Bauern- nur wir M- Bauern in ganz EU darüber abstimmen, ob wir die Quote erhalten wollen. Esgibt kein andere Berufsgruppe, die sich nur annähernd so viel gefallen läßt. Ich möchte hier jeden Milchbauern und Milchbäuerin dazu aufrufen, für unser Recht zu kämpfen,denn wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren. Wenn unsere Interessenvertreter auf unserer Seite stehen, dann werden sie mit uns kämpfen!!! mfg eva


mosti antwortet um 07-12-2010 11:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU unterwandert Demokratie
richtig, bauern müssen ihr recht einfordern und sich nicht von pseudovertretung zum kuschen animieren lassen. nur wir milchbauern haben die milch und das recht dafür einen fairen lohn zu erhalten!!! keine andere berufsgruppe läst sich für derzeitigen lohn und großzügige arbeitszeit so durch den dreck ziehen. interessenvertretung ist aufgefordert sich FÜR oder GEGEN bauern zu bekennen!!!


tch antwortet um 07-12-2010 13:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU unterwandert Demokratie
Hallo Eva

Hast Du schon eine Plattform gegründet?
Wer sind die Sprachrohre für Dein Anliegen?

lg
tch



milkmann antwortet um 07-12-2010 21:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU unterwandert Demokratie
Hallo Eva danke fur deine weitsicht. Bin auch für die beibehaltung der Milchquotenregelung! Wenn in dieser EU (Europäischer unsinn) noch ein Funken Demokratie besteht dann müsste man uns die betroffenen Bauern Euweit abstimmen lassen! Ouotenabschaffung bedeudet keine Kontrolle über die Menge.Ist gleich bilige Milch Überschuss Strukturwandel Arbeitsplatzvernichung Geldverschendung ist gleich RAUBTIERKAPITALISMUS alle Macht den stärkeren!


rusticus antwortet um 08-12-2010 00:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU unterwandert Demokratie
wow - hier werden wieder parolen verkündet, die einen nachdenklich machen...

was hat die erhaltung eines marktwirtschaftlich höchst zweifelhaften systems mit DEMOKRATIE zu tun????

in einer freien marktwirtschaft sollte es eigentlich keine planwirtschaftlichen einschränkungen geben. ob milchquotenregelung, zuckermarktordnung oder sonstwas - das gehört doch alles endlich eingestampft.

sorry, aber derartige markteingriffe erinnern mich mehr an ausgediente kommunistische systeme, die mit demokratie sehr wenig zu tun hatten.


helmar antwortet um 08-12-2010 08:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
EU unterwandert Demokratie
Beim Adolf hat es aber auch Ablieferungspflicht gegeben.
Mfg, Helga


milkmann antwortet um 08-12-2010 11:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Rusticus auch Du wirst noch begreifen zu welchen Marktverwerfungen, Konseqenzen diese Total lieberaliesirte Marktwirtschaft führt! zb: Bankenkriesen, Börsencraschs,Staatspleiten, Geldentwertung, Gesellschaftsverarmung, Sozialabbau, Arbeislosigkeit, Demokratieabbau usw.


rusticus antwortet um 08-12-2010 11:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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milkmann,

ich bin jemand, der gerne frei entscheiden möchte.
von einer total liberalisierten marktwirtschaft sind wir ja ohnehin lichtjahre entfernt.
womit ich allerdings probleme habe, ist genau die umgekehrte richtung: alles reglementieren, geschützte werkstätten - nur weil's für irgend jemanden opportun erscheint.
das erinnert mich zu sehr an systeme ex-kommunistischer staaten. wer der meinung ist, das wahr ja eh alles super, für den gibt's ganz vereinzelt noch ein paar dieser paradiese (nix nachdenken, nix anstrengen - die genossen werden's schon richten).

wir müssen uns endlich dem markt stellen. es ist nicht einzusehen, dass es im jahr 2010 noch lieferrechte, kontingent o.ä. gibt!

ps: ich glaube nicht, dass die abschaffung von milchquoten zu einem deiner horrorszenarien führen wird.



mosti antwortet um 08-12-2010 21:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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es geht nicht um freie entscheidung, sondern um das verhindern daß die konzerne bauern gegeneinander ausspielen können und dürfen


biolix antwortet um 08-12-2010 22:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ssicher nicht rusticus..allein Frankreich hat diese Jahr um 12% ihre Milchmenge gesteigert........auf in den "Kampf".. ;-(


eva antwortet um 09-12-2010 21:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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hallo rusticus, ja dann müssen wir die Arbeitszeitregelung bei den Arbeitern,Angestellten und Beamten auch beenden. Ausbeutung und Einkommensverlust vor allem der Arbeiter währe das Resultat. Mir ist lieber mit Quote 100.000 kg um 45 Cent erzeugen als 300.000 kg ohne um 25 Cent.


milkmann antwortet um 09-12-2010 21:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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HALLO RUSTICUS Wozu noch eine Wettbewerbsbehörde die gehört doch auch abgeschafft!!Haha


Lenin antwortet um 10-12-2010 06:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@eva: i komm nicht ganz mit, aber das wird mit meinem fortgeschrittenem Alter zu tun haben. Ich war bisher der Meinung, dass die meiste Milch in Österreich von Genossenschaften produziert/ vermarktet wird - oder? Bergland hat ja schon einen Stichtag festgesetzt für die molkereieigene Quote nach 2014 (deshalb haben die Funktionäre ja noch wie die wilden Quote gekauft). Die überschüssige Milch, die nicht in dem Einzugsgebiet der Produzenten vermarktet wird muss nun verkauft werden, das ist lediglich Europa, denn wir haben uns mit der Quotenregelung ja vom Weltmarkt verabschiedet. Ein so kleines Land wie Neuseeland beherrscht diesen Markt daher nahezu alleine. Die Wachstumsmärkte nun zu erobern kostet Geld - seit 1976 Ö/ 1984 EU haben wir die nicht bedient, also haben wir einen Investitionsrückstand von 30 Jahren, das kostet uns nun Geld. Jeder der nach Quote schreit verbaut die Zukunft, das jährliche Wachstum am Milchmarkt von ca 10 Mio t findet sowiso statt, nur nicht in Europa und der Handel funktioniert nur mit geben und nehmen. Kaufst du mir 10 Autos ab, dann nehme ich dir etwas von deinen Überschüssen ab (Holz, Milch, Fleisch), also Dingen, die auch wir zur genüge haben. Sich dem Markt verschliessen halte ich für falsch, wir brauchen in den Genossenschaften einfach gute Verkäufer, vorallem für den internationalen Handel, deshalb war es deppert, dass die deutschen ihre Verkaufsorganisation per Gerichtsbeschluß aufgelassen haben und Top Agrar hat gejubelt!


berndlerhof antwortet um 10-12-2010 08:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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liebe eva . es wäre an der Zeit , das Buch " Blutmilch " von Romald Schaber zu lesen .
als ich dieses Buch las fuhr es mir durch Mark und Bein ,da könnte man
den Glauben an alles verlieren.


rusticus antwortet um 10-12-2010 23:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ milkmann

ja sicher! damit hätte ich weniger probleme, als mit den meisten entscheidungen von denen!



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