Hat Putin Angst, dass Russland verhungert ?

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ANDERSgesehn 04-12-2010 12:05 - E-Mail an User
Hat Putin Angst, dass Russland verhungert ?

01.12.2010
Russland will Getreideproduktion 2011 wieder anwerfen

Putin: Preise mit Interventionsverkäufen und Importen dämpfen Moskau - Russland hat vor, eigene Interventionsvorräte an Getreide auf den Markt zu bringen und auch Getreide zu importieren, um einen übermäßigen Anstieg der Binnenmarktpreise zu vermeiden.


Das stellte Ministerpräsident Wladimir Putin gestern bei einer Konferenz zur Unterstützung des Agrarsektors klar. Seine Regierung dürfe keine starken Schwankungen der Nahrungsmittelpreise zulassen, erklärte Putin laut dem Moskauer Regierungspressedienst.

Er räumte dabei ein, dass der gewünschte interregionale Getreidehandel noch nicht intensiv genug sei, und rief die Getreideproduzenten in den von der Dürre weniger betroffenen Regionen auf, nicht in der Hoffnung auf noch bessere Preise Getreide zurückzuhalten. Notfalls, so Putin, sollten Interventionsverkäufe beziehungsweise Importe in die Wege geleitet werden. Auf Bitte Moskaus hätten Regierungen einiger Länder bestimmte Mengen von Getreide dafür reserviert.

Agrarressort: Import von drei Millionen Tonnen Futtergetreide geplant

Laut einem Sprecher des Agrarressorts sei an den Import von drei Millionen Tonnen Futtergetreide gedacht, wovon zwei Millionen Tonnen aus der Ukraine und je 500.000 Tonnen aus Kasachstan und der EU kommen könnten. In den russischen Interventionslagern liegen 9,46 Millionen Tonnen Getreide, davon ein Drittel Futtergetreide, an dem nach der heurigen Missernte besondere Knappheit herrscht. Insgesamt belaufen sich die Reserven des Landes nach unterschiedlichen Schätzungen auf 21 bis 26 Millionen Tonnen.

Reserven könnten zum Ende der Saison aufgebraucht sein

Russland droht mit den 60,3 Millionen Tonnen (2009: 97 Millionen Tonnen) Getreide aus der Ernte 2010 bei einem Eigenverbrauch von 77 bis 78 Millionen Tonnen, dass zum Ende der Saison 2010/11 auch alle Reserven aufgebraucht sein werden. Zudem klappt offensichtlich auch die Verteilung innerhalb des Landes nicht. So sollen laut Vizepremier Viktor Zubkov in den südlichen Landesteilen zwar zehn Millionen Tonnen Überschussgetreide auf Lager liegen, aber im Oktober hätten nur etwa 400.000 Tonnen in die nördlicheren Zuschussgebiete transportiert werden können.

Afrikanisches Schweinefieber behindert Getreidetransport

Die Situation werde noch durch den Ausbruch des Afrikanischen Schweinefiebers in Südrussland verschärft. Denn diese Seuche ziehe nach sich, dass nur thermisch behandeltes Getreide aus der Region verbracht werden dürfe.

Exportstopp betrifft zwölf Millionen Tonnen Getreide

Laut Zubkov werde der im August ausgesprochene Exportstopp bis Anfang Dezember eine Menge von zwölf Millionen Tonnen Getreide betreffen, die nun anstatt verschifft zu werden, dem russischen Markt zur Verfügung stehen.

Putin will Getreideproduktion 2011 ausdehnen

Weiters zitiert der Regierungspressedienst Putin, dass Russland plane, seine Getreideproduktion 2011 auf 49,8 Millionen Hektar auszudehnen. Dies wären um 2,7 Millionen Hektar mehr als heuer. Laut dem Ministerpräsidenten seien allerdings im Herbst dieses Jahres wegen der Trockenheit nur 15,456 Millionen Hektar mit Wintersaaten für die kommende Ernte bestellt worden, was einem Minus gegenüber dem Vorjahr von ebenfalls 2,7 Millionen Hektar entspricht.

Putin/Skrynnik: Vier Millionen Hektar Differenz bei Produktionsflächen

Zuvor kündigte Landwirtschaftsministerin Elena Skrynnik für die kommende Ernte 2011 eine Sommergetreidefläche von 30 Millionen Hektar oder plus 1,5 Millionen Hektar im Vergleich zu heuer an, um das Plansoll von 85 Millionen Tonnen Getreideernte 2011 erfüllen zu können. Zwischen den Aussagen der beiden Politiker klafft eine Differenz von mehr als vier Millionen Hektar, wozu Putin nach einer gemeinsamen Regierungssitzung mit der Landwirtschafsministerin meinte, man werde halt die Sommersaatenfläche noch stärker ausweiten, um den Verlust an Wintersaatenfläche zu kompensieren. Vier Millionen Hektar entsprechen bei russischen Ertragsverhältnissen einer Erntemenge von acht bis zehn Millionen Tonnen Getreide.

Ausgleich für Herbstaussaat: Getreideproduzenten skeptisch

Erst dieser Tage zeigte sich die nationale Vereinigung der Getreideproduzenten in Russland skeptisch darüber, dass der sogar noch höher geschätzte dürrebedingte Ausfall der Herbstaussaat im Ausmaß von 3,5 bis vier Millionen Hektar Land durch eine entsprechende Ausdehnung des Frühjahrsanbaus 2011 ausgeglichen werden könne. (aiz)

(quelle: agrarheute.com)

wenn putin spricht, wird geschehen ...

meint
ANDERSgesehn.




traktorensteff antwortet um 04-12-2010 12:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Hat Putin Angst, dass Russland verhungert ?
Um deine Frage zu beantworten: Nein.

Wie im Artikel steht, es geht um den Preisanstieg, der durchaus droht. Und das in einem Land, wo ein Großteil der Bevölkerung wirklich arm ist, + 10 % beim Brot wäre für viele schon fatal. Und bei der politischen Situation könnte das auch zu "inneren Unruhen" führen. Davor hat der Putin "Angst", wobei man dem nicht abnimmt, Angst zu haben. Da hab eher ich Angst, wenn ich den sehe, oder wenn ich ihn Deutsch reden höre... was der wohl im kalten Krieg gemacht hat... das nur nebenbei ;-).

Irgendwo habe ich gelesen, um wie viel die Getreideernte wirklich weniger als im Vorjahr ist. Das ist nicht ganz so viel. Es waren ja nicht alle Gebiete von der Missernte betroffen. Also, genug zu essen haben sie schon, im Gegensatz zu den Kleinbauern, die von der Selbstversorgung leben und in den betroffenen Gebieten leben.


Hirschfarm antwortet um 05-12-2010 09:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Babuschka wird wohl ein wenig abnehmen müssen? Ist aber eh gesünder!



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