Wohnraumsituation - möchte eigenen/getrennten Wohnbereich schaffen

Antworten: 20
Heislbauer 28-11-2010 19:52 - E-Mail an User
Wohnraumsituation
Frage an die Gemeinschaft: Würde mir gern einen eigenen Wohnbereich schaffen. Habe zwei Möglichkeiten. Im Elternhaus im ersten Stock mir ein eigenes Heim einrichten und viel umbauen oder das einige hundert Meter abgelegene Ausnahmhaus meiner Großeltern umbauen. Beides wäre mit viel Umbauarbeiten verbunden und deswegen vom Aufwand gleich. Was wäre die beste Lösung eurer Meinung nach? Beim Haus der Großeltern wär ich weg vom Hof samt Tierhaltung? Und Eltern wollen nicht in das Ausnahmhaus ziehen! Danke für Eure Meinung!!!



traktorensteff antwortet um 28-11-2010 20:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wohnraumsituation
Schwere Frage, ohne Genaueres zu wissen. Verstehst du dich mit den Eltern? Wenn nicht, dann kommt der 1. Stock sowieso nicht in Frage! Wenn ja, bedeutet der kürzere Weg wohl einen enormen Vorteil! Sonst müsstest du jedesmal das Auto nehmen, das wird auch für den Zustand des Motors nicht sehr toll sein und geht auch ins Geld und Zeit.

Ansonsten: Auszugshäuser sind für die weichenden Eltern da! ;-) Mach ihnen das klar... ich nehme an, dann würde das Auszugshaus für die Eltern renoviert werden. Doch auch nicht so schlecht für sie! Und wenn es sich um ein historisches Haus handelt, kannst du dich im Erhalt von Baukultur engagieren und etwas Gutes tun!

Viel Glück bei der Entscheidung!


mfj antwortet um 28-11-2010 20:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wohnraumsituation

Bau Dir ein schönes Häuschen neben das alte der Eltern, und reiß das alte dann "später" ab.

Vom Hof weit entfernt zu wohnen, hat sich nicht als praktisch erwiesen.

Im gleichen Haus wie die Eltern zu wohnen, erfordert einiges an Adaptierungen, und macht nur dann Sinn, wenn mind. folgende Voraussetzungen gegeben sind.

Seperater Eingang, getrennte Betriebskostenabrechnung und vertragliche Übereinkunft.
Besondere bauliche Ausführungen in Lärmschutz müssen möglich und wirksam sein...






Hirschfarm antwortet um 28-11-2010 20:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wohnraumsituation
Zieh ins Großelternhaus! Es gibt dann einen ordentlichen Abstand zu den Eltern, der ein harmonisches Zusammenarbeiten sehr erleichtert, da für den nötigen Abstand (Privatsphäre) gesorgt ist. Ein paar hundert Meter mit dem Fahrrad sind kein Problem. Ich gehe davon aus das deine Eltern auch nicht die einfachsten sind, denn sonst würden sie ins Großelternhaus ziehen. Und je älter sie werden umso komplizierter werden sie.
mfg


bergbauer310 antwortet um 29-11-2010 06:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wohnraumsituation
Mach nicht den Fehler, und bleib im selben Haus. Bau das Auszugshaus aus und fahr mit dem Rad oder Mofa. Ich habs schwerst bereut, dass wir im selben Haus "wohnen"müssen.


joest antwortet um 29-11-2010 08:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wohnraumsituation
Da bin ich ganz deiner Meinung farmboy!!


NikoKlaus antwortet um 29-11-2010 09:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wohnraumsituation
Also ich kann nur dem zustimmen das du in das Wohnhaus ziehst!

Bin in der gleichen Situation. bzw gewesen. Bin mit meiner Freundin vor 3 Jahren in eine 3 km entfernte Wohnung gezogen und seitem ist die Beziehung mit meinen Eltern als auch mit meiner Freundin um einiges besser bzw perfekt.
Jetzt haben wir überlegt eine Wohnung in unserem Bauernhaus zu bauen. Aber schon bei den Planungen hat sich herausgestellt das das nicht funktionieren wird/kann.

Also belassen es wir bei der Situation und fahre jeden Tag einfach in die Arbeit wie das andere auch machen.
lg


fgh antwortet um 29-11-2010 11:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wohnraumsituation
Ich bin der Meinung von MFJ, neu Bauen, umbauen kostet erst viel und ist wieder nichts ordentliches, auf jeden Fall halt nicht im Elternhaus einziehen, auch wenn alles super läuft, irgendwann gibts reibereien, wenn auch nur kleine und wenn du ein Eigenheim hast, hast du diese Probleme nie.


Haa-Pee antwortet um 29-11-2010 12:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wohnraumsituation
generationenkonflikte scheinen von osten bis westen an der tagesordnung zu sein....

allein wenn man die sämtlichen einträge in diesem forum liest kann man sich ein düsteres bild über die innerfamilieren gegebenheiten bilden.

vielleicht würde ein familienintegrationscamp bei mazedonischen,türkischen osmanischen familien lehrreich sein.
allein bei meinen mazedonischen pflasterern leben 3 generationen im gross haus zusammen und wenn ich frage gibt das keine problem sagt der mir das funktioniert seit jahrhunderten relativ problemlos und ist sitte.

hier zulande vertragen sie die meisten schon als 10 jährige nicht mehr mit ihren eltern bzw grosseltern.

gründe dafür sind sicher die weltanschauungsunterschiede der generationen und manche sind auch besonders schwierig im umgang....

persönlich würde ich deinen eltern den auszug ins auszugshaus schmackhaft machen....denn auch alte könige danken bei zeiten ab.....

vorschläge wie haus neubauen abreissen usw das ist alles eine frage des geldes....

wenn du dir problemlos den neubau leisten kannst dann mach das.

wenn du das nicht finanzieren kannst so wie 70 prozent der bevölkerung auch und sage das aus meiner früheren mehrjähriger erfahrung als immobilienkaufmann der immer die finanzmaroden hütten zu verkaufen hatte und sich wiederum finanzmarode käufer suchen musste.....


Schadseitn antwortet um 29-11-2010 20:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wohnraumsituation
puhh!
oiso i muaß scho sogen dass des traurig is, wenn i do so mitles, dass eigentlich soviele getrennt leben!?
schätz keiner mehr den zusammenhalt?
hobts euren eltern eigentlich scho moi "danke" gsogt für des dass ihr den Hof weiterführen derfts?!
do läuft vieles schief!? oiso mir wär des echt zu blöd wenn i in an haus wohn, ah extrige haustür besitzen würde, und daun 2 frauen in 2 küchen kochen!!!
des kauns jo net sein, is denn niemand mehr kompromissfreudig!?



0815 antwortet um 29-11-2010 20:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wohnraumsituation
Ja, Schadseitn hast recht!
Bei mir in der Nähe gibt es Betriebe mit sehr großen Wohnhäusern, da leben Jung und Alt wie Hund und Katz! In anderen (kleinen Häusern) wohnen 3 Generationen beisammen mit nur 1(!) Küche! Wenn man dort hinkommt, merkt man, dass alle glücklich und zufrieden sind. Jeder kann sich auf den Anderen verlassen. Dort wo nur 2 Generationen leben, weiß Keiner was vom Anderen. Ist einem schon peinlich, wenn man nach dem Anderen fragt! Finde ich schon traurig! Natürlich kann man als Außenstehender nicht so viel sagen, man denkt sich halt seinen Teil!



MUKUbauer antwortet um 29-11-2010 20:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wohnraumsituation
naja es hat alles vor und Nachteile - Nachteil wenn die Eltern umziehen das du 2 Häuser wahrscheindlich herrichten mußt

Wenn Kinder da sind tust dir leichter mal Abends eben mit deiner Holden wohin zu gehen - die Schlafen und wenn was ist sind deine Eltern ja in reichweite

alles eben ein für und wieder - wie sovieles im Leben




tristan antwortet um 29-11-2010 21:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wohnraumsituation
@schadseitn
Meine Eltern haben sich auch noch nicht bedankt, dass ich "ihren" Hof weiterführe.
hde Tristan


walterst antwortet um 29-11-2010 21:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wohnraumsituation
@schadseitn
Die Trennung der Wohnbereiche hat mit Zusammenhalt ja oder nein rein überhaupts nichts zu tun und es müssen die 2 Frauen auch nicht in 2 Küchen kochen. Aber sie können es jederzeit. Umgekehrt ist das schwer möglich.


fipe antwortet um 29-11-2010 21:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wohnraumsituation
Hallo Schadseitn,

Danke sagen würd ich gern, aber ich kann es nicht, weil ich den Betrieb nicht weiterführen darf, da meine Eltern jegliche Zukunftspläne blockieren und ich mich gegen den Betrieb entschieden habe! Danke an meine Eltern, dass ich einen Beruf ausübe, der mir auch Spaß macht


prcmmk antwortet um 29-11-2010 22:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wohnraumsituation
Hallo Allesamt!
Mir geht es fast so wie fipe, würde gerne danke sagen aber es geht nicht, denn sogar das würde ich falsch machen. Alles was ich anders machen möchte als es die letzten 40 Jahre war ist falsch,dennoch habe ich mich nach Langer und guter Überlegung zum weitermachen entschloßen. Getrennte Eingänge besser noch Häuser sind ein guter Ausgangspunkt. Eine gemeinsame Küche ist sicher auch schön, aber nur solange wie jeder seinen Schmutz selber wegräumt, oder glaubt jemand eine Frau hat immer Lust auf Küche putzen, wärend die andere immer ihren "Saustall" hinterläßt? Es ist auch schön am Abend wegzugehen und die Kinder schlafen in ihrer gewonnten Umgebung. Nicht mehr schön ist es wenn sie auf einmal falsch Gekleidet sind oder man sie falsch erzieht,....
Darum Meine ich das sogar getrennte Häuser besser sind denn man kann sich ja immer zusammen setzen, aber auseinander gehen wenn man nicht weiß wohin ist ein Problem.



Willo antwortet um 29-11-2010 23:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wohnraumsituation
Hallo Kollegen!!

Nimm das Haus, und sei froh das du diese möglichkeit hast, diesen Teil deines Lebens selbst gestalten zu könnne!!

Alles Gute!

Lasss uns wissen wie du dich entschieden hast!

SG

Hans



jonny27 antwortet um 30-11-2010 10:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wohnraumsituation

Hallo Heiselbauer,

wenn ein Nebenhaus vorhanden ist und du die Möglichkeit hast in dieses einzuziehen, dann mach das. Es erspart dir viel Nerven und Kopfzerbrechen. Viele Jungbauern wären froh wenn sie so eine Lösung nutzen könnten.
Du und deine Partnerin versteht euch dann mit deine Eltern viel besser. Zusammen setzen und auseinander gehen könnt ihr euch dann wenn ihr wollt, aber wenn ihr zusammen lebt ist dies schwer möglich und wie schon vorhin Veltliner schrieb wird es früher oder später zu Konflikten kommen - muß nicht sein aber in den meisten Fällen trifft dies zu.

mfg Jonny


Peter06 antwortet um 30-11-2010 11:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wohnraumsituation
Ich bin in der glücklichen und seltenen Lage, dem "haapee" voll inhaltlich zustimmen zu können.
Wo sind die Synergien im Zusammenleben mehrerer Generationen, das Annehmen und die Weitergabe, das Anerkennen von Bewährtem und von Innovativem, gegenseitiger Respekt, Vertrauen, Nachsicht; es gibt doch so viele bäuerliche Familien, wo diese Konstellation mit oft 4 Generationen unter einem Dach, blendend funktioniert.
Ich weiss schon, die Bedürfnisse des Individuums sind dabei gefährdet, unter die Räder zu kommen, die Selbstverwirklichung um jeden Preis führt aber zu Isolation und Einsamkeit und endet im Pflegeheim....

Meint
Peter


Hausruckviertler antwortet um 30-11-2010 11:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wohnraumsituation
Irgendwie hab ich das Gefühl als wollten deine Eltern nicht übergeben. Sind sie noch zu jung um in den nächsten Jahren überzugeben? Bist du der Hoferbe? Ich geh mal davon aus, dass es so ist, wie ich annehme. In diesem Fall würde ich daneben neu bauen, es sei denn es gibt Schwierigkeiten mit der Umwidmung. Ein Umbau kostet immer mehr als man sich zuerst ausrechnet, weil man da vom hundertsten ins tausendste kommt, oder besser gesagt vom Regen in die Traufe. Da das Haus der Großeltern einige hundert Meter entfernt ist, würde ich mir überlegen es zu verkaufen, wenn schon das Haus nichts mehr wert ist, der Baugrund mit den ganzen Anschlüssen hat doch einen entsprechenden Wert. Ich kenne deine finanzielle Situation nicht, geht mich auch nichts an, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass du das Geld sehr gut gebrauchen könntest.
Egal was du machst, wenn du dich für einen Ausbau im Hause der Eltern entschließt, auf alle Fälle getrennte Eingänge. Wenn das nicht geht, lass die Finger davon. Ich kenne auch deine familieäre Situation nicht, denke aber dass sie nicht so schlecht ist, sonst würdest du dir nicht einen Ausbau im Haus überlegen.
Ich kann auch deine Eltern vertstehen, dass sie nicht in das Auzughaus, welches doch einigermaßen weit entfernt ist, ziehen wollen. Da geht es ihnen genauso wie dir und sie werden das gleiche Argument wie du gebrauchen, dass sie zu weit von den Tieren und dem Hiof entfernt sind, dem sie sich ja doch sehr verbunden fühlen.
Getrennte Wohnung, ja, auf jeden Fall, aber nicht weiter weg als in "Rufweite". Wenn das Verhältnis zwischen dir und deinen Eltern gut ist, dann hat es schon seinen Vorteil, wenn man nicht zu weit entfernt wohnt. Gemütliches Beisammmensitzen und gemeinsames Essen födert den Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe ist auch besser möglich, wenn man nicht zu weit entfernt voneinander ist.
Aber wie von vielen angesprochen, gibt es Familien bei denen sich jung und alt besser verstehen wenn sie räumlich weiter getrennt sind, als es üblich ist. Es ist eine alte Weisheit, dass bei den Kindern die von zu Hause am weitesten entfernt sind, die Bindung zum Elternhaus am größten ist.


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