maximal 22-10-2010 19:04 - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
Heute in der Früh traute ich meine Augen nicht ,eine Kuh die schon das 6 Kalb hatte, erdrückte in der Nacht das Kalb das schon 14 Tage alt war
Hatte noch nie so eíne Fall
Wie geht es da in anderen Betrieben mit Abkalbeboxen?? Gibt es das öfter??


Jochi antwortet um 22-10-2010 20:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
Hallo maximal,
hatte auch beinahe so einen Fall bin aber retzeitig dazugekommen.
Von da an habe ich das Kalb jedes mal über Nacht angehängt.
Ich lasse die Kuh mit dem Kalb ca. 3 Wochen in der Abkalbebox wobei bei mir die Kühe in der Abkalbepox sowiso angehängt sind.
Es schadet nicht wenn eine Kuh bzw.ein Kalb ein paar Wochen im Jahr angehängt ist.

lg Jochi


fleischrind antwortet um 22-10-2010 21:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
ich hab eine bucht wo die kälber immer hineinkönnen! die kuh allerding nur mit ihrem kopf! und die ersten paar nächte sperr ich die kälberbucht auch ab! dann sieht die kuh ihr kalb und durch die großen gitter kann sie es auch immer abschlecken!



naturbauer antwortet um 24-10-2010 11:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
Das gibts öfter! Kommt davon wenn es Laufstall ist.


Shalalachi antwortet um 24-10-2010 11:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
@naturbauer
Hab selten so einen blöden und sinnlosen Kommentar gelesen.

Und wenn die Box 50m² hätte, liegt die Kuh warscheinlich an der Wand.
Das mit dem Kälberschlupf gefällt mir gut.
Ich hab mir beim Laufstallumbau noch ein paar Anbindeplätze belassen, ist zwar nicht von den 4Pfoten abgesegnet, aber auch für mich sicher.
Bin schon mal aus einer Abkalbebox gesprungen weil ich von der Kuh attakiert wurde.


naturbauer antwortet um 24-10-2010 13:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
Wenn du schon Anbindeplätze belassen hast warum ist dann mein Eintrag blöd und sinnlos? Warum bist du denn aus der Box gesprungen? Ganz sicher nicht weil die heile Welt im Laufstall liegt. Bei Leuten wie dir ist mir das miitlerweile völlig wurscht, ob ihr in eurem Laufstall von den eigenen Viecher ja von mir aus umgebracht werdet. Schuld seit ihr selber, da könnt ihr zwar behaupten wir seien blöd und sinnlos, aber es bleibt euer eigenes Problem, weil ihr es euch selber schafft.


179781 antwortet um 24-10-2010 22:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
lieber naturbauer, du hast eine etwas sonderbare Vorstellung von Rinderhaltung. Es liest sich fast so, als ob es für die Tiere besser wäre wenn sie wo angebunden sind.
Wie soll das z. B. gut sein, wenn die Kuh bei der Abkalbung angebunden ist? Wenn du schon einmal einer Kuh im Freien beim Abkalben zugesehen hättest, würdest du wissen, dass sie oft aufsteht und sich wieder anders hinlegt, bis das Kalb da ist. Und dass sie sich nach der Geburt sofort umdreht um das Kalb abzulecken und es im Bedarfsfall gegen "Feinde" zu verteidigen.
Wenn sie angebunden ist, kann sie das alles nicht und das Kalb liegt im Mistgraben im Dreck.
Das sich eine Kuh auf ein Kalb legt oder draufsteigt kommt höchst selten vor. Wir haben seit 20 Jahren 40 Mutterkühe imi Winter im Tieflaufstall und im Sommer auf der Weide und da war bis jetzt noch kein solcher Fall. Es gibt zwar Leute die meinen es seien "blöde Kühe" aber das ist ganz falsch. Die haben einen sehr gut funktionierden Instinkt für das Leben in großen Herden. Und da gehört das Aufpassen auf die Kleinsten unbedingt dazu. Problem gibt es erst, wenn der Mensch in seiner Einfalt meint, den Kühen seine Vorstellungen aufzuwingen zu müssen.

Nenn dich in Zukunft bitte nicht mehr naturbauer, wenn du eigentlich gegen die Natur eingestellt bist.

Gottfried


0815 antwortet um 26-10-2010 10:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
Hallo Gottfried!
Lese deine Einträge immer sehr gerne, weil sie von Fachwissen sind, aber hier bin ich nicht ganz deiner Meinung! Habe im Anbindestall auch öfters, dass Kühe alleine kalben. Wenn man gleich dazu kommt, liegt es schon oft auch im Dreck! Aber der Wasserschlauch ist sowieso gut in der Nähe, ein abspritzen mit kaltem Wasser ist auch nicht schlecht, und dann gleich mit Stroh abreiben, es war aber auch schon oft so, dass bei längerer Abwesenheit, das Kalb schon vorne bei der Kuh steht. Man glaubt ja gar nicht, wie sich angebundene Kühe verrenken können, nur dass sie das Kalb nach vorne bringen! Und so manche Geburt draußen ist deshalb daneben gegangen, weil niemand da war, der vielleicht kurz eingegriffen hätte. Braucht nur der Kopf unten sein, oder eine andere Fehllage im Geburtskanal, und schon ist es passiert. Wenn man nur alles der Natur überlässt, braucht man keinen Tierarzt, auch keinen Arzt, und auch kein Krankenhaus! Ob das die letzte Weisheit ist, weiß ich gerade auch nicht!
Dass eine Kuh ihr Kalb erdrückt, ist schon sehr selten, aber dass eine Kuh ihr Kalb nicht gleich annimmt, ist schon häufiger der Fall! Und gerade bei diesen Fällen ist es schon oft zu Angriffen gegen Stallpersonen gekommen, weil sie das Kalb zur Kuh geben wollten. Nicht einmal musste ein/e Bauer/in schnell über das Boxengitter happen! Gilt gleichermaßen auch für Milchkühe oder Kalbinnen. Und da ist es schon weit vorteilhafter, wenn die kalbenden Tiere auf Anbindeständen stehen, auch ist dort das Kalbziehen einfacher, weil man sich besser abspreizen kann. In einer Abkalbebox ist das nur eine einzige Rutscherei! Und eine Gaudi ist es, wenn sie gleich auf der Mistbahn daliegen, und es dort zum Kalbziehen kommen muss. Kommt auch öfters vor, als man glaubt!



naturbauer antwortet um 26-10-2010 15:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
Lieber Gottfried,
ich beobachte seit nunmehr 42 Jahren Kühe beim Kalben. Wenn die Lage des Kalbes nicht stimmt muss sie korregiert werden. Steißlage, Rückenlage etc etc...
Ich weiß sehr wohl wie eine Kuh auf der freien Wiese kalbt. Du hast auch recht, eine Kuh ist nicht blöd. Das mit dem Mistgraben na ja, das ist eben auch so eine Sache. (Wenn kein Stroh da ist wenn die Kuh kalbt) Egal eigentlich, denn mir ist eine angebundene Kuh lieber wenn ich das Kalb im Bauch richten muss als wenn sie davon laufen kann. Oder wenn der TA einen Kaiserschnitt machen muss. Kann mir nicht vorstellen, dass der TA den bei einer macht die herum laufen kann. Kaiserschnitt gehört für mich dazu, wenn man Kuh und Kalb retten kann. Was heute oftmals wurscht ist. Bin ein altmodischer der der Natur so gut es geht hilft wenn sie in Schwierigkeiten ist. Dazu gehört nunmal auch Kühe anbinden. Übrigens kommt es immer darauf wo man ist. Gunstlage oder Berg. Aufm Berg kann es passieren, dass das Kalb nach der Geburt in einen Graben oder Schlucht rutscht, was in der Ebene nicht passiert. Weil wenn sich eine Kuh von der Herde wegen der Geburt trennt, kann es passieren dass sie sich zuweit an den Abgrund und das Kalb bei den ersten Stehversuchen eben dann in die Schlucht stolpert.
Übrigens wir haben momentan 15cm Schnee. Ich habe meine Viecher (Milchvieh) im Stall, andere MUKUS haben sie draußen. Was daran toll ist versteh ich nicht. Eine voll geschneite Futterreaffel, gefrorenes Wasser. Jeder wie er meint ich so andere so. Man hört im Radio fast jeden Tag Meldungen, dass Kühe auf der Autobahn sind. Warum wohl?


ranger78 antwortet um 26-10-2010 17:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
mir scheint du hast ein problem mit mutterkuhbauern,wirst mit deiner betriebsgrösse im nebenerwerb auch bald einer sein.es gibt kaum einen laufstall in dem die tiere nicht fixiert werden können mit fressgitter,melkstand ,etc.... Zuerst schauen dann urteilen


naturbauer antwortet um 27-10-2010 08:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
Das meinst du kuni1978,
gemeint und gehofft hat man schon viel. Eingetroffen ist es genau so oft nicht.


Totgesagte, (Totgemeinte) leben länger, hab ich am eigenen Leib schon erfahren.



kraftwerk81 antwortet um 27-10-2010 09:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
Die liebste Zeit zum Abkalben ist mir im Sommer wenn die Kühe in der Nacht draussen sind. Da schlaf ich weit besser weil dann meistens in der Früh ein Kalb mitläuft und die Kuh sich das selber gerichtet hat. Im Anbindestall sind mir schon ein paar Kälber im Mistgraben erstickt. Obwohl wir sehr regelmässig beobachten.



naturbauer antwortet um 28-10-2010 15:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
Hallo kuni1978,
du hast mir ein Mail geschickt wo drinnen steht ich soll mir einen Pyschiater suchen, bitte hast auch noch geschrieben. Auch wenn du michtbittest tu ich es nicht.



0815 antwortet um 28-10-2010 20:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
@kraftwerk
Im Anbindestall sind dir im Mistgraben einige Kälber erstickt? Da mußt du aber einen gewaltigen Sauhaufen beinander gehabt haben! Wennst im Anbindestall schon so ein Problem gehabt hast, ist es eh besser, wenn deine Kühe im Freien kalben! Im jetzigen Stall wird es wahrscheinlich gar nicht mehr möglich sein! Und das Narkosegewehr zum einfangen deiner "glücklichen Kälber" wird eh immer parat stehen!


MUKUbauer antwortet um 28-10-2010 21:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
Zur Eigentlichen Frage -

Ja gibt´s würd der Kuh keine Böswilligkeit unterstellen - die Legen sich oft so nah ran und durch irgendwas kann da in der Nacht die Berechnung "schief" gegangen sein und dann liegt die Kuh einfach drauf - Finster ist ja auch...
bei uns Können die Kälber immer weg und Trozdem ist es schon passiert - vielleicht wäre ein Nachtlicht sinnvoller wie alles andere ....

mfg


naturbauer antwortet um 29-10-2010 08:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
Da kann ich mich 0815 nur anschliessen. muss ja ein fürterlicher Sauhaufen sein. Wohl nie was vom Ausmisten gehört. Dann stimmt das was hier ein ehemaliger Melky von sich gibt. Dann ist das wahr bis die Gülle übern Futtertisch läuft. Tssss Oder wohl eher zu faul zum Arbeiten wie mir scheint.


kraftwerk81 antwortet um 29-10-2010 09:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
*gg* es sats schene D...n!

De sand deswegen erstickt weil sie Haut über der Nase hatten und die Kuh natürlich keine Möglichkeit hat die wegzuschlecken weil angehängt. Der Mistgraben ist halt mal der Ort wo die Kälber im Mittellangstand landen wenn sie zur Welt kommen.




walterst antwortet um 29-10-2010 11:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
Dass sich eine Kuh im Anbindestall schwer zum Neugeborenen umdrehen kann und im Komplikationsfall nicht mithelfen kann, die Blase vom Kopf zu schlecken, sollte auch den Experten wie Naturbauer und 0815 einleuchten.
Ich sehe keine Grundlage für Eure Überheblichkeit in dieser Frage.


naturbauer antwortet um 29-10-2010 12:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
Jetzt musste ich richtig grinsen! Wenn da steht, sats Deppen hi hi hi..... Das heitert endlich mal auf. Experte Naturbauer +++gggg**** hi hi hi ...
Es gehört zur Seltenheit, (meines Wissens alle 30 Jahre einmal) dass die Haut nicht reißt und das Kalb deshalb erstickt. Wer schreibt, dass das Kalb im Mistgraben erstickt ist, lässt den Laien glauben das Kalb sei im bzw. am Dreck erstickt.
Es wird der Laufstll immer als die Lösung dargestellt, wo nichts schief geht. Das ist eben nicht wahr. Mensch und Tier haben auch im Laufstall Probleme. Man möchte meinen es seien bisher genug Bäuerinnen im Laufstall totgetrampelt worden zum Teil mit ihren Kindern, dass endlich auch einmal zugegeben wird, dass dies nicht die heile Welt ist die vorgegeben wird. Auch nicht die heile Welt für die Tiere. Voraussetzung für meine Ansicht ist allerdings, dass im Sommer Weidegang ist. Also 6 Monate im Jahr in der freien Prärie. Das die alten Sünden in den ehemals angepriesenen engen und Kurzständen der Wahnsinn pur war ist bekannt. Bloß wir haben nie solche Tierquälerischen Kurzmurksstände gehabt, weil wir schon zu dieser Zeit wußten, dass dies für kein Rindvieh gut ist. Heute ist eben wieder anders im Extremen, so läuft nunmal s Lebn


walterst antwortet um 29-10-2010 13:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
@naturbauer
Ich habe sowohl Laufstall, als auch Anbindehaltung.
Deine Argumente sind für mich nicht nachvollziehbar. Ich kann in einem halbwegs ausgestatteten Laufstall die Tiere jederzeit fixieren.
Wenn Du garantieren kannst, dass es nur alle 30 Jahre vorkommt, dass das Kalb die Blase nicht selbst vom Kopf bringt, sich selbst abschleckt und massiert, dann gratuliere. Ich kann das nicht.
Schade, dass eine sachliche Diskussion so selten möglich ist.


MUKUbauer antwortet um 29-10-2010 19:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
Ich schliesse mich da Walterst an ...

das da ein Hautfetzen am Kopf hängen bleibt ist gar nicht so selten - im Laufstall kommen je nach Haltungsform halt auch andere Kühe dazu und lecken das Kalb ab ...

Und wenn du einen ordentlichen Laufstall gewohnt bist - sprichst nie wieder von einem Anbindestall - das kommt nur von Leuten die noch nie mit sowas gearbeitet haben oder sich nicht wirklich auskennen oder befaßt haben

Und das Argument Mutter mit Kinder - Sorry was haben Kinder im Laufstall unter den Tierbeinen verloren nix....




Fallkerbe antwortet um 29-10-2010 21:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
entweder laufen die Kühe oder der Bauer
einen effektiven anbindestall gibt es mm nach nicht.
das ist was für hobby und kleinstbetriebe


naturbauer antwortet um 30-10-2010 20:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
@walterst,
ich wurde oft vom Tierarzt aus verlangt wenn es bei verschiedenen Nachbarn beim Kalben extrem schwierig herging.
Auch wurde und werde ich von den Nachbarn geholt, wenn eine Kuh, Kalbin usw. beim Rost durchgebrochen sind und in die Güllegrube abzutrifften drohten. Haxen gebrochen, einfach immer wenn es schwierig und auch gefährlich wurde und wird. Die meisten haben für das Jungvieh Laufstall, neuerdings. Warum werde ich dann immer wieder geholt wenn sie im Dreck liegen mit gebrochenen Haxen, zusammen getretenen Kälbern. Mir reicht diese Erfahrung aus. Du musst wissen, dass da wo ich bin es schwierig ist an Stroh zu kommen ist. Diese Ställe sind nurmehr ein einziger Saustall und Dreckhaufen. Eben meine Erfahrung. Es ist deine Auffassung ob es sachlich ist oder nicht was meine Erfahrung anbelangt. Ich weiß relativ gute Laufställe, sind aber nur im Tal drunten zu finden, aufm Berg jedenfalls nicht. Ein Talbauer kann keinem Bergbauern was aufdrücken was dieser nicht erfüllen kann, weil dieser die Lage des Bergbauern völlig verkennt.


walterst antwortet um 30-10-2010 21:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
ab wieviel Meter Seehöhe ist es auszuschliessen, dass Kälber allein aus der Blase nicht herauskommen?
Und was kann der Laufstall dafür, dass zu wenig Einstreu verwendet wird?


naturbauer antwortet um 31-10-2010 18:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
Ich denke ich weiß jetzt warum ihr immer von der Blase redet. Es ist schon längere Zeit nicht mehr Brauch im Stall öfters nachzuschauen. Wenn eine Kuh/Kalbin auf der Zeit ist, muss man halt auch nachts ein paarmal raus und schauen. Wenn man die Viecher alleine lässt, braucht man sich nicht wundern. Heute ist es Brauch, dass alles von alleine geht.

Drum sitze ich momentan öfter vorm PC, weil ich viel nachschauen musste. Heute hat die letzte für die nächsten 6 Wochen gekalbt. Verstehst mich jetzt besser? Den Rest den du mich gefragt hast, lassen wir das lieber.





walterst antwortet um 31-10-2010 20:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
@naturbauer
Ich kenne Deine Bräuche nicht. Es geht ja um ein ganz anderes Thema. Ob eine Kuh in der Anbindehaltung in der Lage ist, das Fortkommen eines allein geborenen Kalbes besser zu unterstützen, als im Laufstall, oder nicht.

Dass Du in den letzten 30 oder 40 Jahren 100% bei jedem Kalb bei der Geburt dabei warst und immer rechtzeitig hättest eingreifen könne, das darfst Du sonst irgendwem erzählen (Großmutter oder so was...)


Peter06 antwortet um 01-11-2010 23:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
Hallo Naturbauer!
Du erinnerst mich an meinen Vater, auch er war "Geburtsexperte" und bei den Nachbarn sehr gefragt! Und er hat das System "Laufstall" rigoros abgelehnt!
Einer meiner wichtigsten Zuchtziele, neben Fitness und Langlebigkeit, ist die Vermeidung von Schwergeburten. War es zu Zeiten meines Vaters noch bei rund 70% der Geburten notwendig einzugreifen, so kann ich heute sagen, dass wir jetzt fast ausschliesslich Geburtsbewertungen "1", dass heisst "ohne Zughilfe", haben. Trotzdem weiss ich um die Wichtigkeit der ständigen Beobachtung. Es wird also heute genausoviel Zeit aufgewendet wie früher, nur wird weniger eingegriffen!
Bei manchen Mutterkuhbetrieben, hier hast Du sicher recht, wird auf die Beobachtung leider zuwenig Wert gelegt!

Meint
Peter


theres antwortet um 02-11-2010 06:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
Wr haben 2o Jahre Laufstall und 2 Abkalbeboxen. Im Sommer bei passendem Wetter kalben die Tiere auf der Weide. Zuvor hatten wir die damals übliche Anbindehaltung mit Halsrahmen und Gitterrosten. Mir hat es immer in der Seele weh getan, wenn man der Kuh gleich nach der Geburt das Kalb wegnahm. Sie hat sich 9 Monate damit herumgeplagt, das Kalb auf die Welt gebracht und dann durfte sie das Kalb nicht mal ablecken, damit sie nicht nach den Kalb schreit.
Seit 2o Jahren machen wir es anders, das Kalb bleibt für 3-4 Tage bei der Mutter, im Normalfall kommt das Kalb in der Abkalbebox zur Welt, aber es kann auch mal übersehen werden, dann liegt es auf den Betonspalten. Die anderen Kühe benehmen sich wie Tanten, die auf das Neugeborene aufpassen. Es gibt Kühe, die schieben das Kalb sobald es stehen kann, in die Liegebox. Auf der Weide sind Geburten nochmal ganz was anderes. Da sieht man erst welche Weisheit Rinder in ihren Genen oder Instinkten abgespeichert haben.
In den 2o Jahren hat eine Kuh wegen fehlendem Mutterinstinkt das Kalb zertreten, wenn die Haut über dem Kopf nicht reisst- dann kann auch im Laufstall ein Kalb ersticken, hatten wir auch schon einmal.
Dafür haben wir fast keine geburtliche Hilfestellung zu leisten, nachsehen gehört aber heute noch genauso dazu.
Die erste Biestmilchtränke bekommen sie aus der Flasche, danach saufen die Kälber bei der Mutter. Es gibt aber auch viele Kälber, die stehen nach einer halben Stunde am Euter und bedienen sich selbst.
Ich bin jedesmal traurig, wenn wir Kuh und Kalb trennen müssen, das Kalb kommt dann in die Box zu den anderen in die Kita, die Kuh wieder unter die Herde.
Was hab ich mir von Experten und Nichtexperten alles anhören müssen-
ich bin für eine Weile zu einem Mutterkuhbetrieb zum Anschauen und Lernen gegangen und hab versucht das Machbare für die Milchkühe herauszuholen.
Wenn Kuh und Kalb in der Box liegen oder das neugeborene Kalb so sicher bei der Mutter steht- dann weiß ich, warum ich mir die ganze Mühe gemacht hab.




kraftwerk81 antwortet um 02-11-2010 08:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
.. hatte heute Nachschicht, eine Kalbin hat gekalbt, Kalb ist mit den Füssen zuerst gekommen, Tierarzt war auch dabei, hat aber auch nix geholfen - Kalb tod - am Fruchtwasser erstickt ..

Ob Laufstall oder nicht, ich glaub nicht dass es einen Unterschied gemacht hätte!


naturbauer antwortet um 02-11-2010 18:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
Hallo Peter06! Das glaub ich dir gerne, dass ich dich an deinen Vater erinnere. Denn mein Zeugs liest sich verständlicherweise auf althergebracht. Bei mir steht immer vor allem beim Zuchtziel das leichte Kalben. Mir ist das wurscht, ob eine Kuh nicht soo schön ist nach heutigem Ermessen, wichtig ist Leichtkalbung durch weites Becken. Besser gesagt, weites Beckenknochen. Der Knochen kann ja nicht nachgeben.......... Nur um ein Beispiel zu nennen...

@Walterst, willst mich beleidigen? Wenn ja! Kannst haben! Deine Bräuche sind ganz offensichtlich wie man lesen kann. Schreiben, Schreiben, Schreiben......... das bei jedem Thema. Was denkt sich wohl so mancher Verbraucher von einem Bauern der nichts tut als Schreiben, Schreiben, Schreiben... Und wenn er nicht weiter weiß, fängt er s´beleidigen an.
Hab dich schon mal besser eingeschätzt. Leidest am IG Syndrom? Geltungssüchtig? Wenn du zu faul bist dast dich um deine Viecher kümmerst, dann komm mir nicht so bled.


walterst antwortet um 02-11-2010 20:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
oh!


bergbauer310 antwortet um 19-09-2016 07:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
War einmal grosser Verfechter vom Laufstall, mittlerweile würde ich alle Rinder wieder anhängen. Immer wieder auch erdrückte Kälber verletzte Tiere usw. Mittlerweile weiss i nimmer weiter, neuer stall aber keine weidemöglichkeit.

i werd daher meine mukus verkaufen, ende aus.
wünsch allen anderen glück.


kraftwerk81 antwortet um 19-09-2016 09:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
Das gehört leider dazu, wir hatten letztes Jahr einen Fall auf der Weide (ca. 4 ha -also Platz genug) wo eine Altkuh das Kalb einer Kalbin niedergetrampelt hat. Hab's direkt beim Reinholen am Morgen beobachtet war aber leider nicht schnell genug.


peter.z(cgu8) antwortet um 19-09-2016 13:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb
Schön das es auch solche gibt die die Wahrheit über einen Laufstall erzählen


mfj antwortet um 19-09-2016 17:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuh erdrückt Kalb

Auch im Laufstall gibt es Entwicklungen.
Die Livecam auf der ZLF zeigt es...

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