Schleppschlauchförderung, Mulchsaatenförderung und andere Sa

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edde 04-09-2010 20:33 - E-Mail an User
Schleppschlauchförderung, Mulchsaatenförderung und andere Sa
wenn man die aktuelle diskussion rund um die landwirtschaftlichen förderungen betrachtet fällt auf, dass hier bloss das primitive gefühl von missgunst und neid, gross gegen klein bedient wird.
fachlich wird von landwirtschaftlicher offizieller seite wenig eingebracht, ausser den status quo zu verteidigen.

dabei wäre es durchaus angebracht zu reagieren, bevor der sprichwörtliche krug das letzte mal zum brunnen geht und bricht.
die macht der öfffentllichen meinung ist nicht zu unterschätzen, insbesondere wenn man eine berufsgruppe von unter drei prozent inzwischen ist !

mir fällt seit jahren diese unselige schleppschlauch-und mulchsaatenförderung auf.
unselig deswegen, weil es in österreich ausserordentlich wenige kleine betriebe gibt, welche diese förderungsart realistischerweise in anspruch nehmen können.
es sind grosse in gunstlagen , die ihre ackerprämien damit schön elegant auffetten können !
oder probier einmal, mit einem schleppschlauch einen schmalen verwachsenen weg zu befahren ?
oder kleine schläge, steile schläge,abseits von gebieten mit lohnunternehmern mit entsprechender technik.

ebenso das problem mit mulchsaat.
insbesondere in österreich gibt es enorm viele steinige böden, bei denen die bearbeitung ohne eggen und queckenbekämpfung unmöglich ist. auch die schlaggrösse ist oft ein hindernis, dass ein lohnunternehmer mit seiner grossen krieselegge von fleckerl zu fleckerl fährt.

dann bleiben als potenzelle förderungsgeniesser die grossen, mit ihren schönen ebenen ackerböden, grossen schlägen wo es sich auszahlt,
wo sich die quecke nicht so wohl fühlt,wo es schöne breite zufahrtswege gibt,

sprich dort, wo die bauern natürlich ohnedies BEGÜNSTIGT sind !


mfg


MF7600 antwortet um 04-09-2010 20:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schleppschlauchförderung, Mulchsaatenförderung und andere Sa
selten so einen blödsinn gehört!!


leitnfexer antwortet um 04-09-2010 21:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schleppschlauchförderung, Mulchsaatenförderung und andere Sa
Hallo

Ja, die Sache mit der Schleppschlauchförderung sehe ich ähnlich. Bei Mulchsaat kenn ich mich nicht aus, da ich keine Ackerfläche hab.

lg
leitn




Gerhardkep antwortet um 04-09-2010 22:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schleppschlauchförderung, Mulchsaatenförderung und andere Sa
Da wir seit rund 9 Jahren eine Gülleverschlauchung haben mit 18 anderen Bauern kann ich nur sagen das gerade die steilen Gelände das beste für diese Technik ist. Nur so kann mann Düngen ohne Bodenverdichtung bzw. überhaupt fahren. In den letzten beiden Jahren ein riesen Vorteil.
Am anfang waren wir alle skeptisch nur heute bringen wir mitlerweile ca. 30 -40 tausend m³/Jahr aus bei den Mitgliedern etwa ein drittel rest bei sehr vielen anderen Bauern.
Mitlerweile gibt es glaube ich rund 4 solcher Anlagen in unserer gegend (Bez. Rohrbach/Mühlviertel ) alles andere als Gunstlage.Großteil Milchviehbetriebe aller Größen mit relativ wenig Ackerflächen.
Zur Förderung für uns optimal aber nicht Hauptgrund diese Technik einzusetzen.
Es gibt wie immer nicht nur Vorteile, aber die kennen alle sowieso die sich damit auseinandersetzen.
mfg KG


leitnfexer antwortet um 05-09-2010 16:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schleppschlauchförderung, Mulchsaatenförderung und andere Sa
Hallo Gerhard!

Was hat Gülleverschlauchung mit der Förderung für bodennahe Ausbringung zu tun? Bei uns im Bergland wird bei den Verschlauchungen idr mit Mähtrac ausgebracht, aber mit "normalem" pallteller, daher auch nicht förderbar.

lg
leitn


JosefP. antwortet um 05-09-2010 16:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schleppschlauchförderung, Mulchsaatenförderung und andere Sa
@edde

Mit solchem Unsinn den du schreibst kannst nicht mal die dümmsten provoziern!
Da merkt man schon beim lesenm daß hier einer schreibt der sich nicht auskennt!

Trotzem noch viel Spaß



Gerhardkep antwortet um 06-09-2010 08:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schleppschlauchförderung, Mulchsaatenförderung und andere Sa
Wir haben natürl. einen leichten 9m Schleppschlauch dran der von traktoren zw. 60-75 PS hauptsächl. gefahren wird. Mähtraks der kleineren kategorie könnten hier an die Grenze stoßen.
Wir zuhausen fahren dort hin wo ich mit den Faß nie hin fahren könnte von über 35% .
mfg.GK


Tyrolens antwortet um 06-09-2010 09:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schleppschlauchförderung, Mulchsaatenförderung und andere Sa
Mulchsaat ist doch gerade auf kleinstrukturierten Flächen interessant. Weniger Arbeitsgänge, weniger Leistungsbedarf. Grubber und Sämaschinen mit Scheibenscharen gibt's schon für relativ wenig Geld. Alleine wegen der Arbeitszeitersparnis lohnt sich das.
Bei uns im Nachbardorf hat sich einer über den Winter einen Schleppschlauchverteiler gebaut. Hat ihn an die 2.000 Euro gekostet.
Wenn Wege zu schmal sind, dass man nicht mal mehr mit 3 m breiten Geräten druchkommt, ist es dringend an der Zeit die Wegrandstreifen zu pflegen. Tut dem Weg auch nicht gut.


edde antwortet um 06-09-2010 19:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schleppschlauchförderung, Mulchsaatenförderung und andere Sa
@leitnfexer

ihr könnt wahrscheinlich wegen der steilheit eurer gründe nicht mit dem schleppschlauch fahren, daher auch nicht förderbar.
genau das meine ich unter anderem mit "begünstigt".

mfg


leitnfexer antwortet um 06-09-2010 20:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schleppschlauchförderung, Mulchsaatenförderung und andere Sa
@edde

bingo!
und außerdem viele Hecken, Obstbäume, kleine Fleckerl, ...


carver antwortet um 06-09-2010 21:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schleppschlauchförderung, Mulchsaatenförderung und andere Sa
Mulchsaat Made in Styria, habs auch schon im Burgenland gesehen:

frühe Herbstfurche, mit Pendelstreuer Grünschnittroggen oder Perko ausgesät, fertig ist VarianteC. Danach im Frühjahr 3 - 4 Wochen vor Aussaat Glyphos-Einsatz, Kreiselegge, und fertig ist die Mulchsaat - im Anlagejahr wurde nicht gepflügt, Pflanzenreste sind sichtbar!
Und wo bitte bleibt die Sinnhaftigkeit?

Oder auch Variante H, da fallen die ganzen Ackerfutterflächen hinein!
Ich glaube es wäre besser für sinnvolle Begrünungen mehr Förderungen zu bekommen und dafür anderen Blödsinn streichen!

lg carver


Mick antwortet um 06-09-2010 21:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schleppschlauchförderung, Mulchsaatenförderung und andere Sa
@ edde

Geh bitte...
Ich suder auch nicht rum, weil ich keine Bergbauernförderung bekomme und daher sooo arm bin.
Ist halt nicht steil genug bei mir, ich armer benachteiligter Bauer.

*kopfschüttel*

Wie schon jemand gesagt hat, wenn man auf euren Wegen nicht mal mit 3m Breite durchkommt, dann würde ich mal da ansetzen.

Schleppschlauchtechnik kommt auch der erholungssuchenden und am Wochenende im Garten sitzenden Bevölkerung zugute, weils einfach nicht mehr stinkt. Und daher ist gerade hier eine Förderung, die ja zum Teil auch von deren Geld kommt, gerechtfertigt.

Und dass Mulchsaat gerade auf steilen Flächen das Meiste bringt weiß eh schon jedes Kind, weil die Erosion damit größtenteils gestoppt werden kann.


edde antwortet um 07-09-2010 20:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schleppschlauchförderung, Mulchsaatenförderung und andere Sa
@carver

was ist eigentlich "Glyphos-Einsatz " ?





carver antwortet um 07-09-2010 21:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schleppschlauchförderung, Mulchsaatenförderung und andere Sa
Hi,
Glyphosat = Totalherbizid = RoundUp, Clinic usw.

lg carver


josefderzweite antwortet um 08-09-2010 09:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schleppschlauchförderung, Mulchsaatenförderung und andere Sa
@carver

Mit kreiselegge sind dann ja auch die Pflanzenreste stark vermischt bzw nicht wirklich sichtbar oder nicht.
Da haben findige Bauern nicht geschlafen dafür wieder mal die Leut die des erfunden haben und 50euro wandern schon wieder in die Tasche


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