Frage an Dr. Gewessler

Antworten: 7
liesbeth 22-08-2010 13:21 - E-Mail an User
Frage an Dr. Gewessler

1. Ist es notwendig, beim Enthornen von Kälbern eine Vollnarkose zu geben, oder genügt auch eine örtliche Betäubung.?

2. Wo liegen die Grenzwerte bei Tankmilchuntersuchungen (zum Beispiel Bang oder BVD ),bei der folglich eine Blutuntersuchung notwendig wird?

Im Voraus herzlichen Dank für die fachliche Antwort.
mfg liesbeth



Gewessler antwortet um 25-08-2010 00:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ad 1: lt Gesetz darfst Du mit Buddex bis zu einer Woche ohne Betäubung enthornen,warum das weniger schmerzhaft sein soll als ab der zweiten Woche ist mir schleierhaft.
Vollnarkose+ örtl. Betäubung funktioniert am Besten.
ad 2: Bang ist eine anzeigepflichtige Tierseuche und bei Vorliegen von Antikörpern wird natürlich sofort der ganze Bestand untersucht, da gibts keinen Grenzwert. Es handelt sich ja um eine Zoonose (auf den Menschen übertragbare Krankheit)
Bei BVD haben wir uns sukkzessive nach unten gearbeitet, war vor 10 Jahren der Wert bei 0,75 so liegt er jetzt bei nahezu 0; nur ist das Bundesländerweit noch unterschiedlich, manche sind weiter, manche eben noch nicht ganz so weit.
LG

Franz



walterst antwortet um 25-08-2010 07:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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aber die Grenze beim BVD-Antikörper-Extinktionswert für eine Tankmilchprobe, über der weitere UNtersuchungen notwendig sind, liegt ja nach wie vor bei 0,24, oder nicht?


helmar antwortet um 25-08-2010 07:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Unsere, inzwischen selten gewordenen "Hornkälber" werden auch weiterhin vor dem Enthornen narkotisiert werden. Mein aufzuchtpartner hat 5 gen. hornlos Fv jetzt auf der Weide, und er sagt dass er noch nie so ruhige und zutrauliche Tiere hatte.
Mfg, Helga


Gewessler antwortet um 25-08-2010 16:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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hallo Walter!
nachdem ja vor 10 Jahren sehr viele Tiere AK gegen BVD ausgeschieden haben, wurde der Wert damals mit > 1,0 festgesetzt,über dem untersucht werden mußte. Da dann die Ausscheider langsam gefunden und geschlachtet wurden, wurden auch langsam die AK positiven Tiere anteilsmäßig weniger.
Je nachdem wie nun die Ausgangslage war und wie auch die Altersstruktur der Tiere ist (bei uns Hochleistung mit ca. 3,7 Jahren Nutzung) wird der Wert nun je nach lokaler Gegebenheit, festgesetzt über dem untersucht werden muß. Anzustreben daher 0,0 . Wenn ihr noch viele alte Kühe in der Steiermark habt, dann seits froh, der OD Wert ist dann natürlich höher, bei unseren Betrieben liegt er bedeutend niedriger, trotzdem müssen wir nur noch bei einigen wenigen das obligate Jungtierfenster machen. Wie die Grenzwerte nun in den Bundesländern festgesetzt werden entzieht sich meiner Kenntnis, ist auch nicht wichtig. Wichtig ist, daß wir es nun fast geschafft haben seuchenfrei zu werden - nun aber kleschts bei uns mit den Mykoplasmen und das ist sicher hundiger!
LG

Franz


Gewessler antwortet um 25-08-2010 16:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Helga: kann ich bestätigen, die gefährlichen Tiere sind Limousin!
FV hornlos haben die MUKU Betriebe aufgehört zu besamen, derzeit hpts. Weiß Blaue Belgier. Aber wir sind auch im Gebiet mit der größten Maisanbaufläche Europas ansässig.


bergbauer310 antwortet um 25-08-2010 22:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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1. Wieso sind Limousin gefährliche Tiere? hab selber an die 10 stück, sowas vo friedfertig und zutraulich.

2. Wieso wird die Hornloszucht so links liegen gelassen.?

3. Wieso WB besammen, sind die nicht sowas vo schwergeburtig?


Gewessler antwortet um 25-08-2010 23:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ad 1: kann ich dir nicht sicher sagen, aber die haben offensichtlich so einen Mutterinstinkt in den Herden, daß wir echt Probleme damit haben. (wir betreuen einige Herden mit über 80 Kühen). Zwar auch nur mit einigen, aber das sind immer LIM.
ad 2: weiß ich auch nicht.
ad 3: keine Probleme bei der Geburt, es werden jedoch nur Kühe und da auch nur FV damit gekreuzt. Reinrassige gibts bei uns keine.


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