Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs

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  17-08-2010 15:43  biolix
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
Hallo !

na ja wenn das für Europa keine Lehre ist...na hoffen wirs mal...

lg biolix

p.s. sogar in den USA gibts "Fehler" in Zulassungsverfahren, ach so, komisch... ;-(

Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus

Resistenzgene von gentechnisch verändertem (GV-) Raps haben sich in den USA offenbar in erheblichem Ausmaß in Wildpflanzen ausgekreuzt. Das zeigt eine Untersuchung von Wissenschaftern der Universität von Arkansas. Es wurden herbizidresistente Wildpflanzen gefunden.


Die Biologin Cynthia Sagers und Nachwuchsforscherin Meredith Schafer testeten wilde Rapspflanzen entlang von Autobahnen in North Dakota. Dazu nahmen sie auf einer Strecke von fast 5.000 km Proben. Durchschnittlich 83% der getesteten wilden Rapspflanzen waren entweder gegen die herbiziden Wirkstoffe Glyphosat oder Glufosinat oder beide Substanzen zugleich resistent. Weil gentechnisch veränderter Raps, der gegen beide Wirkstoffe resistent ist, nicht kommerziell gehandelt wird, schließen die Wissenschafter auf ein Auskreuzen der Resistenzgene in der Natur. Dabei wirkt die entlang der amerikanischen Autobahnen übliche Unkrautbekämpfung mit Herbiziden wie ein Selektionsprogramm. In den USA wachsen etwa zehn verschiedene wilde Artverwandte des gängigen Rapses, die sich mit den Kulturlinien kreuzen lassen. Der größte Teil der Rapsanbaufläche in den USA und Kanada wird jährlich mit transgenen Sorten bestellt. In der Europäischen Union ist GV-Raps bisher nicht zum Anbau zugelassen.


17.08.2010
Studien zu Umweltauswirkungen gefordert

US-Gericht stoppt Anbau von GV-ZuckerrübenSan Francisco - Ein US-Gericht hat den Anbau von gentechnisch veränderten (GV-)Zuckerrüben des Konzerns Monsanto vorerst verboten.


(Foto: agrar-portal)
Bundesrichter Jeffrey White nahm die Zulassung des Landwirtschaftsministeriums für die modifizierten Pflanzen der Sorte Round Ready zurück, bis umfassendere Studien zu ihren Auswirkungen auf die Umwelt vorliegen. Das Verbot betrifft alle Neuaussaaten.

Rüben auf 40.000 Hektar angebaut

Die bereits auf einer Fläche von 400.000 Hektar in zehn US-Staaten angebauten Monsanto-Rüben dürfen nach der Ernte verwendet werden. Die von Richter White geforderte ausführliche Prüfung kann zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen.

Zentrum für Lebensmittelsicherheit: Entscheidung 'ein großer Sieg'

Andrew Kimbrell vom dortigen Zentrum für Lebensmittelsicherheit nannte die Entscheidung vom vergangenen Freitag laut dem Nachrichtendienst apn einen großen Sieg. Das Landwirtschaftsministerium "wird lernen, dass sein Auftrag der Schutz von Bauern, Verbrauchern und Umwelt ist und nicht der Reingewinn von Kapitalgesellschaften wie Monsanto", erklärte Kimbrell. Das Zentrum für Lebensmittelsicherheit und weitere Organisationen kämpfen seit 2008 gegen die Zulassung von GV-Zuckerrüben.

Richterspruch: Keine Auswirkungen auf diesjährige Ernte

Wie die KWS Saat AG mitteilt, hat der Richterspruch jedoch keine Auswirkungen auf die Ernte und Verarbeitung von vor dem Urteil angebauten Roundup Ready Zuckerrüben. Diese Zuckerrüben können ohne Einschränkung geerntet und verarbeitet werden, auch die Vermarktung des aus ihnen gewonnenen Zuckers sei ohne Einschränkung erlaubt.

KWS: GV-Zuckerrübenanbau soll weitergehen

Jegliche Saatgutproduktion von Roundup Ready Zuckerrüben, die vor dem Richterspruch erfolgte, dürfe ebenfalls ungehindert fortgesetzt und das Saatgut geerntet und verarbeitet werden. Die KWS Saat AG geht davon aus, dass die Behörde APHIS (Animal and Plant Health Inspection Service) vorübergehende Maßnahmen umsetzen wird, die es sicherstellen, den künftigen Anbau von Roundup Ready Zuckerrüben unter dem geltenden Recht fortzuführen.

Befürchtung: Genmaterial könnte sich mit herkömmlichen Pflanzen mischen

In den USA sind so gut wie alle angebauten Zuckerrüben - etwa 95 Prozent - gentechnisch verändert. Auf sie geht etwa die Hälfte der gesamten Zuckerproduktion in den Vereinigten Staaten zurück. Bauern, Umwelt- und Verbraucherschützer fürchten, dass sich ihr verändertes Genmaterial mit dem konventioneller Pflanzen vermischt. (aiz/pd)

http://www.agrarheute.com/zuckerrueben_usa_anbauverbot





  17-08-2010 17:29  mfj
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs


Ach herrje Biolix, laufen bei Euch eigentlich die News-Ticker so langsam – oder habt Ihr das ganze solange sorgfältig überprüft ?

Eher nicht – wenn ich Dein Sammusurium von Hiobsbotschaften lese, die nur ein Interesse haben – nämlich ein Lieblingsthema zu bewirtschaften.
Sowas nennt man auch Selbsterhaltung und hat mit einer Problemlösung nichts zu tun.


Die Rapsgeschichte Biolix ist ein Reinfall. Wenn Du Ernteverfahren in den USA kennen würdest, dann wüsstest Du auch, wie grenzenlos hier Produkt-Margen transportiert werden.

Wenn wundert’s dann noch, wenn irgendwelche Rapssamen vom LKW fallen – und in Tausendkilometer Entfernung am Straßenrand sich wieder ansiedeln. Wer jetzt nicht überstudiert hat oder mit einer „selbsterhaltenden Umweltgruppe“ liiert ist, weiß das das schneller geht wie der Wind weht. Also keine Aussämung durch Koexistens, sondern schlichtweg Transportverluste.

Und die Mädels machen natürlich heißen Wind. Die Beschriebung von Dir könnte nicht treffender sein. Die Biologin Cynthia Sagers und Nachwuchsforscherin ;-)) Meredith Schafer haben halt so alles untersucht was am Straßenrand liegen und fleuchen gelernt hat, und ach welche Erkenntnis – sie haben das Auskreuzen der Resistenzgene in der Natur entdeckt.

Zum Glück ist man Nachwuchsforscherin und kann sich auch einige Fehler leisten.
Auf jedenfall hat das Ergebnis wenig Aufsehen in der wissenschaftlichen Etage gebracht – zu unordodox und vorschnell sind die Rückschlüsse. Einem Peer Review stellen Sie sich aber nicht.


>US-Gericht stoppt Anbau von GV-ZuckerrübenSan Francisco - Ein US-Gericht hat den Anbau von gentechnisch veränderten (GV-)Zuckerrüben des Konzerns Monsanto vorerst verboten.<



Falsch bis zum geht nicht mehr, lieber Biolix. Das Gericht hat eine neue Sorte ZR aufgrund von Zulassungsfehlern verweigert.
Die bestehenden Sorten werden weiter angebaut. Auch hier werden Fakten einfach verdreht, um Verunsicherung zu schüren. Funktioniert perfekt und ist medienträchtig, vorallem im verängstigten Ausland.
Monsanto wird das locker überleben und wieder aufrollen.
Ist doch auch vollkommen wurscht , wie viele Milliarden der Konzern verliert.

Wir Landwirte werden die Verlierer sein.
Die Erforschung der Gentechnik bleibt bei wenigen gewinnorientierten Unternehmen, bzw. wird auf Kontrollen bei uns reduziert. Das ist zuwenig für die Zukunft.
Mit - zurück zum Mittelalter - werden wir nicht weiterkommen, dafür können wir weiter Wetterprozessionen abhalten – damit uns Dürre, Regen und Schädlinge nicht alles rauben.

Aber wer glaubt schon an Wetterkapriolen bei so einer tollen reinen Bioquote.....






  17-08-2010 21:02  leitnfexer
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
Hallo?

Auszug aus dem Text von "Biolix":

"Durchschnittlich 83% der getesteten wilden Rapspflanzen waren entweder gegen die herbiziden Wirkstoffe Glyphosat oder Glufosinat oder beide Substanzen zugleich resistent. Weil gentechnisch veränderter Raps, der gegen beide Wirkstoffe resistent ist, nicht kommerziell gehandelt wird, schließen die Wissenschafter auf ein Auskreuzen der Resistenzgene in der Natur."

Ende es Auszuges

Wer lesen kann ist klar im Vorteil!
Die Wissenschaftler sind sich sicher, das es zumindest teilweise keine Samen sein konnten, da diese nicht in die freie Wildbahn gelangen können. Halt wohl jemand aus einem Labor geklaut und entlang der Autobahn verstreut? :(

  17-08-2010 21:10  Peter06
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
Besonders neugierig bin ich auf die neuen Mittelchen der chemischen Industrie gegen jene frechen Unkräuter, die es gewagt haben, Resistenzen gegen Monsanto-Roundup auszubilden. BASF und Bayer scharrren ja angeblich schon in den Startlöchern, um dem neuen Superunkraut, das auch bei Trockenheit bis zu 3 (in Worten drei!) Meter hoch wird, den Garaus zu machen!


  17-08-2010 21:36  Tyrolens
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
Es gibt ja wohl zahlreiche Wirkstoffe, die round-up ready Raps den Garaus machen können.

  18-08-2010 07:16  biolix
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
Guten MOrgen !

also leitn, ich meine wer lesen und denken kann ist noch klarer im Vorteil.. ;-))

WEnns resistent gegen beide Wirkstoffe sind, wird sicher nicht von den beiden Sorten kommen die im Umkreis angebebaut wurden.. sondern ganz sicher aus dem Labor, und vielleiht von "bösen Umweltschützern".. ;-))

ja mfj, der newsticker läuft gar nicht, aber vieles was befürchtet wird tritt ein, inkl. das immer daselbe von den GVO Verfechtern kommt "Nachwuchswissenschaftler, Mittelalter, Hungersnöte"...

Fakt ist das ein Gericht das zu lasche Zulassungsverfahren aufgehoben hat, das vor "Superunkräuter" schon vor Jahren gewarnt wurde, das mit immer mehr Monokuturen die Böden immer schlechter werden, das mit immer mehr Monokulturen
auch die Schädlinge immer mehr werde etc. etc.

Also mit GVOs sind wir am besten WEge noch schneller ins Mittelalter zu kommen..

Mit biol. LW eher ins Hightech Zeitalter des 21. Jahrhunterts, eben nicht ein weiteres chem. Spritzmittel zu finden wo wir die Umweltauswirkungen erst in Jahrzehnten erkennen, sondern mit wenig bis gar nichts wieder auszukommen, aber sonst einen tollen Lebensstandard zu haben in einer gesunden Umwelt... ;.-))))

lg biolix und seit bitte etwas braver damit das wetter mal 4 Tage durchhält, wir wollen fertig dreschen.. ;-))




  18-08-2010 11:29  biolix
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
Apropos SChädlinge und Mittelalter, ab wann gab es die 3 Felder Wirtschaft... ;-))

18.08.2010

Ab sofort greifen Maßnahmen nach EU-Vorgaben

Rheinland: Erstmals Maiswurzelbohrer aufgetauchtKöln - Auf einem Feld in Köln ist erstmals in Nordrhein-Westfalen ein Befall mit dem Westlichen Maiswurzelbohrer festgestellt worden. So greifen jetzt Vorgaben der Europäischen Union für Maßnahmen, die zum Ziel haben, den Schädling hier auszurotten.


Westlicher Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera) (Foto: Werkbild)
Sie werden im Befallsgebiet durch den Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen organisiert, durchgeführt und durch ein intensives Monitoring begleitet.

Befallszone: Schädlingsbekämpfung auf 314 Hektar

Um den Befallsort wird im Umkreis von einem Kilometer eine Zone ausgewiesen, die eine Fläche von 314 Hektar umfasst. Innerhalb dieser Befallszone wird zum jetzigen Zeitpunkt auf etwa 80 Hektar Mais angebaut. Dort werden in den nächsten Tagen Pflanzenschutzmittel zur direkten Bekämpfung der ausgewachsenen Schädlinge ausgebracht.

Das Mittel ist für Bienen ungefährlich, trotzdem werden vorsorglich alle Imker im betroffenen Gebiet rechtzeitig vor der Bekämpfung durch den Pflanzenschutzdienst informiert.

Fruchtwechsel: Maisanbau für zwei Jahre verboten

Darüber hinaus werden Vorgaben für einen Fruchtwechsel verfügt. Das heißt, in der Befallszone darf in den nächsten zwei Jahren kein Mais angebaut werden.

Sicherheitszone: Maßnahmen gelten bis zur Befallsfreiheit

Um die Befallszone wird im Umkreis von fünf Kilometern eine Sicherheitszone (10.990 Hektar) eingerichtet, in der ebenfalls ein Fruchtwechsel verbindlich vorgeschrieben wird. Dort darf auf dem gleichen Feld nur in jedem zweiten Jahr Mais stehen. Diese Maßnahmen gelten bis zur amtlichen Feststellung der Befallsfreiheit.

Maiswurzelbohrer: Weltweiter Befall auf 20 Millionen Hektar

Der Maiswurzelbohrer gilt als einer der bedeutendsten Schädlinge: Weltweit werden etwa 20 Millionen Hektar, davon allein 13,5 Millionen Hektar in den USA, befallen. In Deutschland ist der Westliche Maiswurzelbohrer erstmals im Jahr 2007 in Bayern und Baden Württemberg gefunden worden. Auch in 2008, 2009 und 2010 wurde dort erneut Befall festgestellt. (aiz


  18-08-2010 11:46  biolix
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
Und weils soo schön dazu passt, das die BäuerInnen sehen wer wirklich ohne Märchen ( weil Bio ist ja nur ein Märchen ;-)) ) an ihnen soo gut verdient.. ;-)

18.08.2010

Agrium bietet um Weizen-Exporteur AWB mit

Düngemittelriese überbietet Konkurrenzangebot deutlich

Bern
- Um den größten australischen Weizen-Exporteur ist ein Übernahmekampf entbrannt. Der kanadische Düngemittelkonzern Agrium bietet laut Nachrichtendienst Reuters rund 1,1 Milliarden US-Dollar (859 Millionen Euro) für den australischen Konzern.

Agrium will den AWB-Aktionären 1,50 Australische Dollar (1,05 Euro) pro Anteilsschein in bar zahlen. Das sind rund 37 Prozent mehr als der Schlusskurs vom vergangenen Freitag.

AWB-Aktien steigen um 30 Prozent

Das Offert liegt deutlich über dem Angebot des Konkurrenten GrainCorp, der rund 821 Millionen US-Dollar auf den Tisch legen will. Das Agrium-Gebot verteuerte die AWB-Aktien zu Wochenbeginn um fast 30 Prozent und unterstrich den harten Wettbewerb um die australische Weizenindustrie. Diese rechnet heuer mit einer großen Ernte, während Versorger in Europa und Russland mit einer Dürre und entsprechend geringen Erträgen zu kämpfen haben. (aiz)


  18-08-2010 14:14  Biohias
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
Ja ja die GVO....
bei uns hat ein bekannter einige hektar mais mit verunreinigungen wieder einackern müssen.
die ganze problematik mit neuen unkräutern und deren bekämpfung in gvo's ist doch längst
bewiesen und bestätigt.
wenn jemand von euch mal den kanadischen agrarbericht angeschaut hat, weiß man das:
1. Der Pestizideinsatz bei Gvo's wesentlich höher ist(so ungefähr 20%!!),
was durch den geringen mehrertrag nicht ökonomisch ist.
2. Es auch bewiesen ist das es kreuzungen mit wildpflanzen gibt, nicht durch irgendwelche
sammen die vom lkw gefallen sind :-))
3. die Gvo anbaufläche sich in diesem jahr wieder verringern wird, bestimmt nicht ohne Grund
das beweist es gibt staaten die schon dazu gelernt haben!!!
mfg

  18-08-2010 15:10  mfj
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs


Weißt Biohias, es ist nicht schwer wenn Interessensgruppen die Aufmerksamkeit auf bestimmte Themen lenken, an denen sie gut Geld verdienen können.

Das ist aber nicht mal die eigentlich Frage, wo die Problemfelder und Zukunftsfragen bei GVO´s liegen.
Du schreibst in Deinem Profil – das Du gerne traditionelle Bauern mit Fakten ärgerst.
Nun, Dein erster Punkt in Deinem Beitrag ist so einer.

Zitat: 1. Der Pestizideinsatz bei Gvo's wesentlich höher ist(so ungefähr 20%!!),
was durch den geringen mehrertrag nicht ökonomisch ist.

Wenn man so eine Behauptung aufstellt oder schreibt, sollte man das natürlich auch beweisen können, dazu brauche ich nicht nur den kontrollierten Feldversuch (...hast Du denn?) sondern auch eine ausgewertete Datenlage.

Beides kannst Du als fundierte Dokumention gerne hier als Beitrag reinstellen bzw. verlinken – und wir werden die Sache dann miteinander durchdiskutieren, und dann feststellen, ob Deine Aussage auch zutrifft... oder Riesen-Blödsinn ist.

Wir sollten nur nicht dort landen, wo einer irgendwas reinschreibt, oder ungeprüft nachplappert oder gar noch schlimmer – falsch behauptet und im Entenchor der Verschwörungstheorien mitsingt.
Punkt 2 und 3 lasse ich außen vor... bis wir Fakten von Punkt 1 haben, die Du ja so liebst.

Und Seriöserweise sollten wir uns auch nicht folgendes vorspielen: Unter dem Deckmäntelchen hoher moralischer Ziele bestimmte Propaganda - Aktivitäten auf bestimmte Bereiche zu konzentrieren. Das machen mit spitzer Feder und Spendengelder genug Aktivistenvereine wie Greenpeace und Global 2000.
Nur weil wir leben im Überfluss leben, glauben deshalb einige, wir könnten bei 100 % Ökoanbau uns und andere beglücken, und der Rest soll halt mit weniger auskommen.

Ich halte das für eine fragwürdige moralische und katastrophale verengte ideologische Sichtweise.

Dazu später mehr, erstmal warte ich jetzt auf die PM /GVO-Fakten...?







  18-08-2010 20:03  traktorensteff
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
@ mfj
Na wenigstens sagt du auch, dass Samen durch Transport verteilt werden können, so dass GVO-Pflanzen auf Feldern wachsen, wo man sie aber nicht haben will. Und das ist ein großes Problem, wie dir schon viele weiter denkenden Landwirte erklärt haben! Das ist FAKT, an dem man nicht rütteln kann!

Jö, mfj, die armen Landwirte werden die Verlierer sein, wenn sie nicht GVO verwenden... je öfter man das von sich gibt, wirds noch lange keine Realität! Schick doch nicht gleich die Ö Saatgutkonzerne in den bankrott, gibt schließlich ja auch etwas neben der GVO, und zwar "normale" Züchtung, mit der ebenfalls alles möglich ist, naja, in der Nacht wird der Mais nicht leuchten, obwohl, das wäre doch im dunklen Herbst in unseren Breitengraden eine Erleichterung? Kannst du das deinem Chef nicht mal vorschlagen? ;-) Oder sag uns doch endlich, bei welchem Konzern du arbeitest! ;-)

Bayern will Gentechnik per Gesetz praktisch verbieten
http://tiny.cc/9nqgg

USA: Wildwuchs von genmanipuliertem Raps
Kategorie: Gentechnik - Erstellt am 06.08.2010.
http://science.orf.at/stories/1656156

Forscher haben festgestellt, dass sich genmanipulierte Pflanzen offensichtlich schon seit längerem in der freien Natur Amerikas verbreiten. Demnach weisen bereits 80 Prozent der untersuchten Pflanzen manipulierte Genstrukturen auf.

Zum ersten Mal seien genmanipulierte Pflanzen in den USA in der freien Natur entdeckt worden. Ein Team der University of Arkansas in Fayetteville hatte wild wachsenden Raps auf mögliche Spuren von Genmanipulation untersucht. "Das Ausmaß der Verbreitung ist beispiellos", sagt Cynthia Sager, Ökologin und Chefin des Teams zum Wissenschaftsmagazin "Nature".

Die Wissenschaftler haben entlang von Straßen in North Dakota wild wachsenden Raps gesammelt. Die Untersuchung ergab, dass mehr als 80 Prozent der Pflanzen so genannte Transgene enthielten. Diese Transgene machen den Raps resistent gegen Unkrautbekämpfungsmittel. Von den circa 80 Prozent positiv getesteten Gewächsen waren etwas mehr als die Hälfte gegen das Unkrautmittel "Roundup" resistent, die andere Hälfte gegen "Liberty". Die Forscher fanden sogar zwei Pflanzen, die gegen beide Mittel immun waren.

Auswirkungen unklar
Die Entdeckung von Raps, der gegen mehrere Wirkstoffe resistent ist, bezeuge die Tatsache, dass sich genmanipulierte Pflanzen schon länger frei durch die Natur bewegen. Weitere Studien seien nötig, um die möglichen Auswirkungen abzuklären. Die multiresistenten Gewächse könnten allerdings zum Unkrautproblem für die Landwirte werden.

Laut "Nature" wird in den USA seit 1990 mit genmanipulierter Saat gearbeitet. Seither hat sich der Staat zum weltweit größten Produzent von genmanipulierten Gewächsen entwickelt. 46 Prozent der weltweiten Anbaufläche befinden sich dort.

Andere Sichtweise in Europa
In der EU wird der Anbau von genmanipuliertem Gewächsen strenger reguliert. Bisher galt eine Erlaubnis des genmanipulierten Anbaus nur für bestimmte Sorten von Erdäpfeln, Zuckerrüben, Sojabohnen, Raps, Baumwolle und Maisprodukte. Alle Produkte müssen entsprechend gekennzeichnet werden. Aber auch wegen der insgesamt geringen Anbaufläche von genmanipuliertem Obst und Gemüse ist die Gefahr von wilden genmanipulierten Pflanzen weit geringer als in den USA.

Das fragliche EU-Gesetz könnte jedoch bald geändert werden. Alle Mitgliedsstaaten sollen in Zukunft selbst entscheiden dürfen, ob sie den Anbau von genmanipulierten Obst und Gemüse zulassen wollen. Österreich hat bei dieser Entscheidung eine Vorreiterrolle übernommen.

  18-08-2010 21:16  mfj
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs


Also Traktorensteff – gerne diskutiere ich mit Dir...solange Argumente kommen !

Natürlich kann man über GVO viel spekulieren, wenn der Tag lang ist.
Aber das bringt uns nicht weiter, sondern vielmehr zurück zu den Zeiten, in denen man dachte, Blitz und Donner würden durch Götter verursacht und man könne diese durch Opfergaben beruhigen.
Nichts anderes macht derzeit die Politik. Längst hat sich bis in jedes kleine Dorf das unheimliche Donnergrollen der bösen Gentechnik vorbewegt. So dumm sind nun die Politiker auch nicht, dass sie Ihre Karriere für irgendeine Forschung opfern.
Besser noch, man erhebt seine Stimme „im Heldenchor“ und lässt sich danach feiern.

Wenn man mit der Biologie vertraut ist, erkennt man schnell das Natur nie perfekt funktioniert.
Es gibt keine Wirkungsgrade von 100%, gerade in biologischen Systemen sind die Wirkungsgrade recht niedrig.

In einer Zelle müssen bestimmte Bedingungen herrschen, damit sie funktionieren kann. Und für die Vielfalt der chemischen Reaktionen, die in einer Zelle ablaufen, sind damit die besten Bedingungen einfach nicht gegeben.
Dafür gibt es dann Enzyme und teilweise sehr komplexe Stoffwechselvorgänge und -kreisläufe, damit diese chemischen Reaktionen ablaufen können.
Auch Zellmembranen sind keine perfekten undurchlässigen Barrieren.
Es steckt kein Sinn und Zweck dahinter, kein "warum", sondern es liegt einfach in den Strukturen und Rahmenbedingungen von Naturgesetzen das außerliche Einflüsse immer mit einfließen. Darum haben herbizide Wirkstoffe wie Glyphosate oder Glufosinate immer Einfluss.
Aber auch Biologische Wirkungsmittel gehen nicht spurlos spazieren auf den Pflanzen. Kupfer und Schwefelextraktionen landen nicht nur in der Zelle, sondern werden weiter zur Wurzel und anschließend zum Ton-Ion gebunden.

Die Gentechnik braucht eine experimentell und empirisch nachweisbare Forschung, und keine Verbote und Verdrängungen – weil es die Technologie der Zukunft ist.

Das können wir nur erreichen wenn wir hiesige wissenschaftliche Standards und Methoden akzeptieren und zulassen, mit denen man solche Folgen erwiesenermaßen sicher nachweisen kann. Und dazu braucht es auch kontrollierte Feldversuche.

Und das ist halt umfangreicher als irgendwelche Randalier-Parolen durch die Lande zu posaunen, ein paar dumme Plakate aufzuhängen und auf Dorfversammlungen propangistische haarsträubende Videoclips zu gucken....


...der Witz mit dem Scheck von Monsanto ist schon abgegriffen. Es gibt halt auch noch Bauern, die sind so frei - sich Ihre eigene Meinung zu bilden...und nicht nur was nachplappern.




  18-08-2010 23:22  biolix
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
genau die sind soooo frei das sie keinen Handelsdünger und kein PSM kaufen, ich gehöre dazu !!!! ;-))))))

lg biolix

  19-08-2010 07:33  mfj
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs


Tja Biolix,

das ist natürlich kein Argument, sondern ein private Selbst-Darstellung. Aber das sind wir ja von Dir eh gewohnt. Ich denke Diskussionen gehen an die Sache ran, wägen für und wider ab – und dienen zur Meinungsbildung.

Aber warten wir erst mal ab – was Biohias für eine Faktenlage präsentiert über „erhöhten PSM-Einsatz“ im GVO-Anbau...




  19-08-2010 09:26  biolix
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
Weltweit nimmt der PSM Einsatz seit Jahren zu, auch in der EU wieder, also schmecks...
Keine Selbstdarstellung, 99% der BiobäuerInnen schaffen das, das ist Gripps und Hightech mit der Natur, und wir lernen täglich dazu.. ;-)))

lg biolix

  19-08-2010 12:56  Biohias
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
Hier bitte:
http://www.agrarheute.com/?redid=323415
ausführlicher gehts grad ned muss wieder zum wenden..
mfg

  19-08-2010 13:15  biolix
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
Geh hias, jetzt kommt er dann mit der Wirkstoffmenge, das die ja geringer geworden ist, weil wir alle ja wissen das die Wirkstoffmenge immer geringer wird, weil die Spritzmittel wirken doch immer besser, oder eher umgekehrt... ;-(( und eben immer mehr werden gebraucht, siehe Maiszünsler, und sicher nicht eine ordentlcihe Fruchtfolge ist das ziel, nein noch mehr Monokulturen udn am Besten mit GVo....

Also eigentlich kann das nur mehr wer Glauben der sien Hirn bei Monsanto und Co. abgegeben hat oder von ihnen bezahlt ist, gell mfj.. ;-))

lg biolix


  19-08-2010 17:03  Restaurator
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
wär's denkbar, dass sich da gar nix ausgekreuzt hat?
das es einfach wildpflanzen gibt die von natur aus resistent gegen die spritzmittel sind oder sich am rand von behandelten feldern selbst angepasst haben?
und das bestimmte firmen jetzt einen "auskreuzbeweis" brauchen, weil sie gentechnisch gar nix selber verändert, sondern sich an der natur bedient haben?
und das dieselben firmen sind die patente auf pflanzen und tiere haben wollen?
das dieselben firmen über "auskreuzung" anspruch auf wildpflanzen erheben werden?
usw.usw.

  19-08-2010 22:12  Moarpeda
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
@biolix

auch ich halte die gentechnik für ein übel welches unterm strich für bauern und konsumenten nichts bringt und mit welchem wir noch genug katastrophen erleben werden,

....aber nach den grundsatz "alles was machbar ist wird gemacht" und "geld regiert" ist sie nicht aufzuhalten.


  19-08-2010 22:27  beginner
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
Eins ist für mich klar,...würde man gesunde Flächen gegenüber den Spitzflächen stellen, würden die Spritzmittel schlecht abschneiden.

Aber wie man eben bei Genversuchen bereits Mäuse mit vergrösserten Innerein nimmt und dann eben 100% keine veränderung feststellen kann, so wird das auch in der Dünger und Spritzmittelindustrie gemacht.

Zuerst Meterweise den Humus raubbaumässig abtragen und dann schreien, dass die natürliche Landwirtschaft das eh nicht bringen könnte ohne Spritzmittel.

Nichts anders als das ist die Grundlage für die Gentechnik.

Da beisst sich jetzt aber der Hund in den Schwanz oder?



  20-08-2010 00:16  mfj
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs


Ja Biohias,

dann wollen wir doch mal auf Fakten von der Studie eingehen.

Charles Benbrook war früher ja mal Umweltberater im Weissen Haus, und ist heute Chief Scientist bei „Organic-Center“. Aber lassen wir mal die „Stammeszugehörigkeit“ beiseite und widmen uns der Sache.

die Zusammenfassung gibt es unter:

http://www.organiccenter.org/reportfiles/13Years20091126_FullReport.pdf


Benbrook hat in der Tat in seiner 13 jährigen Studie festgestellt, das der Herbizideinsatz in all den Jahren gestiegen ist, und das trotz immer größer werdenden Anbau von Genflanzen.
Bei Insektiziden stellt Benbrook einen deutlichen Rückgang fest. Das wird natürlich nicht so gerne veröffentlicht, bzw. gar nicht erwähnt – weil diese Tatsache nicht ins Tagesgebet passt.

Außerdem, und das hat Biolix schon etwas holprig erklärt – geht Benbrook von der Gesamtmenge der ausgebrachten PSM aus, und nicht vom enthaltenen Wirkstoff.
Das wäre ungefähr das gleiche, wie wenn die Kirche alle „getauften“ als ihre Anhänger frönt – wo doch nur noch ein kleiner Teil davon wirklich was wissen will.

Aber so sind Studien eben, welche Benchmark jeder Wissenschaftler sich selber steckt – ist sein Bier.
Es gibt übrigens eine nette Gegenstudie des britischen Agrarökonoms Graham Brooks zum selben Thema, allerdings weltweit dazu.
Brooks belegt so ziemlich das Gegenteil dazu, hat aber auch die großen Anbaugebiete Indien und China bei BT-Baumwolle dabei.


Ehrlich gesagt halte ich von beiden Studien nicht viel.
Sie geben zwar einen Trend an, aussagekräftig sind sie m. M. aber nicht.
Die Erfassungsflächen sind bei beiden viel zu groß und unsicher in den Angaben.

Aber eines zeigt wohl die Benbrook Studie schon: Nämlich dass in den USA der Anwenderstatus von PSM nicht gerade auf „fortschrittlichen Stand“ ist.
Auch die permanente Monokultur bzw. Zweierfruchtfolge gibt bei den HR-Pflanzen deutlich mehr Schwierigkeiten, als man noch vor Jahren glaubte.

Zu glauben man kann jegliche fehlende Vernunft mit Sortenwahl und einem Wässerchen lösen, ist genauso einfältig wie Aussagen, die biologische Schädlingsbekämpfung ist ein kontrolliertes Risiko.

Eine weltweite ökologische landw. Bewirtschaftung entspricht einer lückenhaften Bekämpfung, und wäre ein „de facto“ dauerndes auf- und abspringen von einem fahrenden Zug - mit den üblichen Verlusten.

Ich halte darum aufgrund von solchen Ergebnissen „ein schnelles Für oder Wider“ über Nicht Zulassung der Gentechnik für ein desorientiertes Moratorium.







  20-08-2010 08:27  Moarpeda
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
@mfj

zitat:
"Eine weltweite ökologische landw. Bewirtschaftung entspricht einer lückenhaften Bekämpfung, und wäre ein „de facto“ dauerndes auf- und abspringen von einem fahrenden Zug - mit den üblichen Verlusten".

na wumm !

da ist ja das weltweite einkreuzen von gentechnisch veränderten pflanzen geradezu ein lapperl dagegen.

ich glaube ich bin im falschen film

  20-08-2010 13:26  mfj
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs


Lieber Peter,

dafür kann ich nichts, dass Du als „Akteur“ unwissend mit spielst.
Biolandbau war und ist eine esoterische Anbaumethode.

Es bleibt nicht nur ein Lotteriespiel welche Erntemengen eingefahren werden, der Biolandbau setzt auch artfremde schädliche Organismen landauf und landab frei, ohne dass jemand „Mäuschen Piep“ ruft.

Wer sich mit Steiner´s Mondlicht nicht anfreunden kann, kann immer noch auf „Jim Knopf´s“ Lokomotive mit Dampfplaudern.
Da die Stationen beliebig nach „Entrüstungs- und Aktivistenmobbing“ angefahren werden, helfen sich die unkundigen Passagiere mit auf- und abspringen.
Den Rest kennst Du ja ....;-))







  20-08-2010 23:28  Moarpeda
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
@mfj

"Esoterik (von altgriechisch ἐσωτερικός esōterikós „innerlich“) ist in der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs eine philosophische Lehre, die nur für einen begrenzten „inneren“ Personenkreis zugänglich ist"

na da hammas ja, von der bedeutung des wortes her trifft das für den biolandbau zu ;-))

das wort esoterik ist halt im laufe der zeit sehr gesunken, wie auch die wörter "weib(er)" und "gesinde(l)"

"Es bleibt nicht nur ein Lotteriespiel welche Erntemengen eingefahren werden"...

= sehr positiv, es wir eh zuviel produziert und damit die preise ruiniert und die leut sollen ruhig einmal in schlechten jahren den gürtel enger schnallen müssen, dann lernen sie den wert der lebensmittel wieder schätzen ;-))

wollte heute übrigens kernöl kaufen (bei einem konvi nachbar wo ich stammkunde bin)
gibts keines, womit wieder einmal bewiesen ist, das auch konvis vor ernteausfällen nicht gefeit sind.

ich für mich bin kein unwissender biobauer sondern ein überzeugter.
wenn auch - wie fallkerbe richtigerweise feststellt - ein hobbybauer.

auch mit diesem insiderwissen sind fallkerbe und ich natürlich esoteriker, weil die meisten querfinanzierenden bauern glauben keine hobbybauern zu sein.

alles in allem sollte man diesen >>quälend langen prozess

  20-08-2010 23:40  Moarpeda
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
alles in allem sollte man diesen quälend langen prozess
gentechnik ja oder nein,
pestizide ja oder nein,
herbizide ja oder nein,
kernkraft ja oder nein,
urwald abholzen ja oder nein
dritter weltkrieg ja oder nein zur erleichterung aller beteiligeten abkürzen.....

.....in dem man den politikern ein oneway tiket für den mond gibt und die erde flächendeckend mit pestiziden und pflanzenvernichtern besprüht, damit diese gewusel und getue schlagartig aufhört.


PS.: glaube jetzt sicher zu wissen, dass beim lw forum ein technisches problem existiert, weil es nicht den ganzen beitrag angenommen hat

....zumal ja beim obigen nicht anrühriges löschenswertes gewesen wäre ;-)))))



  20-08-2010 23:48  Biohias
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
@mfj
wenn du meinst wir bio`s sollten unsere esotherischen wurzeln anders ausleben,
dann muss ich dich leider enttäuschen. auch im bio-bereich gibt's viel forschung
und high tech, mit dem kontinuierlich die leistungen verbessert werden,
nur wenig bio's laufen mit jesuslatschen rum und ham kein plan was abgeht,
meiner meinung nach weniger als meine konvi. kollegen, relativ gsehn.
wenn du der meinung bist die menschheit braucht gen-dreck dann bitte aber meiner meinung nach wollen weder die menschen die`s essen sollen noch wir bauern den sch... und willst du dich als landwirt wirklich noch mehr abhängig machen???
ich machs nicht und genug andere gott sei dank auch nicht.

@Moarpeda
ich find's gut das du zu deiner meinung stehst, machen leider zu wenig bio's....
auch als ''hobbybauer'' kann man dazu beitragen wirklich gesunde sachen zu erzeugen.
mfg



  21-08-2010 08:44  Moarpeda
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
@Biohias

als bio muss man zwar keine spritzmittel und weniger lagerhausprodukte kennen,
aber über die zusammenhänge in der natur gut informiert sein.

  21-08-2010 09:18  mfj
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs


Nun, Biohias

Wenn Ihr technische Entwicklungen als „Dreck“ bezeichnet, kann ich Euch beim besten Willen nicht als „aufgeklärte innovative und faiblefreie“ Vertreter charakterisieren – sondern muss Euch klar in die Ecke einer vernebelten philosophischen Lehre stecken (wie´s Moarpeda) beschrieben hat.

Natürlich verkörpern auch (bestimmte) Biobauern einen bestimmten Öko-Lifestyle in landw. Bereichen der in ein modernes, zukunftsfähiges Zeitalter führt – aber da hocken Euch die Bioverbände und die selbsterwählten Funktionäre doch zu sehr im Nacken.

Ich frage mich immer wieder, warum bekämpfen gerade Biobauern so die Gentechnik. Nichts müsste einem Biobauern mehr gefallen, als widerstandsfähige Pflanzen anzubauen und Tiere zu halten, die den Umwelteinflüssen möglichst trotzen.
Nichts von dem was Biobauern heute anbauen – sei´s vom Getreide bis zum Wein – ist ursprünglich. Durch jahrhundertlange Züchtungen wurden Sorten und Arten selektiert – die mit den Wildpflanzen nichts mehr gemeinsam haben. Also welche Ursprünglichkeit vertretet Ihr eigentlich ?

Dieses „Uhr anhalt“ Prinzip das die ökologische Landwirtschaft heute betreibt ist fatal.
Wenn man wenigstens ehrlich zu sich selbst wäre, und den eigenen Gartenzaun auch überblicken kann – muss man sich eingestehen dass der Biolandbau im Spannungsfeld zwischen Ernährungssicherung und Poesie liegt.

Und Poeten sind immer mitteilungsbedürftig.
Poesie ist das Kaffeekränzchen der träumerischen Gedanken – und nichts anders, kann ich bei vielen von Euch im Bereich Bio entdecken....Tut mir leid, aber ist so !







  21-08-2010 12:01  Chevy
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
@ mfj:

Alle Achtung vor Deiner Ausdauer - insbesondere deshalb, weil von Biolix und Co. immer dieselben alten Geschichten aufgewärmt werden (und noch jedesmal wurden sie widerlegt). Leider ist es dabei nicht so wie beim Gulasch, das mit jedem Aufwärmen besser schmeckt - bin gespannt, wann wieder einmal Percy Schmeiser aufs Tapet gebracht wird ;-)

LG



  21-08-2010 13:22  traktorensteff
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
@ Chevy
Ah, da kommst ja auch du zur Diskussion dazu ;-)
Ja, Ausdauer hat der mfj, es ist ja auch sein Job... ;-)
Von wem wird aufgewärmt, wohl eher vom mfj. Und was widerlegt er? Gar nix. Nur das Wiedergekaue der Industrie-Linie.

@ mfj
Man kann es nicht leugnen, du bist wahrscheinlich immer ein heißer Tipp für den "Angestellten des Jahres" in eurer Firma. Du machst einige "gute" Marketing-Schachzüge in deinen Texten!
Zumindest finde ich deine Zeilen immer amüsant.

> Biolandbau war und ist eine esoterische Anbaumethode.
> der Biolandbau setzt auch artfremde schädliche Organismen...

> ...Biobauern mehr gefallen, als widerstandsfähige Pflanzen anzubauen und Tiere zu halten, die den Umwelteinflüssen möglichst trotzen.
Aha, jetzt schwenken wir also schon zu den lieben Tieren...

> Nichts von dem was Biobauern heute anbauen ... ist ursprünglich. Durch jahrhundertlange Züchtungen...
Ja, Züchtungen. Auf "normalem" Weg entstanden. Achtung: Hier sind wir bei ZÜCHTUNGEN, die z.B. Erträge gesteigert haben (vom Grassamen zum Weizen), nicht bei Resistenzen gegen Spritzmittel, nicht bei Giftproduktion im Wurzelbereich bei Mais!

Hier wird immer wieder gerne "durchgemischt": So gut wäre es doch, keine Spritzmittel zu verwenden, so gesund sind die Lebensmittel, wenn man sie verändert, GVO ist eh nix Neues, im Fortschritt liegt die Zukunft, alles andere ist Rückschritt usw.

> ...Bauern, die sind so frei - sich Ihre eigene Meinung zu bilden...und nicht nur was nachplappern.
Die Frage ist, wer plappert hier wem etwas nach?

Bist du zufällig der Josef Schmidt, ARC Seibersdorf research, Biotechnologie? Zumindest könntet ihr gute Freunde sein. Die Parallelen sind verblüffend.
http://sciencev1.orf.at/science/news/52045
weiter: http://sciencev1.orf.at/science/news/52005

Wenn man sich so einen (schon älteren) Text eines "Forschers" liest, greift man sich aufs Hirn!

@ Moarpeda
Danke für deine Beiträge!

  21-08-2010 17:17  Chevy
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
@ traktorensteff:

Wie immer - wenn's sachlich net geht, dann wenigstens persönlich. Die "Industrielinie" wird bestenfalls von der Bio-Fraktion vertreten, nach dem Motto: "Wir rennen offene Türen ein und tun so als wären wir besonders mutig" - dabei ist es doch nur Mainstream vermischt mit Wohlfühlschönsprech. Bei meina Ehr!

MfG

  21-08-2010 22:52  Moarpeda
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
fast hätt ich auf das meer vergessen,
der letzte der geht sollte nicht vergessen die bohrinseln samt schläuchen herauszuziehen,
damit nicht wieder so ein quastenflossler herausspazieren kann.

nur keine halben sachen.......

  21-08-2010 23:11  soamist2
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
ja moarpeda,

du ziehst deinen pflug noch selber und deine hütte wird von selbstgezogenen bienenwachskerzen erleuchtet. deine sense mit der du die kargen bergmähder (in deiner gegend werdens wohl eher hügerl sein) hat schon dein urgroßvater benutzt und in das internetcafe, um dein posting zu schreiben bist wahrscheinlich mit dem esel geritten.

eines muss man dir lassen - du lebst deine visionen auch wirklich.

andererseits, alles andere wär ja ziemlich scheinheilig, oder nicht?

  22-08-2010 00:04  Fetzerl
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
Mal einige Fragen an alle Verteidiger der GVO:

* Welche Beispiele gibt es bis dato, wo Pflanzeneigenschaften wie Krankheitsresistenzen, sparsamer Wasserverbrauch, etc. durch gentechnische Veränderungen eingeführt wurden? Ich kenne bis jetzt nur GVO, die resistent gegen Herbizide sind bzw. Insektengifte produzieren.

* Wie anregend ist die Aussicht, dass Saatgut nur mehr von einigen Konzernen kommt, die die Hand drauf haben und ihre Rechte mit allen Mitteln durchsetzen wollen (egal ob rechtlich sauber oder unsauber)?

* Wo liegt der Nutzen für den einzelnen Landwirt??? Wieviel kann ich als Landwirt mehr pro ha verdienen (langfristig!!!), wenn ich GVO-Saatgut verwende? Höhere Erträge gibt es ja eher selten und ob die Einsparungen beim Pflanzenschutz so hoch sind? Naja, es könnte ja auch sein, dass Monsanto dann beim Saatgut halt ein bisserl teurer ist....

Zum Thema Auskreuzen und Resistenzen: dass sich Gene auskreuzen, ist im Prinzip nur eine Frage der Zeit, speziell wenn Kulturpflanzen eng mit Wildpflanzen verwandt sind, daher wundert es mich nicht, dass etwas gefunden wurde.
Weit interessanter finde ich jedoch die Tatsache, dass inzwischen so einige "Unkräuter" inzwischen genauso resistent gegen Roundup sind wie der Soja (einige Gegenden in den USA kämpfen schon heftig damit). Was bringt die gentechnische Veränderung, wenn ich dann erst wieder ein anderes Mittel verwenden muß?
Außer der Tatsache, dass nun ein Konzern die Kontrolle über das Saatgut hat, hat sich für den einzelnen Landwirt ja nichts geändert. Wozu also der ganze Aufwand? Es verdient nur die Industrie damit und mein Vorteil als Landwirt ist kaum nennenswert...

Abgesehen davon können auch GVO nicht besser wirken, wenn die Produktionstechnik nicht stimmt und das Wetter nicht passt...

LG, Franz

  22-08-2010 09:30  mfj
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs

Hallo Fetzerl,

Wenn man sich mit der Materie „Gentechnik“ mehr beschäftigt,
lieber Fetzerl – und die Einwirkungen der religiösen Anti- Gentechnik Gemeinde überwunden hat bekommt man auch ein „breiteren Blick“ für die Sache.

Trotzdem kommt die Frage nach dem Sinn einer Biotechnischen Entwicklung immer wieder auf´s Tapet.

Zynisch könnte man da anmerken, dass auch andere Entwicklungen eigentlich total überflüssig sind, es ging früher auch ohne.
Nehmen wir die Handy Geschichte. Was hat man gewettert über die Funkstrahlen – Sendemasten und ähnliches. Zu gerne waren es die gleichen Gruppen die in einem Atemzug Handystrahlen und die böse Gentechnik als die „teuflischen Gegebenheiten“ des 21 Jahrhundert nannten.

Brauchen wir Handys?
Brauchen wir PC´s – früher gings doch auch mit der guten Schreibmaschine !!
Brauchen wir ICE- Züge wenn man doch mit Kohlelokomotiven durch die Gegend schnurren kann?
Ja Fetzerl, wir brauchen nicht mal demokratische Regierungen – unsere Vorfahren haben auch mit Diktaturen und Monarchien überlebt.
Wir können Fragen nicht immer nach der absoluten Dringlichkeit beantworten.

Trotzdem, ist es mir lieber mit Fakten die Sache zu betrachten:

Die ISAA stellte vor ein paar Monaten die neuesten Zahlen über den Anbau gentechnisch veränderten Pflanzen vor.
Der Anbau von nimmt weiter zu. 2009 stiegen die Flächen weltweit noch einmal um sieben Prozent auf nunmehr 134 Millionen Hektar.
Auffällige Flächenzuwächse gab es in Burkina Faso, Brasilien und Südafrika. In 25 Ländern werden gv-Pflanzen kommerziell genutzt, in 15 Ländern liegen die Anbauflächen über 50.000 Hektar.
Die Länder mit den größten Flächen für gv-Pflanzen sind die USA (64 Mio. Hektar), Brasilien (21,4), Argentinien (21,3), Indien (8,4) und Kanada (8,2).

Dieses Bild passt natürlich nicht in die Europäische Sicht. Hier verkündet man eher das Gegenteil.

Zu der Frage von resistenten Unkräuter.
Für Pflanzenschutzmittelchemiker ist Resistenzentwicklung ein alter Hut.
Die tritt immer dann auf, wenn man sich zu sehr auf ein Mittel verlässt.
Glyphosat-resistente Unkräuter kannte man in Australien schon lange bevor es überhaupt GV-Pflanzen mit Glyphosat-Toleranz gab.
Die Gentechnik wir nicht alle Probleme mit einem „Abwasch“ lösen. Sie ist auch kein „Allheilmittel“ oder „alleiniger Problemlöser“ für jegliche Zukunft.


Die Gentechnik wird uns in ein neues Zeitalter der Landwirtschaft führen.
Je früher wir uns damit anfreunden, umso besser können wir mitreden.
Mit dieser Blokade-Stellung die Europa jetzt vertritt – stärkt man den Konzerneinfluss einiger wenigen – enorm.
Dadurch entstehen diese Patentgeschichten. Ich halte das für sehr gefährlich und einseitig.

Zu glauben wir können putzig und idyllisch auf den „Bäumen verharren“ ist utopisch und in meinen Augen – pure Dummheit.....oder auch nur Angst !!













  22-08-2010 12:28  biolix
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
Oje, umso länger wir uns mit noch mehr Monokulturen "anfreunden" umso schneller wird der Abgrund kommen... das werden dei GVOs dann noch verschlimmern... ja umso besser dann wieder das es dann schon den erfahrenen Biolandbau gibt...

jetzt geh ma lieba wieder dreschen und heu machen.. ;-))

lg biolix Mahlzeit !

  22-08-2010 13:54  mfj
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs

@Chevy – danke für Dein Lob. Die Frage warum tut man sich an, stelle ich mir auch.
Während Biolix einfach Texte kopiert...schreibt man sich selber die Finger wund !
Hilf mir doch ein bischen...;-)


@Traktorensteff – auch Dir danke, für´s Lob...

...leider liegst Du mit Deinen Verschwörungstheorien bei der Gentechnik genauso daneben, wie mit den Vermutungen über mich.
Einige im Forum kennen mich ja. Mit Deiner Analyse über mich, raubst Du jenen auch noch den letzten Funken Hoffnung – das ich nicht recht habe...;-)
Aber lassen wir das. Schließlich geht´s hier nicht um mich , sondern um die Sache.

Weißt Traktorensteff – ich hab mich auch schon gefragt, warum man den so einen „erbitterten Krieg“ um die grüne Gentechnik führt.
Während sich die Rote- und Weiße Gentechnik längst etabliert hat, mit Volldampf sich den Zukunftsfragen stellt, sich diskussionslos und bedenkenlos in jeder Kopf- und Halsweh Tablette findet, ja sogar gerne und beliebig oft in den Organismus spritzen lässt, hat man beim Essen Angst – wie die Arme Seel vom Teufel. Tatsächlich isst man längst mit gutem Appetit und froher Unkunde gentechnische veränderte Lebensmittel. Das Problem – es ist weder zu unterscheiden noch äußerlich nachprüfbar.

Dass die grüne Gentechnik, so hohe Wellen schlägt – liegt wohl nicht nur an der Sache selbst, sondern auch an der Stellung unserer Landwirtschaft. Ein doch geringes Bildungsniveau auf wissenschaftlicher Seite, sowohl bei uns Landwirten als auch bei unseren Vertretern wirkt sich nicht nur wunderbar beeinflussbar, sondern ist geradezu super geeignet „Ideologien“ zu verbreiten und unterzubringen.
Ich halte Ideologien nicht nur in Gesellschaft und der Politik für schädlich, sondern auch wenn sie im Wirtschaftsleben Fuß fasst.

Wir streiten wir uns ja auch häufig hier mit der ökologischen Seite herum.
Ich habe überhaupt kein Problem mit einem Biobauern – der sagt – ich mache das, weil ich damit einen gutbezahlten, engen und nachfrageträchtigen Markt bediene.

Das ist Marktwirtschaft auf einem Niveau wo ich jederzeit unterstütze.

Ich habe dann ein Problem, wenn Biobauern wie der Biolix aufkreuzen – und großspurig verkünden wie groß die ideologischen Vorteile beim Biolandbau für Mensch und Natur sind usw. bis hin zu einer neuen Weltordnung...es ist schlichtweg erlogen.

Weder Bio- noch sonst eine Bewirtschaftssform inkludiert ein perfektes System noch eine Methode die 100 % Risikofreiheit bietet.

Auch bei Themen wie der Gentechnik ist die emotionale und ideologische Sichtweise einfach weit weg von aller Realität. Biotechnologie muss nach Fakten und Daten geführt werden, und nicht nach Bauchgefühlen und Angstmacherei.

Wir können nicht auf eine Technologie verzichten, weil wir mit der alten noch unsere Probleme haben. Weil mache die „Zeit anhalten wollen“ und sich hinter ihrer „Buschhecke“ es niedlich und gemütlich gemacht haben.
Es soll jeder machen dürfen was er für richtig hält...das sind für mich demokratische Strukturen und auch menschliche Erfolge.
Ein Österreichweites Gentechnikverbot ist eine krasse Bevormundung „mündiger Bürger“...damit nähern wir uns wieder ideologischen Idealen !!








  22-08-2010 22:10  Fetzerl
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
@ mfj: danke für deine Antwort; leider hast du mir zwei Fragen nicht beantwortet: Was bringt es mir als einzelnen Landwirt, GVO-Saatgut anzubauen? Und welche Eigenschaften wurden bis dato gentechnisch eingeführt ausser Pflanzenschutzmittelresistenz und Bt-Gift?
Hier kannst du gerne deine so oft angesprochenen Fakten anbringen! Ich bitte darum!!!

Eine weitere Frage habe ich: In wessem Interesse ist es, GVOs anzubauen? In meinem als Landwirt oder in dem der Industrie, die nur an billigen Rohstofflieferanten interessiert ist?

Zur Unterscheidung roter, weißer und grüner Gentechnik: Dass rote und weiße Gentechnik schon sehr häufig verwendet werden, ist mir bewußt. Es gibt allerdings einen großen Unterschied zur grünen Gentechnik: rote und weiße Gentechnik werden in geschlossenen und kontrollierten Prozessen verwendet und es gerät davon (hoffentlich) nichts in die Natur; während grüne Gentechnik gewissermaßen Spiel mit der Natur selbst ist, dessen Ausgang sehr fraglich ist.
Reicht es nicht, dass die Natur durch den Menschen ohnehin schon genug gestresst ist?

Natürlich steigen die Anbauflächen, weil die Chemiekonzerne, die das Saatgut produzieren, natürlich neue Märkte haben wollen... das sind ganz einfach Unternehmen, die auf ihren Profit schauen und andere Effekte mal hintanhalten...

Wie soll das neue Zeitalter der Landwirtschaft aussehen?

Warum wird gerade durch die Blockade der Einfluß der Konzerne gesteigert? Ich meine, dass wir gerade dadurch, dass wir uns eine Vielfalt in der Züchtung bewahren, entsteht Konkurrenz und dadurch bessere Produkte. Ich fürchte vielmehr die Monopolisierung von Saatgut und

Wie wäre es, wenn auf einmal beim Weizen nur mehr eine Sorte verfügbar wäre, deren Saatgut ich verwenden muss (zu einem hohen Preis inkl. dem speziellen Spritzmittel), obwohl sie gerade auf meinem Boden keinen besonderen Ertrag mehr bringt, nur weil es kaum mehr andere Sorten gibt?

Möglicherweise hab ich mich schlecht ausgedrückt; mich stört an der grünen Gentechnik nicht so sehr das Ändern der Pflanzen selbst (obwohl da auch noch sehr viel unbekannt ist), sondern die mit der Verwendung von GVO verbundenen Auswirkungen auf die Landwirtschaft, insbesondere die daraus entstehenden Abhängigkeiten. Es ist die Landwirtschaft schon lange nicht mehr so frei, wie wir es gerne hätten, doch ich möchte mich nicht noch mehr von den Interessen anderer abhängig machen, als es ohnehin der Fall ist...

LG, Franz

PS: noch ein Wort zu Ideologien: Ist es nicht auch eine Ideologie, daran zu glauben, dass nur die Technik alle Probleme löst und es keine anderen Wege gibt? In diesem Aspekt, lieber mfj, ist dann keiner von uns besser als die anderen...

  22-08-2010 22:17  Moarpeda
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
@mfj

"Es soll jeder machen dürfen was er für richtig hält...das sind für mich demokratische Strukturen und auch menschliche Erfolge"

damit können wir leben, es sei denn, emissionen beeinträchtigen die lebensqualität anderer menschen nachhaltig.....
......und nimmt ihnen die möglichkeit sich dagegen zur wehr zu setzen.

das sind für mich diktatorische strukturen.

das trifft für atomkraft, gentechnik, smog usw. zu.

ich frag mich bei der sache, wo liegen die grenzen ?
wenn es grenzen gibt, wer steht an den schranken?
wird der hunger weniger oder profitieren nur einige?

es wird nichts nützen noch mehr nahrung um jeden preis zu erzeugen, die übervölkerung frisst das mit links weg.

es gibt etliche exponentielle kurven die zusammenbrechen werden und wir werden es nicht verhindern können, weil die menscheit ein chaotischer haufen ist.

unsere denkmuster sind nicht für 6 milliarden menschen sondern für kleine stammesgemeinschaften ausgelegt.






  23-08-2010 01:40  Biohias
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
@Moarpeda
ich bin da ganz deiner meinung, es gibt dinge die müssen nicht sein und gvo gehört dazu.
wenn die bei uns eine volksabstimmung machen bin ich mir sicher das 80% dagegen sind.
@mfj
ja ja ich kann auch so einiges nicht leiden, aber ich bin realistisch veranlagt und versuche nicht etwas zu propagieren, sowas wie eine ''weltordnung'', wie du so schön geschrieben hast,
die so, wie du sie gern hättest ja gottseidank nie existieren wird.
achja die zeit wollen wir auch nicht aufhalten, und bio ist nicht 100% risikofrei weil ja da vielleicht
die Industrie nicht soviel geld mit ihrer chemie verdient???
Ein Gentechnikverbot Weltweit ist die Lösung, wenn du mit der alten technik ein problem hast,
dann solltst evtl umstellen auf bio:_)
die alten sorten und rassen sind übrigens oft resistent und robust, im gegensatz zu hoch
gezüchteten Viechern und pflanzen die immer einen hohen schutzbedarf haben...

  23-08-2010 07:54  mfj
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs


Hallo Fetzerl.

...neben den Bt- und HT-Nutzpflanzen gibt es derzeit frei verfügbar am Markt (wo nicht verboten !!) die amylosefreien Kartoffeln, die ja als nachwachsender Rohstoff für die Industrie dienen soll (Plastik vom Feld), die Winterzuckerrüben, die den Boden schützt, weil sie im Herbst gesät und im folgenden Jahr geerntet werden kann, und die Züchtung von Reis, der mit Hilfe von artfremden Erbgut in der Lage ist, „beta-Carotin“ (Vitamin A) zu erzeugen.

Die zweite Frage Fetzerl, nach den ökonomischen Nutzen kann man einfach beantworten.
Sie ist vorallem dort gegeben wo die Technologien nicht patentgeschützt sind und keine Lizenzgebühren an die Biotechnologiefirmen abgeführt werden müssen.

In den USA und Kanada ist der Aufpreis für das Saatgut herbizidtoleranter Pflanzen doch beträchtlich, trotzdem setzen Farmer aufgrund von einfacherer Unkrautbekämpfung und Arbeitszeitbelastung immer mehr transgenes Saatgut ein.

In Argentinien und anderen südamerikanischen Ländern sieht die Situation gänzlich anders aus.
Weil die Technologie dort nicht dem Patentschutz unterliegt, ist das transgene Saatgut deutlich billiger. Zudem verwenden lokale Bauern häufig selbst nachgezogenes HT-Saatgut, was die Kosten zusätzlich reduziert. Der eigene Nachbau von transgenem Saatgut ist, sofern es sich nicht um Hybridsaatgut handelt, technisch möglich und gerade im Falle der Sojabohnentechnologie aufgrund des fehlenden Patents in südamerikanischen Ländern auch rechtlich zulässig.
Mehrere Studien zeigen z.b. dass argentinische Landwirte durch das HT-Saatgut einen Zusatzgewinn von durchschnittlich 23 Dollar pro Hektar erwirtschaften.


All das andere wie Schutzrechte und Monopole, soziale und wirtschaftliche Aspekte und Beeinträchtigungen bei Entwicklungs-Länder, das man ja vielfach als Argument gegen die Gentechnik führt, kann man ihr aber nicht anzulasten.
Nicht die Technik ist in sich ist gut oder böse, sozial, gerecht oder unmoralisch – sondern einzig und allein der Umgang mit ihr.

Für mich als Landwirt gibt es einen Punkt – der mich dazu bringt, uneingeschränkt für die Gentechnik zu sein.
Die Nahrungs- und Rohstofferzeugung wird in Zukunft mit ökotoxikologischen Indizien stattfinden.
Oder einfacher gesagt: Biologie statt Chemie – um es in einem Satz zu sagen.

Was aber nichts mit der ökologischen ideologischen Wirtschaftweise von vorgestern zu tun hat...







  23-08-2010 08:30  Biohias
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
na aber mit der ökologischen sichtweise von heute

  23-08-2010 12:46  Leo7
Gen- Raps kreuzt unkontrolliert aus und Rückschlag für GVOs
du mfj, bist genau zu der "ideologischen" zeit - wie du sie nennst geistig stehengeblieben.
das was du da in deinem monolog be-schreibst, ist uralt. - die gschicht mit den amylosefreien kartoffel z.bsp.
wie lang willst du das noch in deinem sack herumschleppen.
vielleicht solltest dir ein stückerl südamerikanischen urwald roden, um dir dein geistig verrostetes schatzkisterl dort zu vergraben.
du bist zwar ein meister der worte, aber da kommt nicht ein ansatz von authentizität aus dir heraus. i finds echt schade, wenn du bauer sein solltest.

sei gegrüsst
leo - "lebensbauer"