HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!

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richmonga 17-08-2010 14:00 - E-Mail an User
HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!
Wie erkennt man Klassenkampfrethorik? Nämlich wenn rote Politiker sagen das man nur "denen da oben" was nehmen muss und alle Probleme der kleinen Leute sind gelöst. Und dabei, GANZ WICHTIG, ja keinerlei Zahlen zu nennen. Frage an die Bauern: Wieviel ist aus der Landwirtschaft zu holen? Wo beginnt der stiftungsbegünstigte Großbauer (bei 10.000,- oder 30.000,- Jahresförderung)? Wie kann so ein Kürzungs- Szenario aussehen? Was bringt das überhaupt in Summe für das Bundesbudget?


Christoph38 antwortet um 17-08-2010 15:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!
Anscheinend gibt es ca. 240 Grossbauern die über € 100.000,- cashen, was etwa 2% des Agrarbudgets ausmacht.

So ausgelutscht die Schmähs auch sind, mit denen jetzt Schieder kommt, sie funktionieren immer wieder. Der BB wird gewiss dankbar sein, dass ihnen die SPÖ mit diesem billigen Foul einen Elfmeter schenkt. Als Bauer ist man ja gelegentlich verunsichert, ob man weiter die ÖVP wählen soll. Da hilft es bei der Entscheidungsfindung, wenn sich die SPÖ als Alternative gleich selbst aus dem Rennen nimmt.

Bin schon gespannt wie die Bauernzeitung das Thema aufbereiten wird.
Sicher wieder ein journalistischer Hochgenuss, neben einem netten Foto von einem älteren Bauern im handgestrickten Jopperl, dem der Leibhaftige die Mähprämie streichen will.


Schadseitn antwortet um 17-08-2010 15:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!
bei uns gibts genug zu holen! z.b. die Firma Rauch in Vbg, bezieht über 7 millionen förderung!
Großgutsbesitzer die sich eh schon von selbst Finanzieren über hunderttausendenden von euros!
Wenns Wiff genug sind fangens von oben herab ins kürzen an! und net von unten nach oben!

do sama eh klane zwergal mit 30. 000 euro Förderung!
Von oben herab, wären so einige Millionen gleich eingespart!
lg



biolix antwortet um 17-08-2010 15:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!
Hallo !

Wie schon öfter gesagt, pro SVB gemeldeten, max. 20 000 Euro Förderungen z.b. dann hätte sich die Diskussion Groß oder Klein erübrigt, inkl. eine Staffelung mit den SVB Beiträgen, d.h. ebenfalls eine Obergrenze.....

mit dem aufgelegten Elfmeter gebe ich dir recht Christoph... ;-))

lg biolix


Christoph38 antwortet um 17-08-2010 15:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!
@ biolix
Du verkehrst ja in politischen Kreisen ?

Stimmt es, dass SPÖ/ÖVP im Koalitionsabkommen sogar vereinbart haben, dass man sich gegenseitig helfen wird, indem man gelegentlich die Wählergruppen des Koalitionspartners vor den Kopf stösst ?
ÖVP muss monatlich den ÖBB eine reinwürgen, SPÖ auch monatlich den Bauern eine runterziehen. Beide behalten ihre Stammwähler.


biolix antwortet um 17-08-2010 15:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!
Genau, und ich seh sie dann hin und wieder, und das stimmt wirklich, abends ""saufen" gehen, und die besten Freunde sein .. komisch.. ;-))

lg biolix




Fallkerbe antwortet um 17-08-2010 16:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!
Hallo,

die Förderung vom Fruchtsafthersteller Rauch betrifft übrigens das Österreichische budget gar nicht. Das sind zur gänze EUgelder. Die sind übrigens auch auslaufend. Das wird die Fam Rauch weniger stören als die Zuckerbauern.

Desweiteren würde ich es als fatales signal sehen, wenn die förderungen pro SVB gemeldete Nase geregeltt würden und nicht nach Leistung. Damit würde Fleiss und produktivität erneut bestraft.



mfg








Peter06 antwortet um 17-08-2010 20:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!
Überhaupt wäre es sinnvoll, vorher darüber nachzudenken, welcher Schaden der österreichischen Volkswirtschaft im Gesamten droht, indem man schon bereitgestelltes Geld aus Brüssel (Stichwort Kofinanzierung) nicht abholen würde.


remus antwortet um 17-08-2010 21:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!
in brüssel gibts keinen esel der geld scheißt
eu förderungen sind nichts anderes als steuergeld der österreicher die über brüssel umgeleitet werden um die akzeptanz der eu für gewisse bevölkerungskreise zu erhöhen bzw zu erhalten


biolix antwortet um 18-08-2010 07:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!
Ja remus so ist es....
Inkl. fallkerbe, wie schon öfter hier geschrieben, die angebliche "Leistung" , ich nenne sie gier, habsucht, nur auf Geld ausgerichtet etc. zerstört schon lange mehr, als eine z-b- Mindestsicherung "anrichten" könnte...
Siehe auch Lehrstellenmangel, das wäre einfach ein System um wieder Arbeitsplätze in der LW zu schaffen und nicht wie die letzten Jahrzehnte nur zu "zerstören"...
Inkl. nicht auf kosten von Steuergeld das Wachsen udn WEichen noch zu fördern,w as du dann noch "Leistung" nennst...

lg biolix


Stonebear antwortet um 18-08-2010 09:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!
Hallo

Das war ja ein zahnloses Schmierentheater gestern im ORF die beiden mussten ja selber schmunzeln.
Das Problem aber ist das wennst bei den Großen sparst nichts reinkommt da musst schon bei den kleinen und bei der breiten Masse zu sparen anfangen.
Ich glaube wir sollten einmal den Spieß umdrehen und es so machen wie die starke Beamtengewerkschaft und zwar mehr verlangen.
Vielleicht auch eine Inflationsabgeltung oder fixe Produktpreise.
Wenn wir immer nur warten und schön ruhig bleiben werden wir immer nur die Reste bekommen.

mfg


wolkfra antwortet um 18-08-2010 09:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!
Dieses Politgeplänkel zwischen den Koaltionspartnern geht für mich sowieso an der Wirklichkeit vorbei.
Erst die Finanzkrise hat die EU-Staaten in hohe Schulden gestürzt. Vorher hatten manche EU-Länder sogar Budget-Überschüsse. In Österreich war der Schuldenstand im Jahr 2007 mit 59,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sogar unterhalb der Maastrichtgrenze. Nicht ein zu teures Sozialsystem – wie versucht wird, uns einzureden – führte zum Schuldenanstieg, sondern das zerstörerische Spekulationsdesaster auf den deregulierten Finanzmärkten, an dem Reiche und Banken damals und heute verdien(t)en.

Wenn bei Bauaufträgen, Sozialleistungen, Pensionen etc. gekürzt wird, schadet das der Wirtschaft und kostet Arbeitsplätze, weil Aufträge und Kaufkraft ausfallen. Um Schulden abzubauen, müssen wir das Geld daher dort holen, wo es der produktiven Wirtschaft am wenigsten schadet, durch: Vermögenssteuern für Millionäre, Finanztransaktionssteuer, Bankensteuer, Spekulationssteuer - damit auch die ihren Beitrag leisten, die die Krise verursacht haben. Die Finanzmärkte müssen streng kontrolliert und schädliche Spekulation verboten werden. Hier ist die Politik zahnlos und wahrscheinlich auch machtlos.

Die öffentlichen Budgets wurden durch die Krise mehrfach belastet: Viele hundert Milliarden Euro wurden zur Rettung von Banken aufgewendet, Konjunkturpakete mussten finanziert werden um den völligen Wirtschaftseinbruch zu verhindern. Die gestiegene Arbeitslosigkeit hat enorme Kosten verursacht und gleichzeitig sind die Staatseinnahmen eingebrochen, weil bei schlechter Wirtschaftslage auch weniger Steuern hereinkommen. Europaweit droht nun ein Sparkurs mit Kürzungen öffentlicher Leistungen, Sozialabbau und höheren Massensteuern. Das belastet die Klein- und MittelverdienerInnen und wird zur nächsten Wirtschaftskrise führen – und damit erst recht nicht das Budget konsolidieren.

Man kann wirklich gespannt sein, ob es die Politik tatsächlich schafft bzw. überhaupt versucht die notwendigen Korrekturen und Anpassungen zu machen. Vermutlich wird der einfachere Weg gewählt werden und da sind wir "Otto Normalverbraucher" dann betroffen.




Fallkerbe antwortet um 18-08-2010 10:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!
@biolix,

das du von Effizienz und Leistung nicht hälst ist mir schon bewusst. Auch das Wirtschaftliche Grundsätze für dich nicht gültig sind.
Ob das aber im sinne der Auftraggeber ist, darf bezweifelt werden.
Frag doch mal bei den Biogetreidebauern nach.

mfg





biolix antwortet um 18-08-2010 11:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!
komisch, eben fallkerbe du verwechselst effizients und Leistung, die Landwirte erbringen anscheinend so viel Leistung das es so wenig effizient ist das sie soo viel Förderung benötigen, und umso Größer umso mehr, komisch..

Inkl. ALmwirtschtsbücher von 1900 mi heute verglichen, komisch, da wird 10 mal mehr Energie heute rein gebuttert als um 1900, ist das jetzt eine bessere Leistung oder Effizienter, ich meine keines von beiden, damals hatten die Menschen noch mehr Leistung gebracht, und energetisch gesehen war es auch Effizienter..

Sonst bin ich voll für Leistung, nur eben nicht für die Dinge wie oben angesprochen gier, nicht genug bekommen können etc. und das noch mit Steuergeldern fördern nein danke !

Ja ich frag sie jeden tag, und du wirst es nciht glauben, noch viele viele sagen danke, das sie jahre sehr gute Preise hatten und letztes jahr wie schon geschrieben oft 300 Euro die Tonne für den Dinkel 180 Euro für den Bioroggen und 200 Euro für den Bioweizen bekommen haben, bei anderen noch mehr, weil es eien Bündelung gegeben hat, und wer der echt Gas gibt für diese Preise...;-)

blg biolix


Fallkerbe antwortet um 18-08-2010 12:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!
@biolix,

die Biogetreide-zahlenspiele taugen erst dann was, wenn es auch ausgezahlt wird. Damit meine ich zu 100% und nicht zu irgendeiner Pleite-ausgleichsquote.
Um sich die bio bündelung vom letzten jahr leisten zu können braucht man schon ein paar gute jahre- so als ausgleich.

Bei der Förderung kann es nur darum gehen, wieviel Förderungswürdige Leitung erbringt der Bauer je Steuergeldeuro. Und da ist es mir nur recht, wenn einer viel Leistung erbringt, das der auch mehr erhält.
Nur so ist es Glaubwürdig, das die Förderungen Leistungsbezogen sind.

Aber "Leistungsgerechte Bezahlung" kann auch ein drohung sein :-)

Hirschfarm arbeitet ein häktar mehr, und verdient dabei 150,-- euro.
Wiso sollte es dem Steuerzahler mehr wert sein, wenn biolix das häktar bewirtschaftet als wenn es Hirschfarm bewirtschaftet?


mfg
















biolix antwortet um 18-08-2010 18:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!
Nabend !

Fallkerbe , ich habe eine Firma, da nehm ich mir ein Ziel 100% zu erreichen, am Ende des Tages kommen 80% davon raus, kann ich dann glücklich sein, inkl. ich hab oft das doppelte bekommen von konv. Preis ? ;-))

Ja der bäuerliche Familienbetrieb der sollte was wert sein, nichts anderes, und siehe HF nicht dem Verpächter das Geld in den Rachen schmeisen, siehe anderen threat udn dann noch posaunen die Förderung gebe ich für die Pacht aus...

das macht den unterschied und das mit 300 ha oft 4 familien gut leben könnten und nicht nur eine etc. etc.

Darum warum ein Problem, 20 000 pro SVB gemeldeten ist doch eh eine Wahnisnnsförderung pro jahr, udn pro Arbeitsplatz, bekommt das sonst wer in der Wirtschaft ?
Warum wehrt man sich gegen sowas, du bist ja überhaupt für freien Markt, und gerade die "Großen" sind doch bereit für den freien Markt , oder nicht ?

lg biolix

p.s. udn vergiss nicht auf das Rechenbeispiel im anderen threat, weil wie gesagt es geht um Geld.. ,-))




050772 antwortet um 18-08-2010 19:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!
biolix, auch die jäger zahlen einen SVB Beitrag bekommen die dann auch eine Förderung oder welcher SVB Beitrag zahlende bekommt Förderungen und welche nicht?


helmar antwortet um 18-08-2010 20:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!
Jäger sind meines Wissens bei der Ausübung der Jagd SVB unfallversichert.
Mfg, Helga


biolix antwortet um 18-08-2010 23:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!
Ja klar Jäger fallen ja klar in die Agrarförderungen .. ;-))))




leitnfexer antwortet um 19-08-2010 18:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!
Hallo Biolix!

Einer der größten Empfänger von Agarfördergeld in meiner Gemeinde ist ein großer Jagtpächter, der etwa 75ha Grünland, vorwiegend Steilflächen, als Jagdwiesen bewirtschaftet und dafür ÖPUL Gelder kassiert...

gruß
Leitn


Faltl antwortet um 19-08-2010 18:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
HERR SCHIEDER, wieviel und von wem!
Ab 1500 Euro Einheitswert zahlt man SVB darunter nur Unfallversicherung.
Förderung bekommt auch der, der nur Unfallversicherung zahlt.


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