Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol

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steve__24 26-07-2010 20:47 - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
Auf der einen Seite sollte der Einheitswert erhöht werden, was nicht logisch ist, da ja kein höherer Reinertrag erreicht wird. nein das reicht nicht, mann kürzt auch noch die investitionsförderungen in Niederösterreich!!!
Wo geht denn das eingesparte Geld hin???

Was wird noch unternommen, damit landwirtschaftliche Familienbetriebe geschlossen werden müssen?

Wo sollen dann unsere Lebensmittel herkommen???

Wohin wird dieser Weg weitergehen???

Wer hilft uns???

wer kann mir Antworten geben?? (vieleicht der Bauernbund, der diese Kürzungen noch unterstützt)

was ist eure Meinung dazu???

die Presseartikel findet ihr auf :

www.ubv.at





steve__24 antwortet um 26-07-2010 21:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
eure meinung ist mir wichtig, denn nur gemeinsam können wir es schaffen.
Denn denkt daran: "Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht"


mosti antwortet um 26-07-2010 21:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
leider gibts so viele gscheite, die manchmal recht weit oben sitzen; die kaufen die milch beim hofer- wozu sollten da bauern nötig sein


steve__24 antwortet um 26-07-2010 21:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
mosti da hast es wieder mal auf den Punkt getroffen, aber i kann ma ned vorstellen, dass bei denen, die ganz oben sitzen auch gekürzt wird.
Dort würde es gar ned auffallen, wenn 20 oder 30% der Leute da oben wegrationalisiert werden, ausser beim Umsatz am Kaffeeautomaten


alfalfa antwortet um 26-07-2010 21:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
Eine wesentliche Frage, die sich mir im Zusammenhang mit der Investitionsförderung aufdrängt bezieht sich vor allem auf deren Nutzen für betriebswirtschaftliche Situation der Betriebe.
Von Seiten der Agrarpolitik wurde im vergangenen Jahr immer wieder betont wie unsicher sich die Beibehaltung der derzeitigen Regelung in der Zukunft darstellt.
Als stiller Beobachter kommt es mir vor, als ob viele Betriebe die Aussagen zum Anlass genommen haben um "noch" verstärkt diese Mittel zu nutzen, unabhängig davon, ob es der Markt und die daraus resultierende finanzielle Situation zulässt.
Wenngleich in den meisten Fällen ein nicht unwesentlicher Betrag gefördert wird, so bleibt doch die Tillgungslast der Co-Finanzierung.
All jene Studien die ich zum Thema Investitionsförderung kenne zeigen keineswegs, dass sich die Investitionsförderung positiv auf das Einkommen auswirken, selbt in einer langjährigen Betrachtungsweise nicht?

Auf den Punkt gebracht, stellt sich mir die Frage, ob die Investitionsförderung nicht Betriebe zu einer Investition drängt, die sie sich nicht leisten können oder auf innerbetrieblicher Sicht nicht leisten sollten bzw. aus diesem Grund zuviele Investitionen vorzieht die eine erhöhte Zinslast mit sich bringt und zusätzliche Betriebe ins Trudeln bringt?

Keiner Frage, dafür ist jeder Betriebsführer selbst verantwortlich!

lg


steve__24 antwortet um 26-07-2010 21:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
alfaalfa, danke für deinen beitrag
meiner meinung liegt das problem ziemlich nahe deiner meinung:
Die Beratung geht immer weiter zu größeren Betrieben, daher müssen kleine weichen.
Diese Förderungen zu kürzen wäre kein problem, wenn die Produktpreise angeglichen werden, was aber nicht der fall ist.
Einen namhafte Molkerei possaunte vor kurzem den Milchpreis um 2 Cent erhöht zu haben, was aber vergessen wurde, dass die gleiche Molkerei vor 2 Jahren den Preis um 10 cent gesenkt hat.
Weiters muss mann unterscheiden zwischen Förderungen und Ausgleichszahlungen.
Eine Ausgleichszahlung, sollte eigentlcih den niedrigen Produktpreis ausgleichen.
wenn diese aber gekürzt werden, der Produktpreis aber nciht erhöht wird, kann kein Ausgleich entstehen, daher ist mit einem negativen Betriebsergebnis zu rechnen, was auf dauer den Tod eines Betriebes bedeutet.
wenn unsere Herren da oben, dass etwas beachten würden und endlich mal aufstehen würden, wäre das eine Chance, stattdessen verweilt unser BB und genießt die Atmosphäre und lässt die eigentlichen Aufgaben, wie für das Recht der bäuerlichen Betriebe zu kämpfen, hinten an.


alfalfa antwortet um 26-07-2010 22:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
Ich möchte den BB und deren legitime Vertreter und Gremien nicht in schutz nehmen muss aber in diesem Zusammenhang schon dokumentieren, dass Ihn wohl am wenigsten Schuld trifft. Was soll er den tun? Es gibt viele Dinge die er ändern könnte, die beziehen sich aber nicht auf diesen bereich. Die Vorstellung, die man von einer breiten Front vernimmt, dass es wenige gibt die die Entwicklung entscheiden beeinflussen können, trifft wohl am wenigsten auf den BB zu.
Grundlegend ist die Schuld an der jahrelangen unbefriedigenden Marktsituation auf den Betrieben selbst zu suchen. Wenn man permanent mit einem Überschuss gesätigten Markten begegnet und öffentliche Mittel dazu nutzt um die Situation zu verschärfen, so wird man bei den Markt- und Handelspartnern keinen Boden gut machen können.
Wenngleich sich diverse Vertreter auch desöfteren vor allem durch Unwissenheit auszeichnen so sollten wir dennoch die Schuld vor allem beim Kollektiv der Landwirte suchen, die sich seit Jahrzehnten versuchen gegen die Marktregeln zu stemmen und erwarten, dass man immer mehr öffentliche Mittel einsetzt um diese Uneinsichtigkeit auszugleichen. Allem voran ist der Milchmarkt das beste Bsp.
Nimm mich selber nicht aus!
lg


brama antwortet um 27-07-2010 00:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
@alfalfa, grafeder

Man kann LW nicht so einfach vergleichen mit jeder anderen Produktion siehe 2007. Es ist wichtig dass hier nicht alles dem freien Markt überlassen wird um die Versorgung (auch für Krisenzeiten zB Naturkatastrophen, Missernten usw.) zu sichern. Beispiel Vulkanausbruch: Ein Monat ohne Flugverkehr überleben wir - Ein Monat ohne Lebensmittel oder ein Jahr mit weltweiten Missernten überleben viele nicht. (hat es alles schon mehrmals gegeben) Es ist wichtig auch Vorräte anzulegen. Der freie Markt kann dass nicht! Im Gegenzug muss es öffentliche Gelder geben um dies sicherzustellen!

@steve
hab schon lang nicht mehr reingeschaut in Landwirt.com aber sehe dass es noch immer genug solcher Typen gibt die immer den anderen die Schuld geben und selber im Nachhinein alles am Besten wissen.
Für deine Investitionen und Tätigkeiten bist Du, und nur Du verantwortlich!!!

mfg


alfalfa antwortet um 27-07-2010 07:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
Glaube das wir mit unseren jetzigen Regelungen bei Naturkatastrophen größeren Ausmaßes auch schnell an die Grenzen stoßen werden!
Bin dennoch davon überzeugt, dass es einem freien Markt bedarf um die Marktsituation auf lange Sicht zu verbessern. Wenn die letzten Jahre eines gezeigt haben, dann das sich der Struckturwandel mit öffentlichen Mittel nicht aufhalten lässt, man kann ihn nur verlangsamen. Da stellt sich somit auch gleich die Frage wie hoch dieser Nutzen im Zusammenhang mit der Konkurrenzsituation mit anderen Ländern ist?
Tatsache des jetzigen System bleibt, dass wir Europäer sowie einige weitere westliche Länder öffentlich Mittel bekommen um aus importiertem Soja eine Menge an Milch zu erzeugen, die in Europa nicht abgesetzt werden kann und durch weitere öffentlich Mittel in Ländern der 2 (Schwellenl.) und 3 Welt zu einem Preis abgesetzt wird, der den dortigen Bauern jede Möglichkeit einer Existenz raubt.
Keine Frage bin für die Abgeltung von Umweltleistungen und ausreichender Nahrungsmittelsicherheit, aber die Krebsgeschwüre die das Subventionssystem mit sich bringt in Form der ersten Säule und Intervention gehört abgestellt.
Das ein schneller Ausstieg vielen Produzenten die Existenz kosten wird, ist wohl unbestritten, es stellt sich dennoch die Frage, ob dies nicht besser als die jetzige Situation ist, in der Betriebe genährt von der Hoffnung auf baldige Besserung der Marktsituation über Jahr- und Jahrzehnte finanziell krepieren.
lg


Juliane antwortet um 27-07-2010 10:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
Griass Euch,

ist das notwendig? Lebensmittel hin und her zu verfrachten und die Umwelt vergiften?

https://www.landwirt.com/US-Milcherzeuger-fuerchten-um-Exporte,,8888,,Bericht.html

Weil ein paar Gierige den Hals nicht vollbekommen wird das Volk so schön knapp am Existenzminimum gehalten, dass es gerade noch nicht aufbegehrt, aber vollauf damit beschäftigt ist um's tägliche Überleben zu kämpfen.

Wir haben's nicht mit "unseren" Großkopferten zu tun, sondern mit denen, die ihr Geld weltweit noch nie mit Arbeit vermehrten; ....und die kaufen ihre Milch ganz sicher nicht beim Hofer.

Zuerst anschauen, lesen, dann wirken lassen und darüber nachdenken:

http://www.muz-online.de/religion/illuminati.html#roth




steve__24 antwortet um 27-07-2010 10:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
naja ich gebe ihnen nicht nur die schuld sondern werfe ihnen auch noch vor das sie lügner sind!!!!

bei der Vollversammlung stimmen sie gegen die Anträge und nachher befürworten sie die gleichen Forderungen in den medien, die sie zuvor bekämpft haben.



remus antwortet um 27-07-2010 12:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol


1. die kleinen müssen mehr bekommen und die zahlungen gehören mit 20000 euro gedeckelt dann machen viele kleine bauern wieder weiter und die machen wirklich landschaftspflege

2. zusätzliche förderungen gehören nur in verbindung mit zusätzlich geschaffenen arbeitsplätzen gewährt


steve__24 antwortet um 27-07-2010 14:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
remus, sehr interesante Ansätze, kannst du den Punkt eins mit den 20.000€ noch etwas besser erläutern, welche Vorstellungen du hast


Gulla antwortet um 28-07-2010 00:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
@ grafeder

bis 1,75 m ist man ein kleiner bauer, ab 1,75m ein großer bauer.


liebe grüße
Gulla


Fallkerbe antwortet um 28-07-2010 12:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
Hallo

hat denn der www.ubv.at schon irgendwas genutzt?
Oder ist das nur das Sammelbecken für Suderer und Jammerer?

mfg


cowkeeper antwortet um 28-07-2010 12:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
...und "Spezialisten". *g*

lg cowkeeper


traktorensteff antwortet um 28-07-2010 18:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
https://www.landwirt.com/US-Milcherzeuger-fuerchten-um-Exporte,,8888,,Bericht.html

Bezüglich des Links von Juliane eine Frage, wie viele somatischen Zellen sind pro Milliliter in Österreich als Grenzwert erlaubt?


steve__24 antwortet um 28-07-2010 21:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
hallo Fallkerbe, welchen Nutzen hast du vu vom bauernbund bereit gehabt, hast leicht das lügen gelernt


Fallkerbe antwortet um 28-07-2010 22:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
Hallo steve.

Ich habe nichts mit dem Bauernbund zu tun, Ich bin als selbständiger für meine Handlungen selbst verantwortlich.
Aber du hast mir immer noch nicht geschrieben, was dein uvb bislang genutzt hat.
Du würdest doch nicht dauernd für eine Unnütze Suderervereinigung spammen, oder?
Ausser jammern und kritisieren hab ich aber bislang noich nichts wahrgenommen.

mfg



Fallkerbe antwortet um 28-07-2010 22:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
@Steve
Und noch was in aller höflichkeit, wie kommst du dazu, mir das Lügen zu unterstellen?



remus antwortet um 29-07-2010 06:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
an steve
ein unselbständig erwerbstätiger muß im schlechtesten fall auch mit dem maximalen arbeitslosengeld eine familie ernähren , hat aber oft nicht einmal eigentum(haus) bzw grund und boden um daraus weitere einkünfte zu lukrieren
wenn ein bauer mit zb 100 ha nicht sein einkommen bestreiten kann dann ist er sowieso im falschen beruf , es werden in der freien wirtschaft auch keine hotels , tischler, fleischer, kaufleute mit jährlichen subventionen unterstützt damit das stadtbild erhalten bleibt

den kleinbauern die zusätzlich noch einen beruf ausüben müssen um überleben zu können würde ich mehr geben aber nur unter der bedingung daß sie diese beschäftigung aufgebenund sich nur auf die landwirtschaft konzentrieren und bitte nicht schon wieder die frage wer ist ein großer und kleiner bauer daß wissen die gscheiten eh genau und für die anderen nützt eh nichts

die schulden der öffentlichen hand sind einfach zu groß um dieses system aufrecht zu erhalten außerdem bin ich für ein generelles verbot von förderung für konzerne und großbetriebe, immer wieder nur eine verteilung von unten nach oben zuerst werden förderung bezahlt diese werden mit anleihen finanziert die wiederum großanleger kaufen und die tilgung und zinsen gehen wieder an die vermögende schicht



Juliane antwortet um 29-07-2010 08:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
lt. Milchhygieneverordnung unseres Lebensmittelministeriums:

Somatische Zellen
(pro ml) =< 500 000 (b) =< 400 000 (b)
---------------------------------------------------------------------
a) Geometrisches Mittel über zwei Monate bei monatlich mindestens
zwei Probenahmen.
b) Geometrisches Mittel über drei Monate bei monatlich mindestens
einer Probenahme.





50plus antwortet um 29-07-2010 10:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
@steve

Verzeih ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!
Sie wiegen sich in Sicherheit und sägen am Ast auf dem sie sitzen!
Das Pendel wird irgendwann wieder für uns Bauern in die andere Richtung ausschlagen, vielleicht schon früher, als wir glauben.
Die arbeitende und arbeitswillige Schicht wird immer weniger und irgendwann können wir den Riesenapparat, der uns dirigiert nicht mehr "ertragen", dann wird vieles zusammenbrechen. Ich hoffe, dass dies friedlich abgeht!

@Gulla

Eine tolle Antwort, ich bin auch eine sehr kleine Bäuerin, sogar unter 165!

lg

50plus


Juliane antwortet um 29-07-2010 10:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Einheitswerterhöhung + Investitionsförderung kürzen. was sol
Wo ist nur beim "Ertragen" die Schmerzgrenze?
Aber ich sehe schon, wir zähen Kleinbäuerinnen sind im Aufschwung ;)
LG, Julie 168cm


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