Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh

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edde 10-07-2010 14:16 - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
nun scheint der weg frei zu sein für die Höchstleistungskuh, und der schlüssel dazu ist die Genselektion.
was früher 100 jahre dauerte, nämlich von der 2500 liter kuh zur 10000-er kuh ,wird laut univerity of washington(prof. barack amabo) in max 15 jahren von 10000 auf 20000 liter hochschnellen.

da die erbliche disposition für milchleistung aussergewöhnlich hoch ist es nur gut und logisch, dass auch unsere zuchtverbände auf diesen zug aufspringen.

einzig die nährstoffversorgung der höchstleistungskuh errecht in österreich seine grenzen.
im sojabereich wird bereits intensiv auf höhere eiweissgehalte gezüchtet,der kraftfutteranteil muss insgesamt noch auf über 60 prozent gesteigert werden.zweifelsohne eine herausforderung für das fütterungsmanagement.

ob die intensive züchtung auf möglichst häufige zwillingsgeburten gleichzeitig mit diesen enormen leistungssteigerungen zielführend sind wird noch intensiv diskutiert.

für österreich allerdings mit dem hohen grünlandanteil und mit häufiger weidehaltung ergeben sich natürliche grenzen, da diese kühe auf wiesen keine geeignete futtergrundlage vorfinden.
ausweg ist die unabdingbare ganzjährige stallhaltung,somit werden insbesondere biobetriebe wenig von den neuen gewaltigen fortschritten in der züchtung partizipieren.

mfg


kraftwerk81 antwortet um 10-07-2010 15:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Kannst hinschauen wo Du willst, überall überhitzen sich die Fortschritte und Crashs an allen Ecken und Enden sind vorprogrammiert! Ich mach nicht mit bei dem Wahnsinn. Mal ehrlich ein grosser Teil der Milchbetriebe ist ja heute schon überfordert mit dem Potenzial seiner Kühe.


helmar antwortet um 10-07-2010 16:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Da kann ich dir nur zustimmen. Machbar ist es aber schon.........mit einem Rund um die Uhr Engagement des Betreuers, und wohl nur in Anbindehaltung. Aber ob es schlussendlich den Aufwand rechtfertigt? Langsam, aber sicher bin ich jetzt schon froh, dass meine Jährchen als (Milch) bäuerin jetzt schon überschaubar sind.
Mfg, Helga



josefderzweite antwortet um 10-07-2010 16:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Is e was klasses, nur wird sich langfristig niemand bzw nur sehr wenige solch Tiermaterial leisten können.

Die Zukunft von Patenten auf Tiere hat ja bereits begonnen


H-B-M antwortet um 10-07-2010 16:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
@ edde
bist ja wahnsinnig
ich bin kein grüner oder sonst ein tierschützer aber das ist wirklich absurd
das hat mit natur überhaupt nix mehr zu tun
die reinste ausnützung
solche ideen haben vielleicht leute aus der stadt aba von an bauern hätt i ma des net erwartet
die leute die solche kühe in irn stall reinstellen wern amol a wunder erleben wens an klescher macht

dann wean hoffentlich alle amol zur landwirtschform zruck kean wie vor 50 jahr
as meiste für sich selber und a bissl für de leit aus da stadt


mfg


Hausruckviertler antwortet um 10-07-2010 18:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Dass das ein Wahnsinn ist steht ausser Zweifel. Dass die Zuchtverbände auf diesen Zug aufspringen ist nur logisch, ja vielleicht geht sogar die Initiative dazu von ihnen aus. Mit der Leistungssteigerung in diese Höhen nimmt automatisch die Lebensdauer der Kühe ab und wird bei solchen Leistungen bei vielleicht 2 Kälbern pro Kuh liegen. Hier multipliziert sich ja dieses Problem, weil ja junge Kühe schon eine solche Leistung erbringen müssen. Es wird kaum Kühe geben die den Leistungshöhepunkt erreichen, der ja doch zwischen dem 3. und 7. Kalb liegt. Ergo wird mehr Zuchtvieh gebraucht, was ja auf den Versteigerungen erhältlich ist. Je mehr Zuchtvieh auf den Märkten ist, desto mehr Geschäft macht der Zuchtverband. Es fragt sich nur ob solches Zuchtmaterial auch in ausreichender Menge vorhanden ist. Eher nicht. Ergo steigt der Preis und auch die Rendite des Zuchtverbandes. Wenns ums Geld geht werden ethnische Bedenken mit einem Federstrich vom Tisch gewischt. Und dass es genug Landwirte gibt, die diesen Wahnsinn mitmachen, steht aus ausser Zweifel.
Es wäre vielleicht vertretbar, wenn in gleichem Maße die Größe der Kühe ansteigt. Eine Kuh mit ca 1200 Kg. könnte schon eine Leistung von 20 000 Litern erbringen ohne gesundheitlichen Schaden zu erleiden. Vielleicht wäre das eine Idee, die dann umgesetzt werden könnte, wenn alle einen Laufstall haben mit normalen Liegeboxen - und Standbreitenmaßen. Damit die Landwire erneut investieren müssten und die Wirtschaft lebt. Irgend wie muß ja versucht werden den Landwirten das Geld aus der Tasche zu ziehen.


Felix05 antwortet um 10-07-2010 18:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Hallo,

dass iss wahrscheinlich genau der richtige Weg, solche Tiere zu züchten.
Beim derzeitigen Milchpreis und wo noch dazu Milchmangel herrscht, kommt gar nichts Anderes in Frage.

Manchmal kann man wirklich nur noch mit dem Kopf schütteln.

Helga, dich kann ich langsam auch immer besser verstehen...

Gruß, Lutz!


romy antwortet um 10-07-2010 19:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh


Ich glaube ihr habt die genomische Selektion nicht verstanden:
Bei dieser kann man anhant eines Bluttestes, Haare, Gewebe ( hauptsächlich bei Zuchtstieren) schon sehr früh seinen Zuchtwert bestimmen ( auch nicht 100%). Das heißt es kommen nur solche Stiere auf Stationen die ein gutes Erbmaterial weitergeben(sollen!!). Dabei kommt es nicht nur auf die Milchmenge an, sondern auf auch auf gute Fundamente und gute Euter langlebigkeit usw.
Wer sich ein klein wenig mit Rinderzucht beschäftigt wird wissen, das in der Zucht niemals die Regel gilt: 1 und 1 ist 2!!!!!
Es werden in Zukunft von den Besamungsstationen sicher nur solche Stiere angekauft, welche sich auch bei der genomischen Selektion "Beweisen"- diese werden auch sehr teuer angekauft werden!!
Welcher Stier bei euch, auf euren Betrieben zum Einsatz kommt, werdet ihr selber entscheiden!
Wieviel Kraftfutter ihr bei Euren Kühen zum einsatz bringt, hängt von Euch ab,
Jede Kuh läßt sich auch nicht treiben (auch solche nicht mit bester Genetik).
Das macht ja die Sache auch interessant, abzuschätzen, wie weit kann ich mit meinem Tier gehen.

schönen Abend Romy


edde antwortet um 10-07-2010 21:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
hallo...war natürlich ein kleines scherzerl, allerdings mit durchaus reellem hintergrund.

weltweite trends zur leistungssteigerung haben durch den natürlichen marktmechanismus--mehr angebot-sinkender preis-letztlich nur mehr arbeit und sorgen für die bauern gebracht, lediglich sinkende preise und somit vorteile für den konsumenten.

selbstverständlich wird die genomische selektion zusätzliche leistungssteigerungen bringen letztendlich zum nachteil für den bauern und die kuh, doch die bauern werden diese höchstleistungstiere auf den messen bestaunen, sie werden aplaudieren und sich über den fortschritt freuen .

ich schliesse mich übrigens der einstellung von helmar an, ich hab von klein auf diesen wahn von mehr und mehr mitgemacht und hoffe darauf, dass mir irgend wann noch etliche jahre vielleicht mit ein paar hühnern, meinen katzen ,eventuell einem hund geschenkt sind.

mfg


Icebreaker antwortet um 10-07-2010 22:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Ja. Hoch und immer höher.
Weit und immer weiter.

Es lebe der Fortschritt.

Fragt sich nur, von was.

mfg Ice


Noro antwortet um 10-07-2010 22:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
@ edde: weisst du wo man schon gesagt hat:" klappt nie und nimmer!"?
Hier einige beispiele: Melkmaschine, Traktor, Mais, Melkroboter, Soja,...
Wie oft hat man schon gesagt: " Ja also der stand der technik reicht jetzt mal für die nächsten 25 jahre!" und was war 10 jahr später mit der technik?

ich gehöre zur generation der die zukunft gehört, schauen ich auf die entwicklung der letzten 50 jahre, wird mir ganz mulmig, denn was hoch kommt, kommt auch wieder runter und ob so manche entwicklungen immer gut sind?!


walterst antwortet um 10-07-2010 23:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
@Hausruckviertler

Einer Kuh mit 1200kg sollte man aber mindestens 2, besser 3 zusätzliche Haxen dazuzüchten oder wenigstens doppelt so große Klauen, damit sie das Turbogewicht ordentlich auf den Boden bringt.

In Gumpenstein bei den Beraterfachtagen hat mal ein Physiologe die theoretischen Grenze der Milchbildung mit 14 000kg angegeben für eine "Normalkuh", die sich rechnerisch ergibt, wenn man die nötige Pumpleistung des Herzens zu Grunde legt um die Blutmenge durch das Euter zu schleusen, die Für diese MIlchmenge erforderlich ist.

@Noro

"Die Umständlichkeit des Melkens, namentlich aber die in jüngster Zeit immer größer werdende Schwierigkeit, Melkpersonal zu erlangen, haben zu Versuchen geführt, Melkmaschinen zu konstruieren, welche das Melken mit der Hand ersetzen sollen. Ganz abgesehen aber davon, dass diese Maschinen, soweit sie überhaupt Anspruch auf Beachtung haben, ihres hohen Preises wegen nur für ganz große Wirtschaften in Betracht kämen, kann es jetzt bereits als entschieden gelten, daß die Vorzüge des Melkens mit der Hand, darunter besonders die vollständige Entleerung des Euters und das Anpassungsvermögen an die individuelle Eigenart der Tiere, durch das Maschinenmelken nie ganz erreicht werden können."
Erfolgreiche Milchwirtschaft, Parey Verlag 1902



Noro antwortet um 11-07-2010 08:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
und walter ist dem nciht so???


helmar antwortet um 11-07-2010 09:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Damals haben die Arbeiter sehr wenig an Kosten verursacht.........besonders die eigenen Kiner.
Mfg, Helga


mfj antwortet um 11-07-2010 09:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh

Nun, liebe Zukunftsängstlichen

Ob Bioethik, Globalisierung, grüne Gentechnik, Währungsunionen oder genomisches Zuchtselektion...die ängstliche Moral der österreichischen Wohlstandsbürger/Landwirte kreist stets um eine mögliche Verschlechterung ihres satten und rundum behüteten Lebens.

Jede neue Technik, jede nicht gleich verstandene Möglichkeit, wird zunächst als Bedrohung, wenn nicht gleich als Untergang empfunden.
Wenn man sich nach einer Weile daran gewöhnt hat, will man sie dann nicht mehr missen.

Glaubt Ihr wirklich, wir Züchter sollten uns zurücklehnen, die Kaffeemaschine warm halten und im „Papageientod“ zueinander nicken.
Zuchtfortschritt hat nicht immer was mit Mehrleistung zu tun. Leistung hat auf Grundlagen von verträglicher nachhaltiger und bewusster Grundlagen Bestand.
Und diese Entwicklung werden wir ein Lebenlang führen....Generation um Generation...

...mit Euer Gemauschel- und Propaganda würden wir noch in einer bedrückende Not leben....





Murbodnerzuechter antwortet um 11-07-2010 10:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Diese Art der Rinderzuechtung kann und wird nicht zielführend sein bei uns in Österreich (20000l und 60% Kraftfutter in der Ration)! Man bedenke, wir sind durch unsere geologischen Standorte schon einmal begrenzt. 2. Viele von euch werden sicher zb. nur 3 mal mähen, aber so eine Kuh wird man mit 5 bis 6 mal mähen auch dann nicht aus unseren Grundfutter leistungsgerecht ernähren können , zumal wir viel weniger Stickstoff in unseren Böden haben als andere Länder. 3. Woher sollen wir so viel Kraftfutter herbekommen? Schon mal bedacht, Millionen von Menschen leidenunter Hungersnot und wir verfüttern das Getreide damit wir noch mehr Milch liefern obwohl wir sowieso zu viel haben. Und dann gehen wir her machen Milchpulver daraus. Abgesehen von der Umweltbelastung was der Transport des Getreides ausmacht. Freunde das sollte uns zum Denken geben!!! Mfg Murbodnerzuechter


romy antwortet um 11-07-2010 10:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh


60% Kraftfutter ist mir neu!
Züchter wissen sehr wohl, wie sie mit ihren Tieren umgehen! (optimaler Kraftfuttereinsatz- nicht jede Kuh braucht gleich viel!)
Nicht jede Kuh ist in der Lage diese Menge Milch zu produzieren!
20 000 l Kühe sind Ausnahmekühe!!!!!!!!!!!!!!!


helmar antwortet um 11-07-2010 10:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Hallo Mfj.......zukunftsängstlich würd ich mich eigentlich nicht bezeichnen, aber landwirtschaften hat sehr viel mit dem Standort zu tun, wo landgewirtschaftet wird. Und natürlich auch mit dem jeweiligen betrieblichen Management. Und da wären wir bei der Professionalisierung, welche ich generell nicht als schlecht bezeichnen möchte, wo aber halt auch der Teufel im Detail liegt. Wenn, die entsprechende Betriebsgrösse vorrausgesetzt, dass eine oder mehrere Personen ihren Lebensunterhalt ausschliesslich rund um die Milchkuh erzielen können, die Milchviehhaltung mit hohen Leistungen und entsprechendem passenden Management gefahren werden kann, dann finde ich das schon in Ordnung.
Nur, da kommt dann, ob es jetzt nun manchen gefällt oder nicht, noch ein gewaltiger Strukturwandel, der mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr die Generationensprünge(so wie bei mir) abwarten wird können.
Aber es wird meiner Meinung nach sehr wohl auch kleinere Einheiten weiter geben. Es werden jene sein, welche für ein Marktsegment erzeugen, das von den vorgenannten nicht bedient werden kann. Und wenn es auch für die naturgebenen Bewirtschaftungserschwernisse Abgeltungen auch in Zukunft gibt. Aber "Massenmilch"( nicht negativ gemeint) wird nicht von dort kommen.
Mfg, Helga


Hausruckviertler antwortet um 11-07-2010 12:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
An Romy: Du hast das sehr gut erklärt. Eine noch höhere Leistung und Gott sei Dank auch die erforderlichen körperlichen Eigenschaften, sind das Ziel der heutigen Züchtung, früher wurde nur auf Leistung und Gewicht gezüchtet.
Aber wenn man bedenkt, dass vor vielleicht 50 Jahren eine Kuh mit 4000 Lt. eine hervorragende Kuh war und die Leistungen mit den heutigen Kühen vergleicht und dabei die Schnelligkeit der Entwicklung berücksichigt, braucht man wahrlich kein Prophet sein um zu sehen was in ca. 20 Jahren los sein wird.
Wenn das zutrifft, was die Experten sagen, dann habe wir in 25 Jahren eine Lebensmittelknappheit und was das bedeutet kann sich auch jeder ausmalen. Da werden alle Hebel in Bewegung gesetzt um die Effizienz zu steigern, was nichts anderes heißt als pro Kuh mehr Milch zu ermelken. Da ja dem Melkroboter die Zukunft gehört, der aber von der Kapazität auch auf Grenzen stößt, ist auch das ein Grund mehr Milch pro Kuh zu ermelken. Über das Grundfutter kann nicht mehr produziert werden, weil eine Kuh die soviel Milch gibt, auch wesentlich mehr frisst und das Grünland nicht mehr wird. Also wird versucht werden die Kühe auf höhere Kraftfutteraufnahmen zu trimmen, welches ja ohne Probleme von irgendwoher importiert werden kann, was ja auch im Interesse der vorgelagerten Wirtschaft ist.
Ich bin auch ein Gegner der Nutzung von gentechnisch veränderten Pflanzen, diese Entwicklung wird sich aber trotzdem nicht aufhalten lassen und wenn das der einzige Weg ist um weltweit die Ernährung zu sichern, dann wird über die Risiken drübergeschaut. Die Gentechnik in der Tierzucht, ist vielleicht nicht so gefährlich und wird deshalb weit weniger Widerstand vorfinden um die Effizienz zu steigern.


walterst antwortet um 11-07-2010 12:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
@noro

Ja natürlich ist es so, dass die Melkerhand nicht ersetzbar ist. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und sage: DAs Kälbermaul ist als optimale Melkanlage nicht ersetzbar.

Trotzdem melke ich alle Tage mit der Melkmaschine und nicht mit der Hand, auch auf die Gefahr hin, dass ich mit der Technik das Kälbermaul und die Hand nicht vollständig ersetzen kann.


hanserhof antwortet um 11-07-2010 13:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Die besten Zuchterfolge kann man doch bereits beim Braunvieh und Holstein ansehen!

Klauenprobleme, Unfruchtbarkeit und immer eine Spritze und Infusion nötig!!
Und warum? Weil nur "SPITZEN-VERERBER" eingesetzt werden!

Vielleicht ist es bei den Kühen so ähnlich wie bei den Menschen, das erst die kleinen Fehler eines jeden, uns zu einzigartigen Persönlichkeiten machen!

Aber lasst diejenigen die das wollen nur machen, dann kommen vermutlich noch mehr Leute zu mir an den Hof und wollen Milch von Kühen die im Sommer auf der Weide flanieren und NUR 7000liter geben.... :-)

mfg



walterst antwortet um 11-07-2010 18:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Das größere Problem, als eine perfekte Turbokuh zu züchten ist jenes, gleich den perfekten Betreuungsmenschen für die Kuh mitzuzüchten, der 365 Tage im Jahr fehlerfrei und sachverständig arbeitet.


helmar antwortet um 11-07-2010 19:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Lieber Walter, so seh ich das auch, du hast recht.........der Schlüssel ist der Mensch, sowohl beim Züchten als auch beim Betreuen.
Mfg, Helga


romy antwortet um 11-07-2010 20:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh


Genau, und das neinte ich , es muß jeder für sich entscheiden, was er will.
Aber wenn einer die genomische Selektion sich zu Nutze machen will, hat er die Möglichkeit dazu!
Das heißt ja nicht, das wir nur "Turbokühe" haben.
Deswegen kann ich die Zeit nicht aufhalten, weiterentwicklung wird es immer geben, ob man es gutheißt, oder nicht!!
Wenn es keine weiterentwicklung geben würde, wäre das Rad noch nicht erfunden worden!!
Man kann darüber "simulieren" wie man will, es wird nichts ändern!
Einige werden sich den Fortschritt (oder wie man es nennen will) zu Nutze machen, andere werden darüber schimpfen!


kraftwerk81 antwortet um 12-07-2010 07:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
... und wieder welche werden von dem angebotenen Fortschritt überrumpelt und auf die Nase fallen....


Christoph38 antwortet um 12-07-2010 08:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Der grosse Vorteil der Turokühe wird darin bestehen, dass dann der Milchpreis nicht mehr so hoch sein braucht wie derzeit.

Ein halbwegs fähiger Betriebsführer wird dann mit 100 Stück 20.000 kg Turbokühen auch bei einem Milchpreis von 20ct vermutlich noch gut leben können, wenn das Zeitmanagement ok ist und er sich nicht zu Schade ist, in der arbeitsextensiveren Zeit einem Nebenerwerb nachzugehen. Klarerweise ist es sinnvoll, wenn der Betriebsführer den Betrieb mit ausreichend Eigenkapital ausstattet.

Grosses Potential hätte sicher auch die genomische Selektion unter den Hofnachfolgern.



romy antwortet um 12-07-2010 09:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh

Kann es sein, das einige nicht wissen wovon sie reden????
Christoph deine Aussage ist sicherlich hypothetisch gemeint- oder??
Ich weiß viele glauben, wenn mal eine 20 000 lt Kuh auftaucht- das ist Zukunft! So wird sich die Milchproduktion entwickeln!
Aber eine Kuh ist ein "Lebewesen". eine Kuh kann nur dann gut Milch produzieren, wenn es ihr gut geht!!!!


biolix antwortet um 12-07-2010 09:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
ja romy, und wenns halt dann nur 4 jahre alt wird, ist es ihr sicher "gut gegangen"... ;-(

Wir haben uns gerade von 2 unserer liebsten Kühe getrennt, gerade verladen, eine war 14 die ander 16 jahre alt..

lg biolix




romy antwortet um 12-07-2010 09:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh


Kühe, die nur 4Jahre alt werden wird es imer geben- sei es weil sie zu wenig Milch geben usw.
Haben heuer eine 13 Jahre alte Kuh weggegeben!
Ich habe vorher schon gesagt- eine Kuh ist ein Lebewesen, sie kann nur gut Milch geben (alt werden), wenn es ihr gut geht!
Wie du vielleicht weißt, werden in den letzten Jahren Kühe mit 100 000 lt Lebensleistung immer mehr!
Es ist nicht das Ziel Kühe zu haben mit nur 2 Laktationen, aber das wirst du ja wissen!
Speziell bei Fleckvieh wird auf langlebigkeit geachtat!!"!!!


biolix antwortet um 12-07-2010 10:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
komisch, warum haben dann die Hochleistungskühe nur mehr Abkalberaten die unter 3 liegen ? und die gehen seit jahren zurück, ist das ein zeichen das es ihnen gut geht ?

lg biolix


romy antwortet um 12-07-2010 12:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Holstein
Bei Fleckvieh höher


beginner antwortet um 12-07-2010 13:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
@Hausruckviertler

Lebensmittelknappheit in 25 Jahren. Das mag sein. Wer weiss das schon. Aber solange noch Schiffeweise das Essen ins Meer gekippt wird und essen verrottet bevor es verteilt wird, macht es 0 Sinn mehr Produktivität zu haben. (In keinem Gebiet der Erzeugung)

Warum investieren wir so wenig Energie in die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung, aber so viel in die Scahffung von Super-Leistungs-Tieren und Geräten. Mehr Milch aus einer Kuh, damit man mehr verschwenden kann?

Nur ein GEdanke..aber was versteh ich schon davon


biolix antwortet um 12-07-2010 13:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Romy Frage : Sind die Abkalberaten die letzten Jahren bei immer höheren leistungen gesunken oder gestiegen ? Und wie verträgt sich das das es den Kühen gut geht ?

lg biolix

p,.s danke beginner, ein "guter" Gedanke... ;-))


romy antwortet um 12-07-2010 14:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh

durchschnittsleistung in Österreich bei Fleckvieh um 6000 kg
Wie gesagt 20 000 lt Kühe gibt es in Österreich nur EINE- ELLI!!!!
Ist auch nicht das Ziel!!
Kann selten ein Betriebsführer managen!!!!
Aber der Besitzer von Elli kanns!!
Ich hab auch gesagt, kann ja jeder selber entscheiden, welchen Weg er gehen will!!


helmar antwortet um 12-07-2010 19:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Mangement allein ist es nicht....auch die Kuh muss das aushalten. Da muss einfach alles zusammenspielen. Ich wünsch der Elli und auch ihren Managern weiterhin alles Gute.
Mfg, Helga


Tyrolens antwortet um 12-07-2010 19:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Das sind doch alles nur Planspiele.

Ich denke, die Realität ist da interessanter...


biolix antwortet um 12-07-2010 19:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
nett, und wie schaut die Realität in den USA aus, und wohin geht unsere Richtung ?
Sehe ich da irgendwo eine Umkehr ? ,-))

lg biolix


romy antwortet um 12-07-2010 20:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh


Ich rede nicht von Holsteins - Fleckvieh ist als "Milchlieferant" in ganz wenigen Ländern der Welt zu Hause!




Tyrolens antwortet um 12-07-2010 20:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Wenn man so blöd ist dass man es nur (den Amis) nachmachen kann.

Ich weiß nicht wozu die Leute ein Gehirn haben. Zum Nachäffen sicher nicht.


cowkeeper antwortet um 12-07-2010 20:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Versteht hier echt niemand die Errungenschaft der gen. Selektion?

Der RIESEN Vorteil dabei ist, wenn ich einige Merkmale wie zb Milchleistung, Fruchtbarkeit, Inhaltsstoffe aus den genomischen Informationen ermitteln kann, dann kann ich die traditionelle Zuchtarbeit auf andere Merkmale intensivieren.
Zum Beispiel sind dann weit größere Fortschritte möglich im Exterieur, in der Fitness, Zellzahl, etc, etc.

lg cowkeeper


biolix antwortet um 12-07-2010 21:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
komisch tiroler, was haben wir bis jetzt nicht den Amis nachgemacht ? ,-))


Peter06 antwortet um 12-07-2010 21:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Am besten wäre es mit Hilfe der Genselektion gleich alle unnützen Bestandteile der Kuh, wie Beine, Fell usw. wegzuzüchten und nur noch Verdauungsystem und Euter übrigzulassen....


Else antwortet um 12-07-2010 22:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Unter "Fleischverzicht schont das Klima"
https://www.landwirt.com/ez/index.php/forum/message/242137/
ging es ja sehr wissenschaftlich her.

Hier vermisse ich DEN Experten für sogenannte Hochleistungskühe, Herrn Dr. Gewessler, und andere Experten.



Tyrolens antwortet um 12-07-2010 22:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Biolix, so einiges. Du musst mal in den USA fliegen, dann werden dir die Unterschiede sehr prägend ins Auge springen.


helmar antwortet um 13-07-2010 08:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Wo Milch in Mengen gemacht wird, und zwar ohne dass es da um begraste Wiesen, etc. geht, dort wird das in den seltensten fällen mit FV gemacht. Höchstens dass manche andere Rassen, auch FV! einkreuzen, um die Kühe robuster zu machen. Wenn man mehrere Komponenten bedienen will, d.h. auch für ein Stierkalb was erlösen, und für eine Schlachtkuh, und sagen wir mal "durchschnittlich" mit der Milch unterwegs sein will, der wird auf eine Mehrnutzungsrasse setzen. Aber wenn ihm ausschliesslich an der Milchmenge was liegt, dann führt am HF kein Weg vorbei.
Fast schon skurril war es als so vor etwa 20 Jahren in NÖ seitens einiger "Verantwortlicher?" alles getan wurde, mit FV die HF linksund rechts und unten und oben auch noch zu überhlen, und vor allem das Jubelgeplärr, als dies auch gelungen ist. Danach ists dann leiser geworden.....
Mfg, Helga


mfj antwortet um 16-08-2010 09:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh


Was die genomische Selektion wirklich erreichen will, hat hier aber noch niemand beschrieben.

Das aufwändige /fehlerhafte Töchter Prüfverfahren das Generationsweise dahinsprudelt, kann vorab bestimmt werden.
Man entschlüsselt mit „sogenannten Marker“ das gesamte Genom auf die Eigenschaften bzw. Interessen die man haben und erreichen will.

Und die Interessen bestimmen die Kunden. Genomische Selektion hat weder was mit Turbokühen noch sonstigen Auswüchsen zu tun, sondern ist eine technische Selektion von genetischen Eigenschaften.
Das alte Töchterprüfverfahren macht nichts anderes, nur eben langsam, fehlerhaft und kostenintensiv.

Aber hört man als Bauer nur ein Fremdwort, das sich nicht nach „patschert, altmodisch und überholt“ anhört – ist es eh nichts.
Und wenn dann noch irgendwelche „Zurück auf die Bäume Vereine“ ins selbe Horn blasen...genießt man den Geschmack von vollen Hosen !





kraftwerk81 antwortet um 16-08-2010 09:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Letztendlich führts dazu dass die Linienvielfalt noch schneller "magerer" wird. Ob das intelligent ist kann sich jeder selber denken.


mfj antwortet um 16-08-2010 13:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh

Genau das denke ich nicht.

Die bisherige Zuchtwertschätzung auf Töchterbasis ist nicht nur ein langwieriges verzögertes Verfahren, es ist auch zu kostenintensiv um irgendwelche wenig gefragte Zuchtlinien zu probieren, die schlussendlich niemand will.
Schließlich müssen Züchter gefunden werden, die das ganze durchführen, es auswerten lassen, um dann überhaupt in einer linearen Bewertung einfliessen zu lassen.

Welcher Züchter kann sich das leisten, jede Menge "Nieten" zu halten bzw. welcher Zuchtverband will sich das leisten? Schließlich stehen Sie ja auch im Wettbewerb zueinander.

Darum haben wir bei unseren modernen Nutzungsrassen die enge Linienführung - die Du zurecht kritisierst - weil, was lange dauert, immer mit hohen Kosten verbunden ist. Und weil mit einer erfolgreichen engen Linienzucht die höchste Sicherheit für den Züchter geboten wird.

Oft fehlgeschlagene Ziele motivieren ja nicht gerade die Zuchtbereitschaft, es ist so schon schwierig genug.

Auch die genomische Selektion wird Kosten verursachen, ich denke es wird sogar "Abgabegebühren" (Patente) für bestimmte Margen geben, aber es wird ein größeres, breit gefächtertes Angebot geben - mit aussagekräftigeren Fakten.

...und das ist intelligenter Kraftwerk, als jene lobbysierte Zuchtverbandsseite die Ihr Klientel süchtig gemacht hat.






kraftwerk81 antwortet um 16-08-2010 13:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Genomische Selektion-endlich der Durchbruch zur Turbokuh
Ich verteidige ja keinesfalls das aktuelle System und sicher wird die Zucht effektiver und schneller voran gehen. Aber wer braucht's?

Und natürlich werden auch "positive" Eigenschaften die "schlechte" Vererber (Teststiere) mitbringen, aussterben (weil dann überhaupt nicht mehr verwendet)! Da braucht man sich nix vormachen!


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