Strohnutzung bei Kleeuntersaat

Antworten: 22
rirei 01-05-2010 11:33 - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
Welchen Klee nehmt ihr für die Einsaat ins Getreide (bei mir heuer SW)?
Wie hoch wird der Klee?
Kann es zu Problemen mit der Strohernte kommen?
Wächst der Klee nach der Strohernte weiter, gilt er als Zwischenfrucht?


179781 antwortet um 01-05-2010 13:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
WElchen Klee du nehmen sollst hängt von Boden, Klima und geplanter Nutzung ab. Wenn du wüchsige Kleearten wie z. B. Rotklee nimmst, kann es schon sein, dass sich der bis zur Erntezeit recht gut entwickelt. Ich habe bei solchen Flächen immer recht hoch gedroschen um nicht so viel Grünzeug durch den Drescher arbeiten zu müssen. Gleich nach dem Dreschen die Flächen mit den Strohschwaden drauf mit Scheibenmähwerk gemäht und gekreiselt, wie beim Heumachen. Durch den hohen Strohanteil trocknet die Sache sehr gut ab und wird bei schonender Behandlung zu gutem Kleeheu-Stroh Gemenge. Ein Futter, das für Kalbinnen oder Mutterkühe gut geeignet ist.
Durch das mähen und abernten der Fläche wird der Klee zu Wachstum und Stickstoffbildung angeregt. Die organische Masse kommt nach der Verwertung als Futter in Form von Mist wieder auf das Feld zurück. Die sofortige Bedeckung der Fläche ohne Bodenbearbeitung erspart Kosten und fördert die Fruchtbarkeit. Also mehrere Vorteile in einem.

Gottfried




rirei antwortet um 01-05-2010 22:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
Danke, dann werde ich es wohl lassen.



biolix antwortet um 02-05-2010 09:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
Morgen !

das ist dein "Schluß" draus... SSKM....

Mit Wießklee, Erdklee oder Gelbklee Einsaat hast du gar keine Probleme bei der Strohernte, max 10 cm höher dreschen musst und um das hast weniger Stroh, und wie Gottfried schon schreibst hast aber eine tolel Begrünung schon stehen und eine Durchwurzelung der ersten 10 cm die sich sehen lassen kann... bei uns steht dann das ganze als D1 bis ins Frühjahr ohne weiteren Arbeitsschritt...

lg biolix


rirei antwortet um 02-05-2010 10:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
Ich brauche aber unbedingt das Stroh. Alles, was ich nicht ernten kann, muß ich zukaufen. Da fahr ich lieber wie bisher nach der Ernte mit dem Grubber drüber und säe eine ZF ein.


biofranzn antwortet um 04-05-2010 13:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
Hallo Rirei!

Du hast ungenau gelesen: Gottfreid schreibt doch eh dass du das Stroh ernten kannst- plus die Menge "Klee" die im unteren Bereich drinnen steht plus die Halme, die du mit dem Mähwerk abmähst, welche der Mähdrescher stehen lässt- einziger Nachteil mind. einen Tag Trocknungsdauer nach dem Dreschen
nebenbei meist gute Qualität, die den Tieren schmeckt (Einstreubedarf steigt eventuell leicht an)- also ich würds auf der Hälfte der Fläche auf jeden Fall riskieren


Tyrolens antwortet um 04-05-2010 16:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
Nur dass du mit dieser Untersaatgeschichte eine Menge Dreck ins Stroh bekommst.


rirei antwortet um 06-05-2010 08:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
@biofranz
Danke, das hab ich schon gelesen.
Aber noch einmal alles mit dem Mähwerk abfahren ist sicher mehr Aufwand und bringt mehr Bröckelverluste beim Klee und auch beim Stroh, als der Klee in Summe mehr an Masse bringt. Außerdem müssen meine Kühe kein Stroh fressen ;-)

Wenn, dann müßte es umgekehrt laufen: Mit dem Mähdrescher so tief als möglich den Klee mitmähen, die Dreschtrommel wirkt wie ein Aufbereiter, Klee-Stroh-Gemisch einmal wenden, schwaden, fertig.

Bzgl. Verschmutzung hätte ich weniger Bedenken. Tyrolens, warum meinst Du, dass man das Stroh so stark damit verschmutzt?


Tyrolens antwortet um 06-05-2010 09:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
Hallo,


Rotklee bildet nie eine ausreichend dichte Narbe aus. Du siehst immer den Boden durchleuchten. Nach dem Dreschen musst du nachmähen und dann kreiseln, dann vielleicht noch mal kreiseln und dann Schwaden. Wenn du die Arbeitstiefe nicht ganz großzügig einstellst, greifen die Zinken unweigerlich in den Boden und verschmutzt damit das Stroh/Heu.


biolix antwortet um 06-05-2010 09:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
Tiroler , tiroler. solche tipps, was ist "dreck", ein kleiner Anteuil von Klee ?
Wor machen das jetzt shcon über 10 Jahren, das Stroh einen Tag länger liegen lassen, bzw. höchsten einmal Schwadern...und wir sind nicht im Trockengebiet, und es hat noch jedes Jahr geklappt... ;-)))

lg biolix

p.s. bei Hafer udn Gerste, ist das Stroh dann noch toller zum verfüttern, schmeckt ihnen doppelt so gut.. ;-))


Tyrolens antwortet um 06-05-2010 10:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
In diesem Fall ist es Dreck. Kommt halt immer drauf an, in welchem Zusammenhang man es sieht. Mit dem Thema Futterverschmutzung ist nicht zu spaßen.

Wir haben hier an die 1.000 mm Niederschlag pro Jahr. ;)

Wir machen das übrigens auch schon über 10 Jahre lang, nur, wir sind nicht auf den letzten Strohhalm angewiesen. Trotzdem find ich's suboptimal. Besser eine saubere Zwischenfrucht anbauen. Nach der Ernte.


biolix antwortet um 06-05-2010 11:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
;-)))

90% der Ö Ackerbauern haben keine 1000 mm, und bei 650 bei uns gehts.... ;-))

"Dreck" ist es auf keinen Fall, sondern sogar, siehe mein Beispiel , höherwertiges Stroh .. ;-))

Korrigiere: machen das seit 10 Jahren in 100% der Fläche mit Kleeuntersaaten, auch in allen Winterungen und haben den besten Erfolg, was Humusaufbau und Bodenleben betrifft...

blg biolix


Tyrolens antwortet um 06-05-2010 11:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
10% ist immerhin jeder Zehnte.

Dreck ist nicht das Futter, sondern das, was du vom Boden ins Futter bringst. Und jetzt komm nicht mit dem Argument, dass das eh wertvolle Mineralien sind. ;)




biolix antwortet um 06-05-2010 11:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
Aso du gibts Empfehulungen für 10% ab.. auch nciht schlecht.. ;-))

habens in Tirol noch nicht geschafft den Schwader nach oben zu stellen.. ;-))

das schöne ist ja das das Stroh auf dem Klee liegt, udn der Drescherfahrer auch höher drischt, also wo sollen da "wertvolle" Mineralien dazu kommen...

also Ackerbauer wirst du nie einer.. ;-))

lg biolix


josefderzweite antwortet um 06-05-2010 11:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
I gib a schon ewigst weißklee als einsaat drunta und hat jedes jahr super funktioniert. Seh sogar als Vorteil denn wenns nach der Ernte regnet und des Stroh dann feucht is host keinerlei schwierigkeiten beim aufkehren und verschmutz a viel weniger. Die dreschafahrer haben si a noch nie beschwert und erntegut is meist bei 14-15% feuchte

außerdem konnst gleich Begrünung Variante A beantragen und host a schönes Geld a noch dazu.


Tyrolens antwortet um 06-05-2010 12:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
Ach, ich kann auch überhaupt Hochschnitt machen... Dann gibt's keine Futterverschmutzung. Aber auch keine Strohernte.

Also es ging ja darum, dass möglichst viel Stroh vom Acker soll. Ist ja nicht nur bei uns so, dass Stroh schon mehr als Futtergetreide kostet. Insofern... Man kann ja auch nicht immer anderen die eigene Meinung aufzwingen. Wäre es so, würde ich sagen: "Das Korn gehört dem Bauern, das Stroh den Würmern."

Weißklee reagiert auf Stickstoff noch empfindlicher als Rotklee. Ich denke, der wird im konventionellen Anbau nur dann etwas, wenn Stickstoff per NH4-Depot gedüngt wird.


biolix antwortet um 06-05-2010 12:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
genau josef, und da reichen sogar 3kg Weißklee bei usn aus... ;-))

machen es seit 3 Jahren mit verhschiedenen anderen Kleearten ( erdklee, Gelbklee, Inkarnatklle etc. ) und haben damit mehr als 2 Winterharte Begünungarten udn das geht dann auch mit der Mulchsaatvariante D1.. ;-)))

lg biolix

p.s. und wie du schön schriebst, wir hatten jahre da hats 100 mm geregnet nach dem Drusch, und nur wenige hatten die Begrünung schon gebaut, ander mussten das tun was man leider auf You tube öfter sieht, Bodenzerstörung...


biolix antwortet um 06-05-2010 12:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
;-))

tiroler wo redest dich jetzt wieder rein... mehr als 10 cm höher haben wir noch nie gedroschen inkl. du schreibst oben, du brauchst nicht den letzten Halm, jetzt plötzlich schon.... ;-))

ach ja, das ist aber nun ein konv. Problem , genauso wie die PSM anwendungen die nach der Untersaat natürlich zu unterlassen sind, aber die Probleme haben gott sei dank die Bios nicht.. ;-))))

lg biolix


Tyrolens antwortet um 06-05-2010 13:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
Wo willst du mich denn jetzt wieder hin schieben?

Wir brauchen nicht jeden Halm, der Rierei aber schon. Und der hat ja gefragt, oder?

Wir hatten schon Jahre, da war der Rotklee schon höher als der Hafer? Und, dann macht man eben Hochschnitt und läst das Stroh am Acker. Bei uns geht das, aber wie gesagt, der Rierei braucht unbedingt das Stroh. Da sind die Präferenzen eben ganz anders.

Die Sache mit den N ist nicht nur ein Konvi-Problem. Soll ja auch Bios geben, die ihre Bestände mit ordentlich N düngen, quasi ihren Klee wegdüngen. Leguminosen vertragen das halt nicht sonderlich.
Untersaaten kannst beim Einsatz von PSM schon machen. Es gibt ja auch genügend, die das so praktizieren.



biolix antwortet um 06-05-2010 16:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
Tiroler, deine 2 ersten Antworten:

"Nur dass du mit dieser Untersaatgeschichte eine Menge Dreck ins Stroh bekommst."

"Rotklee bildet nie eine ausreichend dichte Narbe aus. Du siehst immer den Boden durchleuchten. Nach dem Dreschen musst du nachmähen und dann kreiseln, dann vielleicht noch mal kreiseln und dann Schwaden. Wenn du die Arbeitstiefe nicht ganz großzügig einstellst, greifen die Zinken unweigerlich in den Boden und verschmutzt damit das Stroh/Heu. "


Also du brauchst dich wirklich nicht raus reden, wennst so einen Blödsinn schreibst, also "dreck " hatten wir noch nie, und der Klee hat immer eine dicht Narbe, überhaupt bei 1000 mm sollte er eine tolle Narbe haben.. ;-)))

lg biolix



Tyrolens antwortet um 06-05-2010 17:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
Also ist sehe nirgends, dass ich mich rausreden würde.

Ich weiß nicht, wie es bei euch oben so mit den Wiesen aussehe, aber bei uns ist eine Narbe dann dicht, wenn du kein bisschen Boden mehr siehst. Das ist beim Klee noch am ehesten mit Erd- (nicht winterhart) oder Geldklee (sollte im Gemenge angebaut werden) möglich -> ausprobieren. Aber selbst die sind nicht mit zB einem Wiesenschwingel vergleichbar. War übrigens die bisher Direktsaat, die ich bisher gesehen habe: Rotschwingelvermehrung und dann Winterweizen rein.

Ich verstehe ja das Herumgereite auf der Untersaat nicht. Untersat finde ich interessant, wenn die Untersaat die Zeit als Untersaat braucht, weil sie noch zur Hauptfrucht werden soll, aber sonst? Idealerweise fährt hinter'm Drescher gleich die Presse (wenn man das Stroh braucht) und dahinter gleich die Sämaschine. Bei den meisten Zwischenfrüchten reicht das sogar noch für einen schönen Schnitt im Herbst.




biolix antwortet um 06-05-2010 23:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
oje, steh doch mal zu deinem "Dreck"... ;-))

udn plötzlich fährt die Presse nach dem Drescher, und die Sähmaschine, sprichst eh wieder für "dein" 1000 mm Gebiet, das ich nicht lache.. ;-)))))

aber bei dir ist Hopfen und Malz verloren.. ;-))

gute nacht...

biolix


rirei antwortet um 07-05-2010 06:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Strohnutzung bei Kleeuntersaat
@tyrolens u.a.:
Danke für Eure Antworten.

@biolix
Ich weiß echt nicht, warum Du Dich wie persönlich angegriffen aufführst, wenn einer das Wort 'Dreck' verwendet.
Falls Du es nicht geschnallt hast: tyrolens meint mit 'Dreck' einfach nur Schmutz, den man sich mit zu tief eingestellten Geräten ins Erntegut holt. Sonst nichts. Kein Mensch sagt was gegen Dich oder den Biolandbau.

Und falls Du ein persönliches Problem mit tyrolens hast, dann mach Dir das bitte mit ihm persönlich aus.


Bewerten Sie jetzt: Strohnutzung bei Kleeuntersaat
Bewertung:
Noch keine Bewertungen vorhanden!
message;235417




Landwirt.com Händler Landwirt.com User