Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau

Antworten: 31
edde 01-04-2010 09:10 - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
na wenn das nicht eine gute nachricht zum heutigen tag ist ?

da setst sich doch tatsächlich die Landwirtschaftskammer für vereinfachte förderprogramme ab 2013 ein in vollem bewusstsein, dass damit ihre eigenen sessel in die hackmaschine wandern müssten.
wenn das bloss kein aprilscherz ist ...



josefderzweite antwortet um 01-04-2010 11:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
Des wär scho längst notwendi!!!

I bin sowieso für a Ausweitung der Computeransuchen und wennst wos brauchst in da Kammer soll Alles über 30min pro Monat kostenpflichtig sei, dafür soll ma aber ka Steuer zohln müssn.
Da fliegen morgen scho die Sessel ausi


Fallkerbe antwortet um 01-04-2010 15:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau

Zitat:
für vereinfachte förderprogramme ab 2013
Zitat ende

" vereinfachte förderprogramme " ist eine so wunderschöne Wortkreation, mit der man scheinbar sogar die Bauern für eine "fördermittelunabhängige Landwirtschaft" begeistern kann.

Bevor bei der Kammer die Sessel rausfliegen wird doch noch für jeden LWbetrieb ein Businessplan erstellt. Das ist schon noch einiges an Arbeit.




edde antwortet um 01-04-2010 22:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
apropos Businessplan :
weiss man eigentlich schon, was mit den schlechter abschneidenden Betrieben passiert ?



helmar antwortet um 02-04-2010 08:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
Die bekommt der Aufhauser.......
Mfg, helmar, Helga Marsteurer


walterst antwortet um 02-04-2010 08:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
@edde

Ich glaube, Du hast die Idee vom Berlakovich noch nicht ganz verstanden.

Der Minister will es umgehen, den Bauern sagen zu müssen: Hörts´auf!

Der Businessplan wird für viele Leute das Ergebnis bringen: Das geht sich nicht aus oder macht keinen wirtschaftlichen Sinn.

DAnn kann sich der Bauer selbst die Empfehlung geben, aufzuhören. Schließlich hat er es sich dann ja selbst vorgerechnet.


Tyrolens antwortet um 02-04-2010 09:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
Du machst deine Rechnung ohne die Vogelstrauß-Theorie.


josefderzweite antwortet um 02-04-2010 09:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
Und für wos werden laufend in da Kammer die Anträge auf a Investförderung manipuliert? Des her i netta zum ersten mol dass zerst ausgrechnet wird wie es wirkli ausschaut (kommt meist nix guats raus) und dann auf die Art "darfs a bisserl mehr sein?"

Die Berechnung von Businnesplänen lernan unsre Kinda jo e a schon in da Schul und für die soll des auch dann von Vorteil sein dass sie wissen von was der Kammerzoffe spricht.

Bin für an Businnesplan der ABER nicht verpflichtend in die Bewirtschaftung eingreift, nix kost ( :-) ) , kane Auflagen vermittelt und netta vo Deppen errechnet wird. Den solche Leit die an MFA ausfüllen können, können des noch lang netta rechnen.

PS und scho wieder hot sich des kopieren vom Text auszahlt!!!!


MUKUbauer antwortet um 02-04-2010 11:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
Hi

I weiß ned ob man unbedingt bei den BK draussen in den Bezirken sparen muß - der ganze Kropf der drüber sitzt ist etwas viel -

weil Bauern sind immer weniger geworden nur die die davon leben nicht - im gegenteil - allein die AMA hat ja mehr als genug Leute


Franz S. antwortet um 02-04-2010 12:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
Interessant daß Bauern so für Bürokratieabbau in ihrer Kammer sind. Sitzen doch ihre Kinder drin! Ebenso in der Sozialversicherung, im Lagerhaus, im Gemeindeamt!
Liebe Bauern, ihr schimpft immer soviel über die Bürokratie, über sogenannte Bürohengste etc. Es gäbe sicher einige weniger von diesen würden alle Bauern ihre Kinder zu Hause behalten. Warum gerade die Bauern das tun sollen? Weil die gar so arg schimpfen!
Mit der Mistgabel in der Hand würden sie weit nützlichere Tätigkeiten vollbringen und sie kämen billiger, da sie wohl kaum Lohn bekämen, (Kost und Logis genügt, hat ja auch früher genügt) Sozialversicherungsbeiträge ließen sich auch irgendwie vermeiden und außerdem könnten sie dann niemanden schikanieren! Wär doch was, oder?
Die andere Möglichkeit: Matschkert nicht soviel und seit froh daß ihre eure Kinder so gut unterbringen konntet!



josefderzweite antwortet um 02-04-2010 13:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
@ Silva

Do zeigst mir 1 einzigen Bauernsohn oder der irgendwann scho amoi von ana Landwirtschaft wos kehrt und gsehn hot in da Sozialversicherung. Weis aus SICHERER Quell dass dort solche Leit ned aufgnommen werden.


Franz S. antwortet um 02-04-2010 14:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
Allein aus unserem Dorf gibts einen Bauernsohn und eine Bauerntochter die in der SVA der Bauern angestellt sind. Die halbe Nachkommenschaft der anderen Bauern ist im Lagerhaus und auch im Gemeindeamt findet man so manches Bauernkind.
Dagegen gibts auch nichts zu sagen, nur sollten halt gerade jene, die ihre Kinder dort hineingebracht haben, sich nicht so aufregen und auf alle "Bürohengste" gleichermaßen hindreschen - könnte auch das eigene Kind getroffen werden!

Deine sichere Quelle?
Vielleicht sieht so aus daß dein Kind dort nicht genommen wurde und jetzt weint er halt "weils wieder so grauslich sind zu uns Baun!"




walterst antwortet um 02-04-2010 15:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
@silvia

Kannst Du mir bitte Deine Vorstellung von der richtigen Jobverteilung sagen?

Wer soll denn im Lagerhaus, das den Bauern gehört mit dem Stapler fahren?
Wer soll in der LWK als Berater tätig sein? Der Musikstudent?
Sollen die Bauernkinder besser bei der AK ins Büro?


Franz S. antwortet um 02-04-2010 17:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
Ich habe geschrieben:
"Dagegen gibts auch nichts zu sagen,..."
Wogegen es jedoch viel zu sagen gibt ist, dass gerade jene die den sogenannten geschützten Bereich mit Personal beschicken auch jene sind, die gerade über diesen ständig schimpfen!

Wer im Glashaus sitzt ...




ALADIN antwortet um 02-04-2010 18:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
Ich sage sehr oft bei versch. Diskussionen: "Wir müssten wieder mit der Sense oder den Dreschflegeln in die Hauptstädte ziehen und eine Menge Beamte vertreiben. Die Bürokratie ist schon lange über die Ufer getreten. Aber leider sind wir nicht mehr Viele. Durch die viele Zeit, die manche Beamte haben, werden wir mit Schikanen zugedeckt.
Ich habe mir kürzlich ein Elektrofahrrad gekauft. Beim Förderansuchen ist neben der Adresse auch das Geburtsdatum der Geburtsort und der Familienstand anzugeben. Ich werde noch meine Religion, die Blutgruppe und sexuelle Neigungen dazuschreiben. Übrigens: Bearbeitungszeit= 16 (sechzehn) Wochen.


Fallkerbe antwortet um 02-04-2010 18:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
@aladin,

wenn du dein Elektrofahrad selbst bezahst, dann mußt du keinen Antrag ausfüllen, Religion und Blutgruppe kannst du für dich behalten, und bearbeitungszeit gibts auch keine.

Da könnte man sicher auch einige Beamte einsparen, wenn man solche fragwürdigen Förderprogramme ersatzlos streichen würde.

mfg





Holzwurm357 antwortet um 03-04-2010 09:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
Guten Morgen,

@Silva,

ich wüsste die perfekte Lösung für dich, kauf dir einen grossen Bauernhof und werd Bauer!

Dann kannst du zur Gänze aus den Vorteilen unseres Berufsstandes profitieren, kannst im Geld der AMA schwimmen, deine Kinder in hochdotierte Jobs beim LGH oder als Gemeindearbeiter "schieben", dir neue Traktoren und einen riesengrossen Pajero zulegen, ab und zu a bissl arbeiten, und die restliche Zeit im Wirtshaus verbringen und über alle Anderen schimpfen und jammern, wie schlecht's dir doch geht.

In ein paar Jahren erzählst uns dann deine Eindrücke und Erfahrungen vom
"goldenen Bauernleben"...

LG!


Franz S. antwortet um 03-04-2010 09:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
Tät ich gern!
Doch womit?
Weder vererbt noch schenkt mir jemand einen großen Bauernhof!
Ihr Bauern habt leicht reden, bekommt einen Hof geschenkt von den Eltern, seid also in eurer Existenz mindestens so sicher wie hohe Beamte. Wenns auch manchmal nicht so gut geht, um eure Existenz braucht ihr nicht wirklich zu bangen!
Im übrigen bist du ein richtig gemeiner Bauer! Deine Art zu "argumentieren" kenn ich!
Wer jammert denn? Ich jedenfalls nicht!
Du schreibst!"Traktoren und einen riesengrossen Pajero zulegen, ab und zu a bissl arbeiten, und die restliche Zeit im Wirtshaus verbringen und über alle Anderen schimpfen und jammern..."
Das ist es was viele, nicht alle, Bauern tun, schieb es also nicht anderen in die Schuhe!



ALADIN antwortet um 03-04-2010 09:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
Silva!
So einen Blödsinn habe ich schon lange nicht gelesen. Existenz geschenkt und so sicher wie ein Beamter? Kann schon vorkommen.
Ich habe zwar die Grundlagen für meine Existenz geschenkt bekommen, damit hätte ich es nicht einmal im Nebenerwerb geschafft. Ich habe viele Äcker in einem klimatisch und bodenmäßig nicht besonders bevorteiltem Gebiet gepachtet und viele Jahre schwer und viel und lange gearbeitet. Seit ich keine Kühe mehr melken muss, geht es mir viel besser. Ich muss mich aber immer wieder mit dem Neid meiner Zeitgenossen auseinandersetzten. Da ich bei jeder Gelegenheit gerne meine Meinung kundtun würde, muss ich immer wieder sehr "diplomatisch" sein, sonst ist der Pachtgrund futsch.................................



edde antwortet um 03-04-2010 09:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
wenn man manchen beitrag so durchliest denkt man, es würden sich auch die unselbstständig erwerbstätigen einen aufpasser pro fünf beschäftigte wünschen wie im ehemaligen ostblock.
diese aufpasser könnt man naheliegend aus den arbeiterfamilienn rekrutieren und wären somit gute jobchancen eben für diese...

doch das spielts in einem wirtschaftssystem nimmer, in dem das geld dort investiert wird, wo es den wenigsten widerstans antrifft.
widerstand im falle landwirtschaft durch niedrige preise, aber auch durch überzogene agrarbürokratie .

wenn sich so wie gerade mein nachbar einen digitalisierungstermin bei der BBK besorgte weil er angst hat dass im sommer bei feuchter witterung eventuell fahrspuren auf einem wiesenstück sichtbar sein könnten ist die grenze des wahnsinns längst überschritten !!!!

mfg







ALADIN antwortet um 03-04-2010 09:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
Hallo Fallkerbe!
Ich hab schon gewusst das das kommt. Ich selbst habe das immer den Jammerern beu den EU Zahlungen gesagt. Ich werde natülich nicht auf die 200€ verzichten. Das ist vielleicht gewollt.
Aber im Enst. Sollen wir uns wircklich von dem Beamten(im weitesten Sinn) all diesen Blödsinn gefallen lassen? Sind viele der Bestimmungen und Stolpersteine, die uns auferlegt werden nicht nur zur Sicherung der Beschäftigung und um uns eins auszuwischen gemacht worden?


50plus antwortet um 03-04-2010 13:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
@Silva

Ich glaub gerne, dass du eine Landwirtschaft geschenkt bekommen würdest - aber ich glaub nicht, dass du gerne davon leben würdest - oder könntest.
Es ist ein Unterschied - ob ich die Flächen verkaufe und lustig davon lebe, oder ob ich mein Allermöglichstes tue , dass ich den Betrieb erhalte und an die nächste Generation weitervererbe.
Aber - ich glaube nicht, dass du verstehst, was ich dir damit sagen will - es fehlt dir wahrscheinlich die Erkenntnis dazu.

Du mußt die Bauern nicht beneiden - sie haben zur Zeit einen schweren Stand!

Frohe Ostern!

lg
50plus


tch antwortet um 03-04-2010 16:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
Amen!

tch


MUKUbauer antwortet um 03-04-2010 16:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
@ Silivia - wie heißt es so schön - "Was du dir erheiratest brauchst dir nicht erarbeiten!"

Für Frau ist es gar nicht mal so schwer auf einen Bauernhof zu kommen wenn sie selber keinen hat *lach*


Fallkerbe antwortet um 03-04-2010 18:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
@aladin

das ist nicht persönlich gemeint, und wenn es die Förderung gibt darf sie natürlich auch jeder beantragen.
Was ich anzweifle ist vielmehr die Förderung an sich. Was hat die öffentliche hand bzw der steuerzahler davon, wenn sich jemand ein elektrofahrad zulegt? welchen sinn soll diese Förderung haben?
200 euro auszahlung uns geschätzte 40,-- verwaltungskosten.
Für ein Privatfahrad? Sowas gehört mm ersatzlos gestrichen und wer gerne eine Eelktrofahrad möchte, der soll es gefälligst selbst zahlen. wie kommt ein Steuerzahler dazu, jemandem sein fahrzeug zu Finanzieren? Ist das die aufgabe des Staates?







Fallkerbe antwortet um 03-04-2010 18:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
@50 plus,

ich glaube, du solltest deine MEINUNG oder LEBENSEINSTELLUNG nicht mit ERKENNTNISS gleichsetzen. ich teile zwar deine Lebenseinstellung im bezug auf grundbesitz und ähnliches, eine Erkenntniss ist es mm aber nicht.


mfg


Linda antwortet um 03-04-2010 18:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
Hallo,
Als ich ein Mädchen war gab es da so eine Abstimmung und da ich noch zu jung war hatte ich nicht die Möglichkeit meine Meinung kund zu tun ...und dann kam die EU ..sicher mit Vorteilen (na ja ggg) aber auch den Nachteilen die wir alle und unter anderem auch wir LandwirtInnen zu spüren bekommen ....ein gravierender Nachteil: die Bürokratie ....ich verstehe bei dem Ganzen einfach nicht woher diese Abneigung gegen die Kammer kommt ...wer hat uns bei der Flächenerhebung geholfen und versucht das best mögliche für die LandwirtInnen herauszuholen ...bei uns wars die LWK/BBK....wo geht man hin wenn "der Hut brennt" zur LWK/BBK ?? .... wer versucht uns die VO und Gesetzestexte welche vielfach durch den EU Beitritt für uns ausschlaggebend wurden verständlich zu machen? ...die LWK/BBK??....
Die AMA und die LWK/BBK als FEINDBILD Nr.1 der LandwirtInnen?!
Warum?
LG von einer nachdenklichen Linda






helmar antwortet um 03-04-2010 19:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
Liebe Linda......es schreiben hier vielleicht eher jene, welche, aus welchen Grund auch immer, mit der LK nicht zufrieden sind. Ich muss sagen gehöre zu den eher zufriedenen Kammermitgliedern. Was nicht heisst dass ich alles für gut und richtig halte was so manche Angestellte der LK so verbreiten. Aber ich sage dann auch jenen, was mir nicht gefällt..
Mfg, helmar, Helga Marsteurer


Felix05 antwortet um 03-04-2010 20:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
Hallo,

Zwischenfrage:
Muss in Österreich ein Landwirt in der Landwirtschaftskammer organisiert sein?

Gruß, Lutz!


walterst antwortet um 03-04-2010 20:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
@lutz
Pflichtmitgliedschaft - Kammer ist die gesetzliche Interessensvertretung, hat aber einen großen Teil ihrer Aufgabe vom Ministerium mit der Abwicklung der Mehrfachanträge und Ausgleichszahlungen übertragen bekommen, und damit den Hauptkontakt mit den Bauern beim Thema Ausgleichszahlungen. Was ja nicht direkt eine Interessensvertretungsangelegenheit ist.
Fachberatung und Interessensvertretung drohen daher deutlich in den Hintergrund zu rücken. Milde ausgedrückt.


Felix05 antwortet um 03-04-2010 21:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
Oha, danke,

ich habe gedacht, dass sei wie die Handwerkskammer in Deutschland oder eben wie bei uns die Innung für´s Kfz-Gewerbe.

Normalerweise ist es ja nicht schlecht, einen Dachverband zu haben, wenn der dann auch die Interessen der Mitglieder vertritt.
Alles Gute hat man selten beisammen und es wird halt wie überall sein, der Erfolg hängt oft von beiden Seiten ab.
Wenn es gesetzlich wird, ist man oft auch ausgeliefert, weil, man muss ja und das lassen sich gewisse Leute dann raushängen, ist hier nicht anders.

Danke nochmal und Gute Nacht!, Lutz!


Holzwurm357 antwortet um 04-04-2010 08:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Landwirtschaftskammer für Agrarbürokratieabbau
Liebe(r) Silva,

Naja, also, wenn du nicht jammerst, ich tu's auch nicht, hab ja einen Pajero pick up, 3 Traktoren, und auch Zeit, ins Wirtshaus zu gehn, allerdings nicht um zu jammern, sondern um traditionelle u kulturelle Pflichten des Bauerntums wahrzunehmen.

Du schreibst, wir bekommen den Hof geschenkt;
naja, wir müssen aber auch die damit verbundenen Pflichten mitübernehmen.
Klar, so ein Hof mitsamt dem Grund ist natürlich mehrere hunderttsd bis Mio Euro wert, doch dieses Geld würde ja nur schlagend, wenn der Hof verkauft würde.

"Das Ziel eines Hofübernehmers sollte jedoch sein, den Hof vorbildhaft zu führen, in Schuss zu halten und zu verbessern, um ihn irgendwann den eigenen Nachkommen schuldenfrei und gut erhalten, weitergeben zu können."

Naja, und das ist natürlich nicht ganz einfach; viele Höfe werden mit Schulden übergeben, die Altbauern haben keine Lust oder Kraft mehr, zu investieren, Maschinen auf technischem Stand zu halten, Gebäude zu erhalten, d.h. auf den Jungübernehmer kommen gewaltige Herausforderungen zu.
Ich weiss nicht, ob du ein eigenes Haus hast, wenn ja, wirst du mir zustimmen, das "immer" was zum Herrichten ist, natürlich schnell mit hohen Kosten verbunden..., nun kannst du dir sicher gut vorstellen, das auf einem Hof mit mehreren Gebäuden, diese Kosten nicht gerade gering ausfallen.
Weiters sind in meinem Fall 2,2 km Hofzufahrt zu erhalten, die Forststrassen zu erhalten, damit die restliche Bevölkerung sicher durch meinen Grund marschieren bzw. fahren kann, usw, usw.

Wenn dein Nachbar soviel an AMA- Ausgleichszahlungen bekommt, wird er ganz sicher ebensoviel an Aufwänden und Ausgaben haben.

Ich krieg nur 6.000 Euronen, damit ist nicht mal die SV abgedeckt.

Das die Produktpreise im Keller sind, bzw. vor 30 Jahren wesentlich höher waren, wirst du ja hoffentlich nicht abstreiten.
Was würdest du sagen, wenn zB. so wie bei Sturm Paula, die Holzpreise von 88 auf 69 Euro gesenkt werden.
Also dein Nettolohn plötzich auch ein Drittel weniger ausmacht.
Bei den Vieh u Futtermittelpreisen ist es ähnlich, deshalb auch die Ausgleichszahlungen.

Meinen Jeep u meine Traktoren hab ich mir übrigens schon selbst finanziert, bin seit meinen 11. Lebensjahr mit meinem Vater nach der Schule in den Wald, Holzschlägern im Bauernakkord, hab einen Beruf erlernt, nebenbei weiter geschlägert, u konnte mir mit 17 mein jetziges Werkstättengebäude bauen, später kamen dann Jeep u Maschinen.
Einziges Manko an meinen 19 Std Arbeitstagen: mit 23 war ich zum ersten Mal auf Kuraufenthalt wegen meinen Lendenwirbeln, und meine erste fixe Freundin hatte ich auch erst mit 27, weil vorher war ja keine Zeit, da wurde mir schon nachgesagt, ich sei mit meiner Husqvarna verheiratet, gg!

Lg, und einen schönen Ostersonntag!





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