Suche Erfahrungswerte Maisanbau

Antworten: 15
amalie18 21-03-2010 14:41 - E-Mail an User
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Hallo,

ich möchte heuer wieder Silomais anbauen und überlege gerade dies Pfluglos zu tun.
Als Winterbegrünung hatten wir Senf/Raps-Gemenge. Ist aber nur 10-20cm hoch.

Wer baut Pfluglos?
Welche Erfolge/Misserfolge hattet ihr?
Worauf besonders achten?

Ich überlege auch ein Drittel normal mit Pflug, ein Drittel Mulchen und Kombiniert und ein Drittel ohne Mulchen und Kombiniert zu bauen, um einen direkten Vergleich zu haben.

Welcher dieser Kombinationen gebt ihr die besten Chancen?

PS: Baut jemand Mais mit Untersaat? Welche,..., Erfahrungen,...

Lg





Hirschfarm antwortet um 21-03-2010 15:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wenn du Pfluglos arbeitest unbedingt Unterfußdüngung machen.Wir nehmen 200kg Diammonphosphat/ha.


haasi antwortet um 21-03-2010 18:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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im Frühjahr auf keinen Fall pflügen !
Gefahr bei langer Trockenheit wegen unterbrochner Kapilarwirkung (aufsteigende Feuchtigkeit, Bodenschluß), wennst jetzt pflügst und auf regen hoffst zwecks Bodenschluß, schmiert es noch ziemlich im Untergrund und bei viel Regen bis zur Maissaat sauft dir das Feld ab.
auch nicht zu tief mulchen, max 5 cm ( Saattiefe)
am besten pflügen vorm Begrünungsanbau im Sommer/ Herbst.
Saatbettbereitung mit Kreiselegge, Federzahnegge oder Kurzscheibenegge. Je nachdem was vorhanden ist und wie hoch und üppig die Begrünung.( oft nur mehr mit Kurzscheibenegge möglich wegen verstopfen)


ANDERSgesehn antwortet um 21-03-2010 19:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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hallo amalie!

huch, bei so vielen fragen wird´s eine doktorarbeit!
(so nebenbei, es sind weitere gegebenheiten auch sehr rar deinerseits)

die einfachste antwort: es kommt auf viele faktoren darauf an.
(genauso oberflächlich wie dein beitrag, aber nicht böse gemeint).

tja, mais ist eine hackfrucht, dadurch haben sogar die erfahrensten in der no-till-gemeinde auch so ihr hürden um an ihr ziel zu kommen (die schweizer sind hier pioniere).

aber wenn du ehrliches interesse hast, wirst du beim verein bei konservierende bodenbearbeitung ein interessierter bzw mitglied sein und auch die fachzeitschrift LOP ( landwirtschaft ohne pflug) abonniert haben, oder zu mindest andere bücher gelesen haben mit gleichwertigen niveau.

ich befürchte du wirst in diesen forum keine guten antworten finden.

lg
ANDERSgesehn.

ps: zu deinen ps (mais und untersaat) würde mich deine gedanken interessieren.




frank100 antwortet um 21-03-2010 20:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ hirschfarm

wieso unbedingt Unterfußdüngung ?
Ich mache auch Mulchsaat aber ohne Unterfußdüngung noch nie ein Problem gehabt.



MF7600 antwortet um 21-03-2010 20:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ frank100 kommt auf den boden und die gegend an.

wo soll jetzt da die grosse hexerei bei dem maisanbau sein?!!!
so wie es halt in deinem fall ist würd ich ganz einfach 100% kombiniert anbauen- ende!


179781 antwortet um 21-03-2010 21:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wenn dein Boden in Ordnung ist, dann auf keinen Fall da mit Pflug, Grubber oder sonst was herumbaggern. Das macht nur Schaden. Wenn du die Begrünung ordentlich hingebracht hast, dann ist der Boden von den jetzt abgestorbenen Wurzeln dieser Begrünung durchzogen, wo der Mais dann leicht nachwachsen kann. Nimm einen Spaten und geh aufs Feld damit. Spatenprobe werde ich wohl nicht erklären müssen. Wenn du nicht irgendwelchen schweren Schäden auf deinen Äckern hast, wirst du feststellen, dass an der Oberfläche ideale lockere Erde ist und weiter nach unten eine Bodenstruktur wie eben nach pflügen im Herbst, cielleicht etwas besser abgesetzt.
Was du bedenken musst, ist, dass sich der Boden auf solchen Flächen gegenüber Pflugfurche im Herbst etwas langsamer erwärmt. Also nicht nervös werden wenn die ersten Nachbarn ins Feld fahren. Erst arbeiten, wenn die Oberfläche trocken wird und der Unterboden keine feuchten Klumpen mehr macht. Schon wieder: Spatenpobe!
Kombinierte Aussaat klappt bei uns meist nicht so gut. Wenn die Fläche nach dem Eggen einige Stunden übertrocknen kann, dann arbeitet das Sägerät viel besser. Aber das ist eine Technikfrage.
Unterfußdüngung kann Vorteile haben, weil auf Mulchsaatflächen die Entwicklung der Pflanzen anfangs etwas langsamer erfolgt, was sich nach kurzer Zeit dann meist umdreht.

Wenn du dir die Arbeit machen willst, dann lege die Versuche so an wie du geschrieben hast. und dokumentiere alles genau mit Fotos. Das ist sicher interessant und lehrreich. Allerdings kann ich dir gleich sagen, dass die Variante mit Mulchsaat (sofern sie richtig gemacht wird) der Pflugvariante eindeutig überlegen ist.

Gottfried


schellniesel antwortet um 21-03-2010 21:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@179781
Kann zwar in deinem Fall stimmen das die Mulchsaat der pflugsaat überlegen ist jedoch kommt es
a. auf die Fruchtfolge an
b. auf die Bodenbeschaffenheit
Nicht überall ist die Mulchsaat ohne Probleme bzw überhaupt machbar!!
aber will hier nicht schon wieder eine glaubensfrage los treten!

Sollte jeder selber wissen was auf seinem Betrieb die bessere Variante ist.
Und wer es nicht weiß soll probieren!
Mfg schellniesel


monsato antwortet um 21-03-2010 21:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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hay

also ich möcht mal sagen das die leute die ständig rumprobieren und nix durchhalten ein problem sind .
so wie du 3 varianten und dann sagen das ist schlecht von dem halte ich nix.
weil:
es kann schon sein das einmal das schlechter ist aber mann sollt aus fehlern lernen und bessermachen und nicht immer gleich sagen das ist nix und ich mach wieder das was eh alle schon 30 jahre machen.
ich bin einer der direkt baut und wie gesagt aus fehlern lernene ich heute noch und ich verbessere jedes jahr etwas.
sei es an der direktsämaschine als auch am traktor.
werd heuer an der bereifung des traktors was ändern, als auch an der maschine .
ist wieder ein verusch (maschine) aber wer nix brobiert weiß auch nix .

es gab bei uns vor langer zeit schon leute die stroh angezündet haben und dann wieder 1 jahr ein feld nicht als versuch ,klar war das dann schlechter weil der boden sich nicht in einem jahr drauf einstellt.
und heute sind diese felder humusarm und haben schlechten ertrag, weil eben nie stroh eingearbeitet wurde sondern nur verbrannt.

was ich sagen will auch pfluglos geht nicht von einem jahr auf das andere min.5 jahre genauso wie direktsaat und begrünung zeit brauen von heut auf morgen ist der boden nicht umgestellt.


schellniesel antwortet um 21-03-2010 21:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@monsanto
Ja aber man kann auch mit dem Pflug was anders machen!!
Der muss nicht in 40cm tiefe arbeiten........
Es reichen auch manchmal 15cm! hab so genau so auch einen humusaufau und kann konventionelle Sähgeräte verwenden. Ista ber wiederum eine Frage der Fruchtfolge!
Ohne eine ordenliche fruchtfolge ist es auch mit Pflug auch nicht optimal aber ohne gehts gar nicht!
Mfg schellniesel


tristan antwortet um 21-03-2010 22:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen Mulch- und Direktsaat?
Wenn Ja, welchen ?
;-)

Thema Pfluglos:
Was man sich an Arbeitszeit spart, geht für vermehrten Pestizideinsatz (Wurzelunkräuter, Fusarien) wieder auf.
Warum will man tw. mit Gewalt (auf tonreichen Böden) ein bewährtes System verändern, nur um "modern" zu sein? Was da manchmal investiert und dann wieder verworfen wird, nur um den Pflug zu ersetzen....
Einen Gewinner gibt´s auf jeden Fall, die Landmaschinenindustrie.
hde Tristan


MF7600 antwortet um 21-03-2010 22:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@tristan
es wird ja niemand zu mulch-oder direktsaat gezwungen!


schellniesel antwortet um 21-03-2010 22:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@tristan
Gebe dir recht der größte Nutznieser dieser Modernisierung ist wohl der landmaschienen hersteller. den pflug hat schon ein jeder und so schnell werden die nicht hin also muss man umstellen!

Das gleiche sieht man bei uns jetzt mit den Saatbeetkombi Jeder hat Ke und Maissetztgerät kombiniert gehabt in letzter zeit investieren alle in Saatbeetkombis und legen den Mais wieder in einem zweiten durchgang soll mir mal einer den Vorteil erklären?


Mulchsaat wird der boden noch minimal bearbeitet z.b. mit einem Grubber oder nur mit einer Kreiselegge danach wird hier mit ener scheibenschar oder Direktsähmaschine das Saatgut abgelegt.
Direktsaat heißt das der Boden gar nicht mehr bearbeitet wird und nur mit einer Direktsähmaschine das Saatgut in einen Sähschlitz abgelegt wird.
Mfg schellniesel




amalie18 antwortet um 22-03-2010 05:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Guten Morgen.

Zur Ausgangssituation: Wir haben eher flachgründige Sandböden, Seehöhe ca. 550 m. Vorfrucht entweder Kleegras oder Triticale (bei Triticale gibt es eine Winterbegrünung, Klee wird vor der Saat gepflügt). Es wurde im Herbst gepflügt. Winterbegrünung wie gesagt Raps/Senf.

Kreiseln und Mais säen erledigt ein Lohnunternehmer.

Warum der Gedanke Pfluglos? Ich möchte meine Erfahrungen mit dem Thema machen, ich hoffe in Zukunft ziemlich Pluglos arbeiten zu können. Und es entspricht meiner Ideologie.

Als Untersaat hatte ich mir Deutsches/Welsches Weidelgras vorgestellt. Leguminose würde wohl nicht funktionieren, weil ich ansonten laut Fruchtfolgeplanung nicht genug Abstand einhalten würde. Würde es als Herbstweide, wenn der Bestand es erlaubt abweiden, oder als Winterbegrünung lassen.

Solltet ihr noch weitere Infos zum Betrieb brauchen, einfach bescheid geben.

Lg


monsato antwortet um 22-03-2010 21:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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schellniesel

wer sagt den das es one pflug nicht geht???????
problem macht nur mais (körnermais).
den hab ich nicht in der fruchtfolge.
ich bin auf den ersten feldern bereits 15 jahre pfluglos und hab kein problem.
wurzelunkräuter sind auch nicht das problem wenn mann aufpasst und rechtzeitig reagiert.
auf keinen fall jedes jahr vielleicht jedes dritte mal rändern mit der spritze ,
und auf schweren böden ist der treibstoff ersparnis gigantisch.

warum soll ich große schollen raufhohlen und dann wieder zertrümmern ostet doch viel zu viel.
das machen die regenwürmer billiger.

mein grundsatz ist immer :geht net gibts net.


schellniesel antwortet um 22-03-2010 21:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ja schön für dich!
Hab auch keinen Körnermais mehr in der Fruchtfolge! doch eine umstellung kommt für mich nicht in frage da ich meine maschinen deshalb nicht umstelle wegen ein paar ha die ich habe.
bin jemand der sehr viel ausprobiert Hab den stoppelsturz vorigen sommer mal mit Ke versucht na was soll ich sagen alle 10m stopfer da sich das stroh mit unserem lehm ideal bindet!


Um bei uns die Mulchsaat erfolreich zu praktiziern sind mehr arbeitsdurchgänge erforderlich!
Zumal bei uns 80% körnermais in der meiner umgebung gebaut wird und da im herbst schon minimum ein Durchgang mit einer scheibenegge gefahren werden muss. Der einzige der bei uns mulchsaat Praktiziert muss sogar zwei mal drüber und im Frühjahr hat er auch schon das ein oder andere mal nach dem güllen auch noch gegrubbert und danach mit der Kombi (ke plus Maissetztgerät) drüber wo bleibt die Ersparnis frage ich mich? Zumal der ertrag ales andere als berauschen ist!

aber wir haben das hier schon sehr oft diskutiert die Mulchsaat Fetischisten wollen das nicht glauben das es böden gibt wo der pflug überlegen ist!
Bin jedoch ein gegener des extrem toefen pflügen bzw der riesen schnittbreiten bei Pflügen den das sind die wahren Regenwurmkiller!
Mfg schellniesel


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