Antworten: 18
tree_01 24-02-2010 21:52 - E-Mail an User
Wertholzsubmission
Gestern das glorreiche Ergebnis - Eiche 2,9 FMO - aus meiner Sicht ein sehr schönes Stück -
nur 217,- € pro FMO.
Wenn ich mir überlege, wie lange die gestanden ist (ca. 5m langes Bloch Durchm. etwa 95) , das gscheißert beim Umschneiden und Rausziehen (5to Winde Seil abgerissen), der ganze Kommunikationsaufwand....

Jaja, das ist Angebot und Nachfrage,...jaja....trotzdem....vergesst es, so ist Forstwirtschaft nicht mehr lustig.
Fabel-Ahorn haben halt nur wenige zur genau richtigen Zeit, momentan setze ich Robinien und Birken, ich habe mich dazu entschieden auf Masse zu gehen, mit keinen Problemen in Bezug auf überhöhte Wildbestände.
Dieses Ergebnis der Sub bestärkt mich in meiner Entscheidung vom vorigen Jahr.
Über so Sachen wie Wertholzastung und so Kleinkrämerei kann ich nur noch schmunzeln.


lg, wp



tree_01 antwortet um 24-02-2010 21:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wertholzsubmission
!!!!!!!!!

message: burn it.


Tyrolens antwortet um 24-02-2010 22:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Auch gut. Ein Mitbewerber weniger.


tree_01 antwortet um 24-02-2010 22:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Jaja, das stimmt schon.
das übelste überhaupt ist das verhandeln mit so einkaufstotaljammerern, das fast schon orientalischen basarcharakter hat.
das ganze laubholzverkaufen hat mich immer schon im vorhinein angezipft, da ich schon wusste, wie das spiel läuft und wer so oder so im nachhinein der dumme ist.
nur eines muß man feststellen - die ganze propaganda vom glorreichen stamm, der dich reich macht, ist so werthaltig wie die mär vom goldesel.
eigentlich ist es wahrscheinlicher, dass man von trümmern aus dem all getroffen wird, als das man selber imstande ist zu steuern, ob der baum jemals einen absolut überdurchschnittlichen wert erzielen wird.

jaja, ich bin frustriert - nicht weil ch mich übervorteilt fühle - sondern weil ich denke, dass der wert unserer erzeugnisse, ähnlich wie bei milch - eigentlich nicht mehr wirklich existiert im vergleich zu dienstleistungen.
wenn ich mit einer kindergruppe vier vormittage im wald verbringe, hab ich das selbe, als dieser schöne eichenstamm in 200 Jahren sah - pervers.
undwenn ich mit meinem auto in die werkstatt fahr, muß nicht viel sein und es ist auch weg.

irgendwie geht mir da das verhältnis gegen den strich - die konsequenzen hab ich eh schon gezogen. mittlerweile leb ich schon mehr von meiner person im wald als vom wald.

lg, wp


tree_01 antwortet um 24-02-2010 22:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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nein - eigenartig - heute hab ich eigentlich nur glück gehabt.
in letzter zeit (2-3d) sind manche menschen etwas komisch.
heute hat eine wilde frau auf der straße fast einen unfall gebaut und mich mit hineingerissen - jedoch - glück gehabt.
vor drei stunden rennt eine horde halbwüchsiger, die dunkel angezogen war, über die vierspurige b1 vom mcdonalds auf die andere seite - war abgelenkt durch auto von rechts - habe wieder glück gehabt, das überfahren eines dieser todesmutigen hirnlosen (war echt unbeschreiblich) wäre durchaus wahrscheinlich gewesen.
also - bin zwar bewegt, jedoch dankbar.

lg, wp


kraftwerk81 antwortet um 25-02-2010 07:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Musst ja heutzutage schon froh sein, wenn die Arbeit im Wald so halbwegs bezahlt ist. Den Holzwert kannst sowieso vernachlässigen! Mich zipft Waldarbeit grundsätzlich an, blöde Schinderei und es wird immer irgendwas hin.


kraftwerk81 antwortet um 25-02-2010 14:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Sicher, was man halt vom Hr. Papa so mitbekommen hat und die Ausstattung ist auch veraltet, zahlt sich auch nicht aus bei nur 10 ha Wald.


Tyrolens antwortet um 25-02-2010 17:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das ist schade, weil Waldarbeit an sich schon recht fein ist. Mann muss halt mit Köpfchen arbeiten und einen Sinn für Biologie haben.


Felix05 antwortet um 25-02-2010 17:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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...diesen Sinn setzte ich eigentlich bei jedem Landwirt voraus. Ersteres...na ja...

Gruß, Lutz!


Holzwurm357 antwortet um 25-02-2010 19:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo,

volle Zustimmung, lieber ejankl!


Die Laubwertholzbranche hat halt generell einen sehr engen Spielraum, es gibt halt nicht sehr viele Absatzmöglichkeiten, da sich die breite Masse der Bevölkerung ohnehin keine teuren Massivholzmöbel leisten kann.
Oft is sicher gscheider, solche einzelnen Laubholzbloche an einen guten Tischler in der Umgebung zu verkaufen, oder sich selbst was draus zu sägen oder zu bauen, zB eine Gartentischgarnitur, spart Nerven und man hat selbst lange Freude damit.

Lg, Gerhard


Bauernhaus antwortet um 25-02-2010 21:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Vor ca. 45 Jahren hat die Gemeinde zu uns eine neue Gemeindestraße gebaut. Damals hätte eine wunderschöne Eiche weichen müssen. Ist dann aber auch anders gegangen. Ich hab noch in den Ohren, wie mein Vater immer gesagt hat, für diese Eiche hätten wir damals ca. 40.000,-- Schilling bekommen. Die Eiche steht leider heute noch. Wieviel würde ich heute für ca. 6 fm schönsten astfreien Stamm bekommen? Hätten wir damals die Schilling 40.000,-- gut angelegt, hätten wir heute ein kleines Vermögen.




0815 antwortet um 26-02-2010 07:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Dass ein Urprodukt nichts mehr wert ist, gilt auch für technische Geräte und auch Textilien. Der „Wert“ dieser Dinge für den alltäglichen Gebrauch kommt ja nur durch die Handelsspannen (Importeur, Großhändler, Verkaufsladen) zustande! Man braucht sich ja nur im eigenen Haushalt umschauen, es gibt ja fast nichts mehr, was nicht im Ausland oder Fernost hergestellt worden ist. Reparieren kann man ohnehin nichts mehr lassen, einerseits würde der Ersatzteil soviel kosten, anderseits die Arbeit für das einbauen bzw. reparieren. Oder wie viele Textilien werden noch gestopft? Die Zwirnspule selbst kostet ja schon mehr, als der Socken selbst. Darum wird halt von den Firmen ausgelagert wo es nur möglich ist. Die Landwirte selbst sind da sehr eingeschränkt, man kann halt nicht gleich die Kühe ins Ausland führen, um sie dort zu melken. Auch die Wiesen wird man zum bearbeiten nicht wo anders hin bringen können, um sie zu bewirtschaften. Finde aber eine Schweinerei, wenn wie jetzt der Fall mit dem Quargel, der Eindruck entsteht, es sei in Österreich bzw. in einem steirischen Milchgebiet hergestellt worden. (Hergestellt eh, aber das Rohprodukt kam halt von wo anders) Erst als der Skandal aufgeflogen ist, meldeten sich die Bauernvertreter zu Wort, dass da nur deutscher Topfen hergestellt mit holländischer Milch, verarbeitet worden ist. Zuerst wurde das schön verschwiegen, man will ja der „Wirtschaft nicht schaden“! Die Manager dieser Firmen kommen ja aus dem selben Lager, da heißt es schön „still sein“!
Nochmals zurück zum Holz. Der Blochholzpreis wird erst am Klassifizierungstisch des Sägewerkes gemacht! Was nützt den das Papier mit dem tollen Preis für schöne Bloche? Wenn es am „Seziertisch“ liegt, dann wird oft leider nach Belieben und Laune des Qualifizierers „zurück qualifiziert“. Und auf der Abrechnung ist dann das unter CX, Braun, Faser ersichtlich. Dieser Preis ist „unter dem Hund“. Ein zurück nehmen dieser Bloche ist in den meisten Fällen nicht mehr möglich, am ehesten noch beim regionalen Sagler, wenn er nicht zu weit weg ist. Mit dem Forstanhänger hinfahren, und die zurück qualifizierten Bloche wieder heimholen ist hier sicher drinnen. Es wird ja kaum noch wo Vorort beim Produzenten gemessen bzw. Holz übernommen. (Von Restmengen abgesehen) Eigentlich fast ein Muss, dass man selber ein kleines Sagl hat, oder zumindest eines gleich wo in der Nachbarschaft steht, wo man sich dann für sich selbst zusammen schneidet. Da wird es egal sein, ob irgendwo ein kleines braunes Streiferl drinnen ist. Verwendungsmöglichkeiten für solche Schnittware ist im eigenen Betrieb immer gegeben.
Früher war ein Festmeter Holz, eben ein Festmeter Holz, wenngleich auch heute die Messverfahren sehr genau sind, von der Menge her wird es in der Regel eh passen, sofern der ganze Zug Blochholz dem richtigen Besitzer zugeordnet worden ist. Aber was sich dann beim Qualifizieren abspielt, das ist dann das Problem. Am Ende sieht man, was im Durchschnitt wirklich heraus gekommen ist! Da ich ja schon älter bin, kann ich den Unterschied von früheren Holzverkäufen leicht erkennen. Keine C, nicht mal ein Kieferabschlag war damals. Nur eben Normalbloche und Braunbloche hat es gegeben. Heute wird für jeden kleinen Holzfehler ein C oder gar ein CX gegeben was natürlich dann den Durschschnittspreis drückt. Man darf eh wirklich nicht daran denken, so viele Jahre hat der Baum gebracht, dass er so mächtig und schön geworden ist, und dann sollte er nichts mehr wert sein! Traurig, aber wahr!



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