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carver 14-02-2010 21:22 - E-Mail an User
Ligno Turbomax
Und gleich noch eine Frage bzgl. Holzvergaserkessel:
Wer von euch hat einen Ligno Turbomax oder einen ähnlichen Kessel dieser Firma? Wie seit ihr damit zufrieden mit Funktion und Kundendienst? Und kann es sein, daß er dem Bavaria HDG Navara verdammt ähnlich sieht?
lg carver


KaGs antwortet um 14-02-2010 22:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ligno Turbomax
Habe einen Turbomax 25 seit vorigen Sommer mit 2000l Puffer. Habe mir die daten vom Bavaria angeschaut, sieht ihm ganz ähnlich, nur die Innenraumbreite ist dort 33 cm und beim Ligno 36 cm. Das heißt man kann auch 2mal abgeschnittene Scheite einlegen der Quer. Normal hat man eh aber die Halbmeter. Bei 33 cm Innenbreite wird das einlegen der 33er Scheiteln quer nicht gut möglich sein. Die Steuerung dürfte auch gleich sein, den Bildern nach. Allerdings kann man am Datenblatt entnehmen, dass die Abgastemperatur beim Bavaria 180 Grad bei Volllast, und bei Teillast 140 Grad ist. Beim Ligno 25 ist die AGT 140 Grad VL, und TL 100 Grad. Bei Teillast brennt er oft sogar mit 90 Grad AGT. Eingestellt wäre er mit 115 Grad. Durch die niedrigen AGT des Turbomax allerdings, ist ein gut isolierter Kamin notwendig. Ich mußte meinen gemauerten Kamin mit einem Edelstahlrohr versehen, da das Schwitzwasser herunter geronnen ist. Jetzt ist Ruhe damit, nur selten, wenn es ganz kalt ist, kommt ein Kondensat heraus. Brennzeit beim Ligno bei einer Füllung Weichholz 8 h und manchmal sogar 10 h. Bei schönem Buchenholz bis 13 h lt. Prospekt. Könnte sogar möglich sein. Noch nicht probiert, da ich die Wärme wahrscheinlich nicht wegbringe. Anheizen geht auch gut, auch so gut wie beim Fröling FHG Turbo. Ligno hat zwar kein Anheiztürl, aber das Haupttürl ist 41 zu 45 cm groß. Heize auch Grobhackgut. Sollten mehr KW notwendig sein, kann man die AGT höher stellen, und bringt gleich mehr. Mit Grobhackhut kurzzeitig sogar auf 45 KW. Aber die 25 KW reichen leicht aus, geht auch im Teillastbreich mit 18 KW. Da wärmt sich allerdings der Puffer nur mehr zögerlich auf.
Einmal hatte ich ein Problem mit der Steuerung, habe da ein Mail geschrieben an LIGNO wegen einer Auskunft. Hat aber ein Techniker angerufen und mit mir telefonisch die Schritte erklärt auf der Steuerung und somit war das Problem gelöst. Will es nicht verschreien,aber bin eigentlich zufrieden.


hoedv antwortet um 18-02-2010 16:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ligno Turbomax
Hallo !
Habe seit Feb. 2008 den Lignotherm Turbomax 30 kw. Funktioniert insgesamt auch, jedoch scheint er mir etwas leistungsschwach zu sein. Hatte zuvor Hoval 15-30kw Kessel mit Gebläse anstelle Saugzugventilator und Baujahr 1991 -welcher trotz Nachteilen wie viel Rauch beim Öffnen der Kesseltür und fix eingesellter Primär- und Sekundärluft mein Haus spielend in kürzester Zeit beheizte, natürlich mit Warmwasserbereitung. Jetzt braucht es deutlich mehr Zeit, bis man etwas spürt. - sicher frühestens in 3 Std. ab Anheizen - aber auch deutlich länger, besonders, wenn die Heizung ganz abgekühlt ist und vielleicht noch niedrige Aussentemperaturen (unter ca. -5°) herrschen. Was mich dabei wundert bzw. stört:
-die komisch hohe Rücklauftemperatur (nur 1 - 4° unter Kesseltemperatur) - kann das in Ordnung sein ?
- der relativ hohe Holzverbrauch - geschätzt mind. 1/3 mehr als beim fast 20 Jahre alten Hoval, bei haargenau gleichen Bedingungen
- Restwärme: z.B. Kesseltemp. 78°, Puffertemp. 35° - und nichts tut sich
-Abkühlen des ersten Pufferspeichers, wenn er auf den zweiten umschaltet (pumpt niedrigere Kesseltemperatur durch den ersten Puffer in den zweiten)
- die Techniker konnten bei meinen Urgenzen nur geringfügige Verbesserungen einstellen
- bei 2 Pufferspeichern kann nur noch 1 Heizkreis angesteuert werden - was mir erst nach Inbetriebnahme bei meiner Urgenz gesagt wurde,
und noch einige Schwächen scheint es zu geben. Bei dem recht hohen Preis hätte ich doch mehr erwartet. Vielleicht hat jemand andere oder ähnliche Erfahrungen damit, was mich sehr interessieren würde.



hoedv antwortet um 20-02-2010 10:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Ligno Turbomax
hallo - danke für die Nachricht.
Kann gerne alles im Detail beschreiben - ist aber langwierig, daher bitte um
etwas Geduld. Zu Ihren direkten Fragen:

die Techniker waren von Ligotherm, installiert hat mein Installateur in enger
Abstimmung mit Lignotherm.
Die Puffer werden in Serie beladen, d.h. Aufheizen 1. Puffer, danach Umschalten
des Rücklaufes, damit der durch den 2. Puffer in den Heizkessel zurückgelangt.
KW Leistung: da ich keine Brennstoffberechnung habe (habe bestehenden 750l - Puffer
als 2. Puffer, neuer Ligno-1000 l Puffer als 1. Puffer), zeigt er die KW nicht an,
bei vollständiger Füllung zeigt er nach Abbrand 140 kwH - 200 kwh mehr an
(Kessel-Betriebsdaten/Zaehler - kwh/Periode. Das stimmt ca. mit dem Energiegehalt von
1 vollständigen Füllung.

Abkühlen des 1. Pufferspeichers: es stimmt, er kühlt nur einige Grad ab. Das Problem ist,
dass er den 2. Puffer auch mit niedrigerer Kesseltemperatur als beim 1. Puffer
füllen will, daher pumpt er kühleres Kesselwasser durch den wärmeren 1. Puffer in
den 2. Puffer.

2. Heizkreis: es ist lt. Lignotherm und auch lt. Logotherm(Steuerungshersteller)
tatsächlich nur möglich, neben Warmwasser 2 Kreise anzusteuern - somit bei mir
1. Heizkreis und Aufheizung 2. Puffer. Als Heizsystem ist 10 eingestellt -
ich glaube, unter Installationsdaten. Steuerung ist Lamda 2 -mehrzeiliges Display.

Früher bei Hoval: hatte nur primitive Steuerung dabei. Pufferladung und
Heizkreis funktionierten problemlos auch mit Schwerkraft. Hatte 1 1/2 Zoll
Vor-/Rücklauf und getrennte Anschlüsse für Warmwasser, somit kam sich Heizung
und Warmwasser nie in die Quere. Kessel heizte sich auf, ab 55 ° wurden
Pumpen zugeschaltet (habe auch manuell ab-einschalten können -
somit nur an kälteren Tagen bzw. bei Bedarf
die Heizkreispumpe eingeschaltet), bei 75 °
schaltete der Kessel auf Schwelbrand ohne Ventilator, um bei unter 55 ° wieder
einzuschalten. Nachteil war hauptsächlich die Teerbildung, sowie der Rauch
beim Türöffnen. Aber durch den Schwelbrand hielt sich die Glut tagelang, wonach
man einfach Holz draufgab und wieder einschaltete, schon lief wieder alles.
Neu anheizen war aber oft mühsam - wegen fixer Primär-Sekundärluft - bei warmen
Wetter und schlechterem Kaminzug musste man mehrmals neu einschalten, bis die
autom. Abschalttemperatur überschritten war.
In den 750 l Puffer kam tatsächlich nur überschüssige Wärme, und die wurde
automatisch durch die Rohranordnung entweder vom Kessel oder vom Puffer entzogen -
wirklich fehlerfreies System.
Rücklauftemperaturanhebung: zwischen Vor-Rücklauf war dünneres Rohr mit
Pumpe und Anlegethermostat, die Pumpe schaltete sich bei 65 ° aus (war
extra gesteuert).

Zum letzten Punkt: auch mein Kessel läuft ohne Probleme - nur eben
im Vergleich zum 20 Jahr alten Kessel mit viel zu langer Aufheizzeit -
wobei ich glaube, dass hauptsächlich die hohe Rücklauftemperatur Schuld ist
- ich versuche aber noch, dies detaillierter zu beschreiben.
Übrigens: dieselbe Anordnung mit serieller Pufferladung hat auch ein
Freund in der Nähe - hat ebenfalls die hohe RL-Temperatur und zusätzlicher
Solarheizung für Puffer und Warmwasser. Er hatte Kessel aus den 70er-Jahren
- somit ist der neue Kessel ein echter Fortschritt für ihn.


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