Antworten: 14
walterst 12-02-2010 12:00 - E-Mail an User
freier Markt
So schauts am freiesten aller freien Märkte aus:

US-Milcherzeuger wollen neuen nationalen Milchplan

11.02.2010


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NMPF-Präsident Jerry Kozak

Der amerikanische Milcherzeugerverband NMPF (National Milk Producers Federation) fordert ein Umdenken in der nationalen Milchpolitik. Das Katastrophenjahr 2009 müsse zu radikalen Änderungen führen, so der Präsident des Verbandes Jerry Kozak. Während die Molkereien noch über Milchpreisformeln und Zuschüsse streiten, habe der Verband ein Programm erarbeitet.

Der "Milchplan" besteht aus drei wesentlichen Säulen:

1. Es soll ein festes Programm zur Einkommenssicherung für Milcherzeuger geben. Die zwei bisherigen Programme (Dairy Price Support Program und Milk Incom Loss Contract) sollen abgeschafft werden. Aus dem Budget soll die neue Einkommensicherung finanziert werden, die dann greift, wenn die Futterkosten nicht mehr durch die Milcherlöse gedeckt werden (margin-over-feed-cost insurance program). Fällt die Marge auf ein bestimmtes Niveau werden Entschädigungen gezahlt. Die Milchviehhalter können sich freiwillig beteiligen, der Staat muss das Einkommenssicherungsprogramm minimal stützen.

Den Wegfall des Preisstützungsprogramms (Dairy Prices Support Program) hält Kozak für wichtig, da der Minimalpreis von derzeit 9,90 $/100 pounds Milch als weltweiter Maßstab gilt. Von dieser Untergrenze profitieren vor allem Länder mit niedrigen Produktionskosten wie Neuseeland oder Australien selbst wenn zu viel Milch am Markt ist. Ohne diese Untergrenze würde der Markt sich schneller wieder einpendeln.

2. Das CWT-Programm (Abschlachtprogramm) sollte für alle Milchviehhalter verpflichtend sein. Es könne nicht sein, dass nur ein Teil sich beteiligt, aber alle davon profitieren.

3. Bislang gibt es in den USA vier Preisklassen für Milch je nach Verwendung. Der NMPF schlägt vor, die Klassen zwei bis vier in eine Preisklasse zu fassen, um mehr Transparenz und Vergleichbarkeit der Milchpreise zu schaffen. Dieser Preis soll auch die verbindlich Basis für den Class I-Preis bilden (fluid milk).


helmar antwortet um 12-02-2010 12:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
freier Markt
Am Papier ist alles schön und gut, lieber Walter. Komisch irgendwie dass da nirgend wo was z.B. von einem Verbot leistungssteigender Hormone steht. Leistung steigern auf Teufel komm raus auf der einen Seite, wenn die Milch dann so richtig rinnt, murkst man ein paar Prozent der Kühe ab. Und das soll verpflichtend dann auch für jene paar werden, welche vielleicht dieses erbärmlicht Theater nicht mitspielen. Es ist aber hier in Europa ja auch nicht anders........i fahr vollgas, zrückfahrn soll die andern.....und solang es so ist, wird sich garantiert nichts ändern, und zwar weltweit, siehe Neuseeland.
Mfg, helmar, Helga Marsteurer


naturbauer antwortet um 12-02-2010 13:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Da gib ich dir jetzt recht helmar. Ich sehe das auch nicht ein, dass einer wie ich der total extensiv füttert, eventuell ein paar von seinen Kühen wegschmeissen soll! Bin i bled, und mach do mit, bloß damit de Vollgas Betriebe wos ham da vo? Erst wenn diese Betriebe, die du kritisierst aufgehört haben zu füttern bis der Teufel aus der Hölle kommt, (weil dem auch schon graust **gggg***) kann man mit mir wieder darüber sprechen. Für mich spielt es keine Rolle, ob BDM oder nicht. Jeder der extrem füttert ist und bleibt schuld am Preisdesaster was der Auszahlungspreis für die Milch beim Bauern anbelangt



Christoph38 antwortet um 12-02-2010 14:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Die Meinung ist weit verbreitet, dass sich die anderen Erzeuger so verhalten müssten, wie man es selbst für richtig findet. Wenn sich die anderen nicht richtig verhalten, ist man selber natürlich von jeglicher Verantwortung exkulpiert.

Über den Weg der zur Verbesserung der Preise führt werden sich die Erzeuger nie einig, sondern es gibt ein hüh und hott, alle ziehen am gleichen Strick, nur in andere Richtungen.
Auf dieser Basis betrachte ich es als gesichert, dass sich an den Preisen nichts verbessert.


naturbauer antwortet um 12-02-2010 14:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das Problem für uns ist, dass über uns immer die bestimmen, die nicht von der Milch leben.
Oder warum mußten in Deutschland die Milcherzeuger den Saal bei diversen Abstimmungen verlassen, während die Ackerbauern mit Sonnyboy abgestimmt haben. Wohl gemerkt zu unserem Nachteil wie man am Preis sieht.
Gehörst du auch dazu?


helmar antwortet um 12-02-2010 16:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Naturbauer..........dass du mir mal zustimmst, überrascht mich ein bisserl, aber du solltest bitte nochmals den Artikel lesen welchen Walter reingestellt hat, denn diese Forderungen stellen Milchbauern aus den USA. Und dort ist, was bei uns in der EU verboten ist, nämlich leistungsfördernde Hormone in der Rinderhaltung einzusetzen, eher die Regel als die Ausnahme. Darauf habe ich mich bezogen, aber dann den Bogen auch auf die EU und Neusseland als Beispiel, gezogen. Und vielleicht gibt es auch in den Vereinigten Staaten Farmer welche nicht einsehen werden dass Peggy Sue Milky mit 11.000 in der Laktation ans Messer geliefert werden soll und Peggy Sue Supermilky, Dairysuperstar mit 18.000 das weltweit gefeierte Vorbild für Kühe und Milchbauern sein soll. In Neuseeland steigt der Milchkuhbestand, also können sie es sich dort leisten, spekulieren, oder tuns weil sie etwa von den Kosten, Vorschriften etc.her den Vorsprung haben?
Mfg, helmar, Helga Marsteurer


palme antwortet um 12-02-2010 16:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Genau so ist es, wie es helmar schreibt .

https://www.landwirt.com/Neuseelands-Milchviehherde-groesser-denn-je,,7994,,Bericht.html

Wenn auf "Teufel komm raus" produziert wird, na dann ............





grasi1 antwortet um 12-02-2010 18:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
freier Markt
Freier Markt ist Kapitalismus und wird auf Dauer sicher nicht funktionien!
Es freuen sich nur die Spekulanten!
Freie Marktwirtschaft macht die Kluft zwischen "Arm" & "Reich" noch größer!
Freie Marktwirtschaft bringt für wenige Leute (Manager) gutes Geld, aber sie können es "GOTT sei DANK auch nicht mitnehmen!
Die nächste "Blase" wird bald platzen, dann schaut die Welt wieder ganz anders aus...............
Unter dem Motto "weichen oder wachsen" haben sich viele Bauern meiner Meinung nach falsch beraten lassen.


naturbauer antwortet um 12-02-2010 19:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Helmar, weißt noch wie ich dir mal gesagt habe welche Verbindung ich in die Staaten habe? Wenn es bloß immer wahr wäre.............


biolix antwortet um 14-02-2010 09:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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GM !

na ja grasi, ist halt der einfachste weg zu wachsen und wird auch ordentlich mit Flächenprämien belohnt... und jeder der ordentlich Fläche hat , der weiß es lohnt sich....

Ich frage mich wo die befürworter des freien marktes sidn wenn sie sowas lesen, bzw. warum die USA immer davon sprechen ?

lg biolix


Tyrolens antwortet um 14-02-2010 10:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Freier Markt? Wir denn hormonbehandeltes Fleisch aus den USA in die EU eingeführt? Darf man das? Nein, darf man nicht. Also wo ist da der freie Markt?

Oder nehmen wir Brasilien: Importzölle auf brasilianisches Fleisch in die EU bis zu 30%. Auch kein freier Markt.


Christoph38 antwortet um 14-02-2010 10:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Argentinien will den Export vom Rindfleisch reduzieren, damit der Heimmarkt nicht zu sehr entlastet wird und die Preise niedrig bleiben.

Das Spiel geht doch international gleich. Sind die Preise niedrig ist der freie Markt gut, ausgenommen, wenn allzuviele Erzeuger das Handtuch werfen, steigen die Preise muss man die Fehlentwicklungen des Marktes korrigieren.

Bereits im alten Rom waren die kostenlosen Getreiderationen in der Hauptstadt unabdingbar. Wer dies als Herrscher nicht kapiert, muss den Sessel räumen.


helmar antwortet um 14-02-2010 16:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Naturbauer...kann mich schon erinnern, aber wie ist das nun mit dem Wahr sein? Wirklich keine leistungssteigernde Hormone z.B.? Oder etwa doch? Und wenn man so liest welche Leistungen bei der Schweinehaltung sehr oft bei den Betrieben der sehr frommen Leute(Mennoniten z.B) im Vergleich zu anderen Betrieben erzielt werden. Vom Beten allein wird wohl auch net kommen, oder doch?
Mfg, helmar, Helga Marsteurer


biolix antwortet um 14-02-2010 21:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
freier Markt
Guten abend !

na ja klar tiroler, sag ich doch immer, den freien Markt gibt es doch gar nicht, wie sie die Anhänger des selbigen immer so rühmen... ;-))

Aber du wirst jettz nicht sagen wollen. die haben echt die Amis diese Milchfördungen weil wir ihr Hormonfleisch nciht rein lassen.. ;-)))

lg biolix


Tyrolens antwortet um 14-02-2010 22:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich habe deinen letzten Satz nicht verstanden. Ich glaube das liegt nicht daran, dass ich nicht sinnerfassend lesen kann.

Bitte etwas mehr Respekt den Usern gegenüber.


Eben gibt es den freien Markt nicht. Würde es ihn geben, dann hätte man vielleicht aus der Bankenkrise etwas gelernt.


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