Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof

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Muuh 08-02-2010 21:20 - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Aus Wiener Zeitung

Berlakovich will Professionalisierung der Landwirte: Nur die wenigsten haben eine Buchführung
Der Bauer als Unternehmer: Businessplan für jeden Betrieb

Landwirtschaftskammer soll Bauern zu Marketing und Rechnungswesen beraten.



Kostenstruktur kennen, um Krisen besser zu bewältigen.
Experte erwartet steigende Agrarpreise.

Wien. (sf) Um die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Bauern zu stärken, will Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich jeden Betrieb einer Betriebsanalyse unterziehen. "Die heimischen Bauern müssen ihre Kostenstruktur kennen und brauchen eine Strategie, um nicht bei jeder Preisschwankung in die Enge zu kommen", sagte Berlakovich bei der Wintertagung des Ökosozialen Forums.
Damit soll ein heimisches Manko ausgemerzt werden: "In Österreich gibt es im internationalen Vergleich nur wenige Agrarbetriebe mit Buchführung", sagt Wifo-Agrarexperte Franz Sinabell. Wer seine Reserven kennt, könne Krisen wie 2009 leichter bewältigen. Zudem könnten Bauern mit einem Businessplan leichter an Kredite kommen.

Bisher wenig genutzt

Bis Herbst will Berlakovich mit der Landwirtschaftskammer das Programm "Unternehmen Landwirtschaft 2020" erarbeiten. Betriebsinhaber sollen gemeinsam mit Experten der Landwirtschaftskammer ihren Betrieb analysieren und eine eigene Strategie entwickeln. Auch zu den Themen Marketing und Rechnungswesen sowie zu erneuerbaren Energien soll die Kammer ausbilden und beraten. Studien würden zeigen, dass Inhaber mit besserer Ausbildung mehr Einkommen generieren, so Berlakovich. Zusätzliches Budget sei für die Initiative nicht notwendig.

Eine Kostenrechung sei aber nicht bei allen Betrieben umsetzbar – etwa bei jenen, die als Hobby geführt werden, so Sinabell. Laut der jüngsten Strukturerhebung 2007 waren 60 Prozent Nebenerwerbsbetriebe.

Das bereits vor einigen Jahren vom damaligen Landwirtschaftsminister Josef Pröll eingeführte Konzept der Betriebsanalyse nutzten bisher nur 12.000 der 140.000 Betriebe, die einen Förderantrag gestellt haben. Dabei handelt es sich laut Landwirtschaftskkammer vor allem um junge Landwirte, die einen Betrieb übernehmen, und um Betriebe, die mehr als 100.000 Euro investieren. Die Analyse ist jeweils an eine Förderung gekoppelt.

Direktzahlungen wichtig

"Wir müssen uns für die neue gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU ab 2013 mit volatilen Märkten auseinandersetzen", so Anastassios Haniotis von der EU-Kommission. Stark schwankende Agrarpreise machen den Landwirten die Planung schwer: Der Verfall der Agrarpreise hat das bäuerliche Pro-Kopf-Einkommen 2009 im Schnitt in Österreich um 20,4 Prozent fallen lassen, schätzt die Statistikbehörde Eurostat.

Auslöser für die stark schwankenden Agrarpreise sind niedrige Lagerbestände nach schwachen Ernten. "Wegen der leeren Lager reagieren die Märkte nervös auf kurzfristige Schocks wie steigende Rohölpreise", sagt Klaus Salhofer von der Technischen Universität München.

Er rechnet nach mehr als 100 Jahren fallender Agrarpreise – mit einem Ausschlag nach oben 2007/08 – mit einer Trendumkehr. "Die Preise werden langfristig steigen, weil die Nachfrage steigt und die Produktivität nicht so stark wächst wie bisher", so Salhofer.

Für die neue EU-Agrarpolitik pocht Berlakovich auf die Wichtigkeit der Direktzahlungen, die laut OECD 30 Prozent des Einkommens der Landwirte in den EU-15 ausmachen. "Die viel diskutierten Direktzahlungen sind ein Überlebensmittel für die Landwirtschaft", so Berlakovich. Als neues Marktordnungsinstrument fordert die Landwirtschaftskammer EU-weit einen staatlichen Rückversicherungsschutz für Gefahren wie Unwetter, die von keiner Versicherung mehr abgedeckt werden.



Haa-Pee antwortet um 08-02-2010 21:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
sehr schön wenn man jetzt allen rechnen und busi plan erstellen lernt gibts bald jede menge günstigen pachtgrund!
ugs nennt man das dann" landflucht".....

man hat jetzt jahrzehnte verhindert dass bauern rechnen und buchführung machen und jetzt wo ohnehin die meisten bald in pension gehen will der bürgenlandler niki die buchführung schmackhaft machen....Dumdidum?
der berlakovic dürfte als der bisher schlechteste agrarminister in die analen eingehen....bzw er geht bei mir schon anal ein...sozusagen man nimmt den konterfei eines nikis und zieht ihn morgendlich durch.....und drückt anschliessend den spülknopf....

ich denke das problem löst weder ein businessplan noch ein masterplan noch eine buchhaltung.....
das problem liegt schlicht und einfach in der kosten erlössituation und der sich immer weiter öffnenden schere!
zwischen agrarpreisen und produktionsmittelpreise bzw lebenshaltungskosten!

um bei banken vorstellung zu werden ist es lukrativer sie ins grundbuch zu lassen anstatt busiplan vorlegen der interessiert banker so gut wie gar nicht.....in dem fall!



Muuh antwortet um 08-02-2010 21:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Warum dann noch der große Einsatz für den Einheitswert?
Ach ja, für die 60 % Nebenerwerbsbetriebe die als Hobby geführt werden (Sinabell)



Halodri antwortet um 08-02-2010 21:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Die Absichten die Berlakovich hier anregt sind nicht so schlecht, es schadet keinem seine Ausgaben und Einnahmen genau zu kennen. Außerdem lassen sich Ausgleichszahlungen leichter erklären, wenn man die hohen Gewinne der landw. Betriebe ohne Direktzahlungen schwarz auf weiß präsentiert bekommt.


sturmi antwortet um 08-02-2010 21:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Vor allem bei erneuerbaren Energien sollen Österreichs Bauern ganz vorne mitspielen und Rohstoffe zur Energieerzeugung, etwa Holz oder Biogas liefern. Auch im Tourismus könnten sich mehr Bauern etwas dazuverdienen. Das sind nur einige der Ideen die bei der Wintertagung des Ökosozialen Forums vorgestellt wurden.
Und der Fischler Franz setzt noch eins drauf....wir sollen doch innovativ und flexibler werden um in Zukunft Krisen besser bewältigen zu können! Er bringt dann gleich mal Beispiele, Kommunale und private Dienstleistungen (zb. Gartenpflege und Baumschultätigkeiten), hin bis ins Soziale, Bauern könnten beispielsweise ein Seniorenheim betreiben....
Nun, bis auf ein Seniorenheim betreiben war ja nix neues dabei, oder?! ;-)
http://tvthek.orf.at/programs/1203-Zeit-im-Bild/episodes/1235183-Zeit-im-Bild/1235369-Forum-praesentiert-Strategien-fuer-Landwirte
MfG Sturmi




Halodri antwortet um 08-02-2010 21:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Das mit dem Seniorenheim wäre vielleicht gar nicht so schlecht.


Haa-Pee antwortet um 08-02-2010 22:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
sturmi fischers vorschläge sind bei mir schon längst in planung siehe mein beitrag vom 1 februar
https://www.landwirt.com/Forum/221830/Bauer-sucht-Geld.html#221830

aber man sollte ja seine pläne nicht offenlegen sonst springen wieder zuviele auf....

ich werde ab sofort in der ausführung meiner seniorenresidenz gediegener vorgehen und den standart erhöhen und mich speziell auf
Brüsseler EU beamte senioren spezalisiern den auch sie werden alt und schätzen in ihrem lebensabend
gute aussicht,ruhe,fürsorgliche 24 std betreuung durch bauchnabelfreie junge ukrainische krankenschwestern;-)
ausserdem gibts von so einem klientel mehr zu verdienen..

also ich freue mich auf franz fischler auf meiner palliativstation!


dresan antwortet um 08-02-2010 22:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
An Busiplan bräuchten dann auch unsere Politiker, Spitzenmanager und Banken . Oba Bledsinn die wissen eh wia ma durchkummt.
Da busiplan ist sicher gut Zwecks Daseinsberechtigung der Kammern.


208 antwortet um 09-02-2010 06:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
ja ja kühe und schweine raus aus dem stall senioren und pflegebedürftige rein und statt dem stallknecht eine krankenschwester


soamist2 antwortet um 09-02-2010 07:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
die entscheidende frage für mich ob der umbau des stalles in ein seniorenhaus in frage kommt:

anbindehaltung erlaubt oder nicht?


BreiHu antwortet um 09-02-2010 08:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Hi!! Muss da auch mal meinen senf dazugeben. Mache gerade den Meisterkurs in Oö, und muss sagen es schadet überhaupt nicht seine Betriebsdaten inkl. Buchführungsergebnissen zu wissen. Weil bei vielen Betrieben stellts da einfach die haare auf. Und seine tatsächlichen kosten zu wissen schadet nie!! Eins ist aber auch klar, nämlich wenn das Betriebskonzept bzw. Buisnessplan pflicht wird ist die LK auf eine goldader gestoßen, weil jetzt kostet das rechnen lassen für die Investitionförderung oder Übernahmeprämie so um die 150 €. Selber rechnen könnens aber die wenigsten. Mfg


g8129di antwortet um 09-02-2010 08:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Zum Thema Seniorenheim am Bauernhof möchte ich mich wie folgt äußern:

In keiner Bevölkerungsschicht wird die Altenpflege im Famileinverband noch so stark praktiziert wie in der Landwirtschaft: Da werden in anderen Bereiche die Senioren schon lange in die Heime geschickt können unsere Pensionisten nach lange am Hof leben. Mit allen Vor- und Nachteilen für die beiteligten Generationen im Haus: Da muß nicht einer daherkommen und den Bauern die Seniorenpflege schmackhaft machen. Sollen die Standesvertreter in den anderen Bereichen schauen wie sie die anstehenden Probleme mit der allseits in der Politik bekannten Bevölkerungsstruktur zu lösen sind.

Und weil wir schon bei den Politikern sind:
Freier Markt hin oder her: So wie derzeit im Lebensmittelhandel mit den Preisen für Lebensmittel im allgemeinen und mit Fleischprodukten im Besonderen geschleudert wird, bedarf auch einmal einer Diskussion unserer Herren Politiker, ob dies notwendig und zulässig ist!!!
In Zeiten der sogenannten Wirtschaftskrise wird auf dem Rücken der Bauern der Rest der Bevölkerung mit billigen Preisen stillgehalten:
Bei den Urlauben und der Freizeit wird nicht nachgedacht ob gespart werden soll oder nicht:

Beispiel Flugbenzin (Kerosin): Sollen die Finanzexperten des Staates über eine Besteuerung dieser Treibstoffe nachdenken: Die Flüge würden teuerer, die Leute bleiben im eigen Land und verbringen hier den Urlaub und geben das Geld bei uns aus, CO2 wird eingespart und den Leuten wird mehr bewußt gemacht woher und unter welchen Bedingungen eigentlich die Lebensmittel kommen. Gleichzeitig könnten durch die geringere Reisetätigkeit die in den letzten Jahren aufgetretenen Grippewellen ebenfalls besser eingdämmt werden.

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass viele Kinder wenn sie zu uns auf den Bauernhof kommen fragen wozu die Kühe gbraucht werden: Mama kauft eh alles beim B...., S.... oder Mac D.....

So einige grobe Gedanken von mir: Bitte um Dikussion und eure Meinungen.

g8129di









biolix antwortet um 09-02-2010 08:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Guten Morgen !

da gibts nicht viel zu diskutieren, du hast recht.. ;-))

Nicht nur auf Kerosin, udn nun sind wir schon viel weiter als bei der Tobin-Tax, da fordert doch gestern ein konservativer Agrarvertreter, meines Baujahres, mit dem ich mir vor über 10 jahren schon kontäre Diskussionen gegeben habe, das auf z.b. Weizen Futures an den Börsen , auch genauso eine Börsenumsatzsteuer von 10% gehört, wie es der normale Bauer auch zahlen bzw . abführen muss, wenn er dort mit seinem WEizen handelt...

Ich finde, er hat auch sehr recht.. ;-))))

lg biolix


josefderzweite antwortet um 09-02-2010 09:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Wär schon super so a Businessplan, aber zahlen tu i des net.Vorallem kost a anständiger a Vermögen und is net von a paar Wurstalan in da Kammer zu bewältigen. Mal kurz einen Businessplan erstellen zwischen Rauchpause und Kaffeepause


Tyrolens antwortet um 09-02-2010 09:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Wo hat ein Landwirt 10% Börsenumsatzsteuer zu bezahlen???


biolix antwortet um 09-02-2010 09:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Auf seine ware hat er 10% Umsatzsteuer zu zahlen , wenn er sies an der Börse verkauft, warum nicht auch bei futures ?


MUKUbauer antwortet um 09-02-2010 10:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
So schlecht find ich die Idee nicht wirklich

das was viele machen ist einfach nur Krank

Und wenn der Verpflichtend wäre - warum nicht?
Bring deine Ausgaben in Ordnung sprich Pacht - dann kriegst auch wieder Kohle aus Brüssel ... wär doch was

Weil 1000 Euro pacht Zahlen und dann Mais draufstellen geht Rechnerisch einfach nicht...

mfg


Joschy antwortet um 09-02-2010 10:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
@alle

Ich kann nur sagen das ist der richtige Weg zum Erfolg!
Wenn einmal jeder Buchführung macht gibts kein jammern mehr und jeder weiß was er ausgibt und verdient. Nur durch Buchführung kann die Österreichische Landwirtschaft erhalten bleiben!
Und wer sich dagegen wehrt kann gleich aufhören!

Lg Joschy


MUKUbauer antwortet um 09-02-2010 10:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
@ Joschy

Das Gesetz müßte man anpassen derzeit ist es halt so das man wenn eine Buchführung macht die dem Finanzamt auch zur Verfügung stellen muß - ausgenommen - Leute fürn grünen Bericht - also nix mehr mit Pauschalierung und dann würdens jammern was sie an Steuern zu zahlen haben




Joschy antwortet um 09-02-2010 11:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
@MUKUbauer

Aber ich verstehe trozdem nicht warum keinen Bauer interesiert was er in der Stunde verdient?
oder pro Jahr? oder beim kreiseln oder beim Klauenschneiden? oder..........
Statdessen wird schonwieder nur gejammert und die Politiker sind schuld!

"Aber ich mach ja eh alles richtig!"

Lg Joschy


mfj antwortet um 09-02-2010 11:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof

Die Idee für einen Businessplan ist nicht schlecht.
Man könnte das ganze natürlich auch anders schaffen – nämlich die Pauschalierung fallen lassen.
Im Grunde ist der „Businessplan“ die Vorstufe für diese steuerliche Änderung.

Das Ergebnis dieses Wirtschaftsplanes wird allerdings bedenkliche Ergebnisse liefern.

Es wird nämlich verdeutlichen, dass 1/3 Bauern unwirtschaftliche Betriebsergebnisse liefern, die auch nicht veränderbar sind, 1/3 Bauern aus andern Wirtschaftsbereichen Geld in die Landwirtschaft zuschießen und damit aufrechterhalten, und nur 1/3 die „Hausaufgaben“ verstanden hat...und weiter wirtschaften sollte.

Wie in anderen EU-Staaten auch, tummeln sich zu viel Landwirte auf dem bisschen Fläche und damit auf dem Markt, behindern damit eine Preis-Konsolidierung, und erschweren massiv ein nötiges Größenwachstum zukunftsfähiger Betriebe.

Mit „dieser Wahrheit“ kann man allerdings keine Wählerstimmen fangen, noch Verbände überzeugen, noch bekommt man irgendwoher ein „Nicken“.

Die ganzen „Rettungsschwimmer Prämien“ mit Landwirtsschaftskämmerischen Überwasserhalteschutz, fördern geradezu diesen Denk- und letztendlich betrieblichen „Bauernschmarrn“, und es werden wohl noch mal ein-zwei Generationen folgen müssen, bis man die Pandemie „Subvention“ los wird.





Tyrolens antwortet um 09-02-2010 11:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Biolix, die Börsenumsatzsteuer wurde in AUT im Jahre 2000 abgeschafft.





biolix antwortet um 09-02-2010 11:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Ja wieder ein Grund mehr, warum den Spekulationen mehr Raum gegeben wurden... welche Regierung hatten wir da ?




Tyrolens antwortet um 09-02-2010 12:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Hehe, da war everybody's darling KHG am Ruder.


walterst antwortet um 09-02-2010 15:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Ich finde den Vorschlag vom Businessplan sehr gut.

Erstens ist es genial, den bisherigen Betriebsverbesserungsplan durch einen so innovativen Begriff zu ersetzen.
Zweitens werden die Arbeitsplätze in der Beratung gesichert.

Es würde diese Initiative aber sehr unterstützen und vor allem zu großer Glaubwürdigkeit verhelfen, wenn führende Agrarpolitiker ihre große Erfahrung zur Verfügung stellen würden und ihre persönlichen erfolgreich umgesetzten Businesspläne darstellen und erläutern würden. Allenfalls mit einer Analyse von absichtlichen oder unerwarteten Planabweichungen.

Ich schlage dafür vor:

Franz Fischler mit dem Fairea-Projekt
Ex LAndesrat Blochberger mit den Biogasanlagen
Die Präsidenten führender Organisationen mit den Erfolgskonzepten auf den eigenen Betrieben.


ALADIN antwortet um 09-02-2010 19:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Hapee eine Frage: Wer hat jemals verhindert, dass ein Bauer die Buchführung macht?
Ich denke ein gewisser Plan für die Zukunft und Geld-Aufzeichnungen sollten für jeden Bauern schon lange selbstverständlich sein.


helmar antwortet um 09-02-2010 19:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Hallo Aladin..........Buchhaltung und Betriebswirtschaft waren gerade bei den jüngeren Teilnehmern beim Meisterkurs seinerzeit nicht so gefragt wie die neueste Technik. Ich schreib seither, auch wenn ich die Methoden geändert habe, denn ich habe sehr lange Amerikanisches Journal gemacht.
Mfg, helmar, Helga Marsteurer


ochsi antwortet um 09-02-2010 20:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Warum dann noch der große Einsatz für den Einheitswert? Ach ja, für die 60 % Nebenerwerbsbetriebe die als Hobby geführt werden (Sinabell)


Würden die 60% Nebenerwerbslandwirte eine Buchhaltung machen ,so kämen sicher mehr als 50% drauf das sie nichts verdienen.(Außerlandwirtschaftliches Einkommen wird zum Teil in die Hobbylandwirtschaft gesteckt) Wenn man nichts verdient zahlt man keine Steuern ,oder irre ich mich. Meines erachtens würden von den Vollerwerbsbetrieben wahrscheinlich auch nur mehr die Hälfte Steuern bezahlen, wenn überhaupt.Man kann sich aber die Negativsteuer vom Staat zurückholen. Also so schlecht ist die Buchhaltung für Landwirte nicht,da sowiso die wenigsten Gewinn machen.

mfg ochsi


Hirschfarm antwortet um 09-02-2010 22:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Businessplan Betrieb 20 ha Mais: Preis 240€/t(2007) Ertrag 11,8t/ha(2008) ergibt 2832€ pro ha mal 20 ha ergibt 56640€. 700€ Kosten /ha ergibt 14000€. Subvention geht für SV drauf. Macht summasummarum42640€ in Zukunft zu erwartenden Gewinn für einen 20 ha Betrieb.
Bei 100 ha ists dann entsprechend mehr aber das ist so schwer auszurechnen. Des soi liawa da Niki mochn!

p.s.: Planwirtschaft hat auch bei den Kommunisten gut funktioniert!


208 antwortet um 10-02-2010 07:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
nichts gegen businesplan und buchhaltung oder zumindest einnahmen und ausgaben rechnung (wäre schon sehr zu empfehlen) aber da würden 2 drittel der betriebe das handtuch werfen auf der anderen seite kurzfristig einigen experten in der kammer einen arbeitsplatz sichern nur dann würden einige nicht mehr gebraucht werden vom landmaschinen mechaniker bis zum experten der den landwirten unterstützt den businnessplan zu erstellen

es geht sowiso die entwicklung in größere betriebe da nicht alle in nischen produzieren können daher müssen sowieso einige zusperren mir kommt das so vor wie wenn einige mit hilfe der politik und der banken (gamsbartkomunisten) billig zu grund und boden kommen wollen das heißt eine stille enteignug der grundeigentümer


Christoph38 antwortet um 10-02-2010 09:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Die Umschreibung dass Betriebe "wettbewerbsfähiger" werden sollen, also auf gut deutsch tausende zusperren sollen, ist dem Niki recht gut gelungen.
Nach allen Regeln der Kunst wurde aus einer gemeinhin Negativbotschaft "Zusperren" ein positiver Ansatz "Wettbewerbsfähigkeit" formuliert, dem man kaum die Zustimmung verweigern kann.

Der Niki will also den Betrieben nicht selber reinen Wein einschenken, sondern einen Businessplan anbieten, in der Hoffnung dass möglichst viele dann selber draufkommen, was Sache ist und recht elegant der schwarze Peter nicht beim Niki hängen bleibt.

Persönlich bin ich schon gespannt, ob der Bussiplan aufgeht, mit € 10.000 Umsatz ein Einkommen von € 20.000,- zu erzielen.

Bis wir den Businessplan bekommen, haben die Leute vom Niki sicher schon wieder neue Schlagworte erfunden, die noch lässiger klingen, ohne Englisch geht da gar nichts mehr.
Austria ist NOT to small for good slogans.


sturmi antwortet um 10-02-2010 10:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
@ch38
Ich lernte "unseren" Agrar-Niki schon persönlich kennen, er ist ein Politiker der "neuen" Generation (wie Faymann), freundlich, lächelnd, unverbindlich! Immer darauf bedacht offensichtlich niemanden "weh" zu tun und das unvermeidliche zu verschleiern oder in schöne Worte zu verpacken. Aber was bleibt ihm den auch anderes übrig, denn er kann weder das Bauernsterben verhindern noch das Umsetzen von Klimaschutzzielen durchsetzen, dazu ist unser Landwirtschafts- u. Umweltminister eine zu kleine Nummer in den Reihen der EU-Staaten, zu mächtig und einflussreich die heimischen Energiekonzerne. Weiters bestimmen bei den WTO-Verhandlungen die USA wo´s in agrarpolitischen Belangen langgeht, nämlich in Richtung völliger Liberalisierung, dabei bleiben nun mal die kleinen Betriebe auf der Strecke. Wer das verstanden hat, der wird für sich, seinen Betrieb und für die Ausbildung der Kinder die richtigen Entscheidungen treffen.
MfG Sturmi



josefderzweite antwortet um 10-02-2010 10:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
@hirschfarm

Wirklich allerliebst hast dein 20ha Maisbetrieb berechnet (Musterbetrieb??). Nur 240Euro spielt sich nur in Ausnahmefällen wie 2007. Du muasst schon mit 110Euro wie die letztn 2 Jahre waren hernehmen. Und im Endeffekt war des a net der zuerwartende Gewinn, sondern anfoch der zuerwartende Ertrag.Da kommt noch einiges von deiner Rechnung weg! Heißt a net dass a 100ha Betrieb deswegen exponentiell einen höheren Gewinn hat. Kann oft gar schlechter laafen.
Jeda Betrieb sollte wissen was er für sei Produkt verlangen darf/kann!!


walterst antwortet um 10-02-2010 11:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
@sturmi

Dass der Minister immer freundlich ist und lächelt kann ich so nicht bestätigen.
Das kommt ganz darauf an, was man ihn vorher gefragt hat.


sturmi antwortet um 10-02-2010 11:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
@walter
Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch wieder heraus....;-)
MfG Sturmi



naturbauer antwortet um 10-02-2010 12:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Was bei uns hier in Bayern schon lange (angeblich) gut ist, innovativ sein, Tourismus, Seniorenheime betreiben, die ganz Palette halt, kommt jetzt auch in Österreich an. Na ja innovativ wären wir schon, bloß dürfen tun wir halt nicht. Im Außenbereich ist komplettes Bauverbot. Wie soll ich was unternehmen, wenn ich nicht darf? Alles braucht seine Zeit, sogar die Europaweite Bauernsterberate beibehalten zu können. S´Glump wird weggeschmissen. Kleiner Bauer geh endlich drauf, wir übernehmen, hat es vor nahe zu 20 Jahren im Tal drunten geheißen.

Ein Talbauer fragte mal einen von uns, ob es denn noch geht da oben. Dieser antwortete: Ja ja, geht scho no, weil wenn`s wieda nimmer langt, dann verkaufen wir wieder ein Fleckerl. Der Talbauer lief hochrot an und weg war er. Er hatte damals gerade für 16 Einfamilienhäuser Baugrund verkauft
Ist doch innovativ oder? Bloß ned jammern Kollegen***ggg*** geht scho no


Bauernprofi antwortet um 10-02-2010 12:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Spaltenboden Automatenfütterung und Freilauf


Fallkerbe antwortet um 10-02-2010 12:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Hallo,

eigentlich sollte es doch selbstverständlich sein, das jemand der ein Geschäft führt auch einen Geschäftsplan hat. Alles andere wäre doch im Wortwörtlichen sinne Planlos.
Wenn jemand ohne Plan und Ziel vor sich hinwerkelt darf es doch kaum wundern, das er nicht weiter kommt.

mfg


walterst antwortet um 10-02-2010 13:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
@sturmi

"wie man in den Wald....."

Ich weiss nicht genau was Du meinst. Ich erwarte mir nichts vom Hineinrufen in Wälder.
Wenn der Minister da ist, dann will ich was von ihm wissen. Aber sicher nicht, wie bei ihm zu Hause das Wetter ist.

Aber ich denke, ich verstehe es richtig, dass Du einem schwarzen Minister nie eine Frage stellen würdest, die ihm nicht gefällt.


Christoph38 antwortet um 10-02-2010 15:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
@ kritische Fragen
Wir leben in einer modernen Demokratie und gegenüber einer modernen demokratischen Partei bzw. deren Minister sind kritische Fragen nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht. Die Kritik und die kritische Fragestellung sollte nur nicht überschiessend sein. Dies ist dann der Fall, wenn sich der Minister ärgern muss oder ihm die Möglichkeit genommen ist, sich mit der Antwort zu profilieren.

Im Idealfall erscheint also die Frage kritisch und der Minister kann darlegen, dass er auf dieses Problem bereits vor x-Wochen reagiert hat und y-Massnahmen in die Wege geleitet hat oder gar eine hochkarätige Kommission damit betraut hat. ;-)
Strickmuster beachten: Minister als dynamischer Typ

Also beim Fragen, die Nadel so einfädeln, dass das Strickmuster für den Minister passt. ;-)



walterst antwortet um 10-02-2010 15:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
@christoph

ich wollte mir Deine genialen Ratschläge gerade als Merkzettel festhalten, so wie das die Frau Sarah Palin macht. Jetzt ist mir aber meine Hand zu klein dafür geworden und so werd ich mir bis zum nächsten Ministerbesuch wohl nicht alles merken.....


ALADIN antwortet um 10-02-2010 19:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Sturmi, das hast du gut formuliert.
Ich kenne den Minister schon seit seinen allerersten Gehversuchen in der Politik und habe früher schon viele kritische Sachen mit ihm ausgefochten. Er ist von Haus aus ein freundlicher und ehrlicher Mensch der sich nicht zu gut ist auch mit "gewöhnlichen" Menschen zu diskutieren.. Allerdings wie schon erwähnt wurde, versucht auch er die Wahrheit wählergemäß zu verpacken. Was bleibt ihm auch Anderes übrig? Sonst könnte er auch gleich zu Hause bleiben.


helmar antwortet um 10-02-2010 20:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Meines Wissens überall dort, wo sie an die Macht kamen, die Kommunisten...
Mfg, helmar, Helga Marsteurer


earl antwortet um 10-02-2010 21:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
jedes rechnen vor einer investition hat den nachteil, dass man nia weiß, was nachher gespielt wird. milch, fleich, energie,...
die einzige rechnung die stimmen kann, ist die nachkalkulation, aus der man erfährt ob man solch einen schmarrn sich nochmals antut.
learning by doing
deswegen niki und co, seids still und macht eure arbeit (politik) und das gescheit. wir machen unsere arbeit und versuchens auch gescheit zu machen. egal ob mit oder ohne buisnesplan, denn ein erfolg einer idee hängt von der idee ab, nicht von theoretischen geschreibsel davor.


josefderzweite antwortet um 11-02-2010 12:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
@earl

Schon mal was von Risikostreuung gköhrt?



earl antwortet um 11-02-2010 18:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
@josefderzweite
nein, bitte um kurze erklärung
danke


rp4225 antwortet um 12-02-2010 14:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
auf alle Fälle wär a bisserl mehr kalkulieren, planen und rechnen nicht schlecht (bin aber absolut gegen buchhaltung) - dann würden einige ganz schnell vernünftig werden, und sich von abnormalen pachtpreisen und kaufpreisen verabschieden - dann würdens nämlich merken, dass man ab einem bestimmten kaufpreis nicht mal die verzinsung für das eingesetzte kapital verdient.

geht sich zwar momentan aus, bei habenzinsen von 1 - 1,5 %, aber wennst mal 4 oder 5% kriegst, so wie ende 2008 - na dann soll ma mal einer vorrechnen, wie sich das ausgeht


Lammperl antwortet um 17-10-2014 11:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Berlakovich will Businessplan für jeden Bauernhof
Nach ein Paar Jahren ist es immer intressant wie sich die LAGE entwickelt hat!???!!?!?!?!?

Die einen sprechen wenn die bauern Buchführung machen das die Preise teurer werden?

Die anderen glauben der Preisspirale nach unten entgehen zu können,weil sie dann Kredit bekommen?!?!?!?!

Keiner hatte RECHT!!!!


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