Vielleicht tut sich was...

Antworten: 2
Gstettnbauer 19-01-2010 08:41 - E-Mail an User
Vielleicht tut sich was...
EU: Gewinnmargen im Lebensmittelsektor im Visier
zurückEuropas Lebensmittelkonzerne und Handelsriesen müssen sich wegen teils unerklärlich hoher Gewinnmargen auf gesetzliche Schritte einstellen. Das machten die europäischen Agrarminister bei einem Treffen gestern in Brüssel klar. Die EU-Kommission hatte eine entsprechende Strategie vorgeschlagen, nachdem die Agrarpreise 2008 im Vergleich zum Vorjahr extrem gefallen waren, nicht aber die Verbraucherpreise in den Supermärkten.

Für "gerechte Aufteilung der Wertschöpfung"
Auf ihrer Konferenz berieten die Minister auch die Pläne der spanischen EU-Ratspräsidentschaft, die im ersten Halbjahr 2010 die Verhandlungen der Minister leitet. Notwendig sei eine "gerechte Aufteilung der Wertschöpfung entlang der gesamten Lebensmittelkette", sagte die spanische Landwirtschaftsministerin und amtierende Ratsvorsitzende Elena Espinosa. "Es ist wichtig, dass jeder für seine Leistung belohnt wird."

Bessere Preistransparenz angedacht
Denkbar sei beispielsweise eine Änderung der Marktordnung, um Ausnahmen vom Kartellverbot für den Zusammenschluss etwa von Milchbauern in Erzeugergemeinschaften zu ermöglichen. Damit sollen sie eine stärkere Verhandlungsmacht gegenüber dem Handel bekommen.

Außerdem soll es eine höhere und schnellere Preistransparenz geben durch eine stärkere Zusammenarbeit der zuständigen nationalen Beobachtungsstellen. "Es muss schneller klar sein, wenn es irgendwo Wettbewerbsverzerrungen oder Ungereimtheiten gibt", forderte Espinosa. Noch offene Punkte sollen jetzt Experten und Vertreter von Mitgliedstaaten und Kommission im "Sonderausschuss Landwirtschaft" klären.



Christoph38 antwortet um 19-01-2010 09:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Vielleicht tut sich was...
Ein paar Kubikmeter heisse Luft werden in die Atmosphäre entlassen.

Für mich ist es lachhaft, dass man sich überhaupt fragt, ob ein paar Milchbauern ein wettbewerbschädliches Kartell bilden, angesichts der Dominanz des Lebensmittelhandels, wo wenige Anbieter sich den Markt aufteilen.

Eine Unzahl von Supermärkten in einem Konzern mit € 10 Mrd Umsatz ist wettbewerbsrechtlich völlig einwandfrei, aber wenn sich 50 Bauern mit € 1 Mio Milchgeld organisieren, ist der Wettbewerb hochgradig gefährdet.


Hirschfarm antwortet um 19-01-2010 18:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Das beste Beispiel zum Kartellrecht ist die Opec. Wenn das Kartell gross genug ist dann wirds toleriert. Oder wenn es dem Staat dienlich ist (ÖMV,ASFINAG,ÖBB,etc.).



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