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edde 04-01-2010 23:16 - E-Mail an User
Österreich
eigentlich schon mal nachgedacht, warum Österreich eigentlich Österreich und nicht Österarm heisst ? ich schon.
bin mir ja nicht sicher, aber ich vermute es hat mit der hohen abgabequote der staatsbürger an ihren staat zu tun--in Österreich gut 44 prozent des bruttoinlandsproduktes -im eu-schnitt sind es 40 prozent.
da muss ja Österreich reich werden ,wenn die bürger so hervorragend für ihren staat sorgen.
ist aber auch verständlich, diese abgabequote. so müssen ja etwa anträge für biokontrollkostenzuschüsse abgewickelt werden, aufzeichnungen wann welcher bauer auf welches feldstück wieviel mist und gülle ausgefahren hat kontrolliert werden,tageskurse für das einbringen von 10 ml-tuben in ein euter abgehalten werden,digitalisierte flächenangaben händisch nachgemessen werden,autos mit spritzmitten im kofferraum aus dem verkehr gezogen werden,direktvermarkter und kleine fleischer mit ihren regionalen schlachthöfen zu tode verwaltet werden etz etz
all das kostet geld, viel geld.

was aber dem staat an einnahmen entgeht, darüber redet niemand.
wenn etwa bedingt durch diesen agrarbürokratiewahnsinn so viele vorwiegend ältere mit ihren oft kleinen wirtschafterln nix mehr investieren sondern nur mehr auf die erlösung vom aufzeichnungs-und kontrollwahn warten,
wenn durch diese vorschriftswut fast jede regionale direktvermarktung unmöglich gemacht wird,
wenn die dörfer verfallen und die jungen nur mehr sporadisch aus der stadt aufs land kommen-auch verständlich denn speck und eier gibts ja nimmer mit weil die schweinehaltung im kuhstall ist verboten und den hühnern ists auch ausserhalb des kuhstalls zu kalt.

die allgemein angedachte lösung des abgabenproblems heisst Verwaltungsreform, doch dazu müssen zu verwaltende vorschriften weg.
wenns nach mir ginge würd ich zuerst im agrarverwaltungsapparat zum einsparen beginnen--aber es geht ja nicht nach mir...
ps: obwohl oft kritisch bin ich dennoch gerne österreicher in einem an sich sehr stabilen ungemein schönen land, doch wenn wir anstatt echter wertschöpfung zu schaffen uns bloss gegenseitig dokumentieren und kontrollieren werden wir langfristig ein massives problem kriegen.

mfg
















tch antwortet um 04-01-2010 23:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Österreich
Warum wanderst Du nicht aus?

Überall anders ist es besser!
Wenn eure Jungen nur mehr sporadisch aufs Land kommen ist das zu verstehen!Die Vorschriften und Kontrollen hinken den Verbrechern immer hinterher

Wer hat den Milch verwässert
Unkontrolliert Spritzmittel in die Luft geblasen
Kanister und Altreifen hinter dem Haus verbrannt
Melkanlagen schlampig gereinigt
Fleisch von kranken Sauen verkauft
Grenzsteine versetzt

Das waren die Kleinigkeiten- Details auf Wunsch....
Warum gibts immer mehr Kontrollen? wegen der wenigen, von den ehrlichen geschützten Schurken



tch


ginzo antwortet um 05-01-2010 07:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Österreich
tch, Guten Tag,
es heißt, wer von Euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein!
Diese aufgelisteten möglichen Untaten wurden anscheinend von
Besitzern vollbracht - und die Proletarier reißens Maul auf und zeigen
mit dem Gewissen Finger auf diese möglichen: aber diese
Proletarier haben vergessen auf diese (ihre) Hand zu schauen, denn
drei Finger zeigen in die Gegenrichtung und einer nach oben!
Solche Anschwärzereien habe ich schon oft erlebt, ich denke daran,
die Bauern als Grundwasserverschmutzer hingestellt von der
eigenen Kammer (Bauernvertretung), aber diese sollen Hektar-
erträge von 12 -18 to Trockenmais einfahren und das bei 130 kg N.


Neuer antwortet um 05-01-2010 10:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Österreich
Verwaltungsreform

Das wird nie was, weil diejenigen, die uns mehrstufig (EU-Bund-Land-Bezirk-Gemeinde) "verwalten" und davon selber recht gut leben, über ihre eigene Abschaffung diskutieren müssten.

Aus wär's mit Versorgungsposten im Bundesrat, mit einem kommoden Sitz in den hinteren Bänken des Nationalrats, mit Multi-Aufsichtsrat-Bonzen in halbverstaatlichten Unternehmen, mit Abstellgleisen für abgehalfterte Politiker in öffentlichen Verkehrsbetrieben.

Jedes Jahr beschließt der Nationalrat tausende neue Gesetze, diese gehören ausgearbeitet, publiziert, exekutiert und deren Übertretung ausjudiziert. Das schafft Jobs, gut bezahlte A-Beamtenjobs.
Wer's bezahlt? Naja, äähem, der zu verwaltende Bürger natürlich.





biolix antwortet um 05-01-2010 10:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Österreich
HallO !

also was den Bundesrat betrifft gebe ich dir 100% recht, und welche Leut da meist von den großen parteien drin sitzen, inkl. derren Gehälter etc., aber wer ist seit Jahren gegen die Abschaffung oder Änderungen ?

lg biolix


Neuer antwortet um 05-01-2010 10:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Österreich
na wer wohl? Die, die drin sitzen, natürlich!


biolix antwortet um 05-01-2010 10:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Österreich
nicht alle .. ;-)))

lg biolix


Christoph38 antwortet um 05-01-2010 11:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Österreich
Ich habe es als nette Pointe der Regierung empfunden, dass man sich zur Verwaltungsreform bekannt hat und in einem Atemzug damit die x-te Variante vom Kindergeld beschlossen hat.

Logisch dass die x-Varianten des Kindergeldes dem Bürger erklärt werden müssen, Missverständnisse auftauchen, Anträge geprüft werden müssen, kurzum aus der rechtlichen Verkomplizierung eine aufgeblähte Verwaltung folgt.

Habts ihr eigentlich gewusst, dass "Öster" auf alte indogermanische Sprachwurzeln zurückgeht und soviel wie "Verwaltungsbürokratie" bedeutet ?


lenkrad antwortet um 05-01-2010 19:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Österreich
Ist bei uns in der Schweiz auch nicht anders, Man redet von deregulierung und das Bundesamt für Landwirtschaft hat in den letzten Jahren x neue Stellen geschaffen. Es gibt ja auch bei uns immer mehr Bauern die verwaltet werden müssen oder nicht?


Moarpeda antwortet um 09-09-2010 22:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Österreich
heute im radio

die schweiz ist im internationalen ranking (wirtschaft) auf platz eins,
österreich ist auf platz 18 zurückgefallen.

da fällt mir einerseits 50 plus ein, sie hat einmal geschrieben(sinngemäß):

"warum sind die schweizer so langsam ?
damit die EU mitkommt"

andererseits hat es sicher etwas auf sich, wenn ein volk selbstbestimmt und nach demokratischen regeln handeln darf
....und nicht der EU diktatur ausgeliefert ist und als nettozahler ausgesaugt wird.

...und wo sind die, welche sich einreden ließen das kleine land österreich sei ohne EU nicht lebensfähig.



teilchen antwortet um 11-09-2010 10:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Österreich

@Moarpeda

Österreich und Schweiz zu vergleichen ist unsinnig.
Historisch haben beide eine völlig andere Entwicklung, Österreich beherrschte einmal fast ganz Europa und war schon immer in zahlreichen Allianzen verwoben.
Die Schweiz war immer ein kleines Land, das sich nie in irgendwelche Allianzen einlassen wollte, nicht zuletzt aus Schutz vor den Habsburgern.
Sie blieben freiwillig klein.

Österreich hingegen wurde nach dem 1. WK unfreiwillig dieses kleine Land, das wir heute sind. Mit den Kriegsschäden und Reparaturzahlungen des 1. und 2. WK konnte es uns gar nicht gelingen, eine ähnliche Wirtschaftskraft und Stabilität wie die Schweiz aufzubauen.

Heute sind Schweizer Betriebe wie Nestlé, Rolex, UBS, Cartier, Swatch, Roche, Novartis oder ABB Weltkonzerne.
Als Finanz- und Handelsplatz hat die Schweiz unserem Land gegenüber einen Wettbewerbsvorteil, den wir nicht mehr einholen können. Über die Rolle als Devisenumschlagplatz der Nazis wollen wir jetzt einmal gar nicht reden.

Man muss immer die historisch gewachsenen Strukturen eines Landes auch sehen, um zu erkennen, warum alles so ist wie es ist.
Damit Du Dich nicht weiter ärgern musst, warum Du nicht als Schweizer zur Welt gekommen bist: Wir haben den besseren Wein.



edde antwortet um 11-09-2010 10:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Österreich
historisch hast du bestimmt recht, teilchen...

dennoch darf dies heut nimmer als entschuldigung für das zurückfallen eines landes im ranking herhalten !
es gibt viele länder weltweit mit desaströser vergangenehit und dennoch guter wirtschaftlicher entwicklung derzeit .

meine schulzeit zb war geprägt durch erfahrungen mit ortspragmatisierten,teils unmotivierten alkoholabhänigen, gewalttätigen lehrern mit einem wissen ihrer studienzeit ,welche teilweise jahrzehnte zurücklag.
aber ich hatte auch gute lehrer, die dasselbe verdienten wie der besoffene auf dem lehrertisch dahindösende.

fehler im schulsystem wirken sich sehr zeitversetzt aus, aber sie wirken !!!
wenn nun die wissenschaftsministerin mit unischliessungen droht hat man diesbezüglich 2010 auch noch nicht viel dazugelernt.

mfg


Moarpeda antwortet um 11-09-2010 10:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Österreich
@teilchen

das thema hatten wir zwei schon einmal, konnte dich scheinbar nicht überzeugen.

seit dem krieg sind 65 jahre vergangen und in dieser zeit haben manche länder einen kometenhaften aufsteig verzeichnet
....und die kriegsgewinner hinken vielfach hinter den verlierern nach.

allein wenn man deutschland heranzieht, welches der gößte nettozahler der EU sein "darf" .

die urache, dass wir den schweizern hinterherlatschen ist also deiner ansicht nach,
wir trinken scheinbar zuviel von unserem bessern wein ?? ;-))


teilchen antwortet um 11-09-2010 11:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Österreich

Nein.
Seit dem Krieg sind erst 65 Jahre vergangen, eine viel zu kurze Zeit, um sich als Land völlig neu zu etablieren, bestehende Allianzen aufzukündigen, unabhängig agieren und allein bestehen zu wollen.
Deutschland und Österreich waren die größten Kriegsverlierer, selbst verschuldet.
Wir mussten im Wiederaufbau massiv unterstützt werden. Wir waren auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Man hätte aber nicht in unser Land investiert, hätte man sich nicht auch Gewinne versprochen.

Dasselbe in Deutschland, gleichzeitig Machtkontrolle durch die Teilung in DDR und BRD.
Deutschland ist zwar die stärkste Volkswirtschaft in Europa, aber einen Alleingang hätte es auch nicht ausgehalten, den hätten die anderen EU-Staaten und die USA nicht zugelassen bzw. massiv sanktioniert.
Importverträge sind schnell aufgelöst und Einfuhrzölle eingeführt.

Alle sind an guten wirtschaftlichen Beziehungen miteinander interessiert, anders geht das heute nicht mehr.
Kein Land ist eine Insel - das ist die vielleicht wichtigste Botschaft an Dich.



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