Antworten: 5
  25-12-2009 09:09  1600er
Hofübernahme
Soll in nächster Zeit den Hof übernehmen. Betiebsgösse:15 Mutterkühe,6haWiese,12ha Acker,Bergbauer Zone2,biologische Wirtschaftsweise,schuldenfrei.Soll man weiter machen oder Verpachten.Gehe derzeit voll in die Arbeit.Nettoeinkommen 25000Eur.

  25-12-2009 09:44  dresan
Hofübernahme
Kann das so nicht beurteilen weil wir komplett eine andere Hofstrukur haben.
Grundsätzlich ist zu raten keine unnötigen Übernahmeverpflichtungen einzugehen
die Arbeit in der Lw. musst du gerne machen (od. der Lebenspartner) und du solltest
sie neben deiner Arbeit bewältigen können.
Schuldenfrei ist immer gut da kannst du deinen eigenen Weg einschlagen.
Du kannst es ja probieren verpachten kannst du immer noch als gute Einkommensmöglichkeit sehe ich es nicht. Dein Einkommen hast du rein in der Lw.
investierst du immer wieder.

  25-12-2009 10:24  josefderzweite
Hofübernahme
deine 15 kühe solltest du nebenbei schon locker schaffen. würd alles übern ring machen lassen. sparst dir dann noch die maschienen. steckst einen stier dazu, dann brauchst brunst auch net kontrollieren. kannst du beweiden? eine rundballenfütterung anschaffen.einen oder 2 ballen rein und du hast wieder deine ruhe

  25-12-2009 14:07  179781
Hofübernahme
Wenn der Betrieb schuldenfrei ist, dann heißt das schon einmal, dass da soviel erwirtschaftet wurde, dass neben einem Einkommen auch noch etwas Eigenkapital erwirtschaftet wurde( außer es wurde von außen zugeführt). Also sind die Voraussetzungen nicht schlecht. 15 Mutterkühe sind relativ leicht nebenbei zu versorgen. Grünland macht als Weide wenig Arbeit und zwei Schnitte für Winterfutter lassen sich, wie schon geschrieben mit Hilfe von überbetrieblicher Zusammenarbeit auch flott erledigen. Was Ackerbau in Bergbauernzone 2 bringen soll, kann ich nicht sagen, davon verstehe ich nichts.
Insgesamt gesehen hast du gute Vorausetzungen für eine Übernahme. Wenn du Bauer sein willst und gerne mit Tieren arbeitest, dann mach das. Du wirst deine Freude dran haben, uind kannst soviel damit verdienen, dass die Arbeit auch wirtschaftlich sinnvoll ist.

Gottfried


  25-12-2009 14:21  fgh
Hofübernahme
Die Antwort musst du dir selbst geben!
Frage an dich selbst: Willst du es überhaupt machen?
Wenn du diese Frage mit einem ehrlichem "ja" beantworten kannst, dann brauchst du über alles andere nicht überlegen, die Fläche ist im Nebenerwerb leicht bewirtschaftbar


  26-12-2009 08:10  Kallo
Hofübernahme
Also mit einem Nettoeinkommen von 25 tsd würde ich die Landwirtschaft auslaufen lassen! Dem Schreiben nach dürften jetzt noch zusätzliche (billige) Arbeitskräfte am Hof sein. Kommt auch drauf an, wie steht die Partnerin dazu? (Wenn schon eine da ist). Wenn dir die landw. Arbeit ganz selbst bleibt, dann leidet auch die unselbstständige (gutbezahlte) Arbeit darunter. Mit diesem Gehalt wird auch schon allerhand abverlangt! Denn wenn einer glaubt, Muku, und du hast keine Arbeit mehr damit, dann haut´s dich auf den Sauger! Die Tiere brauchen schon mehr Betreuung als nur einmal am Tag nachschauen, sonst sind sie gleich verwildert, und im Herbst kannst du dir das Narkosegewehr ausleihen, um die Kälber in den Stall zu bringen. Im Forum gibt es diesbezüglich eh genug Beiträge. Und mit der Freizeit wird es dann eng. Auch die extensive Haltung verschlingt Zeit.
Zum Maschinenring noch. Wenn du dich auf den MR ganz verläßt, dann bist du verlassen! Bin nicht gegen den Ring, aber alles vergeben, da bleibt dir dann auch nichts mehr über! Da wirfst du gutes Geld dem Schlechten nach! Pressen, silieren ist schon klar, aber entscheiden, ob gemäht wird oder nicht, das musst du schon selber! Dem MR Fahrern ist es wurscht, die mähen auch wenn schon der Regen rüber schaut über den Kogel. Maschinen werden ja einige da sein, Mähwerk, Kreisler, Schwader und Ladewagen, auch wenn das mähen nicht so schnell geht, fertig sind alle noch geworden, auch wenn es ein alter Fingerbalken war bzw. ist. Und pressen und wickeln, das ist sicher was für den MR.
Daher, falls (rüstige) Arbeitskräfte am Hof sind, die auch die Arbeit verrichten wollen, dann steht einer Weiterführung nichts entgegen, aber nur, solange die unselbstständige Arbeit nicht darunter leidet!