UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!

Antworten: 28
  16-11-2009 09:16  sturmi
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
Heute im Ö 1 Morgenjournal traute ich meinen Ohren nicht. Anlässlich des Hungergipfels in Rom vernahm ich folgendes.
Ralf Südhoff, Ernährungsexperte beim Welternährungsprogramm der UNO (FAO) ist überzeugt, dass die derzeitige Welternährungskrise prinzipiell lösbar sei. Der jetzt stattfindende Gipfel werde ein politisches Signal aussenden, auch wenn ein Ergebnis eines solchen Gipfels immer nur ein Kompromiss sein könnte. Denn es sei auch wirtschaftlich wieder lukrativ in die Landwirtschaft zu investieren und die Produktion zu steigern. Wenn diese Chance genützt werde, dann könnte man hier im Norden wie im Süden bezahlbare Nahrungsmittel produzieren und anbieten.
Aha, die Produktion muß also gesteigert werden um "bezahlbare" Nahrungsmittel anbieten zu können.
So löst man also den Hunger der Welt?! Naja, ich bin ja nur ein "einfacher" Schweinebauer, die Experten werdens schon wissen wie´s geht. Und überhaupt, ich und viele meiner Kollegen werden´s wohl nicht mehr machen, noch mehr erzeugen zu noch billigeren Preisen....
MfG Sturmi

  16-11-2009 09:33  iderfdes
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
Diese ganzen Expertendiskussionen sind ein Witz. Einerseits der große Hunger, andererseits der große Überfluss. Und das alles zur selben Zeit.

Zwei Dinge sind aber klar: Erstens: Lebensmittel müssten für jeden leistbar sein.
Zweitens: Auch die Produkiton muss in einem Maße entlohnt werden, dass sie ein Auskommen mit dem Einkommen ermöglicht.

  16-11-2009 09:38  Johannfranz
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
Wie meint dieser sog."Experte" ?
Produktion steigern
damit bei uns noch mehr weggeworfen wird und der Rest der Welt weiterhungert.Bei solchen "Fachleuten" verwundert es nicht,dass die Welt zum Irrenhaus verkommt !

  16-11-2009 10:31  sturmi
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
Dabei wäre es doch, lt. Biolix, so "einfach" die Welt zu ernähren! ;-)
***...Auch neun Milliarden Menschen ließen sich durch ökologische Landwirtschaft ernähren, so die Studie. Allerdings müsste dafür weniger Fleisch konsumiert werden.***
https://www.landwirt.com/Forum/207276/Bio-ernaehrt-die-Welt-auch-2050--.html
MfG Sturmi


  16-11-2009 10:58  lacusfelix
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
Ich habe auch in den Nachrichten gehört, dass wegen der derzeit hohen landw. Preise eine so große Hungersnot herrscht, aber diese werden eh zum Glück wieder sinken. Zitat Ende.

Irgenwie bin ich glaube im falschen Film......


  16-11-2009 11:03  50plus
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
tolle Aussichten für unsere Produktpreise.

lg
50plus

  16-11-2009 12:19  cfcRiccy
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
wenn manche leute so eine sch**** erzählen kommt mir das speiben!!! es ist ein vollkommener blödsinn mehr zu produzieren zu niedrigeren preisen, ich bin mal so dreist zu behaupten dass jeder von uns schon so viel produziert wie seine flächen hergeben... außerdem was hilft es einem kind in afrika wenn bei mri zuhaus in ö fleisch liegt? wir produzieren schon jetzt zuviel. da müssen sich andere tro***** an der nase nehmen. schade ist nur dass wir bauern uns das schon zu lange gefallen lassen.


mfg

  16-11-2009 12:36  beginner
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
@all

Wenn man mal einen Bericht von Entwicklungshelfern zuhört, ist das Problem wohl, dass es überall zu billige Produkte gibt und die Bauern in den armen Ländern einfach nichts erwirtschaften, weil die Tomate aus Italien billiger ist als sie selber anzubauen.

Und warum in Wien so viel Brot weggeworfen wird, was Graz an einem Tag benötigt, weiss man bis heute nicht, oder? Bzw. kann man mit einem gesunden Menschenverstand nicht rechtferfigen.

Schön langsam fehlen mir echt mal Reden von Politikern die nicht nur die INdustrie huldigen sondern die Verstand und Herz haben. Die sind aber glaub ich schon ausgestorben...weil es sicher zu wenig Essen gab für sie....*gg*

Ja der Beitrag ist ein Witz und auch ich habe nur den Kopf schütteln können bei so einer gequirrlten Sch....
Ich bin mir auch nicht sicher ob das nicht ein Industrie - Gipfel ist anstatt von einem Hunger - Gipfel.

Da platzt einem bald mal der Kragen, was?

Ich bin auch Biolix's Meinung...man könnte noch viel mehr Leute hier ernähren auf dieser Welt. Sicher nicht mit dem vielen Fleischkonsum der reichen Länder und sicher nicht mit der Verschwendung, in der wir leben. Aber das sollte ja auch nicht als Gut und Richtig gesehen werden, oder?

beginner

PS: die Frage ist hier auch, was tut jeder einzelne dafür, der hier genauso Ärger bekommt?



  16-11-2009 12:36  Fallkerbe
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
Hallo
"Experten" gibt es so viele, wie es Interessen gibt. Man wird für jede Meinung einen Experten finden, der sie Bestätigt. Genauso aber auch einen, der sie scheinbar widerlegen kann. Daher betrachte ich diese Expertenmeinungen stets mit vorsicht.

Wenn man irgendwem in Afrika helfen möchte, dann sollte man denen ein taugliches werkzeug / Wissen in die hand geben,um sich selbst zu ernähren. Die Nahrungsmittellieferungen aus der EU, die muttels Exportstützungen versucht haben die Überschüsse in der EU nach Afrika abzuschieben, hatten Unter anderem zur folge, das die Landwirtschaft in Afrika vor die hunde ging.

mfg



  16-11-2009 12:49  Moarpeda
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
kann dem oben geschriebenen nur zustimmen, ausser, das auf den biolix draufgehüpft wird "bevor" er sich geäussert hat :-(.


.... wenn bei uns mehr und billiger produziert wird würde es die landwirtschaftlichen strukturen, in den armen ländern, durch unsere billigpreise noch mehr zerstören.

das gewisse kreise an billigeren produkten interessiert sind liegt auf der hand, dadurch bleibt mehr geld für alles andere übrig (wie die vergangenheit gezeigt hat),

  16-11-2009 13:00  Gator001
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
Binn nicht ganz der gleichen Meinung! Das Hauptproblem in unserer Zeit liegt nicht in den unterschiedlichen Produktionspreisen, sondern in den Transportkosten!
ein Beispiel

1LKW Zug Mais vonGraz nach Nord Italien kostet die Fracht 750 Euro (30 Euro Fracht / To)
1 Zielzug 1000 to Wien nach Nord Italien kostet die Fracht 1900 Euro (19 Euro Fracht / To)
1 Schiff von Brasilien nach Nord Italien kostet die Fracht 12 Euro / TO (Ladekapazität von ca. 5000 to kann jeder selbst nachrechnen!

Klar die Menge machts, aber der Produktpreis für den Erzeuger liegen in einem Grenzwert von 5 Euro pro To, ( Nicht berücksichtigt die kosten für Anbau und weitere Pflege und weitere Logistik, klar das diese je nach land und Boden unterschiedlich sind!)


  16-11-2009 13:06  biolix
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
ja sturmi, liegts ja wirklich eigentlich nur am System.. ;-)))

lg biolix

  16-11-2009 13:08  Gator001
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
* Kor.
1 Ziel Zug 1000 To mit 19 Euro Fracht / to ergibt einen Frachtkostensatz von 19000 (nicht 1900)


  16-11-2009 13:15  Christoph38
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
Für die Abendgestaltung während des Welternährungsgipfels werden 500 hübsche Italienerinnen gesucht.
Libyens Staatschef Gaddafi will mit ihnen "Ideen austauschen" und ihnen nach libyscher Art die "Ehre erweisen".

  16-11-2009 13:18  Tyrolens
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
In Österreich ist es derzeit kalt und grau, im Kongo ist es derzeit warm und schön. Ich frag mich also was einen selbst ernannten Weltretter davon abhält, dort unten direkt Entwicklungshilfe zu leisten.
Bevor dumme Fragen kommen: ich kenne einen dänischen Betrieb, der hat das gemacht. Hat per Schiff seine zwei großen Hirsche inkl. Geräte nach Afrika schippern lassen und für die dortigen Einwohner einiges an Mais angebaut.

Lustig finde ich die Annahme, dass wir unser Agrarsystem subventionieren müssten damit die Krisenländer sich unsere Rohstoffe leisten können. Eigentlich sollten die in erster Linie einmal selbst anbauen. Aber aus welchen Gründen auch immer - das wird seit Jahrzehnten versucht jedoch ohne größeren Erfolg. Und da ist in den meisten Fällen sicher nicht das Wetter schuld...



  16-11-2009 13:55  Icebreaker
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
Hallo beginner,

Zu: "Und warum in Wien so viel Brot weggeworfen wird, was Graz an einem Tag benötigt, weiss man bis heute nicht, oder? Bzw. kann man mit einem gesunden Menschenverstand nicht rechtferfigen".

Doch kann man. Dazu muss man aber auch einiges über Wiener Verhältnisse wissen. So, wie der Bauer es sich auch umgekehrt ja wünscht.
Bedenke, dass in der Großstadt unendlich viele "Einzelhaushalte" leben. Vom Single bis zur Witwe/Witwer.

Und jetzt bedenke, wie lange so ein mit Backtriebmittel gepushtes "Brot" genießbar ist, bevor es STEINhart und somit ungenießbar wird.
Ich sage es dir: Egal wie aufbewahrt, sogar im Leinenbrotsack nach 2-3 Tagen.

Früher, wo Brot und Gebäck noch NATU(E)rlich hergestellt wurde (Sauerteig) konnte man es locker auch noch nach 1,5 Wochen genießen.

Dies nur mal kurz nebenher zu so einigen Dingen, die ganz anders sind, als man oft denkt.



mfg Ice




  16-11-2009 14:01  Asterix250
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
da verheiz ich doch lieber das getreide bevor ich es so billig verkauf.

Hab heute auch nicht meinen ohren getraut wie er gesagt hat wir sind noch zu teuer!





  16-11-2009 14:10  Hirschfarm
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
Das meist Brot , das in Wien angeblich weggeschmissen wird, sind die Retourwaren aus den Geschäften. Diese werden jedoch nicht weggeschmissen sondern aufbereitet und zu Tierfutter verarbeitet.

  16-11-2009 14:32  Icebreaker
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
Ja Hirschfarm, oder an SOMA Märkte verkauft. (zB. Anker)
Vor einiger Zeit noch gab es abgelaufenes Brot in den SOMAMärkten gratis, seit zB Fa. Anker sogar dafür von den Marktbetreibern Geld verlangt, wird das abgelaufene Brot im SOMAMarkt halt nicht mehr kostenlos, aber sehr günstig (...) verkauft. Natuerlich nur an Berechtigte Menschen.
Übrigens ein Riesengroßes Danke an alle, die EHRENamtlich arbeiten und deren "Lohn", die Freude/Rettung(Hilfe anderer ist. (siehe FF)

Wen es interessiert, und der's noch nicht kennt, der google einfach nach SOMA(Österreich.

  16-11-2009 16:02  50plus
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
@Fallkerbe

Ja taugliches Werkzeug für Afrika, sprich: Können und Wissen, das Wollen darfst auch nicht vergessen - zumindest bei den afrikanischen Männern.

lg
50plus

  16-11-2009 21:16  Neuer
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
Und dass eine ganze NGO-Industrie samt selbsternannter "Experten" ganz gut davon lebt, dass es in vielen Ländern der Welt Armut und Hunger gibt, sollte auch nicht außer Acht gelassen werden.
Von den Kriegstreibern und Ausbeutern im eigenen Land á la Mugabe will ich gar nicht erst anfangen.




  16-11-2009 23:22  edde
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
@sthuber

deine angesprochenen ausbeuter und kriegstreiber im eigenen land sind erwiesenermassen die wirklichen verursacher von hunger.
es ist nun mal schwer, seine felder zu bestellen und zugleich vertrieben, auf der flucht zu sein.
im übrigen hab ich mir längst abgewöhnt, irgend welche horrorzahlen irgend welcher vereinigungen als grundsätzlich wahr zu übernehmen, dazu bin ich wohl schon zu lange auf der welt und zu oft eines besseren belehrt worden.

mfg



  17-11-2009 09:18  mfj
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
Nun Edde, sthuber und co,

Schon viele Jahre lang fragt sich unsere Gesellschaft, welche Missstände den am dringendsten zu lösen sind. Und wo der Nutzen mit den begrenzten Mittel für die Menschen am größten sind?

In der Praxis, und das hat sich gezeigt lautet die Antwort meist: Wer sich am besten organisieren kann, wer am lautesten zu schreien vermag, wer am besten die Weltuntergangsstimmung präsentieren kann und auch noch Medien hinter sich zu bringt, hat die größte Aussicht auf Erfolg.

Wenn erst mal Hysterie aufkommt, spielen weder Fakten noch Geld eine Rolle. Die besten Beispiele führt auch die Landwirtschaft an: Sie reichen von den sinnlosen BSE-Tests von Millionen Rindern bis hin zu irgendwelcher ökologischen Wirtschaftsweisen, wie z.b. Blühflächen, die weiß Gott keinen Wert haben.

Die Situation ist, gelinde gesagt, Weltweit verfahren.
In Kopenhagen gibt es Institut, das denkt hauptberuflich über die größten Probleme und Lösungen der Welt nach. Sie dachten sich deshalb ein Planspiel aus und luden dafür führende internationale Ökonomen, darunter drei Nobelpreisträger ein. Deren Aufgabe: Nehmt 1 Billion fiktive Dollar und sucht die wichtigsten globalen Probleme aus, wo das Geld zum Wohle der Menschheit am besten investiert ist.

Nach einer aufwendigen wissenschaftlichen Analyse entstand eine Prioritätenliste von Herausforderungen für die Menschheit:

Top 1: die Aids-Bekämpfung...
Top 2: die Bereitstellung von Lebensmitteln bzw. Nahrungszusätzen gegen Mangelerscheinungen...
Top 3: Handelserleichterungen für Entwicklungsländer...
Top 4: medizinische Maßnahmen z.b. Malaria...
Top 5: Entwicklung der Agrartechnik – mit Trinkwasseraufbereitung und Kläranlagen
usw.

Auf diesen und den weiteren Plätzen landeten Probleme, die in Europa weitgehend unbekannt und unbeachtet sind.


Soweit so gut?

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten.
„Großalarm“ bei Greenpeace und all den anderen Umweltorganisationen. Es wurde sofort eine Gegenkonferenz veranstaltet, mit dem Ergebnis:

Das europäische Lieblingsthema „Klimaschutz“ kam in der Kopenhagener Topliste erst auf Platz 27 mit einer Datierung von lächerlichen 2 Mill. Dollar.
Das stieß mehr als übel auf, so ein Repräsentant von Greenpeace.
Von Naivität bis hin zu Zynismus war das Vokabular und das was viele dachten, aber keiner aussprach „ am vernünftigsten wäre es doch , die Armen totzuschlagen – und das Klima zu retten“....

Europa hat sich Kyoto-Protokoll zum „Stuhlwärmer“ angelacht, nicht weil es ohnehin aussichtslos ist, nein, weil es den methodischen Versuch und die Anerkennung einzelner Gruppierungen hebt.

Die Moralpredigen liegen höher im Kurs, als die herzlosen Ökonomen.

Rom dokumentiert derzeit den heiligen St. Martin – mit selbstgebastelten Laternen funzelt man in die Dunkelheit hinein. Hoffentlich leuchtet es nicht zu weit, schließlich braucht man noch Zeit für hypothetische Keks- und Laugenbrezeln-Anliegen.


  17-11-2009 11:31  traktorensteff
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
Zitat mfj:
"... wie z.b. Blühflächen, die weiß Gott keinen Wert haben.".

Du schaffst es immer wieder, mich für den ganzen Tag zu erheitern und mir ein Grinsen ins Gesicht zu zaubern. Wenn auch für viele deine Ansichten "Irrsinn" sind, sind sie wenigstens unterhaltsam (auf eine negative Art).

  17-11-2009 15:03  Moarpeda
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
@mfj

mir der nichterfüllung deiner angeführten punkte 1 bis 5 passiert ohnehin was am vernünftigsten wäre, nämlich die Armen totzuschlagen (achtung zynismus).

was ist zu tun ?

wenn man afrika - china gegenüberstellt haben es die chinesen geschafft eine funktionierende diktatur zu errichten und fahren gut damit.

die afrikaner (zum beispiel), haben das nicht geschafft und verhungern, bzw. masakrieren sich zur freude der waffenhändler.

bevor wir sie mit unserer zivilisation beglückt haben, hatten sie funktionierende strukturen, auch wenn sie aus unserer sicht etwas "eigen" waren

zusätzlich zum erbe der kollonialzeit, der sogenannten entwicklungshilfe versucht man, den an stammesdenken gewöhnten negern, demokratien aufs auge zu drücken.

ich bin kein freund von diktaturen, besonders wenn es böse diktatoren sind.
der luxus einer scheindemokratie ist bei uns leistbar, weil er einen gewissen unterhaltungswert hat, in afrika aber nicht (oder anderen ländern).

in unterentwickelten ländern dient die demokratie dem besseren handling für auswärtige mächte wegen der zerstrittenen parteien.

was wird gemacht werden ?

nichts !

und das ist schon einiges, die punkte 1 bis 5 werden zum tragen kommen.

das einzige was wir tun werden ist: europa zur festung gegen die anflutetenden massen ausbauen.

... und das erscheint mir auch notwendig, weil wir mit der mentalität der einwanderer zwangläufig die zustände in deren heimat importieren.






  17-11-2009 16:03  Felix05
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
Peda,

wo werden wir denn Europa zur Festung ausbauen?
Derzeit funktionieren wir es doch eher zum Abenteuerspielplatz der anströmenden Massen um.
Das wird dann wie bei den Kindern. Meins´t die lassen sich einfach ihr Spielzeug wegnehmen oder gar vom Spielplatz fernhalten?
Ich denke nicht.

Gruß, Lutz!

  17-11-2009 19:39  Moarpeda
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
@lutz

wie in deutschland beim mauerfall könnt das sehr schnell gehen, nämlich dann, wenn die politiker merken, dass sie nicht mehr gefragt sind wenn sie nichts unternehmen.

jede diktatur (auch die der EU) kann umgedreht werden, du hast ja alles schon erlebt.

  17-11-2009 20:03  mfj
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
Lieber Peda Moar,
Du schreibst:

...wenn man afrika - china gegenüberstellt haben es die chinesen geschafft eine funktionierende diktatur zu errichten und fahren gut damit.
die afrikaner (zum beispiel), haben das nicht geschafft und verhungern, bzw. masakrieren sich zur freude der waffenhändler.


Wachstum ist der Schlüssel, um die Menschen aus Armut zu befreien...und nichts anderes.
Menschen die nichts zwischen den Zähnen zu beißen haben, interessiert weder das Klima, noch Moral, noch Sozialität, noch Ökologie, noch Politik...

Sie tun alles, was Ihnen Hoffnung gibt – satt zu werden.

Dieses Problem, diese Anschauung kennen wir in unseren Wohlstandsstaaten nicht. Hier reden wir über: ..kann Bio 2050 alle Menschen ernähren“... „wie bringen wir unsere Überschüsse geregelt“... usw.

Ich habe letzte Woche nach einem Diskussionsabend mit einem „Greenpeace´ler“ gesprochen.
Er hat gemeint, die Umweltorganisationen sichern mit Ihrem vehementen Engagement den Wohlstand und die Nachhaltigkeit für unsere Gesellschaft.

Oh nein, wenn Menschen die Armut überwinden, fangen sie an, sich für die Umwelt zu interessieren.
Dann kann man´s sich leisten, verdreckte Flüsse und Seen zu sanieren, die Luft sauberzuhalten und effiziente umweltgerechte Produktionsverfahren zu entwickeln.
Armut ist der schlimmste Feind der Umwelt.
Das hat nicht nur dieser Greenpeace´ler nicht kapiert, das kapiert kein Biolix, kein Traktorensteff und schon gar nicht unser Biomaximus dblondeau.

Du Peda, bist zwar auch „Etikettiert mit der Biofilzlaus, scheint´s aber doch einer von wenigen zu sein, die noch geradeaus denken können ;-)

„Würden die reichen Industriestaaten tatsächlich aus ökologischen Gründen ihr Wachstum bremsen, wäre dies eine Katastrophe für die Wirtschaft der Entwicklungsländer“ sagte mal Richard von Weizsäcker. Handel stellt Hilfe in den Schatten :sagt er weiter.

Für uns ist das natürlich bitter, glauben wir immer noch die Globalität mit Förderprogrammen außen vor zu lassen. Genau diese Politik verzerrt den Freihandel, und lässt Entwicklungsstaaten kein „Fuss fassen“. Hunger ist ein weltweites Problem, unser egoistischer Gartenzaun ist nur zu hoch – um es zu sehen...

Die ganze Entwicklungshilfe, die mit viel Blabla und „weichen Knie“ am Leben erhalten wird, ist nichts, aber auch nichts wert – gegen eine Marktwirtschaft.


  17-11-2009 22:01  Moarpeda
UNO Hungergipfel: Mehr produzieren zu niedrigeren Preisen!
@mfj

wir scheinen wieder einmal (teilweise) gleicher meinung zu sein - ist doch schön so vor weihnachten ;-)

der luxus des umweltschutzes entspricht auch dem luxus der demokratie,
wie halten wir den vielen luxus nur aus, aber wir sind ja so stark und so heroisch, wenn nicht überhaupt die besten.

hoffentlich werden wir nicht einmal auf der freien wildbahn ausgesetzt und stecken mit unserem einkaufswagerl im dreck ;-))

das schlimme ist das "tiwi" mit dem jeder wilde die segnungen unserer zivilisation live und als erstrebenswert erlebt.

wir hätten sie in ruhe lassen sollen mit unserem scheiß und hätten sie vor unserer gier verschonen sollen, man darf ja noch wehmütig träumen so vor weihnachten oder ?

was da an weltkulturerbe verlorengegangen ist ist gigantisch, im tausch haben sie coca cola und mc donalds.
(wo ist übrigens der gourmet, werde ihn nächstens per eigenem beitrag suchen lassen).

das mit dem freihandel finde ich nicht so wichtig, wichtiger wäre wenn man die länder aus der schulden falle entlassen würde, so ähnlich wie beim jüdischen jubeljahr, um sie dann in ruhe zu lassen.

wir haben ihnen mit unserem monopolygeld alles wertvolle, sei es funktionierende strukturen, rohstoffe und ihre religion usw. weggenommen und einen haufen glasperlen dafür gegeben.

entwicklungshilfe in der vergangenen und derzeitigen form finde ich auch als blabla, ab er es macht uns ja sooo ein gutes gewissen.

dein zitat:
"Etikettiert mit der Biofilzlaus, scheint´s aber doch einer von wenigen zu sein, die noch geradeaus denken können ;-)"

....trifft übrigens nicht zu, weil ich als schachspieler der unteren kaffeehaus klasse eher verwinkelt denke und nicht bioinfiziert bin, sonder durch und durch bio - mit gütesiegel.

wenn ich also dereinst diese welt (welche ich zu verbessern ich nicht in der lage war) verlasse, würde mich der biolix in seinem komposthaufen vergraben wollen - und der setzt strenge maßstäbe an ! ;-)


übrigens, neueste meldung, die ausbeute an verwertbarer biomasse wird wesentlich geringer sein, als den vorangegangenen schätzungen zufolge.

wir also nicht soviele strohballen haben wie erwartet, was wir machen jetzt ?????