Globale Restlverwertung

Antworten: 41
  02-10-2009 08:06  teilchen
Globale Restlverwertung

Vom "Think global, act local" sind wir weiter denn je entfernt.
Wir sind uns der weltweiten Auswirkungen unseres wirtschaftlichen Handelns oft gar nicht bewusst.
Oder doch?

Der EU-Agrarmarkt schiebt ein grundlegendes Problem vor sich her: Überkapazitäten. Die Folge von Milchsee und Co sind sinkende Preise und Bauern, die ihre Existenz gefährdet sehen. Doch seit Brüssel auch die Ausfuhr in Drittländer wieder mit Fördergeldern unterstützt und damit quasi einen Teil des Problems "mit exportiert", betrifft das längst nicht mehr nur Europas Bauern. Konkurrenzlos billige Produkte überschwemmen die Märkte von Entwicklungsländern. Mit den teils drastischen Folgen befasst sich die Veranstaltungsreihe "Hunger.Macht.Profite".

Hunger.Macht.Profite



  02-10-2009 08:23  biolix
Globale Restlverwertung
Guten Morgen Teilchen !

Danke Teilchen für den Tipp ! sehen wir usn dort, ich werde am Samstag abend dort sein... ;-))

lg biolix

  02-10-2009 08:26  biolix
Globale Restlverwertung
p.s Restlverwertung ist gut, eher Überschußverwertung mit "Restlpreise", denn jeden ist klar um wie viel man Überschüsse verkauft wenn man sie nciht anbringt, so billig wie möglich hauptsach weg...das nennt man dann den Weltmarktpreis, uim den Preis aber niemand auf dieser Welt wirklich produzieren kann, und dann noch Exportstützungen drauf...brrrrr


g biolix

  02-10-2009 08:26  teilchen
Globale Restlverwertung

Ich will noch ergänzen, dass ich diesen Thread nicht als Anklage gegen die Landwirtschaft hereingestellt habe.
Diese Auswirkungen kann die Landwirtschaft nicht allein verantworten, sondern wir als ganze Gesellschaft haben es zu verantworten.
Nur wissen die meisten von uns nichts davon, was wir mit unserem Wirtschaften alles anrichten.

Ich frage mich ob die Entscheidungsträger, die an den ganz großen Schrauben der Weltwirtschaft drehen, es wissen.
Vermutlich wollen sie unser bestes, dass wir gut leben können, hier in Europa.
Aber um welchen Preis?




  02-10-2009 08:33  helmar
Globale Restlverwertung
Weniger wäre öfter mehr...zumindest dann wenn man den Stand an Bauern halten will. Aber es wollen nicht alle Bauernkinder Bauern werden und erst ein gewisser Strikturwandel ermöglicht jenen welche Bauern bleiben wollen, dies zu tun. Wie man es auch angeht, es ist, wie einst Sinowatz sagte...sehr kompliziert! Wovon ich überhaupt nichts halte ist die weinerliche "Bauernsterbensdebatte".
Mfg, helmar

  02-10-2009 08:40  mfj
Globale Restlverwertung
@Teilchen und Biolix,

...Angesichts dieser Tatsache wird den „Erntedank-Veranstaltungen“ wohl heuer den Boden unter den Füssen weggezogen. Überfluss refundiert die Überlebenschance...einiger.

Sollten wir Erntevernichtungs-Veranstaltungsfeiern organisieren?



  02-10-2009 10:19  Tyrolens
Globale Restlverwertung
Ihr redet von Überfluss und gleichzeitig haben wir heure 1 Mrd Menschen hungernde Menschen.
Es ist nicht der Überfluss, es ist die Verteilung das Problem.

  02-10-2009 19:11  teilchen
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@mfj

Auf das Erntedankfest brauchen wir nicht verzichten, aber vielleicht sollten wir den Entwicklungsländern auch ein leises "Danke" sagen...

Und uns nicht mehr so wundern, warum so viele von dort nach Europa wollen, weg vom Sauschaffel der Welt, in das wir unsere Restl schmeißen.



  02-10-2009 19:50  joholt
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Ja so ist es Tyrolens aber es ist ja für manche dann sogar noch wichtiger zum Gut .....bichl zu Walfarten um sein reines gewissen ab zu hohlen.
mfg


  02-10-2009 20:08  biolix
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na jo das verteilen klappt ncihtmal bei uns, schau das an die was viel haben wollen nochmehr und noch mehr und noch mehr...
verteilen ist schlecht, besser wäre hilfe zur selbsthilfe undnicht nochMärkte zerstören mit überschußprodukte von uns...

g biolix

p.s. ja das mit den gewissen, hoben schon viele abgegeben, aber ja wir leben in einer Zeit wo nciht das Gewissen das wichtigste ist, leider,.,

  03-10-2009 06:44  susi036
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Die EU oder besser die Wirtschaft will nichts anderes als billige Lebensmittel,sonst hätten sie die Quote nicht erhöht,wenn wir eh schon im Milchsee ersaufen usw.

  03-10-2009 08:20  Christoph38
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@ susi036
Ich denke, dass es doch vor allem die Bevölkerung ist die billige Lebensmittel braucht. Daran wird sich auch nichts ändern.

Ich darf jedoch daran erinnern, wie vor der letzten Nationalratswahl beinahe eine gefühlte Hungersnot ausgebrochen wäre, angesichts "extrem" steigender Lebensmittelpreise.

  03-10-2009 11:00  Hirschfarm
Globale Restlverwertung
Es gibt auch jetzt keine Überschüsse sondern mangels Cash Unterkonsum!!!!

  04-10-2009 08:35  teilchen
Globale Restlverwertung

@susi036

Mit der Quotenerhöhung soll sich der Markt bereinigen. Der Milchpreis für Erzeuger sinkt durch steigende Mengen weiter, und weiterproduzieren werden nur die, die dann noch kostendeckend arbeiten können. Das wird nur durch die Menge gehen.
Unseren Bedarf an Nahrungsmitteln wird ein Bruchteil der Betriebe decken können.

Die anderen werden auf andere Betriebszweige oder auf einen anderen Erwerb umsteigen.
Was andere Branchen schon längst der Fall ist, erfasst nun auch die Landwirte: Man wird nicht mehr sein ganzes Leben lang im gleichen Beruf tätig sein.

Ob die Lebensmittel billiger oder teurer werden, folgt längst anderen Gesetzen als dem Erzeugerpreis. Der Faktor Rohstoffpreis spielt zumindest bei der Milch eine untergeordnete Rolle.



  04-10-2009 09:22  helmar
Globale Restlverwertung
Es wird sich nicht nur der Markt, wie du es nennst bereinigen, sondern ich bin überzeugt, dass neben der wirklichen "Massenproduktion" es auch zu einer Nischenproduktion kommen wird. Es ist schlussendlich wie alles, eine Preisfrage.........wenn dieses oder jenes Produkt ausschliesslich aus einem bestimmten Rohstoff, z.B. silagefreier Milch erzeugt werden kann, wird sich der Absatz eben für diesen auch halten.......ob aber jemand es schafft, mit 500 Kühen Heumilch zu erzeugen? Ich kann mir das nicht so richtig vorstellen.
Mfg, helmar

  04-10-2009 12:35  teilchen
Globale Restlverwertung

@Hirschfarm

Oder mit Garfields Worten: "I´m not overweight, I´m undertall."

Es gibt Überschüsse, glaub es. Sie werden von der EU aufgekauft, als Milchtrockenpulver oder Butter gelagert und zu Billigstpreisen in Entwicklungsländer exportiert.
Es wurden große Hoffnungen in die wachsenden Absatzmärkte China und Indien gesetzt, dass dort mehr Milch gebraucht würde. Aber es zeigt sich, dass keine größere Nachfrage entsteht. Entweder sie ändern ihre Ernährungsgewohnheiten nicht, oder sie decken ihren Bedarf selber durch eine wachsende inländische Milchindustrie.

In Europa geht die Nachfrage jedenfalls zurück, auch das ist schon oft und ausführlich diskutiert worden.



  04-10-2009 12:37  teilchen
Globale Restlverwertung

@helmar

Da stimme ich mit Dir überein, ich inkludiere die Nischenproduktionen allerdings auch im Überbegriff Marktbereinigung.



  04-10-2009 13:19  biolix
Globale Restlverwertung
Hallo !

kommen dir bei solchen Worten Teilchen nicht irgendwelche GEdanken an die Vergangenheit ?

"Marktbereinigung " ???

was heisst "Bereinigung" ??

wer hat wem einmal von wem bereinigen wollen, weil "sie " die besseren und stärkeren waren ?

WEr glaubt das die freie marktwirtschaft wirklich mit solchen "Bereinigungen" sich nicht selbst Bereinigt, weil die menschen sich auch im Kapitalsimus was anderes vorstellen können als nur WEttbewerb, Gegeneinander und Bereinigen....

also mir graust schon lange vor solchen Worten...

g biolix

p.s. und hört bitte endlich auf den freien Markt als transparent, offen, fair etc. heute darzustellen, das ist es eben nicht, vieles ist geschoben gemogelt verzerrt.... und die auf "Bereinigung" aus sind, sind meist die größten Ausnützer des Systems.....

  04-10-2009 14:37  teilchen
Globale Restlverwertung

@biolix

Nein. Diesen Gedanken hast Du gerade gedacht, nicht ich.
Der Vergleich ist absurd.
Es geht nicht darum, Betrieben die Existenzgrundlage zu entziehen, sondern dass sich der Milchmarkt wieder auf ein vernünftiges Maß von Angebot und Nachfrage einpendelt.

Wir alle haben offenbar übersehen, dass durch die Ausgleichszahlungen der Milchmarkt viel größer gemacht worden ist, als er in Wirklichkeit ist.
Es täuscht darüber hinweg, dass dieser Markt nicht Arbeit für so viele Betriebe bietet.

Darüber müssen wir uns jetzt einmal klar werden.
Ob Dir vor dem Wettbewerb graust oder nicht, er ist eine Tatsache.
Du stehst selber auch ständig im Wettbewerb mit anderen.
Wann immer Du ein gutes Geschäft machst, hast Du vermutlich ein besseres Angebot als ein anderer gemacht.

Was geschoben, gemogelt und verzerrt wird, ist von Menschen gemacht, die für Fairness nichts übrig haben. Du machst gern das gesamte System für die Schwäche von einzelnen Menschen verantwortlich.
Kennst Du ein besseres System?

In diesem System hat jeder die Chance, zu profitieren, ohne krumme Dinge zu drehen.
Die Kunst liegt darin, etwas zu produzieren und anzubieten, was in ausreichendem Maße nachgefragt wird.
Keiner behauptet, dass das leicht ist, aber das ist der richtige Weg.


  04-10-2009 15:29  Fallkerbe
Globale Restlverwertung
@teilchen,
meine volle zustimmung

mfg

  04-10-2009 15:43  biolix
Globale Restlverwertung
;-((((

Scherz beieite :

Du schreibst : "Es geht nicht darum, Betrieben die Existenzgrundlage zu entziehen, sondern dass sich der Milchmarkt wieder auf ein vernünftiges Maß von Angebot und Nachfrage einpendelt."

ICh kenne 10 die aufgehört haben, und 2 andere die die doppelte der menge produzieren heute, als die 10 Miteinander !

Ich kenne noch 100 die sofort 500 ander "Bereinigen" können, wollen aber nciht so recht weil sie noch einen" funken" Gespür haben, weil sie einmal auch dort enden werden das sie auch mit 60 Kühen nicht das auslangen finden ?

Also mit "Ausgleich von Angebot und Nachfrage" hat das ncihts zu tun, eher mit deinem schon angesprochenen "Bereinigen" und da seh ich das so wie ich das oben gemeint habe, und das ist abschulich in usnerer Zeit....

Die "angeblich" besseren, schnelleren, stärken machen das schon das bereinigen und bleieben am nede selbst auf der Strecke, denn wie ich schon so oft hier geschrieben habe, es wird immer jemanden geben der billiger produzieren kann und billiger anbietet....

Mit einem "Bereinigungsdenken" wir dusn das eher weiter in den Abgrund führen...

teilchen du bist auch keine Bäuuerin , oder ? fallkerbe was machst du so ?

g biolix

p.s. es ist Zeit das sich die BäuerInnen besinnen udn zueinander stehen und erkennen was Ihnen das "Gegeneinander" wirklcih bringt....


  04-10-2009 15:47  biolix
Globale Restlverwertung
Ergänzung : auf die frage hab ich gewartet, kennst du ein besseres system ? ja sicher einen Mittelweg, einen ökosozialen weg, mit gewissen, ehrlichkeit und "genug haben und teilen wollen".... aber sicher nicht alles dem "Bereinigenden Wettbewerb" untergeordnet, mit Spielregeln die städnig gebeugt werden....


Wo haben Ausgleichszahlungen den Markt erhöht ???? gerade das Gegenteil, viele haben auf Grudn dessen auf das Vollgas geben verzichtet...

aber bi s am abend, es ist noch zu schön draussen...

  04-10-2009 15:49  Fallkerbe
Globale Restlverwertung
Zitat:
fallkerbe was machst du so
Zitat ende

Ich bin Forstwirt, also Bauer ohne Kuh ;-)
nebenbei noch Gesellschafter von einem Gewerbebetrieb.

mfg

  04-10-2009 16:34  Hirschfarm
Globale Restlverwertung
@teilchen
Wenns Überschüsse gibt wieso hungern dann weltweit eine Milliarde Menschen. Und selbst wenn dem so wäre ,so wäre jedes Land das Überschüsse hat gut beraten Interventionsläger aufzubauen welche in der nächsten Hochpreisphase (und die kommt bestimmt) wieder als preisdämpfender Puffer eingesetzt werden könnten. Dadurch würde der gesamte Marktverlauf wesentlich eleganter vonstatten gehen, die ständige Versorgungssicherheit wäre gewährleistet und dieses hysterische von Hungersnot (Zitat: Bauern fahren in Zukunft Maserati)bis Milchausschütten(Hiiiiilfe alle Bauern werden sterben) innerhalb von 12 Monaten würde auch der Vergangenheit angehören.

  04-10-2009 16:40  biolix
Globale Restlverwertung
ok fallkerbe, und forderst du absatzhilfen wenn der Holzpreis auf 60 Euro ist, oder schneidest du weniger ein ?

anbei der Anfang der Pressemeldung des BDM zum gestrigen Gespräch in der BRD mit Kanzlerin Merkel...

endlich kommt ein Teil der MilchbäuerInnen selber drauf und was passiert... ;-((((

g biolix


Bundeskanzlerin Angela Merkel gewillt, nationale Spielräume zu
nutzen – Bauernverband blockiert

(Berlin) Im konstruktiven Spitzengespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel hat
diese heute signalisiert, die nationalen Handlungsspielräume nutzen zu wollen.
Nationale Möglichkeiten wären z.B., die Quotenaufstockung „einzufrieren“, die
Saldierung zu beschränken und den Umrechnungsfaktor auf europäisches Niveau
anzugleichen. Wie erwartet hat sich der Bauernverband jedoch allen
Maßnahmen auf nationaler Ebene, die geeignet wären, den Milchmarkt in ein
Marktgleichgewicht zu bringen, verweigert.
Auch auf europäischer Ebene will die Bundeskanzlerin ausloten, inwiefern es eine
Einigung in der EU geben kann, die jährlich vorgesehene 1%ige Erhöhung der Quote
auszusetzen.
Der Bauernverband forderte in gewohnter Art die Aufwendung weiterer
Millionen an Steuergeld für Absatzhilfen.
Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter BDM erteilte dieser Haltung des
Bauernverbands eine klare Absage. Er stellte klar, dass eine weitere Aufwendung
von Steuergeldern nur dann Sinn macht, wenn gleichzeitig das Problem der
Übermengen angegangen wird.
„Der Bauernverband muss endlich seine Verbandsinteressen zurückstellen
und sich tatsächlich für die Interessen der Milchviehhalter und Verbraucher
einsetzen, wenn er eine Vertretungsberechtigung für die Milcherzeuger haben
will“, so BDM-Vorsitzender Romuald Schaber nach dem Spitzengespräch

  04-10-2009 16:50  teilchen
Globale Restlverwertung

@biolix

Noch einmal, bitte unterstell mir nicht jene bösen Gedanken, die Du denkst.
Mir fällt als Assoziation jetzt nur Flurbereinigung ein, mit der NS-Zeit passt das aber schon überhaupt nicht zusammen. Klär mich bitte auf, welche Negativassoziation ich übersehen haben könnte.
Einfach nur mit der NS-Keule und pfui schreien ist zu wenig.

Ich bin keine Bäuerin.
Wenn ich Dir sage, dass ich gern eine wäre, wirfst Du mir wahrscheinlich Neid und Missgunst vor.
Ich finde es ist ein toller Beruf. Aber wenn ich sehe, dass das Boot übervoll ist und schon halb unter Wasser steht, weil zu viele drauf sind, glaube ich, dass diese Branche nicht ausgerechnet auf mich gewartet hat.
Ich würde nämlich dann auch ein Einkommen in dieser Branche haben wollen, und Ihr müsstet Euer Einkommen mit mir teilen...
Derzeit kann ich meine Fähigkeiten in anderen Branchen gewinnbringender einsetzen. Vielleicht fällt mir ja mal was ein, was ich in der Landwirtschaft machen könnte, was mir auch ein gutes Einkommen verschafft.

Ich war auch in einer Branche, die massiv entwertet wurde, wo Arbeitsplätze verlorengegangen sind, und viele sich um Alternativen umschauen mussten. Niemand ist daran zugrunde gegangen, im Gegenteil, viel Neues ist entstanden.


Dein Mittelweg, der klingt so wie wir ihn alle haben wollen. Aber er vernachlässigt das Streben der Menschen nach mehr. Das kannst Du nicht per Verordnung abschalten.
Oft ist die Ursache pure Existenzangst, und die ist keine Frage des Kontostandes.

Das mit dem künstlichen Vergrößern des Marktes meine ich so, dass auf dem Milchmarkt ein größeres Geldvolumen im Umlauf ist, als tatsächlich durch den Absatz erwirtschaftet wird. So hat es ausgesehen, als würde der Milchmarkt so viele Betriebe locker vertragen. Und wachsen wollen sie ja auch alle.
Nun geht auch der Absatz zurück, und es wird immer deutlicher, dass der Markt immer mehr zum Selbstzweck zur Betriebserhaltung benutzt wird.



  04-10-2009 17:10  Fallkerbe
Globale Restlverwertung
Zitat:
ok fallkerbe, und forderst du absatzhilfen wenn der Holzpreis auf 60 Euro ist, oder schneidest du weniger ein ?
Zitat ende

Wenn mein bisheriger Markt sich schlecht entwickelt, dann muss ich mir andere Einkommensquellen erschließen. Das Produkt verbessern, mehr Wertschöpfung im Betrieb erhalten, das Produkt weiterveredeln, neue Vertriebswege und Märkte erschliessen usw.
Rumjammern, der Kaufer zahlt zu wenig ist Kontraproduktiv.
Das Grundlegend wichtigste ist mm, das zu Produzieren, was der Markt nachfragt.
Wenn der Markt etwas will, dann kann man auch ordentliche Preise dafür verlangen.

mfg


  04-10-2009 19:13  helmar
Globale Restlverwertung
Die Überproduktion, oder besser gesagt, die Menge, welche über die absetzbare Menge drübergeht, ist, genau genommen, das Ergebnis von immer besser und mehr.........das ist ja nichts Schlechtes, aber.......was wäre, wenn allein, und das nicht nur in der Milcherzeugung, Soja aus Übersee auf einmal ausbliebe? Was wäre, wenn der Treibstoff rationiert werden würde, dass sich z. B. statt 4 Schnitten nur 2 "ausgingen? Weniger Milch, aber auch weniger verkaufte Produkte, weil die Milch sofort teurer würde........und mehr Margarine.
Mfg, helmar

  04-10-2009 19:20  biolix
Globale Restlverwertung
Nabend !

teilchen schreibt :

"Noch einmal, bitte unterstell mir nicht jene bösen Gedanken, die Du denkst.
Mir fällt als Assoziation jetzt nur Flurbereinigung ein, mit der NS-Zeit passt das aber schon überhaupt nicht zusammen. Klär mich bitte auf, welche Negativassoziation ich übersehen haben könnte.
Einfach nur mit der NS-Keule und pfui schreien ist zu wenig."


Tschuldige, wo hab ich dir was unterstell ? Wo schwinge ich die NS Keule ?

ich habe dich gefragt, wenndu lesen kannst ob dich das Wort "Bereinigung" nicht an was erinnert, mich sehr und ich mag dieses Wort überhaupt nicht.... das war alles !

weiters schreibst du :

"Ich bin keine Bäuerin.
Wenn ich Dir sage, dass ich gern eine wäre, wirfst Du mir wahrscheinlich Neid und Missgunst vor."

nein, nur jeder soll wissen das du keine bist und es nciht verstehen kannst wenn man einen Hof hat, und eben z.b. vond er Milch lebt und beim Fleisch es auch nicht rosig ist und mit 40 bis 50 nicht Umschulen gehen kann weil man ja auch nichts anderes gelernt aht als "Bäuerin "zu sein... schön das du eien sein möchtest, dann wette ich aber das du nciht so denken würdest über "Bereinigeungen"...

weiters :
"Ich finde es ist ein toller Beruf. Aber wenn ich sehe, dass das Boot übervoll ist und schon halb unter Wasser steht, weil zu viele drauf sind, glaube ich, dass diese Branche nicht ausgerechnet auf mich gewartet hat.
Ich würde nämlich dann auch ein Einkommen in dieser Branche haben wollen, und Ihr müsstet Euer Einkommen mit mir teilen..."

genau so ist es, sind wir froh die Betriebe zu halten udn die Arbetisplätze in der LW, hab gesterne eins Statistik der GRoßbetrieb über 100ha in der Brd gesehen, seit 2003 minus 25% Beschäftigte... aj meien Frage ist an dich , wo gibts die Arbeitsplätze für die scheidenende MilchbäuerInnen in Zukunft ?

"Derzeit kann ich meine Fähigkeiten in anderen Branchen gewinnbringender einsetzen. Vielleicht fällt mir ja mal was ein, was ich in der Landwirtschaft machen könnte, was mir auch ein gutes Einkommen verschafft.

Ich war auch in einer Branche, die massiv entwertet wurde, wo Arbeitsplätze verlorengegangen sind, und viele sich um Alternativen umschauen mussten. Niemand ist daran zugrunde gegangen, im Gegenteil, viel Neues ist entstanden."

schön, du warst nur an eine "Branche " gebunden, die BäuerInnen sind meist an einem Hof, Grund und familie gebunden, inkl. Altenpflege etc. da ist es nciht so einfach die Branche zu wechseln, inkl. wie schon angesprochen die Ausbildung...


"Dein Mittelweg, der klingt so wie wir ihn alle haben wollen. Aber er vernachlässigt das Streben der Menschen nach mehr. Das kannst Du nicht per Verordnung abschalten.
Oft ist die Ursache pure Existenzangst, und die ist keine Frage des Kontostandes."

ja und weil ihnen das natürlich in einem Syytem das nur auf Wachstum ausgerichtet ist ständig eingetrichtert wird das sie "MEHR" brauchen, ich glaube wir wollen aus dem Innersten sehr wohl ein Mittel und erkenne immer wieder wanns "zviel" wird, nur von Verordnen halt ich wenig, aebr mit "Steuern" kann ich mehr anfangen, oder die Rahmenbedingungen ändern...du brauchst dich weil wir ja bei der Milch auch sind ur fragen wer vor einigene Jahren die Zuteilung der Erhöhung der Milchquoten nur an die "aktiven Milchabuern" durhcgesetzt hat, was aber dann gott sei dank vom VFGH gekippt wurde....

"Das mit dem künstlichen Vergrößern des Marktes meine ich so, dass auf dem Milchmarkt ein größeres Geldvolumen im Umlauf ist, als tatsächlich durch den Absatz erwirtschaftet wird. So hat es ausgesehen, als würde der Milchmarkt so viele Betriebe locker vertragen. Und wachsen wollen sie ja auch alle."

nein , alle eben nicht, uind die Genügsamen, zufriedenen bleiben auf der Strecke, ist das dann ein gerechtes System ? die Gasgeber werden belohnt, stehen als "Top Betriebe " in den Zeitungen, aber alle wissen wir das wennd as alle machen nur wenige Prozent über bleiben , ist das sinn usneres Wirtschaftens ?


"Nun geht auch der Absatz zurück, und es wird immer deutlicher, dass der Markt immer mehr zum Selbstzweck zur Betriebserhaltung benutzt wird."

Weißt du eigentlich wie viele Leerstehende Bauernhöfe es schon bei uns im Waldviertel gibt ?
Obwohl z.b. kenne ich einen Gewerbetreibenden, der kauft den 10. Hof / Haus gerade, auch sehr sinnvoll, er lebt auch "VON" der landwirtschaft, das sind seine Kunden...ist das die Zukunft ?
Und wenn der Absatz zurück geht, ist doch das o.a. Beispiel vom BDM so toll, lassen wir doch die MilchbäuerInnen ihre mengen regulieren, aber da hat ja wohl wer was dagegen, warum wohl ?

Apropos noch zum freien Markt, hab mir grad das Abendjournal angehört, ja wenn der FM Pröll nun meint, na heuer müssen wir noch die Wirtschaft nakurbeln inkl. banken retten, ja dann fragt man sich wo da die "BEREINUGUNG" statt findet udn was das alle smit freien Markt zu tun hat und ob der "freie Finanzmarkt" nicht bereits voll gescheitert ist..

dazu schaust dir das an, hab ich gestern zum 1. mal gesehen finde ich toll und voll angebracht wenn man hört was noch für Gehälter bezahlt werden inkl. Boni brrrrr...;-)))

http://www.youtube.com/watch?v=Mi-Q7bXeWcU

lg biolix

p.s. fallkerbe, ja das erzählst du einem Bergbauern zwischen 40 udn 50 jahren wo er umsattelt udn sich was anderes sucht, ander Produkte etc. und glaubst du das wie es bei AWD war das eien sinnvolle Alternative sit inkl. E-bay verkäufer etc., das sind alles für mich "Auswüchse" eines Systems das sich "versdienstleistet" und imemr mehr vom "wenigen" verdienen möchte... weil ja wie schon öfters angesprochen der Zinseszins leider das Wachstumsdenken noch verstärken muss, aber das ende der Fahnenstange erreicht ist...

udn helmar du sagst es, es ginge einfach mit "Steuern", ganz einfach wenn man möchte, aberd a verdienen veilleicht wieder die "Falschen" .. ;-))






  04-10-2009 19:37  helmar
Globale Restlverwertung
Hall Biolix...wenn du meinen letzten Eintrag zu diesem Thema meinst......wo ist da das Steuern bitte...........und wer soll die Verfügbarkeit von Soja und Diesel steuern? Mengensteuerungen werden ja von etlichen gefordert, aber bei sich selber lieber nicht, bei den anderen sehr gern...
Mfg, helmar

  04-10-2009 19:59  teilchen
Globale Restlverwertung

@biolix

Gut, dann frage ich Dich: Woran erinnert Dich Bereinigung denn?
Habe ich Dich falsch interpretiert?

Wenn ich eine Bäuerin wäre, würde ich genauso denken wie jetzt, denn ich wäre ja dann noch dieselbe. Dann würde ich aber dieses ganze Dumpingpreisspiel nicht mitspielen, sondern mir einen anderen oder Zuerwerb suchen.

Die Genügsamen, Zufriedenen bleiben auf der Strecke... Ja, klar ist das so. Sie treten am Stand, und das ist ein Rückschritt, weil sie sich nicht weiterentwickeln.
Gibt es Betriebe die nicht wachsen wollen?


Ad Finanzmarkt
Meiner Meinung nach hat der Finanzmarkt erst eine erste Warnung hinter sich, das dicke Ende kommt noch... Meiner Ansicht nach ist noch längst nicht alles ausgestanden.
Eine Krise soll auch eine Änderung des Systems nach sich ziehen. Das ist ähnlich wie bei einer schweren Krankheit. Sie soll auch dazu anleiten, sein Leben zu ändern.
Beim Finanzmarkt merke ich diese Änderung noch nicht, es geht gleich weiter wie bisher.



  04-10-2009 21:04  Tyrolens
Globale Restlverwertung
"hab gesterne eins Statistik der GRoßbetrieb über 100ha in der Brd gesehen"


Großbetriebe? Sagt schon einiges über darüber aus, wie diejenige Person denkt. 100 ha, das sind in D Familienbetriebe. Wenn überhaupt. Im Ackerbau sind's Ein-Mann Betriebe.

  04-10-2009 21:07  biolix
Globale Restlverwertung
kannst du lesen, alle über 100 ha ?????

und warum dann minus 23% Arbetiskräfte, die haben doch sooo viele Abreitsplätze geschfffen ??? wo ?


g biolix


p.s. ich würde sagen minus 23 % bei den Förderungen wären angebracht, meinst du das auch tiroler ?

  04-10-2009 21:12  Tyrolens
Globale Restlverwertung
Lesen kann ich wohl. Kann sogar sinnerfassend lesen und weiß, wieviele Betriebe in D 101 ha haben und wie viele zB 5.000 ha.


Ja klar, 23% weniger Förderungen, dann müssten alle Betriebe unter 100 ha, die in diesem Bereich sicher ein Minus von deutlich über 23% zu verzeichnen haben, ja noch weniger Förderungen erhalten.

Wieviele Arbeitsplätze hat eigentlich ein für österr. Verhältnisse sehr großer Betrieb mit 60 ha geschaffen? Habe gehört, im Waldviertel herrscht große Arbeitslosigkeit. Würde mal den 100 PS Traktor verkaufen, dafür ein paar 80er Steyr kaufen und eine Hand voll Arbeiter einstellen. Einfach mit gutem Beisiel voran gehen...



  04-10-2009 21:23  biolix
Globale Restlverwertung
Tiroler tiroler, du willst immer nciht verstehen, ich meine klar jetzt minus 23% wären angebracht, weil das ist ja Arbeitsplatz vernichtung... Ich zähle und wie andere unter 60ha Betriebe im W4 dazu, die sogar viele viele Arbeitsplätze in der Biol. LW geschaffen haben, entweder direkt oder durhc ihr eingesetztes Kapital udn das ohne Zinseszins bekommen zu wollen.... ,-))

ja und das du nicht verstehen willst zeigt die erste gegenfrage, egal wie viele 5000 ha betriebe es sind, 23% weniger Angestellte haben dei BRD Betriebe über 100ha seit 2003,d as sagt doch wohl schon alles.... wie viele familiebetriebe das noch sein könnten die alle SVB einzahlen will ich mir jetzt gar nciht berechnen, inkl. ihr auslangen finden würden...;-)

blg biolix


  04-10-2009 21:29  Tyrolens
Globale Restlverwertung
Wer mir diese Zeilen entschlüsseln kann, bekommt von mir ein Bier spendiert. Bis auf den, der sie verfasst hat. Der hatte wohl schon genug davon. Mühsam, wirklich.

  04-10-2009 21:45  biolix
Globale Restlverwertung
also ich verstehs, der herr Mag. Tiroler , der jetzt nicht mehr für die Tiroler Landesregierung arbeitet, versteht es nicht, st auch o.k für mich, weil wie oft hat sich schon wer "dumm" gestellt als er keien Anwort hatte...... ;-)))

hab eigentlich bevor du gekomemn bist eh mit teilchen diskutiert... ;-))

lg biolix



  05-10-2009 21:58  biolix
Globale Restlverwertung
hallo teilchen !

verstehst jetzt warum ich in meinem Leben das Wort "bereinigen" ncith mag ?

lg biolix

p.s. bereinigt wird sehr sehr künstlich ( siehe den Milchfilm ) und mit den Gesetzen des Dschungels, der größere frißt den kleineren, der schnellere den langsameren etc. etc., das sit doch nicht "zivilisiert menschlich".....

  06-10-2009 06:50  teilchen
Globale Restlverwertung

@biolix

Wie ich schon im anderen Thead über die Arbeitsgreise geschrieben habe: Ich weiß nicht, ob unsere Zivilisation schon so weit ist zu teilen.

lg, t.



  06-10-2009 07:16  biolix
Globale Restlverwertung
na ja, komisch ich kenne so viele die ökosozial denken und fühlen das wir uns alle brauchen und daher teilen sollten, aber wenn du nicht mal bei dir anfängst, und z.b auch von "Bereinigungen" sprichst die notwendig sind........

lg biolix

  06-10-2009 21:14  teilchen
Globale Restlverwertung

@biolix

Wie sieht denn dieses Teilen konkret für Dich aus? Oder für die ökosozial Denkenden?
Geht es um Spenden? Oder tatsächlich um den Verzicht auf Einkünfte?
Auf welchen Anteil der Einkünfte?

Ich denke, dass ein freiwilliger Verzicht zugunsten mehr Verteilungsgerechtigkeit ein sehr aufgeklärtes und selbstloses Denken braucht.
Das haben nicht viele Menschen.
Und meistens hängt es auch mit Wohlstand zusammen, der es leichter macht, großzügig mit dem Teilen zu sein. Den haben wir zwar in großem Ausmaß, aber kaum jemand sagt von sich wohlhabend zu sein, sondern wir jammern viel lieber.


  06-10-2009 21:36  biolix
Globale Restlverwertung
hallo nach einem anstrengenden tag,....

zufriedenheit, nicht ständig mehr wollen, ein Sysem ausgerichtet nicht auf ewiges Wachstum , Gewinnorientierung, alle nur billiger, gegeneinander.... um spenden gehts da wenig, sondern um nächsten liebe und hilfe, keine almosen, verstehen und schätzen auch die schwächend er anderen...

ja und vonhlemar hab ich irgendwo gelesen nach dem krieg, ja meine oma erzählt mir oft davon, ich hab uach von meinen eltern einige mitbekommen wie in den familien wie sie 20 waren "zugegangen" ist, ja sie haben um kartoffel und um s essen geholfen, aaber es war immer so sagte meine Oma das der zusammenhalt da war, das miteinander, das geschätzt werden, so auf eine hand wäscht die andere, gehts mir gut solls dir auch gut gehen... das vermisst man heute schon oft sehr... udn eben nicht diese Verdrängung, oder siehe auch eben das wer schreibt, jaeh gut wenns eine Bereinigung gibt... das hätte vor noch 20 jahren niemand gesagt...

und noch konkreter, es gibt leute die haben schon so viel und brauichen noch viel mehr, haben arbeit und müssen noch 20 stden arbeiten, wo andere gerne da tun würden.. dann gibts bauern die lieben ihre arbeit udn freuen sich auf morgen, doch wissen sie ncith wie lange sie noch ihren hof erhalten werden... das macht micht traurig,d enn so leicht und sowas sinnvolels werden sie vielleicht nie mehr finden. . und das alles weils billig sein soll, udn jeder in der Gesellschaft mithalten soll etc. das kanns nicht sein... leben ist mehr...

ja und um es mit joses worten zu sagen, am bäuerlichen "Genozid", und er hat es vorausgesagt bzw. prangert es seit jahren an, sit ein system schuld, obwohl wir noch alle drauf komemn werden wie wichtig diese bäuerliche verankerung in unserer gesellschaft ist...

hat heut schon fast niemand mehr eine Ahnung wo sein essen herkommt, wirds wenn es wieder die gälfte der höfe weniger ist, noch schlechter werden,... aber wem freuts, den gleichmachern, den "systemisierern", den billigfliegern weil es muss ja um 29, 39 49 , eurinen geflogen werden...bis zum konkurs.... jeder WErt , jedes gefühl für den fairen Preis soll anscheinend verloren gehen, wir sind am besten weg dort hin, aber umso schneller das geht umso schneller gehts noch weiter bergab, und dann kann wieder neues entstehen, und darauf freue ich mich schon.... ;-))))

schönen abend biolix

p.s. und ich will nicht mehr in einen anderen threat wechseln, aber man hört mit der partei-Politik auf, wo man noch gar nciht richtig drin war, was sind 4 jahre, weil man merkt das so viele Dinge viel wichtiger im leben sind, Familie, 4 kinder, der Betrieb, Freunde, Freizeit, sein leben leben udn genießen und natürlich der Biolandbau waren die Hauptgründe... ... ;-))))