Suche Wundermittel gegen Ampfer im Biolandbau

Antworten: 23
Kochbauer 25-06-2009 19:38 - E-Mail an User
Suche Wundermittel gegen Ampfer im Biolandbau
Kennt jemand was?????



mfj antwortet um 25-06-2009 19:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Suche Wundermittel gegen Ampfer im Biolandbau





steyr18 antwortet um 25-06-2009 19:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Suche Wundermittel gegen Ampfer im Biolandbau
Im Burgenland hat mir ein Biobetrieb auf einer Exkursion empfohlen den Ampfer abblühen zu lassen.
Dann soll er einige Jahre weg sein. (Zumindest soll es bei dem Betrieb so gewesen sein)
Der Ampfer ist eine Zeigerpflanze für schlechten Bodenzustand, hat er gesagt. Also langfristig nur durch diese Behebung wegzubekommen.
Durch Ausstechen kann nur ein kleiner Teil der Wurzeln entfernt werden! --> Wirksamkeit?
PS: Di Samen des Ampfers sind meist nicht Keimfähig (rund 2 Keimen von 3000)



ANDERSgesehn antwortet um 25-06-2009 20:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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nur die stegel mit den samen entfernen und die blätter vom ampfer stehen lassen. es gibt einen speziellen schädling, der frißt dann zur richtigen zeit die blätter und kann sich dadurch vermehren und der ampfer stirbt dadurch aus

@steyr18
die halbwertzeit von der keimfähigkeit des ampfersamen beträgt über 70 jahre, nur zur information!

lg
ANDERSgesehn.

ps: ein späßchen: round up hilft auch. j-)




steyr18 antwortet um 25-06-2009 20:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich kann nur sagen, was mir gesagt worden ist.
Von 70 Jahren Halbwertszeit hat man mir nichts gesagt!


Knichte antwortet um 25-06-2009 21:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Servus.

Bin zwar kein Bio Bauer aber bin sehr gegen jedes Spritzmittel.
Habe schon seit Jahren solche " Ampferkäfer" oder wie auch immer die heisen.
Die Käfer fressen ein bisschen an den Blättern und setzen dann ihre Eier ab, wenn dann die Larven schlüpfen fressen sie die Ampferblätter Kahl.
Vorraussetzung ist das der Ampfer ein bisschen stehen bleibt das sich die Käfer auch so richtig vermähren können.
Am besten bei Weidebetrieb.


Moarpeda antwortet um 25-06-2009 21:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ mfj

.. du bist schon wieder nicht am neuesten stand, ts ts ts.

Es gibt einen speziellen Ampferstecher mit zwei Zinken - ich hab ihn allerdings schon seit 7 Jahren.

Dann gibt es auch noch den fahrbaren Ampferwuzzi, der ist mir natürlich zu technisch und fossile Ressourcen verbrauchend.


mfj antwortet um 26-06-2009 07:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Moarpeda – bist du eigentlich eingeschnappt?

...Du musst mal die „Inkubationszeit“ anschauen, 7 Minuten später, helfe ich dem armen Förderoptimierer aus seiner Krise.

Ampferwuzzi ist auch halt „Teufelszeug“. Hab ich mir gleich gedacht. Ihr habt´s wirklich schwer ;-))


...aber zum neidisch werden –









Moarpeda antwortet um 26-06-2009 08:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@mfj
Was hilft den die schnelligkeit, wenn du ihm das falsche Mittel vermittelst.

Wenn du mich 7 jahre vorher gefragt hättest, würdest du wie der kaiser dastehen.

... aber wie gehabt hättest die die zeichen der zeit ohnehin nicht erkannt.

Jedenfall habe ich die bilder dieser ungetüme mit weihwasser besprengt und den bildschirm mit knoblauch eingerieben.

Sowie ich auch beim Alligatorsteak mit Knoblauch würzen werde, die Pfefferminzsoße erscheint mir seit deinem Spateneintrag wieder fragwürdig.


eranz antwortet um 26-06-2009 09:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Auch eine möglichkeit:





Tyrolens antwortet um 26-06-2009 10:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Sonst keine Lösungsvorschläge? Ich glaub, der 18er Steyr hatte schon den richtigen Ansatz. Was also stimmt mit dem Boden nicht, wenn sich der Ampfer stark vermehrt?


beginner antwortet um 26-06-2009 12:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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vielleicht mal eine Bodenuntersuchung.




realist antwortet um 26-06-2009 12:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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ein Nachbar hat die Hälfte von meinen Flächen, und die dreifache Menge an Kühen. (im Vergleich zu mir)
Dieser wundert sich auch immer, dass bei Ihm der Ampfer immer so schnell kommt, und bei mir fast keiner zu finden ist. Er fährt alle Jahre mit dem "Rotorwipper" (oder so ähnlich). Aber nach jedem Schnitt mit Mist und zusätzlich Gülle.
(mit Gülleverträgen lässt sich die Viehbesatzgrenze ja leicht umgehen )


Moarpeda antwortet um 26-06-2009 12:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@eranz

genau das ist das fittnessgerät ;-)))

Informationen: www.llh-hessen.de/landwirtschaft/oekolandbau/weitere/ampfer.htm

@mfj - aus der oben angeführten seite:

Das Zerstückeln der Ampferwurzeln z. B. durch tiefes Fräsen hat sich nicht bewährt, da dieses Verfahren zum einen langsam und energieaufwendig ist und zum anderen noch sehr kleine Wurzelstücke von 0,5 cm Länge wieder austreiben können.

Fazit


Schadseitn antwortet um 27-06-2009 16:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Auweh, Ausstechen war bei mir keine Lösung, da die wurzel unter der erde bis zu ernsthaft jetzt 70 jahren verweilen kann, wenn die licht bekommt (zb. durch ausstecken oder umgraben mit bagger was was ich mit was) fängt diese an zu keimen! also wenn du einen ampfer ausstichst und neben der wurzel irgendwo ein keim vorhanden ist der ein bisschen sonne zu gesicht bekommt hättest den einen auch stehen lassen können! bin zwar nicht bio, fahre mit dem Rotorweipper mit dem Harmony und muss sagen funktioniert tadellos! lg


ANDERSgesehn antwortet um 27-06-2009 17:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@tyrolens

der ph-wert ist zu niedrig!
böden wo kartoffel, hafer, gras usw ideal wächst, wächst auch ampfer ideal.

tja, der ewige kreislauf. gras (mit samigen ampfer) mähen, tiere verfüttern, wirtschaftsdünger (inkl. ampfersamen) aufs feld/wiese, und wieder von vorne, die gleiche laier, schon gesehen auch bei sehr gut geführte biobetriebe, die von der getreideente, deren ausputz (samen von unkräuter/-gräser) an die hofeigentiere verfüttern. naja, dieses system dürfte halt verbesserungswürdig sein ....

lg
ANDERSgesehn.




179781 antwortet um 28-06-2009 10:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Suche Wundermittel gegen Ampfer im Biolandbau
Wundermittel wirst du keines finden.
Es gibt aber viele Wege um Ampferprobleme in den Griff zu kriegen.
Ampfer ist eine "Faktorenkrankheit". Ampfersamen sind auf allen Flächen in großer Zahl (viele tausend je m3) vorhanden. Wenn irgendetwas mit der Bewirtschaftung nicht stimmt können davon welche keimen und zu den beknnnten Problmen führen. Den Keimreiz auf die Ampfersamen löst im übrigen eine bestimmte Zeit an UV Strahlung auf das Samenkorn aus. Also Sonneneinstrahlung. Keimfähig werden Samen erst, wenn sie bestimmten Umweltbedingungen ausgesetzt sind, durch die die Schutztschicht auf dem Korn, die die lange Lebensdauer bringt, aufgelöst wird. Das geschieht durch verschiedene Faktoren wie Witterung, niedrigen pH wert, Fäulnisvorgänge im Boden (zu wenig Luft im Boden)

Wenn immer ein dichter Pflanzenbewuchs auf der Fläche ist, kann kein Ampfersamen keimen.
Also haben wir schon eine der Hauptursachen: lückige Bestände. Im Grünland muß man das auf alle Fälle vermeiden. Im Acker geht das natülich nicht. Da kann man aber durch richtige Stellung der Fruchtfolge und die daran angepasste Bodenbearbeitung das Aufkommen von Ampferpflanzen stark reduzieren.
Die andernen Umweltbedingungen wie Bodenart, ph Wert, Bodengesundheit sind die weiteren Voraussetzungen, die man als Bauer im Blick behalten muß um das Problme im Griff zu behalten.
Die vorhandenen Pflanzen soll man unter dem Motto "wehret den Anfängen" bekämpfen. Da wurde schon die Aussage gemacht, diese Abblühen zu lassen. Das ist auch richtig. Jede Pflanze ist von Natur aus dazu angelegt, Samen zu prodzieren. Wenn man sie daran hindern will, indem man sie z. B. vorher abschneidet oder austicht, so werden die verbliebenen Reste danacht trachen, nocheinmal Samen herovrzubringen. Wenn man sie aber abreifen lässt, und die Samenstände entfernt (um das Samenpotentional im boden zu reduzieren) dann wird sie für dieses Jahr Ruhe geben.

Es gäbe da noch vieles zu schreiben. Grundaätzlich wichtig ist, dass man sich auf die Suche nach den Ursachen macht und diese abstellt. Dann hat man in Zukunft Ruhe davon. Vorhandene Probleme lassen sich nur mit Arbeitseinsatz lösen. Wir haben auf realtiv stark befallenen Feldfutterflächen mit mehrern Leuten die Wurzeln ausgestochen. Da sind Lohnkosten von etwa 100 Euro am ha herausgekommen. Da gibt es konventionelle Kollegen, die das auf anderen Flächen für Gift aufwenden, wo ich gar nichts brauche.

Wir planen bei uns im Bezirk Ried/OÖ im Herbst ein Tageseminar zu dem obigen Thema. Wenn es dazu einen Termin gibt, werde ich das ins Forum als Einladung reinstellen.


Gottfried


Tyrolens antwortet um 28-06-2009 12:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Um 100 Euro kannst du dir aber auch eine schöne Menge ssA oder Ca-Kalk kaufen, je nachdem, was du für deinen Boden brauchst.

Ausstechen ist eine reine Symthombekämpfung und daher abzulehnen. Wir sind ja nicht im Mittelalter. ;)


Icebreaker antwortet um 28-06-2009 13:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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"Wir sind ja nicht im Mittelalter. ;)"

Naujo, wenn man hier so in den div. Threads liest .... schon noch ... ;-)





179781 antwortet um 28-06-2009 18:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ausstechen ist eine reine Symthombekämpfung und daher abzulehnen. Wir sind ja nicht im Mittelalter.

Das ist schon richtig, dass das Ausstechen - genauso wie das Vergiften - eine Symptombekämpfung ist. Allerdindings ist es eine wirksame Methode um die vorhandenen Pflanzen wegzukriegen und ein Aussamen zu verhindern.

Und SSA gegen Ampfer einzusetzen ist absolut ein Fehler, damit kannst du ihn höchstens fördern.


Gottfried


Tyrolens antwortet um 28-06-2009 19:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Sehe ich anders, das mit dem ssA. Da geht's ja nicht so sehr um den N, sondern um das S.

Das Aussamen verhindert man doch normalerweise durch ausreichend frühes Mähen.


mfj antwortet um 28-06-2009 20:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ich denke die Fragestellung muss erst mal geklärt werden.

Geht es im Eintrag um die Bekämpfung von „vorhandenen Ampfer“, oder um die Sachlage den Ampfer zu „verhindern“.

Viele Antworten stimmen hier, sind fachbuchgerecht aufgearbeitet – aber meist praxisfremd.

17978, Tyrolens usw. – das ist ja das tolle, das man so viel machen kann, und alles so genau weiß.
Nur, was willst du bei Austriebsweiden machen, egal ob Gesamt- oder Portionsweide wenn es 3 Wochen nur regnet, wie heuer im Juni.
Da kannst du „lückige Bestände“ noch so verwünschen, sie sind einfach da. Schließlich haben Rindviecher noch keine Flügel, sondern 4 meist große Füsse...und weicher Untergrund verleitet sie wie uns für das „Trampolinspringen“.

Ich freu mich immer wieder über Diskurse von Weide/Unkrautabhandlungen aus Inner-Österreich mit 700 – 1000 mm Niederschlag und leichten Boden. Hier eine Ampferbekämpfung zu machen ist wie „Christbaum- Schmücken“.

Die Probleme fangen erst bei Niederschlagsgebieten mit 2000 mm aufwärts an.
Hier nützt weder eine pH-Wert Regulierung noch Nährstoffentzug noch irgendwelche Schwefelsauern NH4 Sude was.
Auch der Blattkäfer, hier zu „königlichen Ruhm“ verholfen, verunstaltet die Ampferpflanze nur, schädigen kann er sie nie. Bio-Optik für den Laien, würde ich da sagen.

Es hilft nur, wie hier auch schon erwähnt wurde, das frühe und stetige Abmähen, der absolute Traumtag für Unkrautmähen soll der Feiertag von Abton und Sennen, ich glaube zwar nicht daran, aber man soll traditionelles auch mal gelten lassen ;-)

Bei Bio mit befallenen Flächen hilft nur noch das Ausstechen ob nun händisch oder maschinell kann jeder nach seiner Wesensart entscheiden. Oder das "wallfahrten" zu anderen Biobetrieben, da kommt man wieder zufriedener nach Hause - ob deren Verhau...
Die vergammelten Almen, die aufgrund der Bio-Lobby Herbizid-bekämpfungsfrei laufen müssen, geben hier nur ein „symbolischen Schulterklopfen“ von Blödsinn und Hinterwäldlerisch preis, und übertreffen sich Jahr für Jahr in ihrer Absurdität.

Wie dankbar bin ich an diesen Tagen um meine Rückenspritze und den Rotorwiper, und überlasse die ökologische Ampfer-und Unkrautzucht den „grabenden Bioaposteln“...



Restaurator antwortet um 28-06-2009 20:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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also ich leb ja nicht von der landwirtschaft sondern betreib' sozusagen ein "lebendiges museum". :-)
bei mir is der ampfer erst gekommen nachdem meine nachbarin auf ihre vormals ausschliesslich gemähten wiesen 3 pferde gestellt und keinerlei weidepflege betrieben hat. innerhalb von 3 jahren sind aus den ehemals wunderschön blühenden magerrasen unansehnliche gstätt'n g'worden auf denen sich der ampfer wunderbar ausgebreitet hat.
leider grenz ich bei 2 seiten an sie an. dort, wo die trennende hecke lückig ist is der ampfer zu mir gesiedelt. an den eintrittsstellen auf 15 m breite, je weiter weg desto schmäler und weniger ampfer.
ich hab ihn so gut wie weg bekommen mit:
1. im frühling sofort so tief wie möglich ausstechen (einmal gezielt, dann bei jedem wiesenrundgang mit schaufel bewaffnet)
2. meine ziegen und schafe fressen lassen. funktioniert wie roundup: ohne blätter verhungert die pflanze.
3. zugekauftes heu nur von wiesen die ich kenn', ich mein wo ich übers jahr seh, dass da kein ampfer wachst.


Moarpeda antwortet um 02-07-2009 07:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hochaktuell!!

www.ampferwurzerl.com

Von Biobauernuniversalisten kommt die Innovation aus Ampferwurzeln ein hochwirkungsvolles Aphrodisiakum herzustellen.

Zum nachdenken angeregt wurden diese Bauern beim Amperstechen durch die Form der Wurzel, diese Methode war schon in alter Zeit gängig, um Heilpflanzen bestimmten Leiden zuzuordnen.
Aufgedeckt wurden diese Bauern von konventionellen Nachbarn, welcher sich nicht erklären konnten, warum dem Ampfer mit solch mittelalterlichen Methoden zu Leibe gerückt wird, anstatt flächendeckend Roundup zu spritzen oder die Flächen einfach zuzubetonieren.

Bezüglich Risiken und Nebenwirkungen, tragen sie ihren Arzt (wie gehabt) zum Apotheker.





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