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walterst 02-02-2009 09:13 - E-Mail an User
Flop
Rumänien: Raiffeisen legt Flop mit Raps hin
LINZ/HÖRSCHING. Die Notbremse hat die RLB Oberösterreich bei ihrem rumänischen Rapsanbauprojekt mit dem niederösterreichischen Partner Latschenberger gezogen. Die Maschinen stehen in Hörsching und werden verkauft. Vieles ging schief, und das auf 6000 Hektar.

Es hätte der große Coup werden sollen und war theoretisch fein ausgedacht. Weil es zu wenig Raps für das letztlich pleitegegangene und nun stillstehende Biodieselwerk Enns gab, sollte der Nachschub aus Rumänien kommen.

Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, in Enns engagiert, tat sich mit der niederösterreichischen Familie Latschenberger zusammen, die schon Rumänien-Erfahrung hatte. Karl Latschenberger ist Bürgermeister in Biberbach und in Seitenstetten in Sachen Hühner engagiert.
6000 gepachtete Hektar

Sein Sohn Alfred habe „Rumänien gemacht“, sagt Latschenberger auf Anfrage der OÖN. Er habe Verständnis, dass die RLB, ehemals 70-Prozent-Partner, ausgestiegen sei. Denn die Zahlen hätten nicht gestimmt.

Zu sehr sei es in Rumänien drunter und drüber gegangen. Die Ernte sei nachts anhängerweise gestohlen worden. Der Wachdienst hätte mit den Dieben zusammengearbeitet, so nur ein Detail.

Zuletzt habe man auf fast 6000 gepachteten Hektar gewirtschaftet und man habe auf 10.000 Hektar hochfahren wollen.

Doch zusätzlich zu den Schwierigkeiten vor Ort seien obendrein die Agrarpreise verfallen.

RLB-Chef Ludwig Scharinger bestätigte den OÖN auf Anfrage, dass „das Projekt auf Eis liegt“. Die Maschinen, teilweise noch mit Bekleidungsstücken der Fahrer drinnen, wurden von Hödlmayr in eine Halle der früheren Färberei Heinisch in Hörsching gebracht. Die Riesenmaschinen sollen verkauft werden. Darunter sind Supertraktoren eben für Großlandwirtschaften, dem Vernehmen nach keine heimischen Fabrikate, Anhänger und allerlei andere Gerätschaften. Sie seien in schlechtem Zustand, wird berichtet.
Gerätschaft wird verkauft

Scharinger sagte, laut Schätzwert seien 70 bis 85 Prozent vom Neupreis drinnen. Welche Fabrikate es seien, könne er nicht sagen. Es sei in Rumänien eingekauft und wohl nach dem dortigen Serviceangebot entschieden worden. „Sie waren nicht einmal fähig, die EU-Förderanträge zu administrieren“, so Scharinger.

Der frühere Bauernbunddirektor Markus Rosinger, dem Vernehmen nach einer der Koordinatoren in Rumänien, will dazu auf Anfrage der OÖN „gar nichts sagen“. Das mache die RLB, teilte Rosinger mit.

Karl Latschenberger bedauert den Flop. Man habe es sich einfacher vorgestellt. Er sucht einen neuen Partner, damit zumindest auf Sparflamme weiter gewirtschaftet werden könne.


6145 antwortet um 02-02-2009 09:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
Schmerzlich, wenngleich absehbar.
Im August hatte der MR noch "Fahrer für Rapssaat mit Fendt 936 und 8m-Säkombi für 4 Wochen in Rumänien" gesucht.
Im Dez war ein Bericht im MR-Jahresbericht (Bezirk LL), wo von eben diesem Betrieb berichtet wurde.
Darin war allerdings von 15 Traktoren die Rede, die dort laufen würde, und zwar allesamt Fendt 718 bis 936. Mir kam das bereits komisch vor, 15 Traktoren für 6000 ha zu haben (denkt mal nach, alle zwischen 180 und 360 PS!).

Seltsam ist, dass jetzt davon die Rede ist, es gäbe nur alte Technik zu kaufen. Unter Umständen waren die Neugeräte ohnehin nur geleast.
Sei es wie's sei, schlimmer wiegt der wirtschaftliche Verlust und die Manifestation der Tatsache, dass going east eben kein Selbstläufer ist.


DJ111 antwortet um 02-02-2009 09:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
Das sind nicht die ersten und sicher nicht die letzten, die sich auf großen Flächen im Osten ein bischen "verkühlt" haben - vielleicht in dem Fall wenigstens einigermaßen prominent ;-)
Wenn du da nicht verlässliche Partner vor Ort hast ...




Muuh antwortet um 02-02-2009 10:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
Raiffeisen wird das schon verschmerzen.
Zur Not holt man sich 1,75 Milliarden Euro vom Staat

http://www.nachrichten.at:80/nachrichten/wirtschaft/geld/art369,102693


walterst antwortet um 02-02-2009 11:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
Ich muss mich entschuldigen, dass ich oben vergessen habe, die Quelle anzugeben. Es sind die OÖ Nachrichten.

Ich denke ja eigentlich, dass das eine Zeitungsente ist.

Wo doch in dem Projekt mit dem Giebelkreuz absolute finance-power und mit dem Experten Rosinger die volle brain-power am Werk waren.

Ich würde den Projektbetreibern wirklich gerne helfen. Im Rapsanbau kann ich produktionstechnisch nichts an Ratschlägen beitragen.

Nur ein paar allgemeine Regeln vielleicht, die wir Bäuerleins laufend vorgebetet bekommen zur Erinnerung:

Kosten senken
Richtig finanzieren
Strukturwandel positiv als Herausforderung annehmen
Weiterbildung
Rechtzeitig andere Standbeine aufbauen (Winterdienst, Altenpflege, Urlaub am rumänischen Abenteuerbauernhof...)
Arbeitskreis
und immer einen aufmerksamen Blick zu denen, wo es noch schlechter geht

Noch ein kleiner Tip: Die wahrscheinlich eh ausreichend budgetierten Gelder für Schmiermittel richtig einsetzen! Man darf die Wachhunde nicht verhungern lassen.

Walter


Haa-Pee antwortet um 02-02-2009 12:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
walter mit entsetzen lese ich deine sarkastischen beiträge.....wie kann man nur so verrohen...

zu rumänien kann ich aus persönlicher erfahrung anmerken.
ich habe einige bekannte aus rumänien und ich sitze auch hin und wieder mitten unter mehrern rumänen bei einem bier.sind gastfreundliche leute.
habe auch schon maschinen nach rumänien verkauft das ging so ich bekam eine anzahlung aber die maschinen stehen noch immer bei mir.....und wie es scheint werden die auch nicht abgeholt.
einer dieser bekannten ist studierter Dipl Ing agr hat in der nähe von oradea einen ca 200 ha biobetrieb selber bewirtschaftet und früher betriebsleiter in einer grössern milchviehanlage.
den landwirtschaftlichen betrieb hat er stillgelegt nach eigen aussagen wegen zu geringer gewinne!
seinen lebensunterhalt bestreiten er und seine söhne derzeit mit auto "schieben" maschinenhandel und dgl.
auf meine frage es sich lohnen würde dort unten in rumänien einen ackerbau betrieb zu pachten und ihn als betriebsleiter oder kooperationspartner einzusetzen meinte er zu mir.
das soll ich bleiben lassen den ich finde keine geeigneten mitarbeiter und alles was dort tragbar ist das ist weg!
auf meine frage woher das kommt?
das ist die mentalität wenn man was braucht holt man sich es ,das bekommen die kinder von ihren eltern und die eltern bekamen das von ihren eltern mit.
das sagt ein rumäne selber über sein land!
das einzige was ich machen könnte ist in rumänien in guter stadtrandlage flächen zu kaufen ,das wird sich in 20,30 jahren wahrscheinlich als gutes investment herausstellen.

rosinger und raiffeisen haben ganz klar die örtlichen sitten und gebräuche zu wenig analysiert........´
rosinger hätte sich nur auf einen onenightstand in rumänien einlassen müssen und spätestens wenn dann seine uhr am handgelenk fehlt, wären das schon frühwarnindikatoren gewesen...;-)


Nobody antwortet um 02-02-2009 12:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
Da wird es wohl auch noch einige Ö. Grosspächter ohne Eigenkapitalrücklagen in Ungarn herbeuteln....

MfG
Nobody


biolix antwortet um 02-02-2009 12:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
Könnt ihr euch noch über die "Türlei zur EU Diskussion" erinnern , da meinte nur wer: " das ist eine vorgeschobene Diskussion, warum spricht man nicht über Bulgarien und Rumänien ob die überhaupt schon EU reif sind .... " ;-)))

lg biolix der auch ein paar "Gipfelstürmer in Rumänien" kennt...


Christoph38 antwortet um 02-02-2009 12:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
Wenn Raiffeisen nur das Problem hätte wegen ein paar ha Grund in Rumänien und ein paar Maschinen, da würden sie drüber lachen und den Betrag gerne zu 100% abschreiben.

Leider ist es nicht so, wenn man schaut wieviele Beteiligungen die RLB hat zB an der Voest, RZB, Raiffeisen international (indirekt) und wo diese Aktienkurse heute sind.

Bei der voestalpine AG ist die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG mit einem direkt gehaltenen Aktienanteil von 14,12 Prozent per Ende 2007 größter Privataktionär. (aus homepage der RLB) Wenn man dann überlegt, dass der Kurs der Voest statt über € 40 jetzt ca € 15 ist ?
Freilich kann es aber sein, dass sie genug Reserven haben, dass sie das locker durchstehen.

Christoph

PS1: Walter, kann man beim Rumänienbauernhofurlaub auch die nächtliche Rapsernte mitbuchen ?
PS2: Weisst du ob es Überlegungen gibt, dass der BB euren Direktor mit seinem Wissen auch anderen Bundesländern zur Verfügung stellt, damit wir auch kostengünstiger produzieren können ?


Haa-Pee antwortet um 02-02-2009 13:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
christoph38 ausnahmsweise mal eine fehlinformation von dir! aber da ich deine beträge schätze weil sie meistens mit profundem hintergrundwissen ausgestattet sind kläre ich dich auf.

die beteiligungen von RLB und Töchtern sind mit einiger sicherheit schon "ältere" beteiligungen dh wenn du dich zb. vor 10 jahren an der Voest beteiligt hast, liegst immer noch relativ "saftig" im plus.
Beteiligungen die natürlich erst 2005,2006,2007,2008 gekauft wurden dürften dagegen wie du richtig vermutest am "sand" sein....



wuzi antwortet um 02-02-2009 13:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
Mahlzeit
Ich habe mir auch einen Betreib in Ungarn von einen Österreicher angeschaut die Leute die auf den Betreib arbeiten sind lauter Zigeuner machen was sie wollen den ist es egal wenn der Traktor im boden versinkt oder wenn der sprit ausgeht lassen sie einfach mitten im feld stehen und gehen nachhause dort gibt es sogar noch einen Nachtwächter der auf alles aufpasst aber den ist es egal ob etwas gestohlen wird
Seid froh in Österreich eine Landwirtschaft zubetreiben sonst geht es auch so wie den im Artikel oben
mfg wuzi


walterst antwortet um 02-02-2009 13:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
@christoph

Wenn er zwischen den vielfältigen Vorbereitungen zum BB-Ball mal Zeit hat, werde ich unseren BB Direktor auf jeden Fall bitten, seine Erkenntnisse und Wahrheiten auch den anderen Bundesländern zur Verfügung zu stellen.
Jetzt wo der Rosinger wieder leicht Zeit hat und vielleicht noch der Mann von den Bundesforsten, der in Russland mal ordentlich Forstwirtschaft vorzeigen wollte, hätten wir ein echtes Dream-Team.

Walter





Haa-Pee antwortet um 02-02-2009 13:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
zitat rosinger anno 2005 in den OÖ nachrichten

Die EU-Erweiterung sieht er positiv, aber nicht unkritisch: "Die USA investierte im Marshall-Plan einen Bruchteil ihres Wohlstandes in Europa. Durch die Kreditzinsen stiegen sie zur Großmacht auf. Ähnlich liegt es bei der Erweiterung heute. Nach 50 Jahren Ostblock investieren wir in den neuen EU-Staaten. Die Landwirtschaft im Osten hat zwar großes Potential, doch wann dieses gehoben wird, ist fraglich."

so wie es scheint war eben die zeit noch nicht reif für das heben des potenziales im "ostblock"....probiern wirs in 10 jahren wieder.....


DJ111 antwortet um 02-02-2009 14:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
Ich kenne auch eeinige ehemalige Betriebsführer in Ungarn.

Folgende Probleme/Fehler haben ihnen oft das Genick gebrochen - wie man sagt:

+ mangelnde Kapitalausstattung um auch mal eine Missernte zu überstehen.
+ oft wurde zu viel Geld in neue, teilweise zu große oder unpassende Technik investiert
+ Blauäugigkeit was die oben beschriebene Mentalität und Kultur der dortigen Leute und ehemaligen LPG-Mitarbeiter ist (Diebstahl, Neid, mangelnde Arbeitseinsatz oder Zuverlässigkeit)
+ Unterschätzeter Zeit und Arbeitsaufwand auch durch teilweise fehlende Infrastruktur (Wege, große Entfernungen, Lagerhallen, Werkstätten)
+ Manche sind mit der Mentalität da hingefahren: In Ö hab ich zwar mit 40 ha schon schön zu tun, aber in Ungarn mach ich aus 200 km Entfernung locker so 300 ha nebenbei mit ...
+ überschätzte Bodenqualitäten und unterschätztes Wetterrisiko (Dürre)
+ oft wäre es besser, wenn man dort nicht so technikgeil wäre ...
+ Nicht zuletzt sollte man nicht vergessen, dass man dort auch nix anderes ist als der bei uns unerwünschte "Ausländer" und einem oft mit Neid und Missgunst begegnet wird, wenn man mit riesigen neuen Maschinen und Autos dort aufkreuzt, Geld scheinbar keine Rolle spielt und diese selbst in alten Baracken wohnen.

Nichts desto Trotz kenne ich aber sehr wohl auch ein paar gut aufgestellte Betriebe in Ungarn, Rumänien und Russland.
Gleich wie bei uns gibt es halt dort auch mehr oder weniger Erfolgreiche, wenngleich bei den größern Dimensionen das Risiko auch um einiges größer ist.

Meine Lehre aus den dortigen Betrieben ist folgende:
Man muss versuchen, mit den dortigen Leuten gut zusammenzuarbeiten, um sich als Ausländer dort ein bischen einzubürgern und die Leute auf seine Seite bringen und nicht nur mit riesigster Technik eindruck zu schinden versuchen wenn man vielleicht nicht mal deren Sprache spricht.
Fachliche Kenntnisse setzte ich sowieso voraus.
Das Um und Auf bei diesen größeren Betriebsabenteuern ist aber, dass man einen starken Geldgeber hinter sich hat, der auch an deine Fähigkeiten glaubt und dir günstiges Kapital zur Verfügung stellt um auch mal ein schlechteres Jahr zu überstehen.
Das ist ja oft auch das Hauptproblem der dortigen Betriebe. In Russland bwegte sich in letzter zeit die Inflation so zw. 10 - 15 und in Rumänien und Ungarn liegen wir gegenwärtig bei gut 6 %. So, zu diesen Zahlen noch ein paar % dazu und dann weißt du, wie dort der Kreditzins ausschaut. Dann kannst mal schauen, wie du mit einem fremdkapitalintensiven Betreib mit 9 - 16 % Zinsen und den üblichen Spannen im Ackerbau deinen laufenden Betrieb finanzierst, wenn dir Teile der Ernte gestohlen werden, oder du eine Missernte hast ... sofern du es nicht schaffst günstigeres Kapital aufzutreiben.
Ausserdem sollte man verlässliche Handelspartner für Betriebsmittel und Ernteprodukte haben.

Ich wünsche allen Abenteurern viel Glück!

Eines ist dir aber immer gewiss - auch in Österreich: Wenn du Erfolg hast, hast du jede Menge Neider, die dir die Sache madig machen wollen und wenns schief geht, haben es eh immer alle schon gewusst ;-)

Schönen Nachmittag DJ



Siegi4 antwortet um 02-02-2009 14:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
Habe mit Interesse eure Beiträge zum Artikel der OÖN gelesen und möchte zwei Dinge dazu festhalten:
1. Glaubt nicht alles wie es in der Zeitung steht, insbesondere wenn ein im Artikel gennannter in OÖ relativ viel Einfluss hat.
2. Nehmt euch nie eine Bank als Beteiligungspartner in euer Unternehmen, Bankmanager tun sich in weniger guten Zeiten schon schwer eine Bank zu führen, bei einem bankfremden Bereich wie etwa im konkreten Fall dem Betrieb einer Landwirtschaft in Rumänien sind diese Manager und die von ihnen entsandten Boten jedoch hoffnungslos überfordert und verlassen das gemeinsame zuerst gepriesene Boot beim leichtesten Gegenwind.
Dass in Rumänien gestohlen wird, war schon vor Eingehen der Beteiligung bekannt, dass jedoch die Agrarpreise innerhalb von einem Jahr um mehr als 200% fallen, hat die Nerven blank werden lassen. Mag sein, dass für den obersten Bankmanager aus OÖ momentan auch viel zusammen kommt und wenn man dann in einem Alter ist, wo man nicht mehr so belastbar ist, sind solche Handlungen vielleicht erklärbar aber nicht verstehbar.


nemi antwortet um 02-02-2009 14:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Also. ich werd einfach das Gefühl nicht los, der Walter sucht den ganzen Tag nur im Net herum, ob sich irgendwas Brauchbares gegen den Bauernbund, Rzb, oder Lagerhaus finden lässt.
Und eines muss ich neidvoll anerkennen, er hat eine gewaltige Gabe Dinge so zu schreiben, dass sich Alle auskennen, gegen wen sie sein sollen.
Ich würde dir raten, deine Energie bei deiner IG-MILCH zu verwenden, villeicht bringt ihr dann etwas vernünfiges auf die Beine.
Du hast es immer noch nicht geschnallt, dass eine so kleine Gruppe, wie wir Bäurinnen und Bauern, es uns einfach nicht leisten können, gegeneinander zu "kämpfen".
Es sei denn "mann" sitzt in der roten Parteizentrale, und wird auch noch dafür bezahlt, politisch andersdenkende, mit spitzer Feder, schlecht zumachen.
Aber Kompliment, das kannst du.

mit keinen freundlichen Grüssen Renate


Noe antwortet um 02-02-2009 15:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
Danke Renate, du sprichst mir aus der Seele. Stimmt genau was du schreibst!


biolix antwortet um 02-02-2009 15:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
ja , für mich war das schon interessant, und wenn man nicht nur BB Anhänger ist, denn sowas liest man ja dann nicht in der Kammerzeitung oder BB Zeitung ;-)))

Für euch 3 gibts da ntürlich nichts kritisches zu Hinterfragen ;-)

Schon gar nicht wenn Raiffeisen und ein BB Direktor sich in Rumänien für die "Österreichische Landwirtschaft" engagieren ;-)

dann schimpft nur lieber weiter über die IG Milch , gell noe ;-))

lg biolix

p.s. und DJ ich vergönn es jedem, auch den Erfolg, nur es sind meistens die wie du ja auch geschrieben hast, die das schnelle Geld suchen bzw. nicht genug bekommen können denn die ich kenne hätten in Österreich schon genug.... ;-)



walterst antwortet um 02-02-2009 15:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
@nemi
Zur Stunde sitzt die IG-Milch unbezahlt in der Bauernbundzentrale und versucht zum x-ten mal eine gemeinsame Lösung für die Milchsituation zu finden.

Bei dem Flop der RLB in Rumänien habe ich ganz einfach einen Artikel aus einer großen Tageszeitung hereingestellt.
BB-Dir. Rosinger war immer mit vielen guten Ratschlägen zur Stelle, wie man sich als Landwirt verbessern muss, um nicht auf einen ordentlichen Preis angewiesen zu sein. Ich hätte schon erwartet, dass er seine eigenen Ratschläge auch umsetzen kann.

Ich bin gerne bereit, die nächste für die Bauern positive Tätigkeit des Dr. Rosinger sofort hier im Forum kund zu tun. Ebenso werde ich positiv über die Ratschläge des steir. BB-Direktors berichten, wie man mit 22 Cent Milchpreis Gewinn machen kann, sobald ich diese Ratschläge richtig und ausreichend verstanden habe.

Walter


Fadinger antwortet um 02-02-2009 15:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
Hallo!

Die Loyalität gegenüber König Ludwig von einigen hier ist schon bewundernswert ....
Die dürften sich am Sprücherl "Rot bis in den Tod" etwas abgeschaut haben ... ;-)

Gruß F


Noe antwortet um 02-02-2009 16:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
" unbezahlt in der Bauernbundzentrale "
Für was wird dann der Mitgliedsbeitrag verwendet ? Im FS bei Konkret wurde die Milch schlecht gemacht und jetzt soll der Bauernbund den Milchpreis richten ? Warum hört man nichts von Liefergemeinschaften?


Muech antwortet um 02-02-2009 16:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
es war ja mal ein Geschäftsführer ausgeschrieben bei der IG. Wurde schon einer gefunden?


ALADIN antwortet um 02-02-2009 17:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
Ich freue mich, dass dieses größenwahnsinnige Projekt nicht funktioniert hat.


Christoph38 antwortet um 02-02-2009 19:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
@ Noe
Wenn es um die Bezahlung bei einem Treffen von BB-Spitze und IG-Milch Spitze geht, würde ich jede Summe wetten, dass die BB-Spitze mehr kassiert.


helmar antwortet um 02-02-2009 19:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop
Ein sehr praxisbezogenes Beispiel, dass manches was in der Theorie gar nicht schiefgehen kann, in der Praxis fürchterlich in die Binsen gegangen ist........
Mfg, helmar


Else antwortet um 03-02-2009 15:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Flop

Aladin,

größenwahnsinnig trifft es meiner Meinund nach am besten.

Und noch was fällt mir als Widerspruch auf: da ist die Rede von der Bauernfamilie Latschenberger, so, als ob es sich dabei um ein paar Leitln handelte, eben eine Familie, welche den Lebensunterhalt über ihren Bauernhof bestreitet.

In Wirklickeit handelt es sich um ein Unternehmen, das genauso gierig zu Werke geht wie die bekannten Wirtschaftsbetriebe vor allem im Finanzbereich.

Sollen doch unsere Bauern die Rumänen sich entwickeln lassen.
Müssen da österr. Unternehmer, welche sich bescheiden Bauernfamilie nennen lassen, in Entwicklungsländern sich auch noch bedienen?

Höchst unanpettitlich, diese Maßlosigkeit.


bioschurl antwortet um 04-02-2009 00:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@nemi
Also wenn du von "gegeneinader kämpfen" redest, dann schau dir doch mal die BB Zeitung OÖ von vor der LK Wahl an. So was von kämpferisch, unappetitlich, peinlich und unfair wie der BB den Wahlkampf geführt hat, da waren die anderen Wahlwerber ja echte Waisenknaben dagegen. Hät nicht gedacht, daß die Partei, die dreiviertel der Bauernstimmen (oder soll ich sagen Pensionisten-, Verpächter-, Verkäufer und schon lang nicht mehr Bauern) hat so was nötig hat.
b.


Else antwortet um 04-02-2009 10:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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bioschurl,

dann stimmt es also, daß bei der LK-Wahl nicht nur die aktiven wählen dürfen, sondern eben auch Pensionisten u.a. "gar-nicht-Bauern"?
Das verzerrt doch die Realität!

Das kann doch nicht sein! Bist Du da sicher? Womit ist das begründbar?

Ich darf als Pensionistin nicht bei der AK-Wahl mitstimmen. Das durfte ich nur als aktive, eben als Angestellte.

Für eine AW wäre ich dankbar.

Else, Bio-Else





walterst antwortet um 04-02-2009 11:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@else

Ja klar dürfen die Pensionisten wählen und die GrundBESITZER über einem best EHW oder Fläche. Zusätzlich noch Juristische Personen wie Genossenschaften usw.

Die Betriebsleiter und ihre mitarbeitenden Angehörigen im erwerbsfähigen Alter sind die Minderheit bei den Wahlberechtigten.

Ein Beispiel einer Gemeinde: 181 Wahlberechtigte, davon 91 Pensionisten, 24 ohne Landwirtschaft (Wald oder verpachtet) 32 Nebenerwerbler, 18 Vollerwerbler, 16 Familienangehörige bei den aktiven Landwirten.

Walter


Else antwortet um 04-02-2009 13:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Danke walterst!

Zusatzfrage 1: findest Du das richtig?
Zusatzfrage 2: worauf gründet sich diese "Regelung"?

Wenn Du nicht via Forum antworten möchtest, bitte direkt.

Herzlichen Dank

Else


Else antwortet um 05-02-2009 17:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Schade, keine Antwort ...
nicht einmal von niemandem ...


walterst antwortet um 05-02-2009 17:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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gerne antworte ich Dir:

1. Ob ich das richtig finde, darauf kommt es nicht an. Ich glaube, es kommt darauf an, Wahlergebnisse entsprechend zu interpretieren.
Und eine Schlussfolgerung dazu: Wenn man bei Kammerwahlen einen Blumentopf gewinnen will, muss man zuerst einmal ein attraktives Angebot an die Nicht-Betriebsleiter haben.

Außerdem löst sich das Problem wahrscheinlich eh von selber, dass sich nämlich die Nicht- oder Nichtmehrlandwirte von den Landwirten bald gar nichts mehr dreinreden lassen müssen bei der Kammerwahl.

2. Kammergesetz (und Wahlordnung).

Walter


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