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Blauzungenimpfung verweigern

Antworten: 61
ST1 29-11-2008 19:05 - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Ich habe schon öfters von Impfschäden in Bayeren und der Schweiz bei der Blauzungenimpfung gelesen. Diese können doch nicht alle erfunden sein. Da nun auch in Österreich geimpft werden soll, habe ich große bedenken. Was passiert eigentlich wenn man diese Impfung verweigert? wird man bestraft, oder was hat man zu erwarten?
walterst antwortet um 29-11-2008 19:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Was man zu erwarten hat, muss man vermutlich ausprobieren.
Präzedenzfälle wird es nicht viele geben.

In Erl in Tirol lassen einige Betriebe nicht impfen.
Denen wird halt jetzt mal mit Anzeige, Beugestrafen usw. gedroht.

Zu den Impfschäden mit dem nicht auf dem üblichen Weg zugelassenen Impfstoff scheint von der obersten Veterinärbehörde derzeit folgende Haltung zu bestehen: Wer einen Impfschaden hat, hat Pech gehabt.

Ich werd mich da am Montag noch mal beim Herzog schlau machen.

Walter

harly antwortet um 29-11-2008 19:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Am besten alle zu Impfenden Tiere schriftlich als gesund untersuchen lassen..
auch wenns a bissal was kost...


Gruß
Sepp


biolix antwortet um 29-11-2008 21:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
In der Schweiz gibts schon eine Umdenken und auch oft keine Strafen für Impfverweigerer...

siehe unter dem link...



http://www.bioaktuell.ch/fileadmin/documents/ba/zeitschrift/aktuelle_artikel/ba-d-2008-09-tg.pdf



lg biolix

Gewessler antwortet um 29-11-2008 21:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Die Impfung ist ein riesiger Feldversuch, aber amtlich angeordnet und somit durchzuführen - deswegen hab i Bauchweh!
In Afrika wo BT natürlich vorkommt werden nur besonders gefährdete Herden geimpft, vielleicht war dort die Impfstoffproduktion so teuer, daß man deshalb ins reiche Holland einen neuen Typ eingeschmuggelt hat- oder wars nur Zufall - so wie im Jänner vor zwei Jahren eine Pekingente genau vor der Insel Riems (Referenzlabor für diese Krankheit) tot aufgefunden wurde und die Vogelgrippehysterie losging. OOE hat damals alleine einige Mio Euro an Tamiflu und Gesichtsmasken investiert = Vernichtung von Volksvermögen.
Aber die deutschen Tierärzte berichten, daß keine besonderen Auffälligkeiten bei der Impfung zu beobachten waren, allerdings bedeutet alleine das Impfen schon Stress und daher sind bei der gewählten Vorgangsweise natürlich Abortusfälle zu befürchten, Bayern hat ein anderes System gewählt. Daß jetzt natürlich jede Mastitis der Impfung zugeschrieben wird ist auch klar, genauso wie Notschlachtungen in der BRD der BT zugeschanzt wurden wegen der Entschädigung - bei meiner Ehr.
Rein aus dem Bauch heraus glaube ich, daß wir wegen unserer ausgezeichneten Seuchensituation uns nicht vor BT fürchten müssen und die Krankheit bei uns milde verlaufen sollte, aber die Behörde hat anders entschieden, also jetzt nicht noch unbedingt Öl ins Feuer gießen, der Zeitpunkt ist blöd, wegen der Grippesaison - aber die werden sich schon was überlegt haben.
Jedenfalls eine Gesundheitsbescheinigung wirds nicht geben, denn die Haftung wird vom durchführenden Tierarzt nicht übernommen werden können, die liegt eindeutig bei der Behörde!( wir agieren ja im Auftrag der Behörde)
Wenn jemand Grippe im Stall hat, da darf sowiso nicht geiimpft werden, wir bekommen da aber erst Instruktionen.
Prof. Diernhofer hat immer gesagt: dort wo geimpft wird da lass dich nieder, diese Krankheit kehrt immer wieder. ( Mind. 3 Jahre Impfung steht euren Tieren nun bevor)
Aber seids vernünftig und versucht das Ganze ruhig hinter euch zu bringen, die MKS Impfung war ähnlich scheiße, ist ja ein ähnliches Virus, ist aber eigentlich immer ohne größere Komplikationen abgelaufen, genauso erhoffe ich mir das nun.


bioschurl antwortet um 29-11-2008 22:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
"Seids vernünftig" ist gut....
Laut Erfahrungsberichten verläuft die Krankheit bei Rinderbeständen mit gutem Gesundheitsstatus weitgehend komplikationslos (manche Betriebe haben scheinbar gar nichts von der BT gemerkt...). Die Folge ist aber eine vermutlich lebenslange (!) Immunisierung.
Wenn wir uns jetzt aber zum Impfen zwingen lassen, müssen wir nicht nur mit sofortigen negativen Folgen der Impfung rechnen sondern auch damit, dass die Immunisierung nur eine vorübergehende (angeblich max. 1 Jahr - genaueres weiß man ja noch nicht einmal...) ist und danach wieder aufgefrischt werden muß. Ewig wird uns das aber sicher nicht bezahlt werden. Es wird halt in einem Jahr zu einer "Neubeurteilung der Seuchensituation" kommen und dann können wir freiwillig weitermachen und zahlen.... Wichtig scheint einzig zu sein, dass die 500000 Impfstoffdosen, die Ö schon gekauft hat bis Ende März verbraucht sind (da laufen sie nämlich ab...)
Übrigens für Impfverweigerer hier ein Formular für den Tierarzt: http://www.ig-gesunde-tiere.de/anhaenge/Impfbescheinigung.pdf


Fadinger antwortet um 29-11-2008 23:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Hallo!

Vielleicht sollte mal jemand (oder besser einige) bei der AGES nachfragen, was so mit der durch die BTV-Impfung schadstoffbelasteten Milch passiert. Und wie verhindert wird, das Fleisch von kurz zuvor geimpften Tieren in Verkehr gebracht wird. Von der "Ernährungssicherheit" scheint das ja niemanden zu kümmern. Kennt irgendwer zuständige Persönlichkeiten?
Weters sollte eine Beweisumkehr erwirkt werden. Nicht, daß der Tierhalter beweisen muß, das ein Schaden durch die Impfung entstanden ist, sondern der Impfverantwortliche sollte widerlegen, das Schäden eine Folge der Impfung sind.

Gruß F

Bergdoktor1 antwortet um 30-11-2008 08:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern

Guten Morgen,

"Daß jetzt natürlich jede Mastitis der Impfung zugeschrieben wird ist auch klar,...."

Auch bei uns wurde schon geeimpft - dass ein paar Tage danach auf einem Schlag 4 von 7 laktierenden Kühen harte Euter bekamen wird natürlch reiner Zufall sein. Klar haben auch wir öfters Zellzahlkühe, dass eine Erkrankung bei über 50 % fast zeitgleich auftritt, das war bisher aber noch nie der Fall. Gestern sprach ich über dieses Problem mit einem bekannten Züchter, er berichtete dass ein Bekannter von ihm bei einem Teil seiner Kalbinnen die Impfung verweigert hat - natürlich auch reiner Zufall dass es ausgerechnet bei diesen keine Probleme gab, bei den geimpften hingegen traten vielfach sehrwohl Probleme auf.
Ich weiß schon dass das wahrscheinlich nicht repräsentativ sein wird - für uns ein schwachewr Trost.

Gruß Doc.


Gewessler antwortet um 30-11-2008 08:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Das Amt für Risikobewertung in der BRD hat absolut keine Schadstoffe durch die Impfung in der Milch/Fleisch feststellen können, da machen die Clostridien durch Gülle und hohe pH Werte in der Silage echte Probleme, also das sind Märchen mit Quecksilberverseuchung der Milch.Da machen mir Richtwerte von DON und ZON bei Futtermitteln größeres Kopfzerbrechen - bei Lebensmitteln gibts Höchstwerte!
Das mit der lebenslangen Immunität ist ebenfalls ein Märchen, in Afrika jedenfalls funktionierts nicht Immunität ca 1/2 Jahr!
Aber durch die Impfung kann man den Seuchenstatus nicht mehr eruieren, denn man erkennt geimpfte von nicht geiimpften, natürlich infizierten nicht mehr auseinander.
Besser wärs gewesen, einmal zu untersuchen, wieviele Tiere in Österreich eigentlich betroffen sind ( Tankmilch....) .Tritt die Krankheit bei Stallhaltung auf usw.?
Wirklich zu bedenken gibt mir auch, daß in Irland ein Kalb gefunden wurde das ein Ausscheider ist (PI -Tier) wenn das wahr ist dann Mahlzeit.
Weiters sind sich die Biologen nicht mehr sicher,ob es nicht doch bei den Gnitzen eine vertikale Übertragung geben kann - oder eine Gnitzengeneration in Ställen überwintern kann, deshalb werden in Afrika hpts. diese Viecherln bekämpft.

Ansprechperson in der BRD ist PD Dr. H. Schaft.
In Österreich ist das die AGES. Jedoch zuständig ist das Gesundheitsministerium also Mag. Herzog.
Impfschaden ist der Tod des Tieres sonst nix, das wird mit glaube ich einigen hundert Euros entschädigt - so san da die Gesetze - leider!
In der BRD und in Frankreich konnte durch die Impfung kein höherer Anteil an Abortus, Mastitis etc. festgestellt werden, obwohl ja jetzt alles gemeldet wird.Auch die TBC sollte ja statistisch ganz niedrig sein- allerdings siehe Tirol! Wies dazu kommt das traue ich mir da nicht zu sagen.

Cooky antwortet um 30-11-2008 09:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Guten Morgen!
Ich glaube meiner Meinung nach ist man als Tierhalter immer der Dumme, man lässt impfen und muss die Folgeschäden tragen und da braucht uns keiner was vormachen das es da Probleme geben wird bei manchen mehr und bei anderen eben weniger. Dann liegt mal der ganze Transport und Verkauf auf Eis usw.
Aber wenn i nicht impfen lasse und meine Tiere erkranken dann hat man ja noch viel das größere Problem, obwohl i zur Zeit eher zu Impfverweigerung tendiere.
@Gewessler, da du der Fachmann bist wie und wann wird die Krankheit übertragen und wie gefährlich ist Alpung und Weide, kann nit glauben das es bei uns Probleme geben sollte oder sind die Viecher so widerstandsfähig? Denn Zecken überleben bei uns nur vereinzelt.
MFG Cooky

bioschurl antwortet um 30-11-2008 09:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Hab hier früher schon mal gefragt:
Wer kennt einen Rinderhalter, der ein BT Geschehen mit echtem "Ausbruch" in seinem Bestand hatte? Sind die Symptome echt so schlimm, wie von manchen Befürwortern der Impfung behauptet wird?
Bioschurl

helmar antwortet um 30-11-2008 11:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Die Blauzungenimpfung soll wohl auch wieder mal der "Beruhigung der breiten Masse" dienen, so al la Tamiflu und Schutzmaskenankauf. Die Suppe löffeln dann aber wieder mal wie so oft die lieben Rindsviecher und deren Besitzer aus.........hohe Zellzahlen, den anderen eh wurscht, weil ja diese Milch eh nicht in Verkehr gbracht werden darf........Aborte, na und, muss sich aus der Sicht mancher Tierfreunde die Kuh nicht mit der Geburt eines Kalbes quälen usw............irgendeine Medienhype so a la BSE, und es macht wieder mal vielen gar nichts aus wenngesunde Kühe nachher entweder krank sind oder tot.
Mfg, helmar

grasi1 antwortet um 30-11-2008 11:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Ich fordere hiermit möglichst viele Landwirte (Tierbesitzer) auf, die Impfung der Blauzungenkrankheit zu verweigern!
Nur wenn viele Landwirte sie verweigern können die Behörden nicht so leicht was dagegen unternehmen. Wenn man die Nachteile der Impfung mit einem Impfstoff, der nicht einmal auf die tatsächlichen Auswirkungen (Nebenwirkungen) untersucht ist, so liest, muß man die Impfung verweigern, ob man will oder nicht.

walterst antwortet um 30-11-2008 11:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Da kommt bei mir große Freude auf.

Tierarzt Gewessler schildert die Blauzungenimpfung kurzgefasst als "Schaaß", fordert aber trotzdem auf: "Aber seids vernünftig und versucht das Ganze ruhig hinter euch zu bringen,....."

Helmar plappert ähnliches daher und wird trotzdem die erste sein, die freiwillig aufzeigt........

Walter

bioschurl antwortet um 30-11-2008 12:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Bin mir mittlerweile nicht mehr sicher ob Tierarzt Gewessler auch alles noch so sagt (schreibt), wie er sich das denkt .....
Georg

biolix antwortet um 30-11-2008 12:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
na ja der Druck wird schon größer wenn man sich in so foren äussert wie es dr. gewessler schon vor 3 wochen getan hat... leider,... aber ich hoffe er bleibt bei seiner Meinung ausser es gitb wirklcih trifftige Gründe und keinen Druck oder andere Umstände ;-)

lg biolix

Kohelet antwortet um 30-11-2008 13:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Ich habe es schon mal geschrieben.

Was hier propagandiert wird, fällt in die „Steinzeit-Schublade“ der Vakzination.

Österreichs Bauern und einige Tierärzte ! haben wohl den „Aberglauben“ und die „Überheblichkeit“ von Angstmacherei und Resistenz einer sechsköpfigen Hydra der griechischen Mythologie.

Der „inaktive Impfstoff“ der bei der BTV verwendet wird, besteht in einer Antikörperbildung, ohne die Infektion zu kopieren, aus diesem Grund müssen die Impfungen wiederholt werden.
Sie zeichnet sich aber durch mehr Sicherheit und Stabilität aus. Zu erwähnen sind aber Reizstoffe die Impfstoffen zugefügt sind, welche entzündliche Reaktionen auslösen können.

Erfahrungen zeigen auch in der Humanmedizin dass (vorhandene) Krankheiten und Krankheitssymptome durch Impfungen ausgelöst oder aber unterstützt werden können.
Darum soll an kranken „Menschen u. Tieren“ keine Schutzimpfung vorgenommen werden, weil das Immunsystem eh schon geschwächt ist.

P.S. Geimpfte Individuen lassen sich immer von „Feldinfektionen“ unterscheiden, es ist eine reine Sache des Aufwandes – auch ohne „Marker- Impfstoff“ !


chopper25 antwortet um 30-11-2008 18:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
@Kohelet
Wieviel Provision bekommst du eigendlich pro geimpfte Kuh ?
Oder fürchtest du um deine Pharma-Aktien ??
Ansers ist es nicht zu erklären, wie du auf solchen unsinn kommst !

Du hast bestimmt auch gegen Bse Vogelgrippe ,......geimpft - oder ?
Jetzt brauchst noch einen Gammastrahlenschutz für die Rindficher *gg*

Gruß Hannes



naturbauer antwortet um 30-11-2008 18:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Bla bla Kohelet, weil wenn der Ernstfall eintritt, ist alles anders. Der Bauer hat den Schaden zu tragen, das Rind die ausgelöste Erkrankung, manchmal bis hin zum elendigsten Tod!
Vom Aufwand, geimpfte Individuen unterscheiden? Wird es nie geben für uns.


bioschurl antwortet um 30-11-2008 22:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Gab´s in T und V Impfverweigerer? Wie wird man damit wohl umgehen? Was wird die beste Strategie des "verweigerns" sein? Zuerst sagen die Tiere sind krank und dann mit oben erwähntem Formular auftrixen? Das wird wohl kein TA auf der Welt unterschreiben können...

Gewessler antwortet um 30-11-2008 22:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
@an alle
Hab mir vor zwei Jahren in der Gegend von Aachen einmal klinische Fälle angeschaut, den großtragenden Kühen gings wirklich schlecht, eher sauschlecht, das war grauslich anzusehen. Ich habe unsere Amtstierärzte dazu eingeladen, es ist allerdings keiner mitgefahren. Die vier Landwirte jedoch die dabei waren, sehen nun aber nicht ein, warum ich ein strikter Gegner der Impfung bin.
Allerdings waren das alles Tiere aus Herden, die mit IBR und BVD zu tun hatten, wie man weiß wirken Herpesviren immunsuppressiv und somit sind dann die Krankheitserscheinungen bei anderen Krankheiten wie BT recht arg.
der kohlet hat sicher nicht recht, daß man Impf und Feldvirus auseinanderkennt, sagen uns zumindest die Experten, auch bei großem Aufwand nicht - oute dich kohelet dann kann man ja darüber reden.
In manchen Gegenden, wo weder Para Tb, BVD noch IBR eine Rolle spielt, sind die BT Erkrankungen unerkannt geblieben und nur via Blutuntersuchung zufällig so wie in Schärding entdeckt worden.
Also wozu impfen? Ich habe einige Jahre MKS geimpft und alleine das Impfen bedeutet Stress und es waren immer wieder Zwischenfälle zu bemerken, allerdings wird dann auch jede ZZ- erhöhung der Impfung zugeschrieben, was so einfach nicht stimmt.
Ich möchte nur allen raten, sich zu überlegen, nicht impfen zu lassen, denn das ist behördlich angeordnet und bedeutet Schwierigkeiten, ich habe keine Probleme damit, wenn ein Landwirt nicht impfen lässt, er hat ja dann die Probleme.
Ich bekenne mich ausdrücklich dazu, daß eine Impfung nach derzeitigem Wissensstand
nicht notwendig erscheint, ich mich jedoch wegen des hervorragenden Seuchenstatus der in Österreich herrscht auch nicht davor fürchte, daß große Probleme auftreten werden.
Das ist ein großer Feldversuch und ein Programm für notleidende Tierärzte.

bioschurl antwortet um 30-11-2008 22:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ gewessler:
mutig mutig - Respekt - hoffe man bringt dich nicht zum Schweigen...
hätten wir nur mehr solche Tierärzte!

Gewessler antwortet um 30-11-2008 22:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@kohelet

Steinzeitschublade der Vaccination

Sei einmal wirklich ehrlich- wie weit ist die BRD mit der Impfung gegen IBR?
Da hat sich der Prof Mayer aus München ein Denkmal setzen wollen und einen Haufen Geld gemacht und was hat die jahrelange Impfung gebracht? Und wie ist es mit der BVD?
Was hat da die mod. Vaccination gebracht?
Wir sind in Österreich ohne Impfung IBR frei und BVD nahezu frei und das ohne Impfung und da willst Du übergscheite Preißin uns Österreichern was über Seuchenbekämpfung erzählen? Eine Frechheit ist das!

Ich weiß nicht wie alt du Dummerl bist, aber ich habe den Schmarrn IBR Impfung und einige Seuchenzüge MKS mitgemacht - kannst Du da was dazu beitragen? Oder glaubst Du wirklich alles was sie Dir so auf der UNI beibringen? Das fällt mir übrigens bei vielen jungen Tierärzten in letzter Zeit auf, daß sie kritiklos sind - oder bist Du im Osten aufgewachsen, da war es von der SED her nicht gestattet etwas zu hinterfragen - also oute Dich - bist a oide Kommunistin? Da habts as a zu nix brocht - ober lass uns unsere Seuchen so bekämpfen wie wir das für richtig halten und spar da Deine gscheitn Pifkesprüch.

Kohelet antwortet um 01-12-2008 09:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Hallo Gewessler

Ich sehe, deine Beleidigungen nehmen zu – und deine Argumente ab.
Wie gesagt – es bleibt dir vorbehalten – Österreich als die „Insel der Nicht-Infizierbarkeit von BTV“ zu halten und auch zu propagieren.

Ich hoffe, dass viele „deinem gutem Rat“ folgen, und nicht impfen, weil dann haben wir in 1 – 2 Jahren eine tolle Analyse über Restriktionszonen wo nicht geimpft wurde.

Ich kann die Sachlage nur aus deutscher Sicht beurteilen.
Das Ausmass der Blauzungenkrankheit hat zumindest in unserer Gegend im Jahr 2007 die schon schlimmen Erwartungen weit übertroffen, für einzelne Betriebe sogar existenzbedrohende Schäden hervorgerufen.
ein paar Fotos...

Jeder, der im letzten Jahr Verluste durch die Blauzungenkrankheit hatte, erwartet sie heuer sehnsüchtig: die Impfung.

Ich denke dein Feldversuch wird um einiges größer sein, als ein „im beschleunigten Verfahren genehmigter Impfstoff“ zu verwenden.

Zynisch gesagt, der BT-Virus weiß nichts von der „unabdingbaren Seuchenfreiheit“ die Österreich so gerne präsentiert. Die Infektion von ca. 4000 Fällen in der BRD waren auf jedenfalls nicht beruhigend.
Stand 2008
Österreich hat in der BVD und BHV1 Bekämpfung sicher den besten Weg gewählt. Es ist aber auch der teuerste. Die jährlichen Blutabnahmen und die bezahlte Ausmerzung der PI´s kann sich halt so ein Land wie Österreich leisten. Wir Deutsche leider nicht !

Eine Frage an dich, Gewessler:
Viehverkehr nach südlichen Ländern erfordern die BTV- Impfung. Der Export-Viehmarkt freut sich über jedes Land, das den Impfstatus nicht erreicht.
Österreich lässt nicht mal ungeimpftes ausländisches Vieh z.b. nach Italien durchbringen, so solidarisch seit Ihr.
Ich hoffe du erklärst deinen Bauern dann, sie dürfen nur noch nach Russland exportieren...

P.S. Deine Vermutungen über mich, ich sei ein Rest von „gepuderten SED-Fussvolk“ ist leider komplett aus der Richtung.


bioschurl antwortet um 01-12-2008 14:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Achtung für alle interessierten:

Folgende Einladung hab ich soeben von einem schlechten Fax abgeschrieben; jeder ist herzlich willkommen; also bitte sofort weiterleiten, bei den Referenten ist objektive Info wohl zu erwarten.




Einladung zur Versammlung der AGÖ
am Montag, 1.Dezember 2008 um 20:00 Uhr
Gasthaus Anton Strebl (bei der Baustelle, es gibt zwei GH Strebl)
in Neukirchen an der Vöckla

Kurzvortrag über Rinderversicherung NEU
von Hr. Roman Anzengruber

Vortrag über die Blauzungenkrankheit - Impfung:
Wann wird geimpft? - Wie gefährlich sind etwaige Folgeschäden?
Wer haftet dafür (Top Agrar 12/08)?
Wer bezahlt die Impfungen der nächsten Jahre?
Ist es nicht sinnlos gesunde Tiere zu impfen?
80 Mio € Kosten?
Viele Fragen?
an
Landes Veterinäramt: Hofrat Dr Karl Wampl
Tierarzt
Amtstierarzt Dr Huber
Geschäftsführer des RZV Vöcklabruck: Franz Gstöttinger
2 betroffene Landwirte aus Tirol, mit Impfschäden auf ihren Betrieben




Rückfragen bitte an Franz Kircher (0676 9493127)
Zeitig kommen, es werden mind. 500 Leute erwartet!


kiwi antwortet um 01-12-2008 14:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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für uns bauern wärs um vieles einfacher wenn so mancher veterinärdierektor oder amtstierart in sachen BT impfung die meinung mit dr. gwessler, teilen könnte.

für alle die sich über die bt-impfung noch informieren wollen

Infoabend Blauzungenkrankheit-Impfung
Ort: Freizeitzentrum Brötzner köstendorf
Datum. Donnerstag 4. Dez 08
Beginn: 19.30

Referenten: Hans Spitzl, Landwirt, obberbayern
und betroffene tiroler landwirte

> wie gefährlich sind folgeschäden
> wer haftet dafür?
> wer bezahlt die impfungen der nächsten jahre
> wie kann man sich erfolgreich gengen die impfung wehren?

bioschurl antwortet um 01-12-2008 14:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Gebrauchsinformation von BTVPUR AlSap 8 von Merial der bei uns ab Do verwendet wird:
http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C46976651_L20.pdf

sollte man mal lesen (für eilige Punkt 12 ist interessant ....)


Paragleiter antwortet um 01-12-2008 15:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo an alle, hier ein absolut interessanter Link zum Thema Impfen: www.aegis.ch. Ich bezeichne Massenimpfungen wie z.B. auch hier bei BZK als Müllentsorgung einiger weniger Pharmakonzerne auf Kosten unserer Gesundheit sowie die Gesundheit unserer Tiere. In einem Artikel von Anita Betek Dimmer wird klar gegen die BZ -Krankheit-Impfung Stellung genommen. Jeder kann und sollte die Impfung verweigern oder Unterlagen vom Tierarzt verlangen, welche die Unbedenklichkeit der Impfung bescheinigen sowie den Schutz für die Tiere garantiert. Der Impfstoff ist nicht zugelassen!!!! BZK ist keine Seuche!! fällt also auch nicht unters Tierseuchengesetz!! Der Tierarzt kann nicht mit Polizei am Hof erscheinen und eine Zwangsimpfung durchführen. Die AEGES Schweiz hat auch eine Impfbescheinigung erstellt, in welcher der Tierarzt verbindlich mit Unterschrift bestätigt, dass die geimpften Tiere vor Krankheit geschützt bzw. der Impfstoff keine schweren Krankheiten verursacht. Diese wird keiner unterschreiben. Die Ved.Behörde soll Studien vorlegen, die beweisen, dass der Konsum von Milch und Fleisch geimpfter Tiere unproblematisch ist. Bisher gibt es noch keine. Weiters die Kühe scheiden den Impfstoff mitsamt seinen Zusatzstoffen wie Aluminium, Quecksilber über die Milch aus!!! Es findet ganz klar eine Gefährdung der Konsumenten bzw. der Bevölkerung statt!! Was ein derartiger Lebensmittelskandal bedeutet, weiß jeder selber. Ich stelle gerne jedem diesen Artikel als pdf zur Verfügung. Also noch einmal: NICHT IMPFEN lassen!!

naturbauer antwortet um 01-12-2008 16:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bin ja Bayer, genauer aus dem bayerischem Oberland. Hab heute vom vet.Amt meine Bescheinigung wegen der IBR etc.. erhalten. Da war ein rotes Blatt Papier dabei, wo drauf stand. Wenn nicht geimpft wird, ist im Falle einer Erkrankung mit dem Verlust des Versicherungsschutzes der Tierseuchenkasse zu rechnen.
Also wer nicht impfen lässt, verliert den Versicherungsschutz der Staatlichen Kasse. Da ich auch eine private Ausfallversicherung habe, wird sich dieser Versicherer genauso verhalten. Hab schon impfen lassen, eben wegen der Versicherungsfrage.





Kohelet antwortet um 01-12-2008 21:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Na, Gewessler – jetzt siehst was anrichtet hast. Deine Buam (oder wie sagt ihr da ?) schnüren scho die Schuh – sie werden dich noch zum „Schutzpatron der Blauzungenkrankheit“ ernennen ;-)

Sind jetzt die Österreicher entgültig zu den „Horrorpessimisten“ übergetreten.
Na, ihr seid doch wirklich die Musterschüler der EU. Hauptsache man ist gegen was.

Die BTV Sache wird in eurem Alpenland in ganz kurzer Zeit geklärt und vorbei sein. Österreich wird genauso viel und genauso wenig „Impfschäden“ haben, wie andere Länder auch, und im kommenden Sommer seid ihr die glücklichsten Bauern, weil dann redet keiner mehr davon. Und jene die dagegen waren, habens ja eh nicht so gemeint. Sie wollten ja nur warnen ;-))

Nur mit eurem Geschrei, die Impfung macht eure Lebensmittel untauglich, wäre ich sehr vorsichtig, vielleicht mag euer Tierarzt-Rebell Gewessler euch noch in die Schranken weisen.
Die Bevölkerung nimmt die BTV bis jetzt noch nicht zur Kenntnis, aber ich vermute ihr sehnt euch nach einem Skandal...

Bei uns in Deutschland hat der Ökoverband „Bioland“ zum Streik gegen die BTV aufgerufen.
Warum weiß ich nicht genau. Ich vermute mal das der Impfstoff genverändert ist, die Proteinstruktur ist bei Impfmittel immer sequenziert, vielleicht ist das die Angst was zu bekommen – was sogar politisch gemieden und verteufelt wird ?

Gruß Kohelet


zimme24 antwortet um 01-12-2008 21:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ tief tiefer gewessler

@ kohelet, bin voll bei dir, habe beobachtet wie die bt durch d gezogen ist und was sie angerichtet hat und finde dass die impfung das kleinere übel ist und durchgezogen werden muss.

günter

helmar antwortet um 01-12-2008 21:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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1972/73 hatten wir in unserem Bezirk die MKS. Damals gab es einige Dörfer, in welchen die Rinder, dort wo sie festgestellt wurde, in den Hof getrieben und erschossen wurden. Und in vielen Höfen wurden nach der Sperre und Desinfektion keine Kühe mehr nachgestellt.......
Mfg, helmar

biolix antwortet um 01-12-2008 22:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Aber das wäre das schöne an der Demokratie und Meinungsfreiheit, der AUstausch und sich selbst einBild machen zu dürfen und dann auch selbst entscheiden, bei 1 Mio nicht geimpfter Wildtiere, impft eigentlich Tschechien, wir sind direkt an der Grenze etc etc.... so viel Fragen und nur nach G. zu sprechen, und so viele Angstmache....

lg biolix

bioschurl antwortet um 02-12-2008 02:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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hallo!
Bin grad heimgekommen von der Veranstaltung in Neukirchen. Tolle Veranstaltung nur:
Vom Landesveterinäramt (Wampl, Kaltenböck) war natürlich keiner da. - Telefonische Entschuldigung gegenüber dem Veranstalter: "Jetzt haben wir eh schon so viel Arbeit mit dem Impfstoffverteilen und mit dem vielen Papierkrieg und dann wollt ihr auch noch eine derartige Veranstaltung machen - für sowas haben wir keine Zeit; und überhaupt, was regt ihr euch denn auf, die Impfung kostet euch ja eh nix"
Amtstierarzt Dr Huber war da und hat sich (im Rahmen dessen was er vermutlich sagen darf) recht tapfer geschlagen, man hatte aber den Eindruck seine echte Meinung hat er teilweise nicht gesagt. Auch ist er aufgrund der vielen Unsicherheiten bezüglich Impfung auf fachliche Fragen immer wieder ausgewichen.
Der Tiroler Bauer (Obmann einer Milchliefergemeinschaft)hat am meisten erschüttert; große Probleme im eigenen Bestand und über 50% der Betriebe mit teilw. stark erhöhter Zellzahl in den Tagen nach der Impfung. Außerdem Aborte, Mastitis, ... kurz das Immunsystem der Rinder kippt total...
Politisiert wurde natürlich auch (Jänner Kammerwahlen, ...)
Neue Erkenntnisse eigentlich für mich keine.
Von den geschätzt gut 500 Bauern haben sich kaum welche pro Impfen geäußert; ich schätze ca. 80% sind gegen die Impfung - ca 20% würden ev. auch Widerstand leisten.
Gute Nacht
Georg
wer noch unschlüssig ist am Do gibts die nächste Veranstaltung (siehe oben) und am Mo noch eine

Kohelet antwortet um 02-12-2008 07:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@bioschurl > Außerdem Aborte, Mastitis, ... kurz das Immunsystem der Rinder kippt total...

Ihr seid komplette Fanatiker - jetzt weiss ich auch, warum Österreich rechts "wählt".
Wenigstens seit ihr "Weltmeister in Propheterie" ;-)))

Gruß Kohelet



naturbauernhof antwortet um 02-12-2008 08:48 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Kohelet:

des is eben der Unterschied, wir wählen Blau/Orange und ihr seid blau(äugig)(allein schon von den Vorfahren her)

Des is das nord-süd Gefälle.

In Deutschland werden die Gesetze exekutiert und in Italien werden die Gesetze ignoriert.

Mir sand einfach dazwischen

Kohelet antwortet um 02-12-2008 09:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo Naturbauernhof

Danke für die Aufklärung.

Ich habe es immer so aufgefaßt.
Das Gesetz ist für die Menschen - das,
was für die Raubtiere der Käfig ist. Wehe, jemand läßt eine "Tür offen"...

Etwas "blauäugig" aber doch gefasst - Kohelet ;-)

bioschurl antwortet um 02-12-2008 09:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@Kohelet und Co:
keine Angst, auf so ein Niveau wirst du mich nicht runter bringen - schon seltsame Umgangsformen für eine Tierärztin; hätte eigentlich von solchen Leuten eher fachliche Argumente und Antworten auf Fragen erwartet wie:
Wer wird die Folgeimpfungen bezahlen?
Was wenn jetzt weitere Serotypen ins Land ziehen (für die es noch nicht mal einen Impfstoff gibt?
Wäre nicht eine natürliche Immunisierung (die höchstwarscheinlich lebenslänglich anhält) sinnvoller als ein Nachimpfen mit einem Impfstoff bei dem in der Gebrauchsinformation steht "Die Dauer der Immunität wurde noch nicht festgestellt."
Gerade aus D kommen als Hauptargumente pro Impfung der Schutz vor wirtschaftlichem Schaden und ein Stoppen der Ausbreitung.
Ist das aktuelle Konzept langfristig wirtschaftlicher und sollte die Wirtschaftlichkeit nicht eigentlich Problem des "Unternehmensleiters" (Bauern) liegen. Noch dazu wo ja für den "impfenden Nachbarn" durch einen Verweigerer keine direkte Bedrohung ausgeht.
Die Sache mit der Mindestdurchimpfrate hat man natürlich aus der Geschichte gelernt; so kann man die Bauern wiedereinmal gegeneinander ausspielen; nach dem Motto: "Die Impfer werden die Nichtimpfer schon zur Vernunft bringen", da ja sonst bei zu geringer Impfrate die EU nicht zahlt.
Und kann man die "Seuche" wirklich stoppen, wenn auch in gemischten Betrieben z.B. die Maststiere ausgenommen sind, obwohl sie neben den Kühen stehen die geimpft werden müssen. Vom Wild rede ich da noch gar nicht....
Also Kohelet und Co wo sind die echten Antworten (wenns leicht geht ohne Ausfälligkeiten)???
Und warum war denn gestern kein Vertreter vom Land anwesend, wenn 600 besorgte Bauern beisammen sind(übrigens keine Antiimpf Sekte sondern eine Gruppe die jedes Monat beisammen ist und gemeinschaftlich Waren einkauft) und sich informieren lassen, wenn eh alles kein Problem ist mit der Impfung???

fragt
Bioschurl

PS: Vielleicht bin ich auch deshalb etwas kritischer, weil unser ältester Sohn beinahe an den Folgen einer Impfung gestorben wäre. Die beiden jüngeren Schwestern sind ungeimpft und gesund .....

beginner antwortet um 02-12-2008 12:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
@all

Die Wirtschaft wird dadurch gerettet, weil sie durchs Impfen angekurbelt wird...zumindest in einem Sektor!

Mehr ist da nicht...

Wird ein geimpftes Tier krank gibts ne Erklärung, wird ein ungeimpftes krank..."na klar...wir haben es ja gesagt"...

c u all

beginner

Kohelet antwortet um 02-12-2008 13:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Hallo Bioschurl:

Wir können jederzeit das Niveau heben´...
Artikel ist im Web leider nicht verlinkt - daher habe ich ihn hereinkopiert.

Damit habt ihr eine Diskussionsgrundlage - für eure weiteren Treffen....;-)
Auszug aus Virus-Porträts 2007/08

Autoren: Norbert Stäuber, Mathias Ackermann
File Info: TPT22:VorlesungPortrats0203.doc

BTV Blauzungenkrankheit - Bluetongue
Disease

Die Blauzungen Krankheit oder Bluetongue disease (BT) ist
eine durch blutsaugende Arthropoden übertragene, saisonal
auftretende, nicht-kontagiöse Infektionskrankheit der Schafe,
Kühe, Ziegen und anderer Wiederkäuer. Sie ist verursacht
durch ein doppelsträngiges RNS Orbivirus (Bluetongue Virus,
BTV) (orbis = lat. Ring, Kreis) aus der Familie Reoviridae,
und ist charakterisiert durch Fieber, Hämorrhagien und
Oedeme.
Besonderheiten:

Empfänglich für BTV sind Wiederkäuer, Schafe sind am
empfänglichsten, Kühe, Ziegen und Wildwiederkäuer sind oft
nur inapparent infiziert, können aber als Reservoir des Virus
dienen. Je nach Virulenz des Virustyps und Rasse des
befallenen Tieres entwickeln sich mehr oder weniger starke
Symptome. BTV wurde nur einmal aus Nagetieren isoliert,
aber experimentell sind diese empfänglich für die Infektion.
Drastisch erweitert hat sich das Wirtsspektrum 1994, als in
den USA nach einer Serie von Aborten und Todesfällen bei
tragenden Hündinnen das BTV als Ursache erkannt wurde.

In einer anschliessenden Untersuchung wurde auch eine
natürliche Infektion von afrikanischen Carnivoren mit BTV
festgestellt.
Im August 2006 tranten im Maastrichter Zipfel der
Niederlande Dutzende von Fällen der Blauzungenkrankheit
beim Schaf auf. Später wurden auch Fälle bei Schafen und
Rindern in den Nachbarländern (Belgien, Deutschland,
Frankreich) auf. Die Epidemiologie dieser Ausbrüche ist noch
nicht geklärt. (eventuell Mücken aus Frachtflugzeugen von
Maastricht?).

Geschichte:

BT als Krankheitsbild wurde das erste Mal 1881 beschrieben
als epizootischer Katarrh der Merino-Schafe. 1905 wurde der
Namen Bluetongue für dieses Syndrom gegeben, und 1906
wurde durch Resultate aus Filtrationsversuchen die virale
Natur der Krankheit postuliert, und vermutet, dass das
saisonale Auftreten mit einem Insekten-Vektor
zusammenhängen könnte. 1934 wurde dann das infektiöse
Agens aus Aedes-Mücken isoliert, und 1944 fanden erste
Übertragungsversuche von infizierten Mücken auf Schafe statt.
Kurz nach den Filtrationsversuchen und somit der Klärung der
Natur des infektiösen Agens wurde mit Impfversuchen
begonnen.
1908 wurde beschrieben wie das infektiöse Agens nach
mehrmaliger Passage in Schafen offenbar an Virulenz
einbüsste und als attenuierter Impfstoff verwendet werden
konnte. Dieser Virusstamm diente für über 40 Jahre als
Impfstoff, mit weltweit über 50 Millionen verimpften Dosen.

Verbreitung:

BTV tritt entsprechend dem Verbreitungsgebiet des Vektors,
blutsaugende Stechmücken der Gattung Culicoides
(Stechgnitzen), in einem Gürtel nördlich und südlich des
Aequators auf, zwischen 50°N und 30°S in Amerika und
zwischen 40°N und 35°S in Europa, Afrika, Asien und
Australien auf. Gebunden an den Entwicklungszyklus des
Vektors tritt BTV saisonal auf. Seit der ersten Beschreibung in
Süd-Afrika hat BTV sich kontinuierlich weltweit ausgebreitet,
mit Ausbrüchen auf der iberischen Halbinsel in den Jahren
1956-60.
Bis 1977 galt Australien frei von BTV, im Rahmen von
epidemiologischen Untersuchungen wurde dann aber das Virus
aus Mücken isoliert, und bis heute acht Serotypen identifiziert.
Allerdings wurden nie klinische Ausbrüche der Krankheit in
Schafen registriert.
Seit 2006 Ausbrüche von BTV in NL, Belgien, Deutschland
und Frankreich.

Erreger:

Das Blauzungen- oder Bluetongue Virus (BTV) ist das am
besten untersuchte Virus, und somit das Prototypvirus, des
Genus Orbivirus. Zusammen mit den Genera Reovirus,
Rotavirus und Coltivirus ist es in der Familie Reoviridae
eingeteilt.
Nah verwandte Viren sind das Virus der Afrikanischen
Pferdepest (AHSV), das Virus der epizootischen
hämorrhagischen Krankheit der Hirsche (EHDV) oder das
Ibaraki Virus der Kühe und Hirsche. Es existieren weltweit 24
verschiedene Serotypen des BTV, welche in regionale
Gruppen eingeteilt werden können.
Die Struktur eines Partikels sowie die Lokalisation von
Proteinen wurde gezeigt durch Kristallisation von Proteinen
(VP7 bei einer Auflösung von 2.5 Angström), durch
Röntgenstrahlen-Analyse und kryo-elektronenmikroskopische
Aufnahmen und dreidimensionale Analyse bis zu einer
Auflösung von 28 Angström. Ein Viruspartikel ist etwa 80 nm
gross, ist unbehüllt, und besteht aus einer diffusen äusseren
Proteinschicht gebildet von den zwei Proteinen VP2 (180
Moleküle) und VP5 (120 Moleküle). Ein Core mit
ikosahedrischer Symmetrie wird gebildet von 780 Molekülen
des Proteins VP7, die in 260 Trimeren angeordnet sind, sowie
dem darunterliegenden Protein VP3. Darin eingeschlossen sind
die Proteine VP1, VP4 und VP6 und die 10 Segmente
doppelsträngiger RNS (dsRNS). Zusätzlich kommen in
infizierten Zellen mindestens drei Nicht-Strukturproteine vor,
NS1, NS2 und NS3.
Das Genom mehrerer Serotypen ist komplett sequenziert (10
Segmente ergeben total etwa 20'400 Basenpaare). Jedes
Segment kodiert für ein Protein. Mittels Expression in
verschiedenen rekombinanten Systemen (wie dem
Baculovirussystem) können alle viralen Proteine synthetisiert
werden. Dies erlaubt das strukturelle und funktionelle Studium
der einzelnen Proteine oder mehrerer zusammen gleichzeitig.
Bei simultaner Synthese der Strukturproteine bilden diese leere
Viruspartikel, entweder nur Core-ähnliche Partikel (VP7 und
VP3) oder Virus-ähnliche Partikel (VP7, VP3, VP2 und VP5),
die keine Nukleinsäure enthalten, aber ansonsten den natürlich
vorkommenden Virus-Partikeln identisch sind. Dies wiederum
erlaubt ein weitergehendes Studium des Virus. Zusätzlich
wurde gezeigt, dass diese leeren Viruspartikel ein potenter
Impfstoff sind.


Das Virus ist stabil in lipid-haltigen Lösungsmitteln sowie in
nicht-ionischen Detergenzien. Monovalente und divalente
Kationen können die äussere Proteinschicht destabilisieren,
dies ist pH-abhängig. Virus-Partikel sind am stabilsten bei
einem pH zwischen 8-9, wogegen Core-Partikel stabil sind bis
zu einem pH von 5.
Nicht-gereinigte Partikel in infizierten Zellen sind stark
assoziert mit dem Zellskelett und bei niederen Temperaturen
über lange Zeit extrem stabil.


Virusvermehrung und
Genexpression:

Viele Details des Replikations-Zyklus von BTV und Orbiviren
sind noch unbekannt, es wird aber angenommen, dass die
grundlegenden Mechanismen bei den Reoviridae ähnlich sind.
Allerdings kommen bei Orbiviren, die sich, im Gegensatz zu
Rotaviren und Reoviren, auch in Arthropoden vermehren,
strukturelle und funktionelle Besonderheiten vor. Der gesamte
Replikations-Zyklus spielt sich im Zytoplasma ab.
Die Adsorption an Zellen wird durch das Protein VP2
vermittelt, und es wird angenommen, dass zelluläre
Rezeptoren für die Bindung verantwortlich sind. Bis heute
wurden jedoch diese Rezeptoren nicht identifiziert. Das Core-
Protein VP7 spielt wahrscheinlich auch eine Rolle bei der
Bindung, da dieses Protein ein RGD-Motiv (Arginin-Glycin-
Asparaginsäure) aufweist, wie es zum Beispiel auch beim
Maul-und Klauenseuche Virus gefunden wird.
Kapitel, Arboviren, Bluetongue

Die Penetration des BTV ins Zellinnere geschieht durch
Endozytose. Durch Verschmelzung mit Lysosomen und
entsprechendem Abfall des pH werden die zwei Proteine VP2
und VP5 abgebaut und übrig bleibt der Core-Partikel. Dies
führt zu einer Aktivierung der Transkription des viralen
Genoms. Core-Partikel werden dann ins Zytoplasma entlassen,
wo die Transkription beginnt. Der Core-Partikel bleibt im
Zytoplasma intakt. Es gelang nie, nackte dsRNS von dsRNSViren
im Zytoplasma nachzuweisen. Zelleigene Enzyme wie
die Protein Kinase werden über dsRNS effizient aktiviert. Über
nachfolgende Enzym-Kaskaden wird die Produktion von
antiviralen Substanzen wie Interferon oder RNasen oder
Mechanismen wie Apoptosis ausgelöst. Daher ist es für die
Viren wichtig, dass keine freie dsRNS in Zellen vorkommt.
Verschiedene Viren haben verschiedene Strategien entwickelt,
um gegen die zelluläre Antwort gewappnet zu sein. Virale
dsRNS-bindende Proteine wie NS2 bei BTV sind eine weitere
Möglichkeit, die durch dsRNS induzierten antiviralen
Mechanismen der Zelle zu verhindern.
Messenger-RNS (mRNS) aller 10 Segmente, welche
methyliert ist und am 5'-Ende ein Cap-Stuktur besitzt, wird
innerhalb des Core-Partikels synthetisiert. Der negative Strang
der viralen dsRNS dient dabei als Original für die Ablesung.
Die mRNS wird aus dem Core ausgeschleust und virusspezifische
Polypeptide und Proteine werden durch Translation
am Endoplasmatischen Retikulum synthetisiert. Solche Peptide
sind schon nach 2-4 Stunden nach Infektion in der Zelle
nachweisbar. Die Bildung von Virus-Einschlusskörperchen
in der Zelle ist ein Hinweis auf den Zusammenbau von neuen
Virus-Partikeln.
Dabei scheint mRNS von viralen Proteinen gebunden und in
neu geformten Core-Partikeln dann zu dsRNS synthetisiert zu
werden. Ebenso kommen im Zytoplasma Tubuli vor,
zylindrische Stücke des viralen Proteins NS1, dessen Funktion
jedoch unbekannt ist.
Neu zusammengesetzte Viruspartikel, ebenso wie
Einschlusskörperchen und Tubuli sind alle sehr eng assoziert
mit dem Vimentin-reichen, intermediären Filament-Netzwerk
des Zytoskeletons.
Die Freisetzung der kompletten Viruspartikel erfolgt dann
entweder durch Budding oder durch Lyse der infizierten Zelle.
Das Nicht-Strukturprotein NS3 scheint bei der
Virusausschleusung aus der intakten Zelle eine Rolle zu
spielen.

Durch das segmentierte Genom von BTV besteht die
Möglichkeit, dass bei einer Koinfektion verschiedene
Virustypen reassortieren. Dieser Mechanismus für eine
genetische Shift und Evolution von Viren ist auch von anderen
segmentierten Viren bekannt. Im Zeitalter vor der
Sequenzierung von Nukleinsäuren und RNS Translations-
Studien wurde diese Fähigkeit der Reassortierung genutzt, um
die Kodierung der verschiedenen Segmente und die
Funktionen der entsprechenden Proteine herauszufinden.
In Feldinfektionen können oft gemischte Populationen von
Viren isoliert werden. Es können im selben Wirt somit
antigenetisch verschiedene Viren auftreten. Dabei ist die
Reassortierungs-Rate im Insekten-Vektor viel höher als im
Vertebraten-Wirt. Es bestehen auch Unterschiede in der
Reassortierungs-Rate der verschiedenen Segmente. Trotzdem
dass diese Reassortierung mit relativ hoher Frequenz
vorkommt, scheint die genomische Zusammensetzung der
verschiedenen Orbivirus-Stämme relativ konstant über längere
Zeiträume, bedingt durch möglicherweise inkompatible
Reassortanten oder Reassortanten mit niedrigerer
Kompetitivität als Wildtypen.

Epidemiologie:

Blutsaugende, infizierte Arthropoden übertragen das Virus bei
ihrer Mahlzeit auf empfängliche Vertebraten. Während der
Virämie dient dann ein infiziertes Tier als Virusquelle für die
Infektion weiterer Arthropoden, womit sich der Zyklus
schliesst. Stechmücken der Gattung Culicoides sind die
biologischen Vektoren für BTV, in welchen das Virus
repliziert. Im Vektor ist eine vertikale, transovarielle
Übertragung des Virus möglich. Das Virus kann auch in diesen
Vektoren überwintern. In verschiedenen geographischen
Regionen dienen unterschiedliche Spezies als Haupt-Vektoren.
Selbst innerhalb einer Spezies treten individuelle Unterschiede
bezüglich Vektor-Kompetenz und -Kapazität auf.
Über das Vorkommen von potentiellen Vektoren in Europa
liegen nur wenige Studien vor. Weltweit gibt es über 1000
Spezies der Gattung Culicoides, aber nur 8 Spezies sind
kompetente Überträger von BTV. Experimentell wurde eine
Virusübertragung durch in Grossbritannien heimische
Culicoides spp. gezeigt. Mehrere Culicoides spp., darunter ein
Hauptüberträger von BTV und Afrikanischer Pferdepest,
Culicoides imicola, sind im Mittelmeerraum heimisch, wie
weit nördlich sich deren Lebensraum erstreckt ist jedoch nicht
genau bekannt.
Weiter wurde BTV aus Zecken isoliert. Auch eine
experimentelle biologische Übertragung durch Zecken
(Ornithodurus spp.) wurde nachgewiesen. Ebenso ist eine rein
mechanische Übertragung von BTV durch blutsaugende
Arthropoden oder auch iatrogen möglich.
Eine Voraussage über das Auftreten von BTV und anderen
Arboviren könnte durch Identifizierung potentieller Vektoren,
deren notwendigen klimatischen Lebensbedingungen sowie
durch Analyse von genetisch kompetenten Vektoren verbessert
werden.
Andere Möglichkeiten der Übertragung von BTV wurde
gezeigt durch inifzierten Samen von virämischen Stieren zur
künstlichen Besamung , jedoch offenbar nicht beim
Embryotransfer, weder von der Spender-Kuh auf die
Embryonen noch von Embryonen auf die Empfängerkühe.
Andrerseits wurde eine transplazentare Übertragung bei
Kühen gezeigt, verbunden mit teratogenen Erscheinungen.
Beim Schaf ist eine intrauterine Übertragungsweise belegt.

Pathogenese:

Nach Infektion vermehrt sich das Virus vorerst in regionalen
Lymphknoten sowie eventuell Tonsillen und Milz, bevor es zu
einer Virämie kommt. Das Virus scheint dabei sehr eng
assoziert mit verschiedenen Blutzellen. Dabei werden in
Erythrocyten-Fraktionen höhere Titer gefunden als im Buffy
coat. Experimentell können T-Lymphozyten Kulturen langzeitinfiziert
werden.
BTV hat eine Affinität zu Endothelzellen, vor allem der
kleinen Blutgefässe und Kapillaren. Mit Immunfluoreszenz
wurde gezeigt, dass dies vor allem Gefässe der Epithelien
betrifft. Ischämische Läsionen der Epithelien folgen den
primären viralen Entzündungserscheinungen. Mechanischer
Stress in Maul und nasolabialer Gegend sowie sekundär
bakterielle Infektionen beeinflussen das Ausmass dieser
sekundären Veränderungen.
Im weiteren Verlauf der Krankheit sind pathologischanatomisch
Kongestion, Oedeme und Hämorrhagien zu finden.
Dies betrifft vor allem subkutanes Gewebe, den Digestions-
Trakt, das kardiovaskuläre und respiratorische System sowie
Lymphknoten, Milz und Nieren.

Klinik:

Viele Wiederkäuer sind empfänglich für BTV, die klinischen
Erscheinungen kommen jedoch primär beim Schaf vor. Dabei
scheinen die in endemischen Regionen vorkommenden Rassen
weniger empfindlich als importierte, europäische Rassen.
Ebenso beeinflusst die Virulenz der verschiedenen Serotypen
die Ausprägung der Symptome. Die Morbidität kann bis 50%
betragen, die Mortalität variiert und kann von 0%-70%
erreichen.
Oft verläuft die Krankheit symptomlos oder nur mit einer
Temperaturerhöhung. Bei der akuten Form treten klinische
Erscheinungen nach einer Inkubationszeit von 3 bis 7 Tagen
mit dem Höhepunkt der Virämie auf. Hohes Fieber über 6 bis
8 Tage, Dyspnoe, Hyperämie der Kopfschleimhäute, sowie im
weiteren Verlauf eitrige Rhinitis und Lippen- und
Zungenödem mit Blaufärbung der Zunge, das der Krankheit
den Namen gab, können beobachtet werden. Daneben treten
Ulzera und Erosionen der Schleimhäute auf. Mit beginnender
Heilung der nasalen und oralen Läsionen können sich
Pododermatitiden entwickeln. Die epithelialen Läsionen von
Maul und nasolabialer Gegend können chronisch werden, mit
Ulzerationen und Sekundärinfektionen die zu Nekrosen führen.
Bei Jungtieren treten Diarrhöen auf und die Mortalität ist sehr
hoch.
Bei subakutem Verlauf finden sich ähnliche, aber weniger
ausgeprägte Symptome. Im Verlauf von intrauterinen
Infektionen entstehen Fetopathien wie Hydrocephalus,
Nekrosen, Verkürzung der Gliedmassen und Aborte.
Beim Rind ist die Morbidität geringer und die Mortalität klein,
der Verlauf der Krankheit oft symptomlos, die Erscheinungen
ansonsten ähnlich aber milder, mit Lippenödem, Speichelfluss,
Nasenausfluss und Inappetenz.


Immunreaktion:

Die zelluläre Immunreaktion ist schlecht untersucht und
charakterisiert. Die humorale Immunantwort kann eingeteilt
werden in Serotyp-spezifische und Serogruppen-spezifische
Antwort.
Die humorale Immunantwort bewirkt einen Abfall des
Virustiters im Blut, scheint aber die virale
Antigenkonzentration im Gewebe nicht zu beeinträchtigen.
Andrerseits wird das Virus offenbar nicht vollständig aus dem
Blut eliminiert. Sowohl neutralisierende Antikörper wie auch
Virus können bis zu 28 Tagen im Blut nachgewiesen werden.
Dabei ist es möglich, dass das Virus sich entweder in den
Zellen aufhält oder durch kleine antigenetische Unterschiede
des Partikels der humoralen Immunantwort temporär zu
entgehen vermag.
Virus-Neutralisations Tests sind das wichtigste Werkzeug zur
Bestimmung des Serotyps. Neutralisierende und auch
hämagglutinierende Antikörper sind gegen Epitope auf dem
Protein VP2 gerichtet. Gruppen-spezifische Antikörper sind
vor allem gegen VP7 gerichtet. Das Vorkommen von Virusneutralisierenden
Antikörpern korreliert sehr gut mit einer
protektiven Immunität gegen den homologen Virustyp.
Passive Immunität durch Antikörper im Kolostrum schützen
das Lamm für ungefähr sechs Monate. Tragende Auen sollten
allerdings in der frühen Trächtigkeit nicht geimpft werden
wegen möglichen teratogenen Auswirkungen.
Der Lebendimpfstoff sollte in nicht-endemischen Gebieten
während der Vektor-Saison nicht verwendet werden, da das
Virus infektiös ist für den Vektor.

Prophylaxe:

Die Schutzimpfung mit lebend attenuierten Impfstoffen wird in
endemischen Gebieten durchgeführt. Zur Verhinderung der
Verschleppung der Krankheit in seuchenfreie Gebiete sind
seuchenpolizeiliche Massnahmen (und deren Einhaltung) von
höchster Wichtigkeit.

Diagnose:

Die Diagnose kann gestellt werden einerseits aufgrund der
klinischen Symptome, dem regionalen und zeitlichen
Auftreten, sollte aber andrerseits aufgrund der möglichen
Verwechslung mit anderen Krankheiten unbedingt bestätigt
werden durch eine Labordiagnose.

Labordiagnose:

Virusisolation ist möglich durch Inokulation von Schafen,
embryonierten Hühnereiern, intracerebrale Inokulation von
Babymäusen oder direkte Adaptation des Virus an Zellkulturen
von Säugetier- oder Insektenzellen.
Die Identifizierung des Virus erfolgt mittels KBR, IIF, ELISA,
EM, Hybridisierungsmethoden und PCR.
Zur Erhöhung der Sensitivität des für lange Zeit einzigen
diagnostischen Tests, der Inokulation von Schafen, wurde die
sogenannte "blood autograft technique" verwendet. Es wurde
festgestellt, dass diese Technik die einzig verlässliche war, um
Virus von persistent infizierten Bullen nachweisen zu können.
Die Methode bestand darin, dass dem Schaf, das mit
Probenmaterial des zu testenden Bullen inokuliert wurde, am
5. bis 8. Tag nach Inokulation eine gewisse Menge Blut aus
der Vena jugularis entnommen wurde. Dieses Blut wurde dann
umgehend demselben Schaf subkutan am Hals injiziert, was
offenbar zu einer Aktivierung des Virus führte. Eine Erklärung
für dieses Phänomen wurde bisher nicht gefunden.
Der Antikörpernachweis geschieht mittels gruppenspezifischen
Tests wie KBR, IF, Agargel Präzipitation, ELISA, und
typenspezifischen Tests wie HHT und SNT.

Differentialdiagnose:

Mucosal disease/Virus Diarrhö, Infektiöse bovine
Rhinotracheitis, Bösartiges Katarrhalfieber, Maul- und
Klauenseuche, Vesikuläre Stomatitis oder andere Stomatitiden,
Orf.

Untersuchungsmaterial:

Zur Virusisolation ist Heparin-Blut von virämischen Tieren
geeignet. Es wurde gezeigt, dass Blutzellen das beste Material
zur Isolation von Virus sind. In Erythrocyten findet man die
höchsten Virustiter über die längste Zeitperiode. Virus kann
auch isoliert werden aus dem Samen von Bullen.
Neutralisierende Antikörper treten ab dem 6-14 Tag nach
Infektion auf und können im Serum nachgewiesen werden,
ebenso wie gruppenspezifische, nicht-neutralisierende
Antikörper.


Therapie:

Es gibt keine Virus-spezifische Therapie.


Staatliche Massnahmen:

Vorschriften des Internationalen Tierseuchenamtes in Paris
(Office international des Epizooties, O.I.E.) und des
Bundesamtes für Veterinärwesen sind massgebend (O.I.E.
Animal health code; Tierseuchenverordnung).


bioschurl antwortet um 02-12-2008 17:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Danke Kohelet!
Hier der link zu deinen reinkopierten 10 (!) A4 seiten: http://www.vetvir.uzh.ch/Lehre/pdf_files/HS07Portrats.pdf
Dann brauchst du nächstes mal nicht wieder ein Forum praktisch "lahm" legen.
Den Text hab ich schon vor einigen Tagen gelesen; gibt mit den vielen Konjunktiven und anderen Unsicherheiten eigentlich ganz einige Antworten und hat mich nur noch mehr verunsichert.....
Nur auf meine oben gestellten Fragen hab ich noch keine Antworten; willst oder kannst du diese nicht beantworten (bitte, wenn´s nicht zu viel verlangt ist mit deinen Worten)?

Übrigens zur Info für alle:
Donnerstag Vormittag: Alle Impftierärzte auf die BHs und Impfstoff abholen - kurze Einschulung und: "Sofort mit Impfen beginnen - bis 15.(!!) Dezember 1. Durchgang abschließen! Keine Diskussionen, keinen Aufschub gewähren, keine Ausnahmen ....
und Nebensatz eines Amtstierarztes: Jetzt haben wir den Impfstoff schon da, jetzt werden wir ihn auch vertun bevor er abläuft....

Man hat also aus der Vogelgrippe gelernt ...
Schon irgendwie beängstigend solche Vorgangsweisen, warum bloß dieser Streß (mitten im Winter)????
der orf schläft scheinbar auch nicht: morgen 7:45 oö regional
und abends im TV


Kohelet antwortet um 02-12-2008 22:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Hallo Bioschurl,

Im Grunde möchtest du ein „Kreuzgutachten“ ein sogenanntes „Peer-Review“ über die BTV- Impfung.
Es ehrt dich, oder auch andere hier - so wissenschaftlich analytisch vorzugehen, aber hier schießt ihr im wahrsten Sinne des Wortes – mit Kanonen auf Mücken.

Wir wären oft froh in der Human-medizinischen Forschung nach einer Pivotal Studie ein Peer-Review lesen zu können, aber schon hier scheitert es an „Transparenzsponsoring“.

Seid ihr mit all den anderen „verwendeten Medikamenten“ auch so kritisch. Traut ihr euch in euren 100.000 Euro Trecker ein Öl zu schütten ohne vorher das „Peer-Rewiew“ der API – Klassifizierung des Öles zu studieren.

Mal ehrlich, was sollen ein Landesveterinär oder ein Amtstierarzt zur Virologie oder molekularen rekombinanten Impfstofferzeugung schon sagen ?

Diese Herren haben den Auftrag für dies Tiergesundheit ihres Landes zu sorgen, das richtige zu tun, und das falsche ausmerzen.
Mit „Insiderwissen“ hier um sich zu schlagen ist naiv – weil weder der Vortragende noch der Zuhörer es verstehen.

Das Peer-Review sind die Millionen Rinder und Schafe die inzwischen geimpft wurden.
Die Aus- und Unfälle sind minimal geblieben, eher hat die Zwangsimpfung die Sensibilität und Wahrnehmung der Bauern selbst auf Krankheitsfälle zur Impfzeit mobilisiert.
Aber eine Desaster ist nirgends aufgetreten, und ihr - als fast Schlusslicht der Impfung werdet in 2 Monaten darüber lachen. Ich werde nachfragen hier im Forum !!

Die Immunisierungszeit bei der BTV-Impfung geträgt meines Wissen´s nach über 20 Tage.
Die „sogenannten Unglücke und Ausfälle“ passieren fast immer unmittelbar danach, da hat noch keine Attenuierung oder Stimulierung durch die Zellwand stattgefunden...

Ein Inaktiver Impfstoff induziert ja eine Immunantwort des Körpers wobei letztendlich Antikörper als wichtigste Effektoren des Immunschutzes funktionieren. Impfen ist kein „Lottogewinn“ aber auch kein „Himmelfahrtskommando“ jeder 100 000 verliert mal.

Ich bin keine Tierärztin, diesen Titel hast du mir verliehen. Ich war jahrelang für die Humanmedizin mit serologischer Titer-Nachweis beschäftigt, also ein bischen Ahnung von Labortechnik habe ich schon. Zur Zeit habe ich meinem Beruf karrenziert und pflege meine Mutter. Ein guter Bekannter von mir ist Tierarzt für Großvieh, daher kenn ich die Problematik etwas genauer.


Fadinger antwortet um 02-12-2008 23:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Hallo!

.... bis 15. Dezember ??? Ob die sich da nicht ein bischen viel vorgenommen haben? Naja, das Jahr steht eh nicht dabei ... ;-)
Weil um diese Zeit wird vielerorts im Wald gearbeitet, also ist niemand zuhause. Und seit sich AMA-Kontrolleure, Tierrechtler und anderes Gesindel rumtreibt, ist immer zugesperrt, zumindest bei mir. Wäre natürlich gut, zu erfahren, wer wann wo unterwegs ist, damit man sich darauf einstellen kann .... ;-)
Jedenfalls halte ich es für unverantwortlich in praktisch BTV-freie Bestände den (zwar inaktiven) Erreger einzubringen und dadurch den Nachweis der BTV-Freiheit erheblich zu erschweren, bzw. fast unmöglich zu machen. Hier wird blos Feuer mit Feuer bekämpft. Das Prinzip der "Verbrannten Erde". Damit mein Haus nicht in die Hände des Feindes fallen kann, zünde ich es selber an ??? Oder es wir mir behördlich angezündet ???
In diesem Sinne: "Gebt Brandstiftern keine Chance!"

Gruß F

naturbauer antwortet um 03-12-2008 09:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Während hier wegen der Blauzungenimpfung gestritten wird, hat Tirol mit TBC Probleme.
Gewessler wird seinen Bauern im Ernstfall dann schon denen ihren Schaden bezahlen, wenn er schon gegen eine Impfung ist. Ich möchte nicht der sein, beim man den Stall dann evtl. ausräumt.

Kohelet, mich stört ganz gewaltig, dass " ihr" für einen Impfschaden nicht gerade stehen wollt und müßt. Wir müssen mit unserer Ware auch gerade stehen.

Obwohl ich ein absolut überzeugter von der Homöopathie bin, bin ich durchwegs FÜR Impfungen.



Kicki antwortet um 03-12-2008 17:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Hallo Grasi,

ich finde es toll das sich viele Gedanken über diese "Institution" (Pharma.....mafia...)machen.
Wir müssen uns zusammen tun und gemeinsam dagegen vorgehen. Habt ihr schon Erfahrung mit der Impfung oder mit geimpften Betrieben?

Bitte melde dich denn auch wir sind absolute Impfgegener.

akut antwortet um 03-12-2008 19:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
das hab ich dem Fih geschrieben:



An die Geschäftsleitung des FIH

Möchte meine Besorgnis über die Verpflichtung zur Blauzungenimpfung ausdrücken!
Glaube auch, mich ausführlich über diese Materie informiert zu haben. Ich akzeptiere auch, dass es Befürworter und Gegner gibt. Verweise auf sehr gegensätzliche Aussagen von Fachleuten(Tierärzte, Wissenschafter)!
Das größte Übel scheint mir die verpflichtende Impfung zu sein. Der Tierbesitzer hat all seine Rechte verwirkt, allein das Recht die Tierhaltung aufzugeben bleibt dem Bauern.Was ist ein Impfschaden, wann ist ein Tier mehr oder weniger krank oder gesund? In welcher Weise wurden Entschädigungen geregelt? Wie ist eine Beweisführung möglich und viele andere ungeklärte Fragen.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, wenn überhaupt, wie Entschädigungen aussehen.
Im Zweifelsfall bleibt der Schaden immer beim Bauern, der Gewinn bei den Tierärzten und Pharmafirmen!

Vom FIH hätte ich mir mehr Besonnenheit erwartet!

Ns:
Werde mich der amtlichen Gewalt natürlich nicht widersetzen. Könnte ich als Betriebsführer entscheiden, würde ich nicht impfen lassen



frederic antwortet um 03-12-2008 19:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Hallo, auch ich werde die Impfung für alle trächtigen Kühe und Kalbinnen verweigern!
Denn wenn es dem Tierarzt zu riskant ist, einen Stier zu impfen, dann ist es mir zu riskant ein trächtiges Tier zu impfen. Denn bei einem Abort hat man praktisch keinen Cent Anspruch auf Schadenersatz aus der Seuchenkasse zu erwarten, sondern nur bei Tod!
Und jeder weiß, daß ein Abort in der mittel- bis hochtragenden Zeit meistens die Schlachtung der Milchkuh zur Folge hat, denn ohne Kalb keine Milch.
Unsere Kühe sind unser Kapital, unsere Existenzgrundlage, und die setzen wir nicht so leichtfertig aufs Spiel!

Meinung von Vollblutmilchbauer frederic


ACHTUNG HOMOÖPATHIEBEITRAG !!! Bitte NICHT LESEN, wenn sie von der Wirkungslosigkeit dieser Arzneien überzeugt sind!

An alle Freunde der Homoöpathie!

Zur anstehenden Blauzungenimpfung stellt uns die Homoöpathie einige gute Mittel zur Verfügung:

1. THUJA D30: am Tag der Impfung, event. einen Tag danach.
Tierärzte die Rinder und Schweinebesamungsanstalten betreuen, berichten nach Bestandsimpfungen immer von katastrophalen Spermaqualitäten. Thuja entschärft diese Nebenwirkungen. Auch wir verwenden bei uns und unseren Kindern Thuja vor und nach Impfungen mit gutem Erfolg.

2. LEDUM D12: gegen jede Art von Stichverletzungen, unmittelbar nach der Impfung. Thuja und Ledum sorgen dafür, das die Impfstelle nicht schmerzt, entzündet und verhärtet.

3. BELLADONNA D30: Gegen jede Art von Entzündungen und Vergiftungen, 1 x täglich 3 Tage lang, am besten abends ab 20 Uhr. Belladonna kann Euterentzündungen und hohes Fieber verhindern. Kurzes, hohes Fieber könnte auch die Ursache von Abortus sein(kennen wir bei einer bestimmten Form der Rindergrippe mit Verwerfen in der 29. und 36.Trächtigkeitswoche), Fieber- weil kurzfristig- das nicht erkannt wird!

So das wars!
Ich werde es genau so machen, und bin überzeugt, das es klappt.
Und noch was: In der Zeit nach der Impfung werden unsere Tiere nochmehr Familenanschluß haben als sonst!
Im Falle einer Nachahmung meiner Homoöpatischen Behandlung muß ich doch sehr darauf hinweisen, das das Risiko eines Erfolges natürlich jeder selber trägt! ggg

LG frederic

biolix antwortet um 04-12-2008 08:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Danke Frederic !

wisst ihr schon das es für Boxenstiere keine Impfpflicht gibt ????

bei und im Dorf macht das bei über 300 Stiere und so unter 100 Kühen eine tolle Durchimpfrate aus...

lg biolix

p.s. was ist wirklich mit der Kuh in Schärding passiert, warum wurde sie gschlachtet, obwohl die Krankheit nicht ausgebrochen war.. warum hat man sie nicht als "Probetier " in Quarantäne weiter beobachtet ? etc.

naturbauer antwortet um 11-12-2008 12:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Mittlerweile sind 14 Tage seit der zweiten Impfung vergangen, habe keine Schäden zu beklagen.
Mir stellt sich die Frage, ob nur ein wirklich gesunder Milchviehbestand die Impfung schadlos überstehen kann?
Gesund ist nach H. nicht gleich gesund! Denke, dass meistens eine zurück gedrängte, aber nicht wirklich ausgeheilte Mastitis wieder hervorbricht


walterst antwortet um 11-12-2008 13:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Über die Ausnahmen von der Impfung geistern auch seitens der Behörde und der Veterinäre verschiedene Versionen herum mit haarsträubenden Differenzen. Als Beispiel aus einem Merkblatt der OÖ Behörde, die in totalem Gegensatz zu den Infos steht, die vor den Bauern in meinem Bezirk (Stmk.) berichtet wurden. Ein Kumpel von mir wurde gestern von seinem Tierarzt informiert, dass eh alles nur freiwillig sei, aber die Teirärztebesprechung kommt erst.

Während in OÖ auf eine "Vektorfreie Zeit" Bezug genommen wird (außerhalb der Flugzeit der Gnitzen), wird in der Steiermark davon geredet, dass es diese Vektorfreie Zeit gar nicht gibt und die Gnitzen auch im Winter aktiv sind.

Angesichts dieser Differenzen bei den Informationen finde ich es eine bodenlose Sauerei, die unsicheren Bäuerinnen und Bauern, die sich erst einmal gründlich informieren wollen, mit Androhungen von Anzeigen und ähnlichem unter Druck zu setzen.

Aus dem Merkblatt der OÖ Gesundheitsbehörde:

Impfung:

Die Impfung wird gemeindeweise von einem von der Bezirksverwaltungsbehörde beauftragten Tierarzt durchgeführt.
Zu impfen sind grundsätzlich alle Rinder ab dem Alter von 3 Monaten und alle Schafe und Ziegen ab dem Alter von 4 Wochen. Es soll versucht werden, einen möglichst hohen Durchimpfungsgrad der für BT empfänglichen Tierarten zu erreichen, ohne Tiere unnötigerweise zu impfen, die ohnehin vor der nächsten relevanten Flugzeit der Vektoren (bzw. Ende des Impfzeitraumes) einer Schlachtung zugeführt werden oder in Drittstaaten gemäß den bilateral getroffenen Vereinbarungen exportiert werden. Es wird daher toleriert, dass diese einzelnen Tiere, falls dies dokumentiert wird, einstweilen von der Impfung ausgenommen werden.......
.........Ebenso können Maststiere und Mastochsen in Boxenhaltung sowie bereits erwähnte Zuchttiere, die bis zum Ende des Impfzeitraumes (31.März 2009) für den gesicherten Export in ein Drittland gemäß den bilateral getroffenen Vereinbarungen vorgesehen sind von der Impfung ausgenommen werden


krampus antwortet um 10-01-2009 08:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Achtung!
Heute 10.1. 09 in St.Georgen am Steinfeld ( Nähe St. Pölten!)

Beginn 10Uhr beim Kirchenwirt!

Für alle Betroffenen - Konsumenten und Bauern!

Angeblich war gestern abend in Krumbach in der Buckligen Welt bei der gleichen Veranstaltung die Hölle los!

Ich kann Dir nur Eines sagen:

Da fahren einige über uns drüber mit der Impferei ohne zu achten ob der Impfstoff überhaupt geeignet ist und auch Schäden anrichtet.

Der Bioverband steht untätig und hilflos daneben! Siehe das laxe Verhalten gestern bei der Vorstandsitzung!!

biolix antwortet um 10-01-2009 09:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Morgen !

ich hab gestern ein Biobäuerinn aus dem Waldviertel am telefon gehabt, die ist überhaupt die einzige die in ihrem Dorf impfen sollte, weil sie hat 15 Kühe udn nachzucht, und sonst gibts nur ca. 150 Boxenstiere... sie wird aus diesem grudn auf keinen Fall impfen, auch weil sie sonst 20 Bedenken gegen die Impfung hat... falls sie bestraft wird geht sie bis zum obersten gerichtshof... es gibt schon tolle BiobäuerInnen ;-))

lg biolix

helmar antwortet um 10-01-2009 09:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Hallo Krampus...bist du auch im Juni in Krumbach gewesen als es um den Milchstreik gehen sollte und dieser knapp vor Beginn der Versammlung abgebrochen wurde......ich denk halt wer "heiss" ist, wirds bei jeder Gelegenheit sein....
mfg, helmar

krampus antwortet um 10-01-2009 09:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nein Helmar, war ich nicht!
Warst Du in Krumbach gestern, wie war es wirklich?

helmar antwortet um 10-01-2009 09:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Nein, hab ich mir erspart.........aber irgendwie kommt mir schon vor dass manche sich jetzt einen Ersatzfeind gesucht haben. Denn die Nachfrage nach Milch ist ja längst nicht so gross wie vor einiger Zeit.
Mfg, helmar

Fadinger antwortet um 10-01-2009 09:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Hallo!

@biolix,
ein bissl lax ist der Bioverband schon. Eine Organisation wie BA sollte nicht warten, bis die einzelnen Mitglieder etwas unternehmen sondern von sich aus tätig werden. Als Organisation wäre es sicher weniger problematisch rechtliche Unregelmäßigkeiten aufzudecken, als als Einzelperson. Möglichkeiten gäbe es genug, zB. die Zulassung eines nicht zugelassenen Impfstoffes per Verordnung. Hier könnte der Bioverband sehr wohl ein ordentliches Zulassungsverfahren einfordern.

Gruß F

biolix antwortet um 10-01-2009 10:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Lieber fadinger , lieber krampus !

da gibt es eben nicht nur eine Sichtweise :
1. Es besteht ein gesetzlicher Impfzwang
2. Tirol und Vorarlberg haben geimpft vor monaten und keine einzige Biobauerninnen stimme ist zu mir durchgedrungen das es porbleme gibt
3. GIbt es ind er Biobauernschaft eine Mehrheit gegen die Impfung ?
4. Ist es gut in der Öffentlichkeit alles wirklich so aufzubauschen oder den WEg im Hintergrund zu begehen um die berechtigten Bedenken durchzusetzten, wie gesagt in NÖ wir noch nciht geimpft...
5. Hat z.b. BA OÖ bei Beginn der Impfung gleich eine Stellungnahme heraus gegeben siehe unten und die wird lobbiiert...

wie gesagt, NÖ will ich nicht vorgreifen, aber wie helmine schreibt, scheint es sonderbar, aber andererseits wird in offiziellen Kammerveranstaltung schon wieder nach anrufen von beteiligten BäuerInnen bei mir, sehr starken druck auf Impfgegenern ausgeübt...


lg biolix

p.s. wie viel % der BA BiobauerInnen sind Bauernbund und LK Mitglieder, was tun die bez. Lobbiing ?

BIO AUSTRIA OÖ - Position „Blauzungenkrankheit und Pflichtimpfung“
Ende Oktober wurden bei einem Rind im Bezirk Schärding das Blauzungenvirus festgestellt.
Aufgrund dieses Falles wurde nun per Verordnung Nr. 396 vom 18. November 2008 des
Gesundheitsministeriums die verpflichtende Impfung angeordnet.
• BIO AUSTRIA OÖ ist über diese Pflichtimpfung unglücklich, weil zahlreiche Fragen vieler
unserer betroffenen Mitglieder bisher nicht ausreichend beantwortet werden konnten und
berechtigte Sorgen über mögliche Nebenwirkungen der Impfung bestehen. Der Impfstoff ist
noch nicht ausreichend in seiner Wirkung und seinen Folgewirkungen untersucht und die
flächendeckende Impfung in Österreich nimmt zu wenig Rücksicht auf Unterschiede in den
Beständen. Darüber hinaus ist unklar, ob Biobauern im Fall des Auftretens von Impfschäden,
die nur zum Teil im Tierseuchengesetz geregelt sind, Entschädigungen erhalten werden.
• Schon jetzt gibt es eine Reihe Ausnahmen von der Impfpflicht (Maststiere und –ochsen in
Boxen, Test- und Besamungsstiere, Beobachtungs-(„Sentinel-„)tiere, Tiere die bis zum
Frühjahr geschlachtet werden). Es bestehen Zweifel, dass mit dieser Impfverordnung das Ziel,
den Virus auszurotten, tatsächlich erreicht werden kann.
• BIO AUSTRIA OÖ fordert dass jene Bäuerinnen und Bauern, die aufgrund dieser
Unsicherheiten die Impfung ihrer Tiere verweigern, nicht mit Strafen belangt werden.
• Aus Sicht der Bio-Landwirtschaft stellen Impfungen grundsätzlich einen massiven Eingriff in die
natürliche Tiergesundheit dar und müssen jeweils im Einzellfall einer strengen Abwägung von
Risiko und Nutzen unterzogen werden. BIO AUSTRIA OÖ verlangt, dass die vorgeschriebenen
Impfungen mit der größtmöglichen Transparenz und Sorgfalt durchgeführt und beobachtet
werden:
1. Durchführung einer bundesweiten Informationskampagne in Abstimmung mit den
Landesbehörden, den Tierhaltern, Veterinärmedizinern und KonsumentInnen zur
Aufklärung über Zielsetzung, Durchführung und Risiken der Impfung.
2. Entwicklung und Durchführung eines bundesweiten Monitoring-Programms, dass
qualitativ und quantitativ die Aufzeichnung von Impfwirkung und Impfschäden durch
Tierärzte und Tierhalter sicherstellt.
3. Übernahme von betriebswirtschaftlichen Ertragseinbußen durch die öffentliche Hand, die
auf Grund von Impfschäden und deren Folgewirkungen auftreten (ohne das die Bauern
diese über den vermutlich aussichtslosen zivilrechtlichen Weg einklagen müssen).
4. Möglichkeit der Anpassung des Impftermins durch die Tierhalter an die Gegebenheit im
jeweiligen Betrieb, speziell was die Berücksichtigung der Trächtigkeitsstadien und des
Gesundheitszustandes der betroffenen Tiere betrifft.
5. Einschränkung der derzeit flächendeckenden Impfung bei den Auffrischungsimpfungen
in den Folgejahren auf die Schutz- und Kontrollzonen betroffenen Gebiete (laut
„Verordnung zur Bekämpfung der Blauzungenkrankheit“ des Bundesministeriums) und
unter Berücksichtung der Ergebnisse des Monitoring-Programms.
Gerade wir Biobauern haben oft einen ganzheitliche Zugang im Umgang mit der Schöpfung im
Allgemeinen und im Speziellen wenn es um den Umgang mit unseren Tieren geht (tiergerechte
Haltungsformen, angepasste Genetik, GMO freie, gesunde Fütterung, Stärkung des
Immunsystems und alternative Krankheitsvorbeugung und –behandlung).
Für den Vorstand BIO AUSTRIA OÖ
Obmann Martin Tragler
Informationsstand 5.12.08
Weitere laufende Informationen auf unserer Homepage: www.bio-austria.at/oberoesterreich



Kathi antwortet um 10-01-2009 10:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Hallo

ich war letztens auf einen Vortrag - da wurde sehrwohl von Problemen berichtet - werden nur nicht anerkannt, weil zuwenig dokumentiert, bzw ein Zusammenhang nicht beweisbar ... blablabla

interessant war, dass der Impftierarzt auf der Seite der Bauern stand und seinem Chef (Amtstierarzt) gehörig die Meinung gesagt hat. Weil wie soll ich eine Euterentzünung nachweisen, dass sie von der BT impfung kommt - weil in der Milchuntersuchung werden nur die explodierten Keime finden.

lg
Kathi, die immer mehr an der Impfung zweifelt

Noe antwortet um 10-01-2009 14:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Was war los beim Vortrag in St. Georgen ?
Von IG und Verein " Aegis " organisiert.

helmar antwortet um 10-01-2009 14:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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War jemand von den hier Schreibenden dort? Was war es denn? Information oder Aktionismus?
Mfg, helmar

Noe antwortet um 10-01-2009 14:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Blauzungenimpfung verweigern
Wahrscheinlich Aktionismus mit € 5.- Eintritt !

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