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Jahresrückblick 2008
Das Jahr 2008 hatte es in sich, daher ist es Zeit für einen Rückblick! Meine Frau lag mir schon länger in den "Ohren" doch endlich mal die Stube zu renovieren. So planten wir im Winter 07/08 eine neue Stube. Im März begannen wir mit den Rohbauarbeiten, Ende Mai wurde die Einrichtung montiert. So "zwischendurch" hatten wir die Schäden von Sturm "Emma" und einen Krankenhausaufenthalt von mir zu bewältigen.
Die Stube ist glaube ich ganz gut gelungen wie man im Fotoalbum sehen kann!
Nach meinem Krankenhausaufenthalt reifte der Entschluss auch den notwendigen Stallneubau vorzuziehen und gleich anzugehen. So begannen wir Anfang Juli mit den Baggerarbeiten. Nach zweieinhalb Monaten Bauzeit konnte ich Mitte September die ersten Ferkel einstellen. So "nebenbei" mussten die verschiedenen anfallenden landw. Arbeiten, (z.b. Ernte, Begrünung, Aussaat) über die Bühne gehen, teilweise Stress pur!
Man glaubt es kaum, aber die Gerste und der Weizen sind gesät! Allerheiligen ist vorbei und jetzt freuen wir uns schon auf Weihnachten und ruhigere Tage. Doch schon hat meine Frau das nächste Projekt im Visier, ein neues Jugendzimmer muß her! Mit der Planung wurde schon begonnen, damit auch im Jahr 2009 was weitergeht.
Dorffest
Nachdem ich ja schon ein Chattertreffen in Wels organisierte kam mir erneut eine Idee. Wieso machen wir nicht ein Dorffest? Die Zeit schien dafür reif zu sein. In unserer Ortschaft wohnen, inkl. unserer, 6 Familien. Auf diesem Quadratkilometer Erde wohnen die verschiedensten Leute. Manche haben sich noch nie miteinander unterhalten, obwohl sie nur wenige 100 Meter voneinander entfernt sind. Sicherlich, die Interessen meiner Nachbarn sind sehr unterschiedlich, also höchste Zeit Brücken zu schlagen und Vorurteile abzubauen. Manche Missverständnisse und Turbulenzen traten im Vorfeld auf, die jedoch rasch wieder bereinigt werden konnten. So wurde aus der Idee Realität. Am 7. 7. 07 war es dann soweit. In unserem urigen, gemütlichen Stadl war alles vorbereitet für das große Fest. Dank Lagerhaus hatten wir genug Biertischgarnituren und auch ein großer Kühlschrank stand uns zur Verfügung. Mit 2 Gasgriller konnte ich die „Meute“ mit 30 Grillkotlett`s auf einmal versorgen. Salate und auch Kuchen zum Kaffee wurden von den Nachbarinnen gemacht. Bei den Getränken herrschte Selbstbedienung, somit hielt sich die Arbeit für meine Frau und mich in Grenzen und wir konnten uns ins Getümmel stürzen. *g* Nach Mitternacht war dann das 1. Dorffest zu Ende und meine Nachbarn gingen gut gelaunt nach Hause. Das Experiment ist, glaube ich, sehr gut gelungen und da könnte etwas Dauerhaftes entstehen, schaun ma mal. ;-))
Chattertreffen am 18.11. in Wels
Chattertreffen: Gasthof Waldschänke Nachdem ich im März 2006 an einem privaten CT (Chattertreffen) teilgenommen hatte, kam mir der Gedanke ein öffentliches, für jedermann(frau) zugängliches CT zu veranstalten. Ich horchte mich mal so um, ob denn eine solche Idee Zustimmung finden würde. Ende Mai stellte ich dann einen Beitrag zu diesem Thema in das Flirtforum. Liebe und weniger liebe Kommentare kamen als Antworten. Wobei ich sagen muss, dass ausschließlich nur von anonymen Usern aus der „untersten Schublade“ geschrieben wird. Ich muss daher auch leise Kritik bezüglich Redaktionsverantwortliche ausüben. Würde, so wie im Agrarforum, auch beim Flirtforum Registrierung und Anmeldung eingeführt, gäbe es diese Niveaulosigkeit nicht. Natürlich möchte ich nicht undankbar sein, ich weiß, wir bekommen alles gratis zur Verfügung gestellt. Möchte aber zu bedenken geben, dass es für den „Fortschrittlichen Landwirt“ sicher von Vorteil wäre, auch im Flirtforum gewinnbringend und zielführend diskutieren zu können. Das spricht sich ja dann schnell herum. Jetzt bin ich etwas abgeschweift, musste aber gesagt (geschrieben) werden, weil es mir auf dem Herzen lag. Die 6 Monate vergingen wie im Fluge und gestern war es dann soweit, CT im Gasthof zur Waldschänke, Wels OÖ. Im Vorfeld gab es Querschüsse und Seitenhiebe geben mich, meine Zielstrebigkeit hatte sich aber gelohnt und wurde mir auch gedankt. Ab 18 Uhr kamen dann nach und nach 31 ChatterInnen zusammen. Ein Glaserl Begrüßungssekt lockerte schnell die Stimmung. Vor lauter Getratsche vergaßen wir beinahe auf das Abendessen. *gg* Zum Nachtisch gab´s dann "Schoki" vom "Mayb.". Ein Verdauungsschnapserl durfte natürlich auch nicht fehlen, dass uns "Gerdd" mitbrachte. Ein Herr "Gaudimax" gab mir zu Ehren ein Gedicht zum Besten, dass von "Chaotin" geschrieben wurde. Von zwei netten Damen wurden mir dann die Geschenke überreicht. *g* Da im großen Veranstaltungssaal eine Musikanlage vorhanden war, nützen wir die Gelegenheit und legten unsere Lieblings CDs auf. Die ganz Mutigen unter uns wagten auch ein Tänzchen oder zwei. ;-)) Zu später Stunde nahmen wir noch eine Stärkung ein, "Sonne" hatte Spezialitäten von der Alm zum verkosten mitgebracht. So verging Stunde um Stunde und wir glaubten es kaum, der Kellner machte uns aufmerksam, Sperrstunde ist. Ich begab mich nach diesem netten, gemütlichen Abend auf den Nachhauseweg. Es soll aber auch noch welche gegeben haben, die noch ein Tanzlokal aufgesucht haben. ;-))
Das Bild von Hanna hat seinen Ehrenplatz gefunden.
Nationalfeiertag
26. Oktober, Tag der Fahne, Nationalfeiertag! Was macht man an einem solchen Tag? Ignorieren und arbeiten, am Ortswandertag teilnehmen, die PS-Show in Wels besuchen oder in die Hauptstadt fahren und den Tag des Heeres bzw. Tag der offenen Türe im Parlament besuchen? Keine Frage, der Ausflug nach Wien hat natürlich am meisten gezogen. Leider konnte ich nur mit unserem älteren Sohn diese Bildungsreise mache, der Kleine war krank. Da wir schon gute Erfahrung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gemacht hatten sind mein Sohn und ich auch diesmal mit der Bahn bzw. mit der U-Bahn gefahren. € 16,- hat uns die Fahrt bis zum Wiener Westbahnhof gekostet (mit OÖ Familiencard), dazu kamen noch € 1,50,- für die U-Bahn bis zum Heldenplatz. Nach 2 ½ h Fahrzeit waren wir mitten in Wien. Am Heldenplatz, wo das Bundesheer seine Leistungsschau präsentierte, es wurlte es nur so von Menschen. Highlights waren die Militärmusik und die Garde. Wir bestaunten den umstrittenen Abfangjäger Eurofighter Typhoon und den neuen Transporthubschrauber Black Hawk. Wir ließen uns im Sanitätszelt gratis Blutdruck, Blutzucker und Körperfett messen. Unser wissen testeten wir beim EU Quiz, wo mein Sohn erstaunlich gut abschnitt. Die Zeit verging wie im Fluge, wir mussten uns beeilen, das Parlament wollen wir ja auch noch besichtigen. Nach einer 30minütigen Wartezeit kamen wir dann ins Parlament. Ein beeindruckendes Gebäude, die Monarchie lässt grüßen. Der Plenarsaal des Parlamentes wirkte im Fernsehen immer größer als jetzt in natura. Als wir durch die Säulenhalle gingen kam uns die neue Nationalratspräsidentin aus OÖ, Barbara Prammer entgegen. Ich grüßte Sie und wollte gerade einen kleinen Small Talk beginnen, da unterbrach mich ein älterer Herr im Rollstuhl, der unmittelbar vor mir fuhr. Er sagte zu Frau Prammer: „Ich habe eine große Bitte, bewahren Sie den Frieden, Frau Nationalratspräsidentin. Sehen Sie mich an, was der Krieg aus mir gemacht hat!“ Sichtlich berührt antwortete Sie: „Ich verspreche Ihnen, wir tun alles um den Frieden zu bewahren.“ Mein Sohn und ich wurden Zeugen einer bewegenden Szene. Ich versuchte dann meinem Sohn zu erklären, dass es nicht selbstverständlich ist in einer Demokratie zu Leben, wo Frieden und Freiheit für jeden garantiert ist. Nachdenklich machten wir uns wieder aus den Nachhauseweg, ein lehrreicher schöner Tag ging zu Ende.
Fahren mit Pflanzenöl
Nun ist es soweit, ich tanke jetzt meinen Traktor mit Rapsöl. Ungefähr 1 Jahr ist verstrichen von der Idee bis zur praxistauglichen Ausführung. Derzeit fahren nur 2 Bauern mit Rapsöl in unserer Gemeinde. Ich komme mir so vor wie im Jahre 1993, wo ich eine Hackschnitzelheizung in Betrieb nahm. Auch damals hat mich die Idee von mehr Unabhängigkeit von der fossilen Energie begeistert. Genau wie damals wurde mir gesagt, „Das funktioniert nicht“! Nun, 13 Jahre später werden fast nur mehr Hackschnitzel- und Peletsheizungen eingebaut. Wie viele werden in 13 Jahren mit Pflanzenöl oder Bioethanol fahren? Ich fahre im 2 Tanksystem, das heißt, starten mit Dieselöl (40 l Tankinhalt). In 10 bis 20 Minuten, je nach Einsatzprofil und Außentemperatur, erwärmt der Wärmetauscher das Rapsöl auf 45°C und ein Magnetventil gibt den Treibstoff für den Motor frei. Ein Temperaturregler sorgt für konstante 60°C Rapsöltemperatur, dass ist ideal für den Verbrennungsvorgang. Um Rapsöl- und Einspritzpumpe bzw. den Motor vor Schaden zu bewahren sind 3 Filter eingebaut. Somit wurden alle Probleme technisch gelöst und es steht einem fahren mit Pflanzenöl nichts mehr im Weg.
Die Rapsölpumpe:
Wärmetauscher: heizt Rapsöl auf
Magnetventil: schaltet auf Rapsölbetrieb um
Grobfilter: zwischen Rapsöltank und Rapsölpumpe eingebaut
Rapsölfilter mit Wasserabscheidung und anschl. Feinfilter
Der Temperaturregler sorgt für konstante 60°C Rapsöltemperatur
2 Tanksystem, links Dieselöl, rechts Rapsöl (Tankinhalt 170 lit)
Überwachungskästchen in der Fahrerkabine mit Rapsöltemperaturanzeige, Tankuhr und einem Ein- und Ausschalter
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