Preiseinbußen am EU Schweinemarkt. Nach dem seit Ostern die Marktsättigung EU-weit zunahm und erhoffte Absatzimpulse bisher ausblieben, wurde in den meisten EU Ländern wie z.B. Deutschland (- 0,06) Frankreich (- 3,5 Cent) die Notierung nach unten gesetzt. Der Blick Richtung Mai, wo drei Feiertagswochen die Schlacht- und Verarbeitungskapazitäten zusätzlich behindern werden, dürfte ein maßgebliches Kriterium bei der Preisfindung gewesen sein.
Auch in Österreich konnten die Überhänge nicht reduziert werden, eher Gegenteiliges war der Fall. Mangels kostendeckender Spannen im Fleischgeschäft wurde teilweise weniger geschlachtet bzw. wurden zusätzlich billigere Importschweine aus Nachbarländern geordert und in Österreich geschlachtet. Um den Schweine- bzw. Fleischabfluss nicht weiter zu gefährden, musste der Abnehmerforderung von - 6 Cent Rechnung getragen werden.
Tendenz: Wenn das Wetter mitspielt, könnten die Maifeiertage zu einem mehrwöchigen Grillfest werden, mit dem erhofften Nebeneffekt, dass das Preisgefüge wieder mehr Stabilität erhält.
Mastschweine-Basispreis: 1,48 € (- 0,06)
Zuchten-Basispreis: 1,23 € (- 0,05)
(Quelle: Dr. Johann Schlederer, VLV)