Westlicher Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera)
Der Maiswurzelbohrer zählt weltweit zu den wirtschaftlich bedeutendsten Schädlingen im intensiven Maisanbau. Der Käfer stammt aus Amerika und wurde 1992 vermutlich über den Luftweg nach Europa geschleppt.
Der Maiswurzelbohrer ist etwa 5 mm groß und hat eine gelbschwarze Färbung. Die Larven des Maiswurzelbohrers fressen an den Maiswurzeln und bohren sich später auch in die Wurzeln der Pflanze. Die Käfer fressen bevorzugt Pollen und die Narbenfäden.
Die befallenen Pflanzen lassen sich leicht aus der Erde ziehen, weil das Wurzelsystem nicht mehr intakt ist. Bei starkem Befall können die Maispflanzen umkippen. Bei ausreichender Wasser- und Nährstoffversorgung bildet die Pflanze neue Wurzeln, sie richtet sich wieder auf. Die Stängel erhalten danach eine gekrümmte Form (goose necking) – ähnlich einem Gänsehals.
Artikel zum Maiswurzelbohrer
Ab 1. Dezember 2013 wird voraussichtlich die Nutzung bestimmter neonikotinoider Wirkstoffe für vorerst zwei Jahre in der Europäischen Union eingeschränkt. Wozu dienen Neonikotonoide und welche Probleme können aus diesem Verbot entstehen?
Die EU-Mitgliedsstaaten kamen bei der Abstimmung über ein Verbot der Neonicotinoide zu keinem Ergebnis. Österreich stimmte gegen Einschränkungen, Deutschland dafür. Jetzt will die EU-Kommission das Verbot umsetzen.
Mit einem Aktionsplan wollen Bayer CropScience und Syngenta das Vertrauen in ihre Produkte auf Basis von Neonicotinoiden wieder stärken und die Pattsituation in der EU zum Thema Bienengesundheit lösen.
Der Maiswurzelbohrer hat sich im Vorjahr in Österreich stark ausgebreitet. Für den Einsatz neonicotinoider Beizmittel gelten besondere Auflagen.
Beizmittel mit neonikotinoiden Wirkstoffen sollen bei Mais und weiteren Kulturen verboten werden. Diese Pläne hat EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg heute, am 31. Jänner 2013, präsentiert. Für den Anbau 2013 kommt das Verbot aber wahrscheinlich zu spät.
Mehr zum Maiswurzelbohrer
Der Einsatz von Neonicotinoiden zur insektiziden Beizung von Saatgut steht im Verdacht, Bienen zu schädigen. Laut einer neuen Studie führe aber ein Verbot zu wesentlichen sozioökonomischen Nachteilen.
Das Jahr 2012 hat gezeigt, dass die Sortenwahl nicht nur Auswirkungen auf den Ertrag und die Kornfeuchtigkeit hat. Auch das Auftreten von Maiswurzelbohrerschäden sowie von Mykotoxinen war je nach Maissorte unterschiedlich ausgeprägt.
Nachdem der Maiswurzelbohrer im Vorjahr erstmals sichtbare Schäden verursachte, konnte er sich in diesem Jahr weiter ausbreiten. Hier ein erster Überblick.
Das 1. Hirsesymposium lockte viele Pioniere an. Nach der Einführung der verpflichtenden Fruchtfolge könnte Hirse in viehintensiven Gebieten eine Alternative zu Mais darstellen.
Seit Einführung der verpflichtenden Fruchtfolge wird in viehintensiven Gebieten nach einer passenden Alternative zu Mais gesucht. Ein hoher Futterwert und eine gute Gülleverwertung werden gefordert. Hirse könnte diesen Ansprüchen gerecht werden.
Nach der Etablierung der verpflichtenden Fruchtfolge hat nun vor allem in den Veredlungsgebieten der Steiermark die Suche nach einer Alternative zu Mais begonnen. Körnerhirse könnte eine solche darstellen. Das Hirsesymposium am 18. September informiert über diese Kultur.
Die Maiswurzelbohrerverordnungen der Bundesländer werden derzeit dahingehend abgeändert, dass künftig auf einem Feldstück maximal dreimal hintereinander Mais angebaut werden darf.
Die Bekämpfung des Maiswurzelbohrers mit insektizider Saatgutbeizung steht im Mittelpunkt der Kritik vieler Imker. Anstelle von polemischem Aktionismus zeichnet sich in der Steiermark nun eine neue Qualität der Diskussion ab, wie das Landwirt-Agrarforum zeigte.
Das Jahr 2011 ist ein Rekordjahr, was die Befallsituation durch den Maiswurzelbohrer betrifft. Das Fangergebnis der Monitoring-Standorte übertrifft das Vorjahr bei weitem. Welche Gegenmaßnahmen es gibt, wird im Folgenden dargestellt.
Ab Bodentemperaturen von 8 bis 10 °C ist der Anbau von Mais pflanzenbaulich sinnvoll. Untersuchungen haben gezeigt, dass Maisbautermine um Mitte April den besten Ertrag liefern.
Zur Bekämpfung des Maiswurzelbohrers sind auch im heurigen Jahr die neonicotinoiden Beizen (Poncho, Cruiser 350 FS) weiterhin zugelassen. Allerdings werden die Bundesländer in den kommenden Wochen die Pflanzenschutzverordnungen etwas abändern.
Der Maiswurzelbohrer breitet sich in Österreich immer mehr aus. Damit keine oder nur geringe wirtschaftliche Schäden folgen, müssen Bekämpfungsmaßnahmen gesetzt werden. Dazu gibt es neue Erkenntnisse.
Da es im vergangenen Jahr in Deutschland im Zuge der Aussaat von insektizid-gebeiztem Maissaatgut zu massiven Bienenschäden gekommen ist, ergreifen das Bundesamtes für Ernährungssicherheit (BAES) und der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) Maßnahmen.
Der Maiswurzelbohrer ist nicht aufzuhalten. In Österreich besiedelt der kleine Käfer bereits drei Viertel der Ackerfläche. Statt nur lokal erfolgreicher Ausrottung lautet das Motto bereits Eingrenzung.
Gestern ist ein Exemplar des Westlichen Maiswurzelbohrers in Wals-Siezenheim (Salzburg) entdeckt worden.