Zuchtsauen: Ungenutzte Zitzen sind reaktivierbar
In einem wissenschaftlichen Versuch wurde der Frage nachgegangen, ob die Funktionalität und die Milchleistung einer Zitze beeinflusst wird, wenn diese in der vorherigen Laktation nicht von einem Ferkel benutzt wurde.
|
Funktionalität der Zitzen wird nicht geschädigt
Die abgeklebten Zitzen bildeten sich zurück und lieferten bis zum Ende der laufenden Laktation keine Milch mehr. Dadurch nahmen die ungenutzten Zitzen keinen dauerhaften Schaden. Denn in der Folgelaktation waren kein Unterschied in der Anatomie bzw. Funktionalität der Zitzen im Vergleich zu den Zitzen der Kontrollsauen zu erkennen. Auch die Milchmenge aus den Zitzen war gleich, denn die Ferkel, die diese nutzten, wiesen die gleichen Zunahmen auf wie die Nachkommen der Kontrolltiere. Zitzen sind also reaktivierbar, und Jungsauen müssen nicht unbedingt im ersten Wurf an allen milchführenden Zitzen mit Ferkeln ausgelastet sein, um in Zukunft eine gute Gesäugequalität aufzuweisen.
Fazit: Milchleistung wird nicht beeinflusst
Bei Sauen hängt die Milchleistung einzelner Zitzen nicht davon ab, ob sie in der vorigen Laktation benutzt wurden oder nicht (Quelle: SUS Homepage).
Aktuelle Berichte aus dieser Kategorie:
Niederländische Sauenhalter zur Gruppenhaltung aufgefordertNiederösterreichische Eliteversteigerung Eber 2012
Stabile Schweinepreise für das zweite Halbjahr 2012
Gruppensäugen Zuchtsauen in Futterkamp beforscht
Ähnliche Probleme für Schweinehalter in Nordwesteuropa
Suche




