Gülleseparator auf Achse

Perwolf Gülletechnik hat im vergangenen Jahr den ersten mobilen Gülleseparator in Österreich vorgestellt. Damit soll das Separieren von Gülle für Landwirte interessanter werden. Wir konnten das neue Gerät kürzlich im Einsatz beobachten.
Eigengewicht von 2.500 kg
Eigengewicht von 2.500 kg
Um dickflüssige Gülle besser ausbringen zu können oder die Lagereigenschaften zu beeinflussen, werden die Feststoffe von den flüssigen Bestandteilen getrennt. Diesen Vorgang nennt man Separieren. Um mit einem stationären Separator wirtschaftlich arbeiten zu können, benötigt man jedoch große Mengen an Gülle. „Da diese Voraussetzung in unseren kleinen landwirtschaftlichen Betriebsstrukturen meist nicht gegeben ist, haben wir den mobilen Gülleseparator „Perwolf Sep1“ entwickelt. Damit wird das Separieren kostengünstiger und flexibler“, schildert Perwolf Geschäftsführer Johannes Zechner die Beweggründe für die Entwicklung. Die erste Maschine hat Perwolf bereits im vergangenen Jahr an drei Landwirte aus der Region Wolfsberg übergeben. Die haben den Separator sowohl auf ihren eigenen Betrieben, als auch überbetrieblich eingesetzt, um Erfahrungen damit zu sammeln.



Der Aufbau der Anlage

TS-Gehalt von 30 bis 40%
TS-Gehalt von 30 bis 40%
Beim ersten Anblick könnte man das Gerät für einen gewöhnlichen PKW Anhänger halten. Zieht man die Abdeckplane nach oben, kommt aber der Separator zum Vorschein. „Wir haben den Separator kompakt gehalten, damit er sich auch über weite Strecken problemlos mit dem Auto transportieren lässt. Das Gewicht der Anlage beträgt in Vollausstattung, also mit Pumpe und Fördertechnik, ungefähr 2.500 kg. Es hängt aber davon ab, welcher Separator und wie viel Zubehör aufgebaut wird“, meint Johannes Zechner. Die Separator- Technik kommt von der italienischen Firma Sepcom. Der Antrieb erfolgt über einen 5,5 kW starken Elektromotor. Die Schneckenpumpe wird über einen 7,5 kW-Motor angetrieben. Sie hat eine Durchflussleistung von 50 m³ pro Stunde. „Auf Kundenwunschauen wir anstatt der Schneckenpumpe auch eine Tauchschneidepumpe ein. Die ist aber bei Güllekellern schwieriger zu handhaben“, ergänzt Zechner. Eine elektrische Steuereinheit überwacht die komplette Anlage und schaltet sie im Fall einer Störung automatisch ab, wenn es z.B. durch eine Silofolie zu einer Verstopfung in der Pumpe kommt. Schäden in der Anlage sollen sich so laut Hersteller verhindern lassen. Die Feststoffe werden über ein Förderband abtransportiert. Mit einer elektrischen Seilwinde kann die Überladehöhe verstellt werden.

Wie der mobile Seperator arbeitet und welchen Nutzen das separieren von Gülle hat, erfahren Sie in der Ausgabe 05/2012 unserer Fachzeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“


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veröffentlicht: 21.02.2012 14:01