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Diskusionen unter Milchbauern Liefergemeimschaft JA oder NEI Zu Tatafru: Die Diskussion zum Bergland-Rundschreiben habe ich angefangen und ich habe dem Haimberger nie unterstellt, dass er keine Leistungen für die Bergland erbracht hätte. Trotzdem steht dem Haimberger aus meiner Sicht nicht zu, dass er Lieferanten, die Mitglieder der Primärgenossenschaften sind, und damit außerhalb seines Wirkungsbereiches, mit dem Genossenschaftsausschluss bedroht. Wenn Haimberger dafür verantwortlich ist, dass die Bergland gut dasteht ( kann ich nicht beurteilen), dann verwundert es mich um so mehr, wenn ich höre, dass er lieber Werke schliesst, als von IG-Bauern Milch zu kaufen. Das kann kein Genossenschafts- oder Mtgliederauftrag sein. Ob jemand seinen eigenen Betrieb verändern, vergrößern oder intensivieren möchte und noch viel mehr arbeiten und ein paar Nachbarn pachten, das bleibt jedem selbst überlassen. Es ist aber nicht die Aufgabe von Genossenschaften und Genossenschaftsfunktonären, den Bauern in dieser Hinsicht Ratschläge zu geben, sondern den Genossenschaftsauftrag zu erfüllen, nämlich die Förderung des Erwerbs und der Wirtschaftt seiner Mitglieder und nicht die Förderung des Handels und die Umsetzung von parteipolitischen Vorstellungen. Und zu Tch: Einige Bergland-Primärgenossenschaften sehen sich selbst (laut einigen Rundschreiben) als große Liefergemeinschaften. Wenn Haimberger ernst macht, dann kann er ab 1. April nur mehr wenig Milch verarbeiten, weil ja dezitiert ausgeschlossen wird, die Milch von Liefergemeinschaften zu übernehmen. Die Sache mit der Hofberatung und dem Melkmaschinenservice solltest Du vielleicht noch einmal recherchieren, bevor Du all zu großen Blödsinn hereinschreibst. Noch was anderes: In der letzten BB-Zeitung habe ich von den Rübenbauern gelesen, dass man nächstes Jahr der Agrana den Rohstoff entziehen will, wenn nicht ordentlich gezahlt wird. Ich muss den Rübenbauern immer wieder gratulieren, zu ihrem Status innerhalb des Bauernbundes. Stirbt die Rübe, stirbt das Land, hiess es bei einer Demo 2006. Es wurde auch geschrieben, dass österr. Rüben in Ungarn verarbeitet werden. Wenn wir Milchbauern solche Dinge auch nur andenken, werden wir schon ziemlich niedergemacht, weil es ist für einen Milchbauern höchst unanständig, gute Preise zu fordern, mit Rohstoffentzug zu drohen, zu demonstrieren oder im Ausland verarbeiten zu lassen. Ich wäre neugierig auf die Reaktion, wenn man den Rübenbauern empfehlen würde, sich in einem Arbeitskreis der Kammer weiterzubilden und besser zu wirtschaften, Maschinen zu sparen, mehr zu arbeiten, ein paar Nachbarn zu pachten, Alternativen zu suchen, in den Nebenerwerb zu gehen, Altenpflege zu betreiben, bescheidener zu sein usw. anstatt bessere Preise zu fordern. Wenn sich die Genossenschaftsmolkereien auf ihre Aufgabe konzentrieren, das Geld beim Handel für uns abzuholen, anstatt gegen die eigenen Mitglieder zu intrigieren, dann können wir uns die Milcherzeugergemeinschaften sparen. Schaut derzeit aber gar nicht danach aus. Walter
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