Gewicht von Melkzeugen

Antworten: 9
Name: realist 12-11-2007 16:34
Gewicht von Melkzeugen
Ich habe nun eine Frage zu den Melkzeugen:
Ich habe 3 verschiedene Melkzeuge bei mir zuhause:
altes Alfa Melkzeug vom einem Eimer, das wiegt 2,840 kg mit den Gummis, aber ohne Puls- und Milchschlauch.
weiters Fullwood - Melkzeuge, die haben ein Gewicht von 2,520 kg, und Melkzeuge von Boumatic, die wiegen aber "nur" 1,740 kg.

Was ist jetzt das "ideale" Gewicht von Melkzeugen? Gibt es hier neue Erkenntnisse?
Hängt das Gewicht von den Melkzeugen auch von der Rasse ab? Ich habe Fleckvieh.
Wenn man bei div. Anbieterfirmen nachfrägt, dann haben immer diejenigen gerade "das" Beste, wo man gerade nachragt.
Deshalb bitte ich um Eure Meinung dazu - Danke
Sepp
Name: franz12345 antwortet um 12-11-2007 20:44 auf diesen Beitrag
Gewicht von Melkzeugen
Bei uns geht der Trend zu leichten Melkzeugen , wenig Druck und Milchableitung nach unten. In Irland , dass einer der grössten Milcherzeuger Europas ist , hingegen ist der Stanard ein anderer. Es wird vorwiegend im swing over gemolken. Dass heisst Milchleitung oben etwas höherer Druck
und eher schwerere Sammelstücke. Die Iren behaupten dass mit diesem System eher schonender gemolken wird als umgekehrt. Wir melken übrigens auch nach diesem System und sind sehr zufrieden.

mfg FM

Name: realist antwortet um 12-11-2007 23:00 auf diesen Beitrag
Gewicht von Melkzeugen
Hallo tch

Ich habe einen einfachen 4er SBS. Derzeit melke ich mit 0,44 Vakkum, Milchabluss nach unten. Elektronische Einzelpulsatoren.
Danke für Deine Auskunft
Sepp

Name: realist antwortet um 13-11-2007 08:55 auf diesen Beitrag
Gewicht von Melkzeugen
noch nicht, bzw. kann ich es noch nicht genau sagen, melke aber erst seit September mit den "Leichten"
Hatte aber Probleme, weil ich die Letzen Jahre immer Gleichtakt hatte, und auf der Alm wurde mit Wechseltakt gemolken.
Derzeit ist die Zellzahl besser, binmir aber nicht sicher, ob diese Melkzeuge nicht doch etwa zu leicht sind?
Sepp

Name: kraftwerk81 antwortet um 13-11-2007 10:02 auf diesen Beitrag
Gewicht von Melkzeugen
Ich glaub das ist Gewohnheitssache der Kühe. Wenn Du Dir anschaust wie Kälber das Euter "misshandeln und herumreissen" so brutal kann gar keine Melkmaschine arbeiten!

Name: bauerngirgl antwortet um 13-11-2007 10:05 auf diesen Beitrag
Gewicht von Melkzeugen
Servus Sepp,

für ein gutes Ausmelken ist weniger das Gewicht der Melkzeuge verantwortlich, als vielmehr die Melkzeugpositionierung. Wir melken auch im SBS und hatten erhebliche Probleme. Mit den Boumatics (Flostar ?) hast Du schon die Richtigen. Wir haben uns Klammern auf die Grubenfertigkante gemacht, die man nach links und rechts verschieben kann. Den Milchschlauch klemmt man in diese Klammern hinein, so daß man je nach Euter die Melkzeuge so positionieren kann, daß das Sammelstück parallel zum Euterboden "schwebt."

Das Gewicht der Melkzeuge ist wesentlich für die melkende Person. Es ist schon ein Unterschied, ob ich 1,8 oder 2,8 kg (es gibt ja noch schwerere) unters Euter halten muß. Dies ist zwar ein gutes Training für´s Maßkrugstemmen, aber geht mit der Zeit ganz schön in´s Kreuz. 1 kg bei 50 Kühen mal zwei sind 100 kg am Tag und 36.500 kg im Jahr. Sechsunddreißigeinhalb Tonnen !!!!!!!!

MfG Bauerngirgl

Name: Willo antwortet um 17-11-2007 22:50 auf diesen Beitrag
Gewicht von Melkzeugen
Hallo Kollegen!

Hab vor ´rund 10 Jahren meine alten Alfa Melkzeuge auf neue umgestellt, meine Mutter melkt und die war überglücklich über ein kg weniger mal 25 Kühe----- Aufstecken, Abnehmen, weiter tragen, ...... TONNEN/ Jahr
die Nachmelkzeit, die Nachgemelksmenge, überhaupt die Länge der Melkzeit und die Ruhe und somit den Reiz des Melkens der Kuh haben wir aber erst mit der Verringerung des Vakuums hingebracht.
Das Gewicht beim Ausmelken spielt meines Erachtens nur eine sekundäre Rolle. Am wichigsten ist, das Vakuum so tief wie möglich einzustellen, um die Reizungen am Zitzen so gering wie möglich zu halten.
Stoppe deine Melkzeiten einige Mahlzeiten lang bei jeder Kuh, dann gehen um 2 kPa runter, und Stoppe wieder die Zeiten. Achte aber auch auf das Verhalten der Kühe beim Melken, Nachgemelksmengen, und das Aussehen der Zitzen nach dem Melken. Bei positivem Erfolg wiederholst du mit weitern 2 kPa, solange bis du das Gefühl hast es passt.
Ich habe eine Rohrmelkanlage, also die Milch muß nach oben, laut Vorgaben muß ich zu mindest mit 48 kPa melken (vergiss diese Vorgaben, denn du kannst selbst das Beste für deine Kühe erproben).

Mit diesem Rat eines Damaligen Melklehrers hab ich mein Vakuum von 49 Kpa auf 44 Kpa gesenkt. Die Kühe waren danach beim Melken weit ruhiger, haben weniger auf das Melkzeug geschlagen, die Zitzenverformungen und Verfärbungen sind weniger geworden, die Melkzeiten haben sich teilweise erheblich verkürzt, das nachgemelk ist in vielen Fällen weniger geworden. Ein sehr wichtiger Erfolg dabei war: die Zellzahl ist von Höhen über 300.000 wieder in S- Klasse Qualität gefallen (nach Monaten)
Das Ausprobieren, ist nur ein geringer Aufwand und kann zu einem sehr gutem Erfolg führen. Sollten sich diese Punkte verschlechtern, dann stellst du den Druck einfach wieder rauf. Bei den Kühen wird es kaum negative Folgen haben.

Viel Glück

Gruß

hans

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