Tagebuch
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Kontakte zu Bäuerinnen Hallo Anni, wir haben einen Vollerwerbsbetrieb mit Milchkühen und Ackerbau. Mit den Milchprodukten hab ich auch angefangen, zuerst Joghurt, dann Butter, Quark und Frischkäse, hab auch Hartkäse gemacht, aber den habe ich mir wieder geschenkt. Brot mach ich aus unserem Getreide, mach dann immer gleich mehrere Laibe und immer wieder andere Rezepte wegen Abwechslung. Semmeln und Laugengebäck kam dann als nächstes hinzu. Ein paar Hühner, dann noch Hähnchen für den Eigenbedarf - inzwischen füttert meine Freundin für mich ein paar Hähnchen mit, wir tauschen uns untereinander aus. Schweine haben wir auch schon ausprobiert, war ein sehr tolles Fleisch, aber meine Familie mag weder Innereien noch viele Teile am Schwein, das habe ich dann wieder aufgehört. Da kann ich dir ein ganz tolles Buch über Wursten empfehlen, es heißt: so einfach ist es Wurst und Schinken selbst zu machen. von Bernd Jaeger. Wir haben einen grossen Obst- und Gemüsegarten, da haben wir alles an Obst, Beeren und Gemüse, was bei uns wachsen kann. Von Äpfel, Aroniabeeren, Heidel-Himbeeren, Kiwi usw. bis Quitten, Walnüsse und die Zitronen wachsen im Kübel und von Auberginen bis Zuccini. Obst und Gemüse kaufen wir ausser ein paar Zitronen, Orangen eigentlich nichts zu. Du hast einen guten Ansatz, langsam anzufangen, man lernt überall unheimlich viel dazu, Erfahrungen, auch Mißerfolge gehören genauso dazu. Abgesehen, dass man sich sehr viel Geld spart, es ist für mich ein sehr kreatives Hobby, ich weiß was ich an Sachen drinnenhabe- Ich bin immer noch auf der Suche nach guten Rezepten, inzwischen mache ich vieles internationaler. Es ist nur immer die Gradwanderung, dass die Arbeit nicht soviel wird, dass man die Freude dabei verliert. Manchmal braucht man Ohrenschützer wegen vieler gutgemeinter Ratschläge, was man sich da an Arbeit aufhalst und rechnen tut es sich auch nicht, du hast doch wirklich genug andere Arbeit, wenn ich abends bei den Kartoffeln (ich sammle alte Sorten) draussen noch gehackt habe, dann kamen oft Bekannte vorbei und lästerten - über meine vielen Sorten und Arten- über manches muss man einfach nur lächeln. Der eine fährt in den Urlaub und hat da seine Freude daran - ich sammle Sorten und Arten aus aller Welt und gebe ihnen bei uns ein Zuhause. MIr ist vor vielen Jahren eine Geschichte von Tolstoi untergekommen- wieviel Erde braucht der Mensch- das hat mich damals sehr berührt und irgendwie nie mehr losgelassen. Und irgendwann stellt man fest, dass man so vieles überhaupt nicht mehr braucht. Aber auf gesunde, hochwertige, handwerklich hergestellte Lebensmittel von denen ich weiß, wie sie gemacht werden und wo sie herkommen- möchte ich bestimmt nicht mehr verzichten. Viel Freude beim Planen und wenn du einen Rat brauchst, dann rühr dich. Ich habe mir auch vieles von erfahrenen älteren Bäuerinnen erfragt.
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