 Tagebuch
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Alexandrinerklee als Zwischenfrucht Hallo! @asterix: Du kannst die Vorfruchtwirkung nicht allein auf die N-sammlung der Knöllchenbakterien beschrenken - die Feindurchwurzelung ist mindestens genau so wichtig, da diese Feinwurzeln absterben und als "Spezialmenü" für Freund Regenwurm und Co zur Verfügung stehen - daher ist die Phacelia wegen ihrer Durchwurzelung auch nicht uninteressant! In einen lebendigen, gesunden Ackerboden leben umgerechnet 2 - optimaler Weise 3,5 GVE in Form von Regenwürmern, Wirbeltieren, Mikroben, etc etc - wieviel Masse brauchen 3 ausgewachsene Kühe über ein Jahr, um nicht zu hungern?? Wer glaubt, das rein nur der NAC die Pflanzen zu Höchsterträgen treiben kann ohne dem viel komplexeren Nährstoffkreislauf im Boden und der Mineralisierung, der hat LW nicht verstanden - oder warum sind in trockenen Jahren, wo die Mineralisierung nur sehr stockend verlauft, die Erträge auf biologisch aktiven Böden sogar höher als auf überdüngten?? Habe einen konventionell wirtschaftenden Lohndrescher, welcher soweit ehrlich ist, das er mir eingestand, das ich auf einen Weizenfeld (optimale Bodenstruktur, zweijährige Luzerne vor zwei Jahren, intensiver Zwischenfruchtanbau) den selben oder für sein Gefühl sogar besseren Ertrag eingefahren habe als er auf einen Kartoffelweizen mit 3-facher N-Düngung scharf an der Öpulgrenze erreichen konnte (Der Proteingehalt war natürlich schon bei ihm höher, aber ertragsmäßig konnte ich zumindest mithalten :-) Darum würde ich es nicht abhängig machen von konventionell oder biologischer Bewirtschaftung, ob wir in Zukunft die Weltbevölkerung ernähren können, sondern von dem "Umgang mit unserer wichtigsten Produktionsgrundlage" - unseren von den Vorfahren "urbar" gemachten Äckern! Und jeder halbwegs "gewissenhafte Landwirt" hat meiner Meinung nach die moralische Verpflichtung, dieses "Kulturgut" in zumindest gleichwertig guten Zustand an die nächsten Generationen zu übergeben und nicht rücksichtslos runterzuwirtschaften!! M.f.G.mandy
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