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Vor- und Nachteile einer Kurzrasenweide

Antworten: 4
mostilein 08-03-2012 17:05 - E-Mail an User
kurzrasenweide
wer hat erfahrung damit vorteile nachteile bitte um eure meinung
Kriechbaum antwortet um 08-03-2012 21:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
kurzrasenweide
Hallo !
Vorteile sind :

du bekämpft zum Teil damit den Ampfer weil die Kühe den Ampfer fressen weil er noch nicht so groß ist
du brauchst nicht jeden Tag nachzäunen wie bei der Portionsweide
Höhere futteraufnahme der Kühe durch immer junges frisches Gras
keine nachmähen der Weide notwendig

Nachteil :
Im steilhang ungeeignet wegen trittschäden durch größe Fläche
du braucht eine größere Weidefläche im gegensatz zu Portionsweide

mfg


179781 antwortet um 08-03-2012 23:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
kurzrasenweide
Das wichtigste bei Fütterung mit Weide ist, dass die Rinder von Anfang an das Gras kurzhalten sollen. In einem Lehrbuch vom Großvater meiner Frau steht dazu der Satz: "Die Kühe sollen das Gras absahnen" Und genau das ist der zentrale Punkt. Die Kühe sollen im Idealzustand von ca. 8 - 10 cm langem Gras die Spitzen abgrasen. Wenn das Gras länger wird, wird nicht mehr sauber abgefressen, es kommt zu Nährstoff- und vor allem Zuwachsverlusten. Wenn es zu kurz wird, gibt es Schaden an der Grasnarbe mit den entsprechenden Folgen.

Ob man das jetzt in Form von intensiver Standweide macht (das ist das, was momentan als Kurzrasenweide bezeichnet wird) oder als Koppelweide oder mit täglich umzäunen ist eher eine Frage der betrieblichen Gegebenheiten. Was der größte Blödsinn bei Weidehaltung ist, ist Tiere in Gras zu lassen, das man schon mähen könnte. Dann gibt es die bekannten Kritikpunkte an Weidehaltung wie Futterverluste, mangelnde Nährstoffaufnahme, Pflegeaufwand,
Das heißt, wenn Koppelweide, dann so gestalten, dass in kurzen Intervallen umgetrieben wird und bei Portionsweide, vorne neues Futter dazugeben und hinten mit dem Zaun nachrücken. Und immer den Aufwuchs kontrollieren. Wenn das Gras zu lang wird, entweder mehr Tiere auf die Weide, oder einen Teil wegmähen. Und UNBEDINGT früh austreiben.

Ein guter"Barometer" sind die Meinungen der Nachbarn. Wenn sie sagen: "der hat wohl kein Futter mehr, weil er jetzt schon die Kühe hinaustreibt" dann bist du richtig unterwegs. Und wenn sie später sagen: "Der hat einen Haufen Viecher auf der Weide und steht eh kein Futter", dann passt es meistens auch.

Und was noch wichtig ist, richtig düngen und regelmässig nachsäen.

Gottfried

mostilein antwortet um 09-03-2012 07:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
kurzrasenweide
wie dünge ich richtig gülle is ja der falsche weg dan oder

Schaf_1608 antwortet um 08-05-2012 16:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
kurzrasenweide
Wie Gottfried schreibt, das wichtigste ist, dass das Gras nicht zu lange wird, das heißt es sollte immer zwischen 6 und 8 cm sein. um dies zu erreichen ist es notwendig die Tiere bei Tages oder Vollweide am Anfang bei einer Besatzdichte von etwa 2 Kühen pro ha auszutreiben, dann im Mai Juni auf etwa 6 Kühe erhöhen, im Juli/ August wieder auf 4 Kühe je ha reduzieren und im September wie anfangs zwei...
Das was man zuviel an Fläche hat wird gemäht...
und zu mostilein:
Düngen am besten im Frühjahr, je nach Futtersystem (Vollweide, Tagesweide, Halbtagesweide oder Stundenweide) das was auf 130kg Stickstoff abgeht. Das bedeutet bei Tages und Vollweide etwa 65kg Stickstoff...
Man kann auch in der Saison düngen, am besten nach dem umtreiben auf eine andere weide vor einer Regenperiode...
Gülle und jauche sind möglich aber man sollte lieber geringe Mengen auf einmal ausbringen dafür öfters im Jahr....
glg

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