Tagebuch
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Wie läuft die Lieferung von Milch nach der quotenregelung? Fragt man Verantwortliche von den Molkereien, kann dir niemand eine schlüssige Antwort geben. Hängt auch sehr viel davon ab, wie die Molkereien bzgl. Auslastung dastehen. Solche, die noch mehr verabeiten könnten und auch den Markt dafür haben, werden mehr Milch aufnehmen können, als solche, die jetzt schon am letzten Zacken arbeiten. Meine Theorie ist folgende, was NICHT heißt dass ich damit Recht habe. Ich vergleich die Situation mit der, als die Quotenregelung eingeführt worden ist. Jeder der damals auf Teufel komm raus geliefert hat, hat im nachhinein die Quote erhöhen können. Hat zwar einiges gekostet, aber nachher viel gebracht. Drum glaube ich, dass man sich jetzt schon darauf vorbereiten soll, wenn man seine Produktion ausweiten möchte und überliefern. Dass es Verträge zwischen Bauern und Molkereien geben wird, finde ich die wahrscheinlichste Lösung. Ankommen wird es, auf welcher Basis diese abgeschlossen werden. Die Molkereien werden sich in erster Linie eimal auf ihre Kapazitäten stützen. Dass die jetzt noch aktuellen Quoten hergenommen werden halte ich für nicht sehr wahscheinlich, weil die ja dann Geschichte sind und nicht mehr vorhanden. Wenn sich die Molkereien ein Beispiel daran nehmen, wie die Quotenregelung eingeführt wurde, wo die Anlieferungsmenge der letzten drei Jahre hergenommen wurde, dann müsste man jetzt schon kräftig überliefern um eine entsprechende Ausgangsbasis für Lieferrechte in Zukunft zu erhalten. Aber wie gesagt, ist alles Vermutung und könnte unter Umständen auch anders aussehen. Wir richten uns auf alle Fälle nach dieser Version, weil sie mir am wahrscheinlichsten erscheint. Bedenkt man, dass es mittelfristig aus verschiedenen Gründen in Zukunft eher eine Lebensmittelknappheit geben wird, könnte es durchaus sein, dass man auch später mit den Molkereien im nachhinein noch höhere Lieferverträge machen kann. Kommt halt auch viel drauf an, wie die Molkereien es dann handhaben, solte es tatsächlich zu so einer Lösung kommen. Ob die Verträge jedes Jahr neu ausverhandelt werden müssen, oder ob sie den Bauern langfristige Verträge anbieten, was ich eher für unwahrscheinlich halte. Auf alle Fälle wird dann für die vertraglich festgelegte Quote der Milchpreis bezahlt werden, der als "normaler" Milchpreis bezeichnet wird und die überlieferte Milch werden sie zwar annehmen, aber wahrscheinlich zum Welt marktpreis, bzw wesentlich niedriger, es sei denn der Markt entwickelt sich so, dass die Bauern keinen Überschuss liefern. Dass nach Beendigung der Quotenregelung sehr viel mehr MIlch geliefert wird, bezweifle ich, weil die "ergiebigen" Lieferanten sich auch jetzt keine Beschränkung auferlegen und liefern was das Zeug hält, unabhängig von der Quote. Aber ein paar Prozent werden es schon sein. Sollte wider Erwarten es zu keinen Verträgen zwischen Bauern und Molkereien kommen, dann könnte sie Situation eitreten, wie sie in Amerika aktuell ist. Dass die Bauern für den Transport der MIlch selber sorgen müssen und theoretisch jeden Tag die Molkerei beliefern, die den höchsten Tagespreis bezahlt, der in jeder Tageszeitung auf der ersten Setie abgedruckt wird. Nur würde sich dann einen tägl. bzw. zweitgl. Anlieferung nicht mehr ausgehen. Wollen wir es hoffen, dass es nicht soweit kommt und doch eine gewisse Stabilität am Milchmarkt herrscht.
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