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Schafhaltung - was gilt es zu beachten

Antworten: 6
Trixiiiii 16-01-2012 14:00 - E-Mail an User
Schafhaltung - was gilt es zu beachten
Hallo!

Erstmal kurz der Sachverhalt.
Ab diesem Jahr pachte ich eine landwirtschaftliche Fläche von ca. 2 Hektar, die ich für (Hobby) Schafhaltung nutzen möchte. Eine kleine Herde von ca. 25 Schafen ist geplant.
Dieser Grund wird fix eingezäunt und mit Felixnetzen variable abgeteilt (Koppelbeweidung)
Da ich kein eingetragener Landwirt bin, wollte ich mich erkundigen worauf ich achten muss.
Ich habe mich bereits erkundigt um eine LFBIS Nummer und dass es nicht schlecht wäre den Schafbestand regelmäßig ans VIS zu melden.
Meine Frage ist jetzt, brauche ich noch eine spezielle Versicherung, gibt es irgendwelche speziellen Abgaben die ich leisten muss (auch wenn es sich hier nicht um eine berufliche Schafzucht handelt)

Vielen Dank schonmal für eure Tipps und eure Hilfe,
Liebe Grüße,
Trixi
kraftwerk81 antwortet um 16-01-2012 15:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schafhaltung - was gilt es zu beachten
HM? Ich denk mal nachdem Du den Nachwuchs von 25 Schafen nicht selber aufessen willst wirst die wohl verkaufen müssen? Wie das dann als Hobby zu sehen ist? Frag mal auf der Bezirksbauernkammer, oder beim Schafzuchtverband. Die können Dir in pkto. Voraussetzungen sicher genau sagen was sein muss und kann. 25 Schafe auf 2 ha kommt mir ziemlich viel vor. Problematisch bei den Schafen ist dass die ziemlich anfällig auf Parasiten sind also 2 mal im Jahr entwurmen mit unterschiedlichen Mitteln ist Pflicht und beim Umtrieb auf den Weiden drauf achten dass das nicht zu knapp hintereinander passiert. Weidepflege nicht vernachlässigen, wenn Du das nicht regelmässig machst hast bald mehr Brennesseln als Gras.

Trixiiiii antwortet um 16-01-2012 19:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schafhaltung - was gilt es zu beachten
Wer sagt, das ich einen Widder zu den Damen dazu gebe? Das würde die Frage nach dem Nachwuchs schon mal beantworten!
Bezüglich der Schafe, Pflege, medezinische Vorsorge und Weidehaltung/Pflege kenne ich mich aus, da hab ich schon sehr viele fachkundige Informationen eingeholt. Also das ist nicht das Problem ;-)
25 Schafe auf 2,4 ha (hab jetzt nochmal genau nachgesehen) ist nicht zu viel, Futter für den Winter wird zugekauft.
Aber danke für den Hinweis, dann werd ich wohl mal bei der Bezirksbauernkammer nachfragen!

traktorensteff antwortet um 16-01-2012 21:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schafhaltung - was gilt es zu beachten
25 Schafe wird sich wohl knapp ausgehen, wenn die Weide gut ist. Ich bin kein Experte, interessiere mich aber auch für Schafhaltung und würde gerne mal Schafe halten. Hier im Forum gibt es einige Einträge dazu, einfach in der Suchleiste rechts nach "Schafe" usw. suchen.

Was willst du mit den Schafen machen, junge Schafe jedes Jahr kaufen und mästen?

Hier ein guter Link:
 

kraftwerk81 antwortet um 16-01-2012 21:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schafhaltung - was gilt es zu beachten
@trixii,
Ich hab seit ein paar Jahren Schafe für den Obstgarten (zuerst Shropshire und jetzt Alpine Steinschafe) und muss sagen die Rechnung ist mir nicht aufgegangen. Grundgedanke war den nicht mehr mähen zu müssen aber im Endeffekt ist die Versorgung der Schafe und Weidepflege mehr Aufwand als das Mähen vorher. Theorie und Praxis weichen leider auch stark voneinander ab. Von April bis Juni wächst das Gras wie verrückt und was nicht gefressen wird wird holzig, das schaut dann kein Schaf mehr an und im Sommer wenns trocken ist fehlt dann der Aufwuchs. Wennst da nicht mit der Anzahl der Schafe variieren kannst musst einen Teil rausmähen oder es passt im Frühsommer und dafür wirds später dann zu wenig.

Naja und Schafe sind halt unglaublich dumme Tiere ;o)

Restaurator antwortet um 16-01-2012 22:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schafhaltung - was gilt es zu beachten
@trixi:
mit 25 schafen gehst du von einer optimalen weide in einem optimalen jahr aus.
bei schafen is es immer besser mit etwas weniger anzufangen.
mein vorschreiber hat das problem mit dem aufwuchs sehr verständlich dargestellt.
bei heufütterung brauchst du dann pro schaf und tag 3kg, sprich 75 kg in deinem fall. bei mir in einer temperaturmässigen gunstlage hat sich heuer die weidezeit aufgrund des vorangegangenen trockenen jahres um 1 monat verlängert. wenn jetzt noch ein langes, kaltes winterende kommt, dann nochmals plus 4 wochen. das heisst, dass ich normal 90 tage heu füttere, derzeit sieht's nach 120 tagen aus, eventuell mehr. da würdest du dann 10 tonnen heu einlagern müssen - hast du eine passende lagergelegenheit?
2 mal im jahr für 25 schafe klauenpflege und entwurmen durchführen braucht auch seine zeit. auch das scheren kostet zeit (und geld wenn du's nicht selber kannst).
übrigens: was meinst mit felixnetz???????????????????
hab zwar selber noch ein paar e-netze im einsatz, aber für jungtiere sind die immer wieder scheisse, weil die, wenn es sie das erste mal "blitzt", manchmal nach vorn flüchten und dann solange drinnen hängen bis du sie rausholst. da macht dann ein intelligentes, aber teures weidezaungerät sinn. wennst eh aussen herum festzaun hast würd ich innen mit 3 litzen abteilen, reicht völlig. damit der festzaun nicht durch unterfressen beschädigt wird hab ich in 30 cm höhe mit 10 cm abstand eine e-litze gespannt. jetzt fressen die viecherl mm-genau bis zum zaun, aber nicht darunter durch und ich brauch beim zaun nicht soviel nachputzen.
nachmähen musst auch einkalkulieren, nachsäen auch von zeit zu zeit.
mein tipp: wenn du noch keine erfahrung hast fang einmal mit 8 auf 1 ha an und stell sie dorthin wo mähen und heuen das schwierigste ist. vom rest mach heu oder lass heu machen. ersparst dir bei 10 tonnen 2000 euronen und bist übers jahr flexibel, sprich: du hast immer genügend weidefläche für deine tiere. da kannst dem nachbarbauern schon was abtreten davon fürs heu machen.

Trixiiiii antwortet um 17-01-2012 08:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Schafhaltung - was gilt es zu beachten
Danke euch allen recht herzlich für eure Erfahrungen!

Ich hatte sowieso nicht vor gleich mit 25 Schafen einzusteigen ;-) (hab ich mich wohl schlecht ausgedrückt)
Dachte mir, dass ich mal mit weniger anfange und schau wie gut ich auskomme, wieviel überbleibt und werde dann weiter kalkulieren. Eventuell werd ich auch später dann einen Widder zu meinen Müttern geben, das ist aber noch nicht ganz klar... mal sehen wie sich das alles ausgeht! Als Rasse habe ich ungarische Zackelschafe gewählt!

Lagergelegenheit für Heu und Futter ist gegeben, an diese Dinge hab ich natürlich schon vorher gedacht!

Ja ich meine E-Netz, diese werden natürlich mit Strom betrieben und auch der äußere Zaun wird mit Strom versorgt. Ich habe auch an Litzen gedacht, aber irgendwie werd ich mit denen nicht wirklich befreundet.

Es ist auch nicht so, dass ich gar keine Erfahrung habe, ich helfe/arbeite bereits seit ca. 3 Jahren bei befreundeten Schafbauern und habe bereits einen sehr großen Einblick in die Schafhhaltung (Klauenpflege, Schafe scheren, Entwurmen, Handhabung der E-Netze mit Weidezaungerät, Fütterung usw.)

@Restaurator: So wie du das schreibst ist es vorerst geplant, lieber zuerst weniger Schafe und vom Rest Heu machen (dann brauch ich dieses nicht zukaufen) und dann weiter sehen wieviel sich wirklich ausgeht!

Bei der Bezirksbauernkammer werd ich wohl noch anrufen bezüglich Abgaben und Versicherung!

Danke euch auf jeden Fall für eure Hilfe, bin für weitere Erfahrungen und Tipps offen ;-)

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