Traktorkauf aus Deutschland

Antworten: 12
Name: fleckvieh 09-11-2009 19:38
Traktorkauf aus Deutschland
hallo
ich beabsichtige einen gebrauchten trakor aus deutschland zu kaufen.
weiß jemand wie ist das mit der steuer, der traktor würde ca 25000 € kosten und ist ein
vermittlungsverkauf eines händlers (10.7%MWST) was muss ich beachten.
meine zweite frage wie ist es mit dem typisieren er ist bj2001
Name: pa1984 antwortet um 09-11-2009 20:10 auf diesen Beitrag
Traktorkauf aus Deutschland
du mußt den Traktor in Ö versteuern. Dazu mußt du bei deinem Wohnsitzfinanzamt eine ATU Nr. beantragen. Was das Typisieren betrifft, wirst du eine Einzeltypengenehmigung (Landesprüfstelle) brauchen. Ein techn. Datenblatt vom Hersteller wäre gut.

Name: fleckvieh antwortet um 09-11-2009 20:19 auf diesen Beitrag
Traktorkauf aus Deutschland
hallo pa
muss ich den traktor in deutschland ohne steuer kaufen und in österreich mit 20% versteuern?

Name: Felix05 antwortet um 09-11-2009 20:41 auf diesen Beitrag
Traktorkauf aus Deutschland
Hallo,

mit der Steuer bei euch kenne ich mich nicht aus, aber wenn du den Schlepper kaufst, bekommst du einen Fahrzeugbrief mit, das ist ein technisches Datenblatt vom Hersteller, damit dürfte das typisieren, wie ihr das nennt, kein Problem sein.

Red halt mal mit dem Händler, in deinem Fall sicher der Vermittler.
Ich weiß halt net, ob der Verkäufer netto verkaufen darf, aber warum eigentlich nicht?
Er muß halt ein Gewerbe haben, ich schätze, es ist ein Landwirt, dann hat er eins.
Der Händler weiß mit Sicherheit wie´s gemacht werden kann, er will halt wegen der Garantie nicht als Verkäufer auftreten bzw. der Verkäufer ist ein guter Kunde von ihm und bildet sich ein, wenn er die Maschine selbst verkauft, bekommt er bissel mehr dafür.

Ob er sich die Steuer vom Finanzamt wiederholt, oder gleich weglässt, dürfte egal sein.
Was natürlich euer Finanzamt verdienen will, weiß ich nicht.

Gruß, Lutz!

Name: sisu antwortet um 09-11-2009 20:56 auf diesen Beitrag
Traktorkauf aus Deutschland
Ich habe mir einen Valtra Bj.2000 in D gekauft. Die Typisierung hat von August 2008 bis April 2004 gedauert. Außerdem würde ich vorher abklären was ein techn. Datenblatt beim österr. Generalimporteur kostet. Ich mußte zusätzlich noch ein Abgaskoinfizienzpapier aus Finnland anfordern.(weiß jetzt aber nicht ob ich das Wort mit dem Papier richtig geschrieben habe) Wenn Du aus NÖ kommst wünsche ich Dir noch zusätzlich viel Spass beim typisieren. Bezüglich Steuer kann ich Dir nicht viel sagen da ich sowieso eine UID Nummer habe und den Traktor in D netto gekauft habe.
MfG
sisu

Name: Waldtanne12 antwortet um 09-11-2009 20:57 auf diesen Beitrag
Traktorkauf aus Deutschland
ja hallo wir hatten ja mal gemacht.. und zwar einige produkte in deutschland gekauft. Ich besitze auch ein gewerbe.. und eine eigene UID Steuernummer.. ..und habe die Rechnung von Deutschland ohne Steuer bezahlt!!!

MfG
Waldtanne

Name: schellniesel antwortet um 09-11-2009 21:06 auf diesen Beitrag
Traktorkauf aus Deutschland
Nagut im Pkw bereich ist es so das du in Deutschland die normale Steuerabgabe dem Deutschen Staat bezahlst also 19%?
Die differenz zum Österreichischen Steuersatz 20% ist an unser Finazamt zu richten. zuzüglich NOVA die es beim Traktor ja nicht gibt.
wegen der einzelgenehmigung oder Typoisierung ist es wichtig den Import-Händler zu wissen. Gegebenenfalls mit dem vorher Kontakt aufnehmen und sicherstellen das es diese Modell auch in Österreich gibt den sonnst wird es schwierig den dan braucht man wirklich eine Abgszertifizirung oder eben die Freigabe direkt vom hersteller.
Mfg schellniesel

Name: Felix05 antwortet um 09-11-2009 21:12 auf diesen Beitrag
Traktorkauf aus Deutschland
Hallo,

ja das ist richtig, wenn du eine Steuernummer hast und die Maschine gewerblich nutzt, kannst du netto kaufen.
Im deutschen Gesetzestext steht sinngemäß:
Der Erwerb des Gegenstandes (Fahrzeugs) unterliegt im anderen Mitgliedsstaat (EU) der Umsatzbesteuerung.

Das mit dem typisieren ist ja ein Krampf.
Ich dachte schon bei uns erschlägt einen die Bürokratie....
So ein Fahrzeugbrief ist doch für die Maschine wie ein Ausweis für einen Menschen.

Na dann, viel Erfolg.

Gruß, Lutz!

Name: sisu antwortet um 09-11-2009 21:40 auf diesen Beitrag
Traktorkauf aus Deutschland
Frank den deut. Fahrzeugbrief kannst Du in Ö nehmen und wegschmeissen der interessiert die lieben Herren von der Zulassungsstelle nicht.. Habe mir jetzt einen L200 Bj. 2005 in D gekauft habe mich zuvor erkundigt wegen Typisierung wo mir gesagt wurde es gibt einen EU Fahrzeugbrief mit dem einfach zum Importeur gehen und man kann das Auto anmelden. Jetzt habe ich den L200 und wollte es so machen aber jetzt kommts der L200 fällt unter die Kategorie LKW bis 3.5to und es ist sehr wohl eine Typisierung notwendig. Scheinbar weiß die linke Hand nicht was die rechte tut.
MfG
sisu

Name: schoosi antwortet um 09-11-2009 21:48 auf diesen Beitrag
Traktorkauf aus Deutschland
Doch sisu

die linke Hand weiß schon was die rechte tut,

doch mußt du auch die rechte Hand fragen was die linke will,

oder...so ähnlich

frag doch am Amt d. Landesregierung, die brauchen doch auch eine beschäftigung, sonst wäre doch der Sold umsonst und nicht nur für die "KATZ"

Name: michitraktor antwortet um 09-11-2009 22:22 auf diesen Beitrag
Traktorkauf aus Deutschland
Servus!
Habe mir ebenfalls einen Steyr-Traktor in Deutschland gekauft, allerdings noch nicht typisiert.
Bezüglich Steuer gibt es eine Grenze, die sogenannte Erwerbsschwelle in Höhe von € 11.000 pro Kopf und Jahr.
Wird diese Summe überschritten, so muss in Österreich die Umsatzsteuer in Höhe von 20 % gezahlt werden, im Ausland zahlst Du netto, d.h. ohne Umsatzsteuer. Weiters ist hiefür eine UID-Nummer nötig. Buchführende Betriebe haben sowieso eine solche, pauschalierte Betriebe bekommen auf Antrag vom Finanzamt eine solche für eine einmalige Verwendung.
Das ist gut und schön, solange Du im Ausland von einem Händler kaufst, Du hast ja praktisch keinen steuerlichen Nachteil, weil Du im Ausland, z.B. in Deutschland 19 % Mwst. sparst und in Österreich dann 20 % Mwst. zahlen musst. Somit ist der Nachteil mit 1 % zu vernachlässigen.
Ein Problem wird es, wenn Du den Traktor privat kaufst, da Dir der private Verkäufer die Steuer nicht nachlassen wird oder kann und Du in Österreich zusätzlich 20 % Mwst. zahlen musst.
Unter € 11.000 fällt in Österreich keine zusätzliche Steuer an.
Bezüglich Typisierung (Burgenland) werden folgende Unterlagen verlangt:
Kaufvertrag, Meldezettel, technische Daten des Fahrzeugherstellers oder Improteurs für eine Einzelgenehmigung, Anmeldegutachten einer Werkstätte, Abgasgutachten, Bremsengutachten.
Mit diesen Unterlagen kann man dann bei der Landesregierung-Maschinenbauabteilung eine Einzelgenehmigung beantragen, zumindest ist es bei uns im Burgenland so.
Kann Euch ja mitteilen, wenn ich es mit der Typisierung geschafft haben.
Gruß

Name: ducjosi antwortet um 10-11-2009 07:15 auf diesen Beitrag
Traktorkauf aus Deutschland
Grüß Euch!

Haben letztes Jahr einen Mähdrescher aus D gekauft. USt wie bereits von michitraktor beschrieben. Auch mit der Typisierung lief es ähnlich. Es mussten lediglich zusätzliche Begrenzungsleuchten angebracht werden (wobei ich diese als völlig unnötig bewerten würde wenn ein paar cm weiter innen die der Standardbeleuchtung sind (aber wenn es in Ö so sein muss, nicht lange nachdenken und einfach machen), die Nachweise vom Importeur besorgt und die Typisierung wurde natürlich nach Anmeldung rasch in ein paar Stunden auf der Landesprüfstelle erledigt.

Aber das es auch anders kommen kann sieht man ja aus den Beiträgen weiter oben.
Vorher bestmöglich erkundigen, schützt aber danach auch nicht unbedingt vor Problemen kann aber einige ausräumen.

mfg
ducjosi

Name: sthuber antwortet um 10-11-2009 15:23 auf diesen Beitrag
Traktorkauf aus Deutschland
Das wurmt mich immer wieder:

Wir sind seit 15 Jahren EU-Mitglied, jeder Sch.... wird in Brüssel bestimmt und geregelt, von der ominösen Gurkenkrümmung bis hin zu den Roaminggebühren.
Aber wenn ich in Schärding zu Hause bin und in Passau ein Kraftfahrzeug kaufen möchte, kann ich dieses nicht einfach anmelden, sondern habe neben allerlei zu entrichtenden Abgaben (unterschiedliche Ust, NOVA) womöglich einen behördlichen Spießrutenlauf der Sonderklasse zu erwarten.
Tolle, bürgerfreundliche EU!

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