Tagebuch
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(Bio)-Bauern-Selbstmorde in den USA Nabend ! na da passt ja gleich ein neuer Artikel von der Bio Austria Homepage dazu... ihr könnt gerne mit diskutieren auf www.bio-austria.at lg biolix Die Chance der Biobauern! Foto: © Pixelio.de Wenn in der derzeitigen Milch-Misere überhaupt noch jemand Chancen hat, dann die Biobauern, meint Heinz Gstir, Obmann von BIO AUSTRIA Tirol und der Bioalpin GmbH. Biobauern sind im Vorteil, weil jedes Budget, so auch das am Bauernhof, ausgabenseitig saniert werden muss. Und da ist der Biobauer im Vorteil, weil er mit der „Low Input“ Strategie im Kreislauf wirtschaften kann. Er kann bewusst auf Hochleistung verzichten. Denn Ertragszuwächse rechnen sich ab einer bestimmten Grenze nicht mehr, ich würde sagen in Zone 4 ab 5000 Liter und in Zone 5 ab 6000 Liter. Jeder Liter darüber ist viel zu teuer produziert. Futtermittelimport für Milchproduktion 1995 wurden allein in Tirol 55 tsd Tonnen Futtermittel im Wert von 8,8 Millionen Euro importiert, 2007waren es 735 tsd Tonnen Futtermittel im Wert von 29,9 Millionen Euro. Das ist globaler Wahnsinn vor allem angesichts des Welthungers, wie derzeit unter Einsatz von Kraftfutter Milch produziert wird. Bio und regional ist optimal Ich denke Bio-Milchproduktion aus 80 bis 90 % Grundfutter ist realistisch. Zum anderen sind Bio und regional nicht nur Geschwister, sondern Zwillingsgeschwister und da muss die Vermarktung ansetzen. Die Konsumenten wollen Bio mit Mehrwert, wollen wissen wo es herkommt und damit einen Zusatznutzen wie Landschaft erhalten oder Klima schützen kaufen. Wobei es aber nicht sein kann, dass sich Almmilch kaum mehr von der in Holland produzierten Milch unterscheidet, weil dasselbe Zukauffuttermittel verwendet wird. "Geiz ist geil" contra Qualität Ich bin überzeugt, dass sich der bereits abzeichnende positive Wertewandel in der Gesellschaft fortsetzt. Auch ein neues Sicherheitsdenken wird der Bio-Landwirtschaft zugute kommen. Sicher ist auch die derzeitige „Geiz ist geil“ Mentalität nicht wegzuleugnen, aber daneben punktet das Wertvolle. Alles, was dazwischen ist, hat es schwierig. Und der Konsument wird nicht mehr bezahlen nur weil der Bauer einen fairen Preis haben will. Nein, er will dafür schon auch eine bessere Qualität bekommen und letztlich auch dem globalen Wahnsinn entgegensteuern. Haben Ihrer Meinung nach die Bio-Milchbauern die besseren Chancen? Welche Strategie verfolgen Sie auf Ihrem Betrieb? Welchen Chancen oder Gefahren sind die Biobauern Ihrer Meinung nach in Zukunft ausgesetzt?
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