(Bio)-Bauern-Selbstmorde in den USA

Antworten: 13
Name: cowkeeper 15-07-2009 19:50
(Bio)-Bauern-Selbstmorde in den USA
Ein interessanter Zeitungsartikel aus den USA (Maine)

http://www.bangordailynews.com/detail/110473.html

Der ganze Artikel ist zwar in Englisch, aber da drüben gehts ganz schön schlimm zu zur Zeit. Das unglaubliche an dem ganzen ist, das das ganze bei uns ja letztes Jahr genauso gelaufen ist. Man wurde ja geradezu überredet dazu Bio-Milch zu erzeugen, und jetzt wo viele sogar noch in der Umstellungszeit sind, ist der Markt weggebrochen (sicher in den USA extremer als bei uns, weil Bio-Produkte doch schon stark etabliert sind bei uns).


lg cowkeeper

Name: biolix antwortet um 15-07-2009 20:24 auf diesen Beitrag
(Bio)-Bauern-Selbstmorde in den USA
Nabend !

na da passt ja gleich ein neuer Artikel von der Bio Austria Homepage dazu...

ihr könnt gerne mit diskutieren auf www.bio-austria.at

lg biolix

Die Chance der Biobauern!

Foto: © Pixelio.de

Wenn in der derzeitigen Milch-Misere überhaupt noch jemand Chancen hat, dann die Biobauern, meint Heinz Gstir, Obmann von BIO AUSTRIA Tirol und der Bioalpin GmbH.

Biobauern sind im Vorteil, weil jedes Budget, so auch das am Bauernhof, ausgabenseitig saniert werden muss. Und da ist der Biobauer im Vorteil, weil er mit der „Low Input“ Strategie im Kreislauf wirtschaften kann. Er kann bewusst auf Hochleistung verzichten. Denn Ertragszuwächse rechnen sich ab einer bestimmten Grenze nicht mehr, ich würde sagen in Zone 4 ab 5000 Liter und in Zone 5 ab 6000 Liter. Jeder Liter darüber ist viel zu teuer produziert.

Futtermittelimport für Milchproduktion
1995 wurden allein in Tirol 55 tsd Tonnen Futtermittel im Wert von 8,8 Millionen Euro importiert, 2007waren es 735 tsd Tonnen Futtermittel im Wert von 29,9 Millionen Euro. Das ist globaler Wahnsinn vor allem angesichts des Welthungers, wie derzeit unter Einsatz von Kraftfutter Milch produziert wird.

Bio und regional ist optimal
Ich denke Bio-Milchproduktion aus 80 bis 90 % Grundfutter ist realistisch.
Zum anderen sind Bio und regional nicht nur Geschwister, sondern Zwillingsgeschwister und da muss die Vermarktung ansetzen. Die Konsumenten wollen Bio mit Mehrwert, wollen wissen wo es herkommt und damit einen Zusatznutzen wie Landschaft erhalten oder Klima schützen kaufen. Wobei es aber nicht sein kann, dass sich Almmilch kaum mehr von der in Holland produzierten Milch unterscheidet, weil dasselbe Zukauffuttermittel verwendet wird.

"Geiz ist geil" contra Qualität
Ich bin überzeugt, dass sich der bereits abzeichnende positive Wertewandel in der Gesellschaft fortsetzt. Auch ein neues Sicherheitsdenken wird der Bio-Landwirtschaft zugute kommen. Sicher ist auch die derzeitige „Geiz ist geil“ Mentalität nicht wegzuleugnen, aber daneben punktet das Wertvolle. Alles, was dazwischen ist, hat es schwierig. Und der Konsument wird nicht mehr bezahlen nur weil der Bauer einen fairen Preis haben will. Nein, er will dafür schon auch eine bessere Qualität bekommen und letztlich auch dem globalen Wahnsinn entgegensteuern.

Haben Ihrer Meinung nach die Bio-Milchbauern die besseren Chancen?

Welche Strategie verfolgen Sie auf Ihrem Betrieb?

Welchen Chancen oder Gefahren sind die Biobauern Ihrer Meinung nach in Zukunft ausgesetzt?





Name: Icebreaker antwortet um 15-07-2009 20:34 auf diesen Beitrag
(Bio)-Bauern-Selbstmorde in den USA
,q biolix

Da erlaube ich mir mal nicht auf deinem empfohlenem Link mitzudiskutieren, sondern gleich hier anzumerken, dass derlei Suizide WELTWEIT zu "verzeichnen" sind.
Erst vor kurzem habe ich dazu einen Link eingestellt gehabt, der .... naja, wie so oft, nicht weiter beachtet wurde.

Interessiert offensichtlich und sprichwörtlich keine Sau!


mfg Ice



Name: Tyrolens antwortet um 15-07-2009 20:47 auf diesen Beitrag
(Bio)-Bauern-Selbstmorde in den USA
Schön, dass das ein Tiroler schreibt, der in Sachen Regionalität noch viel von den Zillertalern lernen kann. Da zieht die Marke "Zillertal" beim Konsumenten halt doch mehr.

Lustig finde ich, dass man bei der Bio Austria nicht mal Unterschied zwischen Ges.m.b.H und Gen.m.b.H zu kennen scheint. ;) Oder firmiert die BioAlpin neuerdings anders?

Im Ürigen kann man jetzt wohl erwarten, dass es bald neue Bio-Austria Regeln geben wird, die vorsehen, dass Milchbauern nur mehr max. 20% der Futtermittel zukaufen dürfen und diese aus einem Umkreis von 20 km kommen müssen. Wäre nur konsequent.

Name: helmar antwortet um 15-07-2009 21:17 auf diesen Beitrag
(Bio)-Bauern-Selbstmorde in den USA
mit Tiroler Grauvieh, Tux-Zillertalern, Jersey, und vielleicht Hochlandschotten wenn sich die wer Melken traut, wird das Low-Inputsystem problemlos laufen, mit wiese, Heu und Viehsalz....bei allen anderen Rassen ist da der Zug längst abgefahren. Auch Biozüchter verwenden Stiere mit höchster Vererbung.
Selbstmorde gibt es leider in allen Berufsgruppen......vielleicht hat es bis dato bei den Bauern auch deshalb weniger gegeben weil diese im allgemeinen "frommer" als der Rest der Bevölkerung gewesen sind.
Mfg, helmar

Name: sturmi antwortet um 15-07-2009 21:21 auf diesen Beitrag
(Bio)-Bauern-Selbstmorde in den USA
@icememe
Verschwörungstheorien und deine dazu verworrenen, esoterisch-geistigen "Gedankenausflüge" interessieren nicht wirklich....
MfG Sturmi

Name: Icebreaker antwortet um 15-07-2009 21:25 auf diesen Beitrag
(Bio)-Bauern-Selbstmorde in den USA
Danke für deine Meinung, stbsi, aber du bist weder hier noch anderswo kein Masstab ;-)

Diese erneut unnötige Aussage deinerseits hättst dir genauso gut auch sparen können (bei andren würde ich sagen "denken").

Und?
Was hast du sonst zum Thema zu sagen?


mfg Ice

Name: 179781 antwortet um 15-07-2009 21:50 auf diesen Beitrag
(Bio)-Bauern-Selbstmorde in den USA
helmar schreibt:
mit Tiroler Grauvieh, Tux-Zillertalern, Jersey, und vielleicht Hochlandschotten wenn sich die wer Melken traut, wird das Low-Inputsystem problemlos laufen, mit wiese, Heu und Viehsalz....bei allen anderen Rassen ist da der Zug längst abgefahren.

Bei uns in der Nachbarschaft ist ein Biobetrieb, der macht mit ca 45 Kühen Milch ausschließlich auf der Weide. Der hatte im Arbeitkreis Milch mit großem Abstand die niedrigsten Kosten je l Milch. Also kann dieses System nicht so falsch sein. Der hat im übrigen ganz normale Fleckviehkühe.

Gottfried

Name: helmar antwortet um 15-07-2009 22:06 auf diesen Beitrag
(Bio)-Bauern-Selbstmorde in den USA
Wie lange schon dabei? Und vor allem, welche Leistung? Oder besser gesagt, verkaufte Milch/Kuh? Mit den Kalbinnen welche mit 30 Litern und mehr einsetzten gehts daneben.....aber eine solide 25 er Kuh, da stimmt die Rechnung.
Mfg, helmar

Name: Noro antwortet um 16-07-2009 19:28 auf diesen Beitrag
(Bio)-Bauern-Selbstmorde in den USA
@ helmar:
bei uns hier in Freising gibts auch einen biolandwirt, den Braun Sepp, in ganz Bayern bekannt, wegen allerlei versuche, die er anstellt.
macht verdrängungskreuzung mit schwarzbunten und hat 7ooo liter ausm grundfutter, praktiziert das schon über 15 jahre und seine kühe liegen altersmäßig überm bayrischen schnitt.
ich glaub das der auch kurzrasenweide macht, bin mir da aber nicht so sicher
gruß
th

Name: helmar antwortet um 16-07-2009 19:34 auf diesen Beitrag
(Bio)-Bauern-Selbstmorde in den USA
Wird wohl nur mit Kurzrasenweide überhaupt möglich sein, und SHF ist eine astreine Milchrasse, welche den Erlös fast ausschliesslich über die Milch bringen muss, denn weder Stierkälber noch Schlachtkühe bringen allzuviel. 7000 Liter aus dem Grundfutter halten diese Kühe sicherlich aus, aber ist nicht der Durchschnitt aller SHF in der BRD bei 9.000?
Mfg, helmar

Name: sturmi antwortet um 20-07-2009 10:05 auf diesen Beitrag
(Bio)-Bauern-Selbstmorde in den USA
"Man wurde ja geradezu überredet dazu Bio-Milch zu erzeugen, und jetzt wo viele sogar noch in der Umstellungszeit sind, ist der Markt weggebrochen..."
@cowkeeper
Auch der Bio-Milchmarkt in Österreich ist durch die Wirtschaftskrise massiv eingebrochen! Bis zu 23% Absatzeinbussen bestätigt der Öko-Agrarexperte Oschischnigg der Kronen Zeitung.
Hingegen boomt der Absatz von Fleisch, weil wieder mehr zu Hause gekocht, statt im Restaurant gegessen, wird!
MfG Sturmi

Name: Icebreaker antwortet um 20-07-2009 11:55 auf diesen Beitrag
(Bio)-Bauern-Selbstmorde in den USA
@sturmiwurmi

"Verschwörungstheorien und deine dazu verworrenen, esoterisch-geistigen "Gedankenausflüge" ... "

>>> Verworren? Ja, vielleicht für dich. Wäre ausserdem interessant, was man in deiner "Schublade" Esoterik so vorfinden könnte? Mir scheint, so einiges, das dir einfach "zu hoch" ist, schiebst du, je nach Pseudowissen durch Wikipedia und so in diese oder jene schublade.
Mann - du musst aber eine rieeeeesen Schubladenkomme haben, so eine Art Apothekerschrank hoch 3? *gg*

Und TATSACHEN und FAKTEN als Verschwörungstheorie abzutun, oder so wie du einfach in die Esolade stecken ist auch typisch für Charaktere wie dich. (Nur als Feststellung meinerseits, nicht abwertend gemeint)

Hier nochmal der Link, den ich gemeint hatte und den unser hubsistubsiwurmi als "Verschwörungsblabla" abgetan hat .... und es gibt internationale Möglichkeiten, sich zu informieren ... aber so weit reichts wohl bei manchen (noch) nicht.
Aber das Leben ist GsD ja ein ewiger Lernprozess, sozusagen ;-)

mfg Ice







Die zahlreichen Bauernselbstmorde in Indien haben vielfältige Ursachen
Von Malcolm Harper

..................... Selbstmorde kommen bedauerlicherweise auf der ganzen Welt häufig vor, sind aber laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in manchen Ländern stärker verbreitet als in anderen. Die offiziell erfassten Selbstmordraten pro 100.000 Personen reichen von über 30 Fällen pro Jahr bis weniger als 5. Für 2005 waren es in Mexiko und Brasilien 4, in Japan dagegen 22 und in Russland 32. In Deutschland, Indien und den USA waren es um die zwölf.


http://welt-sichten.org/front_content.php?idart=611




Name: sturmi antwortet um 20-07-2009 12:53 auf diesen Beitrag
(Bio)-Bauern-Selbstmorde in den USA
@icegneißer
Ich scheine dir ja schwer im Magen zu liegen dass du nach 5 Tagen nochmals eine Antwort
schreibst! Für deine Gesundheit wäre es wohl besser mich "einfach gestrickten" Bauern zu ignorieren! ;-)))
MfG Sturmi


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