 Tagebuch
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Die "bäuerlichen Uniformen".... Hallo also normal kannte man den Unterschied ob ledig oder nicht beim Schürzen knüpfen - seitlich ledig, mittig verheiratet - aber nur dort wo´s vorne gebunden wird. Bei den Goldhauben erkannte man es klar am Häubchen, bzw ich glaube es gab einen Unterschied beim binden des schwarzen Kopftuches. Zur Uniform - jede Tracht - sei es Fest- oder Alltagstracht, kann man meist farblich Variieren und auch mit den Stoffmustern spielen. Nehmen wir mein Festtrachtskleid - die Ennser Festtracht - entweder dunkelgrün oder weinrot, mit goldener Schürze - nur der Schnitt und das Muster definieren. Da kann man halt ein bisserl aus, aber nicht viel. Aber heute näht oder kauft man die Tracht die einem gefällt und nicht nur weil man von diesem Ort ist. Bei uns im Ort kann man aus 3 versch Farben auswählen und wenns eine komplett andere Farbe ist - was solls. In den reicheren Gebieten Oberösterreichs - wie Wels, Kremsmünster, St. Florian und dann bis Enns war und ist immer sehr viel Goldverschnürungen und verzierungen - das war und ist teuer und aufwändig (und man näht sich die Finger blutig). Anders in Tirol und Vorarlberg - je mehr Stickerei desto teurer war die Tracht und auch da konnte man sich schon anschauen wieviel die Braut "wert" war. Heute sind es halt die Markenartikel - wer mit Gucci daherkommt, kann (oder tut so) als ob er mehr Geld hat. - auch hier versucht man den "Marktwert" zu heben. Also hat sich doch nicht viel geändert. Wenn ich mir bei einen Jugendfestl anschaue was die Mädels so tragen - Spagettiträger, Bauchfrei und Hüftrockerl - das ist tw auch schon eine Uniform. Hauptsache Schwarz oder Weiss - andere Farben gibts nicht. Mal vom Nabel-Pircing-Steinchen abgesehen ... So - ein kleiner Exkurs zu Tracht - ich trag sie gern, aber auch mal gern ein kurzes Rockerl - kommt halt drauf an, worauf ich gerade Lust und Laune hab. Wohlfühlen soll man sich und das ist das Wichtigste. lg Kathi
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