 Tagebuch
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berglandmilch liefermodell @ Kathi Billig produzieren: Du kannst mir glauben, ich versuche auch, so konkurrenzfähig wie möglich zu arbeiten. Bin ja auch nicht blöd. Mit unnötig hohen eigenen Kosten schade ich mir nur selber. Und mit blöden Ideen auch, die lassen sich auch bei mir nicht immer vermeiden. Man kommt halt häufig erst nachher drauf, was gut war und auf was man verzichten hätte können. Sag mal, haben die in Neuseeland keine Milch, Joghurts, Topfen, Frischkäse und viele andere Milchprodukte, die sich keine drei Monate halten? Ich empfehle jedem, der sich über solche Regelungen aufregt, mal mit einigen Bauern zu reden, die auch Milch produzieren, aber in einem Bereich, der nicht der Willkür von Politikern ausgesetzt ist sondern immer schon vertraglich zwischen Erzeuger und Verarbeiter geregelt war: Schaf- und Ziegenmilch. Bei diesen Tieren ist die saisonale Komponente sogar besonders stark ausgeprägt. Du wirst sicher welche kennen. Frag doch mal nach, wie viel sie mehr bekommen, wenn sie sich verpflichten, das ganze Jahr Milch liefern, gegenüber jenen, die nur dann melken, wenn es gerade günstig ist. Der Unterschied ist nicht ganz unbedeutend und sicherlich eine Aha-Erlebnis für viele Milchkuhhalter die der Meinung sind, die Verarbeiter hätten sich nach ihnen zu richten. Ich habe kürzlich einen getroffen, der liefert an zwei Verarbeiter und die fragen ständig nach, ob er nicht noch mehr liefern könnte. Natürlich das ganze Jahr. Demnächt gibt er die letzten MIlchkühe her und stellt noch mehr Ziegen ein. Es ist also schon was dran, an dem Ideenreichtum. Es kann ja eh jeder machen, wie er will. Ich habe halt herausgefunden, dass es schlauer ist, das zu machen, was die Abnehmer wollen und sich das bezahlen zu lassen, als dagegen zu arbeiten und einen schlechten Preis oder den Verlust der Geschäftsbeziehung zu riskieren.
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