Tagebuch
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Buchführung weil EHW zu hoch Verpachte einen teil an deine Frau. Dann bist unter den Wert, deine Frau auch versichert und es läuft weiter wie bisher. Buchführung macht nur Sinn wenn du extrem viel investierts, weil die Mehrwertsteuer zurückholen kannst, sonst ist es immer ein Draufzahlergeschäft. Grüße Harald Das ist nicht von Haus aus so. Bei sehr intensiven Betrieben ist meist die Pauschlierung von Vorteil. Bei sehr vielen, die über die Einheitswertgrenzen kommen ist es eine Rechenaufgabe ob nicht die Teilpauschlierung wie oben beschrieben mit 70 % Aufwandpauschale, oder Einnahmen Ausgabenrechnung oder gleich Buchhaltung sinnvoller ist als irgendwelche Schiebereien mit Verpachtung an Familienangehörige. Das geht nämlich nur dann, wenn wirklich eine seperate Betriebsführung vorliegt. Das heißt eigene Fruchtfolge, genaue Trennung bei Viehhaltung, exakte gegenseitige Abrechnung bei Arbeits und Maschinenleistung. Also muß alles so laufen wie unter Fremden. Und das kontrolliert nicht nur das Finanzamt sondern auch die AMA. Wenn die dann z. B. nach 5 Jahren kommen und einen Punkt finden wo sie einhaken können dann wird die ganze Geschichte rückwärts aufgerollt und das kann dann kritisch werden. Ich würde dir in so einem Fall raten, nicht bei anderen Bauern oder im Internet herumzufragen , sondern gleich mit den Aufzeichnungen die du ja hoffentlich über deine Einnahmen und Ausgaben hast zu einem ordentlichen Steuerberater zu gehen. Der kann dir meist in weniger als einer Stunde ausrechnen was du bei welcher Variante an Zahlungen bei FA und SVB zu erwarten hast. Du musst auch bedenken, das die Einkommenssteuererklärung, die Beitragsgrundlagenoption bei der SVB und die Option auf Regelbesteuerung bei der MWST drei verschiedene Dinge sind, von denen du die heraussuchen kannst, die am besten für dich passen. Bei mir war es z. B. so, dass ich mit 55 ha an derGrenze war und mit Pauschlierung pro Jahr knapp 14.000 Euro bei der SVB und rund 4500 Einkommenssteuer zu bezahlen hatte. Jetzt mache ich Teilpauschlierung mit 75 ha und bezahle überall weniger als die Hälfte. Außerdem bekomme ich bei der MWST jedes Jahr Geld heraus. Meine persönliche Meinung ist, dass die ganze Einheitwertgeschichte bei Steuer und SVB absolut nicht mehr zeitgemäß ist. Wenn alle Betriebe nach ihren tatsächlichen Einnahmen veranlagt würden, müssten sehr intensive Betriebe (die in der Regel auch ganz gut verdienen) mehr bezahlen, für die Mehrheit würde nicht viel anders und viele, vor allem jene, die viel investieren würden besser abschneiden. Unterm Strich käme auf jeden Fall für das FA nicht mehr heraus, deshalb wollen die das nicht. Und für die SVB und Kammerumlage käme weniger heraus, deshalb machen sich genau diese für die Pauschlierung stark. Gottfried
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