Tagebuch
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Körnererbsenanbau Leindotter ist sehr kleinkörnig, etwa wie Weißklee, daher kann man den nicht unter die Erbsen mischen. Außerdem soll er nicht tief in die Erde kommen. Ich habe an der Sämaschine eine Kleesamenstreuer angebaut, von dem er im Bereich des Saatstriegels auf die Erde fällt und so leicht eingearbeitet wird. Man kann ihn auch nach dem Säen mit einem elektrischen Feinsamenstreuer oder mit feinem Sand gestreckt, mit einem Kunstdüngerstreuer ausstreuen und dann walzen. Saatmenge etwa 6 - 10 kg je ha. Zu viel ist nicht gut, weil dann der Leindotter keine Mischfrucht, sondern ein Platzkonkurrent zur Erbse wird. Saatgut ist bei uns im Lagerhaus oder über Saatbau Linz zu kriegen. Ich habe einige 100 kg auf Lager, das geht aber nur als Futtermittel zu verkaufen. Wenn du auf dem Feld keine Problemunkräuter hast, reicht ein Arbeitgang mit einer groben Egge etwa 1 -2 wochen vor der Saat und einmal eggen direkt vor der Saat. Dann sind die Frühjahrskeimer so weit geschädigt, dass die Konkurrenzwirkung des Leindotters ausreicht, um das Unkraut zu unterdrücken. Dann hast du auch kein so großen Probleme mit Spätverunkrautung, die kommt ja in der Regel von Unkräutern die von der Spritzung übriggeblieben sind und sich deshalb übermässig entwickeln. Diese Vorgangsweise ist ein gutes Beispiel wie man auch im konventionellen Bereich ohne Gift auskommen kann. Gottfried
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