Ferkel: Kann Streueisen die Eiseninjektion ersetzen?
Die Eisenversorgung der Ferkel über Injektionen ist zeitaufwändig und birgt Gesundheitsrisiken für die Ferkel. Streueisen zur oralen Aufnahme könnte eine Alternative sein.
|
Ergebnisse
In Bezug auf die Parameter des Blutes hatten eine Woche nach dem Absetzen diejenigen Ferkel die schlechtesten Ergebnisse, welche eine einmalige Eiseninjektion am 1. Lebenstag erhielten. Hingegen bestand zwischen der Gruppe mit zweimaliger Eiseninjektion und der Gruppe, welche das Eisenpulver an drei Tagen zur Verfügung gestellt bekam, kein statistisch relevanter Unterschied.
Berechnungen der Gewichtszunahmen, die bei den Ferkeln bis zum 70. Tag gemessen worden sind, ergaben keine statistisch relevanten Unterschiede zwischen den drei im Vergleich stehenden Gruppen. Dieselbe Aussage ist bezüglich der Tierverluste zu treffen: So befanden sich die Werte bei allen Gruppen der Studie auf dem gleichen Niveau.
Fazit
Eine einmalige Eisenapplikation ist insbesondere für die größeren Ferkel nicht ausreichend. Eine Nachbehandlung sollte dann am 10. bis 14. Lebenstag vorgenommen werden. Im Rahmen von Untersuchungen in einem Ferkelproduktionsbetrieb mit 345 Sauen konnte festgestellt werden, dass neben der Eiseninjektion (ein- oder zweimalig) dem Eisenmangel auch mittels Eisenpulver vorgebeugt werden. Somit stellt das Streueisen neben oralen Eisenpräparaten wie Pasten oder Emulsionen eine geeignete Alternative zu üblichen Eiseninjektionspräparaten dar.
Autoren: Prof. Dr. Mathias RITZMANN, TÄ Sandra HACKSTETTE, TÄ Nadine HENKE, Dr. Kerstin MÜLLER, Dr. Horst GAUMANN, Dr. Andreas PALZER, Klinik für Schweine der Veterinärmedizinischen Universität Wien
Suche







